Schlussworte

Zurück

Navigation durch das Thema

 

Die diversen Züge, die wir auf den vorherigen Seiten kennen gelernt haben, hatten eines gemeinsam. Sie waren rot und sehr schnell unterwegs. Das animierte die Leute wohl schnell dazu, denn Zügen roter Pfeil zu sagen. Ein Begriff, der beflügelte und der letztlich dazu führte, dass man die unterschiedlichen Züge einfach nur noch roter Pfeil nannte auch wenn sie nicht genau gleich aussahen.

Nur, wenn wir die Technik der Züge ansehen, erkennen wir mit einer Ausnahme, dass sie sehr viel Gemeinsam hatten und so sicherlich miteinander genannt werden durften. Nur auch die Ausnahme wurde von den Leuten zum roten Pfeil und gehörte deshalb dazu, obschon er technisch ganz anderes aufgebaut wurde. Schuld daran waren aber auch die SBB, denn man hatte damit begonnen mit dem Begriff zu werben.

So bot man nicht einfach einen Ausflug mit dem Zug nach Lugano an, sondern warb ganz einfach mit den Worten, dass man eine Fahrt im roten Pfeil buchen könnte. Das Ziel war dann meist nebensächlich und die Leute freuten sich auf die Fahrt mit dem roten Pfeil, wenn es auch nicht unbedingt ein "echter" roter Pfeil war. Damit hatte man durchschlagenden Erfolg, so dass man schnell vergas, wofür die ersten Züge eigentlich beschafft wurden.

Dort konnten die Züge der enormen Nachfrage einfach nicht mehr gerecht werden. Die Züge waren für den Ansturm hoffnungslos zu klein geraten. Das bedeutete, dass man die Züge mit anderen Fahrzeugen führen musste. die fast neuen Fahrzeuge waren aber vorhanden und man hatte keinen passenden Einsatz für die Fahrzeuge. Abbrechen wollte man diese neuen Züge schlicht nicht und so musste man Lösungen suchen.

Mit den neuen Triebwagen griff man zu einer Notlösung und bot besondere Gesellschaftsfahrten an. Der Erfolg dieser Fahrten, die mehr aus der Verlegenheit heraus entstanden waren, war dann auch der Erfolg der Züge, oder war es umgekehrt? Man kann das heute nicht mehr schlüssig beantworten. Die roten Pfeile wurden zu Ausflugstriebwagen, die später durch neu gebaute Fahrzeuge ergänzt wurden. Daher verwunderte es eigentlich nicht, dass diese automatisch auch zu roten Pfeilen wurden.

Nur erinnern Sie sich noch an die Einleitung? Dort hatte ich doch frischfröhlich angekündigt, dass der FLIRT Baujahr 1938 hätte. Dazu stehe ich immer noch, denn eigentlich stimmt es. Sie glauben mir nicht? Gut, dann mache ich es doch ganz einfach, ich nehme die beiden Züge stellte sie nebeneinander und liste ein paar technische Punkte auf.

 

  Re 8/12 RABe 523
Baujahr: 1938 2004
Leistung: 1'670 kW 2'000 kW
Länge: 68'700 mm 74'078 mm
Gewicht: 127 t 122 t
Triebachsen: 8 4
V. max.: 150 km/h 160 km/h
Fussbodenhöhe: 720 mm 570 mm
Sitzplätze 1. Klasse: 30 20
Sitzplätze 2. Klasse: 192 150

Wenn man die beiden Züge nun so beisammen sieht, stellt man schnell fest, dass sich der Re 8/12 nicht hinter dem RABe 523 zu verstecken hat. Der Zug hatte in gewissen Bereichen sicherlich die Nase vorne, hatte aber auch Nachteile, die dem neuen Zug, der gut 70 Jahre später entwickelt wurde, zu Gute stehen. Aber wenn man heute von Leichtbau spricht und damit bei 122 Tonnen ist, was waren dann die 127 Tonnen 1938? Genau, eine kleine Sensation.

Um die Gemüter zu beschwichtigen, niemand will dem neuen Zug seinen Erfolg vergönnen und schon gar nicht will ich gewisse Hersteller verunglimpfen. Nur eben, Ideen in dieser Richtung gab es schon früher nur kam damals niemand auf die Idee von einem flinken leichten innovativen Regional Triebzug zu sprechen. Man blieb bei einem kühlen Re 8/12. Diesem verpasste man einen knallroten Anstrich und schickte ihn auf die Strecke. Das war es, spezielle Namen, denkste, solche Ideen gab es noch nicht.

Es waren damals die Leute entlang der Bahnlinien, die den roten Zug kommen sahen und schon war er durch. Er schoss wie ein Pfeil an ihnen vorbei. Daher war es nur logisch, dass man dem Zug den Namen roter Pfeil gab. Dieser Begriff prägte sich ein und so blieb der Name und die roten Pfeile blieben die roten Pfeile und werden es natürlich auch in Zukunft bleiben. Überlassen wir das flirten einem anderen Zug, denn hier beenden wir mit zwei einprägsamen Worten die Geschichte, der ROTEN PFEILE.

 

Zurück

Navigation durch das Thema

 
Home SBB - Lokomotiven BLS - Lokomotiven Kontakt

Copyright 2012 by Bruno Lämmli Erstfeld: Alle Rechte vorbehalten