Umbauten und Änderungen

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Die beiden Triebwagen wurden nie grundlegend umgebaut. Man konnte hier viel von den Erfahrungen mit den vorher abgelieferten Fahrzeugen profitieren. So wurden die Bremsen mit dem Steuerventil, das sowohl die P-Bremse als auch die R-Bremse generieren konnte, sicherlich besser gelöst, als bei den anderen Ausflugstriebwagen der Schweizerischen Bundesbahnen SBB, wo man die direkte Bremse verwendete.

Trotzdem gabt es einige wenige Punkte, die nicht unerwähnt bleiben dürfen. Kleinere Anpassungen an neue Vorschriften oder andere Bauteile, wurden auch hier umgesetzt und sollten nicht unbedingt erwähnt werden, da es die Funktion des Fahrzeuges meistens nicht veränderte und zudem meistens die gesamte Fahrzeugflotte der SBB betraf.

Im Jahre 1956 erfolgte die erste Umbenennung. Die Züge, die in Sachen Komfort eigentlich nie ganz den normalen Wagen entsprachen, wurden zu RAe 4/8 umbezeichnet. Diese scheinbare Anhebung der Wagenklasse, war jedoch nur eine Folge davon, dass die SBB, diese erste Wagenklasse wegen mangelnder Nachfrage aufgehoben hatte. So mussten die anderen Züge um eine Wagenklasse angehoben werden. Womit wir hier beim RAe 4/8 angelangt wären.

Eine erste wichtige und dabei eigentlich auch, die letzte Änderung an der Technik, erfolgte im Jahre 1959. Die Triebdrehgestelle der beiden Triebwagen waren nur nach kurzer Einsatzdauer stark verschliessen und mussten saniert werden. Man erkannte, dass die von Triebwagen BDe 4/4 stammenden und dort eigentlich für 110 km/h ausgelegten Drehgestelle, bei 125 km/h überbeansprucht wurden. Das zeigte sich dann mit Schäden an den Bauteilen.

Damit die Triebdrehgestelle den hohen Belastungen genügen konnten, wurde der Drehgestellrahmen an einigen Stellen verstärkt. Damit konnten sie den grösseren Kräften widerstehen und hielten den Belastungen besser stand. Diese Kräfte rührten vom Antrieb her, so dass man auch diesen sanierte und so die auftretenden Kräfte zusätzlich reduzierte. Damit konnten die Drehgestelle auch in Zukunft mit 125 km/h genutzt werden.

Beim Antrieb merkte man, dass die von den schräg verzahnten Getrieben auftretenden tangentialen Kräfte bei 125 km/h viel grösser waren, als beim Musterfahrzeug, dem BDe 4/4. Damit man diese Kräfte reduzieren konnte, baute man neue tangential gefederte Zahnräder ein. Dadurch konnte die Kraft vor allem im grossen Zahnrad massiv reduziert werden. Das Drehgestell wurde daher auch bei 125 km/h nicht mehr so stark beansprucht.

Damit hätten wir eigentlich schon die Umbauten, Jedoch kam es in selben Jahr zu einer Umnummerierung. Alle Triebwagen, die bisher mit dreistelligen Nummern verkehrten, bekamen neue vierstellige Nummern. Damit wollte man ein breiteres Band erhalten und so der immer grösseren Anzahl Triebwagen gerecht werden. Die beiden RAe 4/8 bekamen dann die Nummern 1022 und 1023. Diese sollte dann nicht mehr verändert werden.

Den Anstrich vereinfachte man 1963. Das Fahrzeug, wurde nun in einem dunkleren rot gestrichen. Auch die vorhandenen Zierlinien und das Schweizer Kreuz an der Front verschwanden bei dieser Aktion. Der Triebwagen wirkte nun schmucklos. Das unterstützten auch die neu gelb gehaltenen Anschriften, die nun nur noch auf SBB - CFF reduziert wurden. Der Zug war nun sehr schlicht gehalten und machte nicht mehr einen so protzigen Eindruck wie vorher.

Um trotzdem etwas mehr Schmuck am Fahrzeug anzubringen, wurde später an der Front das neue Signet der SBB angemalt. Dabei war wohl weniger der Schmuck die Idee, denn man wollte mit den Zügen auch zeigen, dass es sich um einen Zug der Schweizerischen Bundesbahnen SBB handelte und dass man im Unternehmen ein neues Signet eingeführt hatte. Ähnlich erging es einigen Re 4/4 II, die auch diese Signete erhalten hatten.

Damit wären wir mit den Änderungen durch. Umbauten der Züge gab es jedoch nicht. Sie waren für den geplanten Einsatz bestens gerüstet und hatten kaum schwere Mängel. Die Arbeit der Hersteller darf an dieser Stelle sicherlich gelobt werden, denn man hatte bei den SBB zwei Ausflugstriebwagen, die den legendär gewordenen "Churchill-Pfeil" entlasten konnten und dabei erst noch zur Zufriedenheit der SBB funktionierten.

 

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