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Tour 16: Oensingen / Gossau |
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Es ist ein schöner Tag im frühen Sommer des Jahres. Nachdem in den
letzten Jahren über Masken und Impfungen gestritten wurde, ist es der
erste Sommer seit dem Virus, das die Welt veränderte. Nun beginnt der
Sommer mit all den Festen, die bisher nicht stattfinden konnten. Auch ich
habe einige davon besucht und mich so wieder unter die Leute begeben.
Einige werden noch folgen, denn die meisten Feste sind erst im Herbst.
Bei der Arbeit hat sich nun ebenfalls sehr viel verändert und das
nicht nur positiv. Auch wenn man gerne davon spricht, dass früher vieles
besser gewesen sei. Es ist wirklich nicht mehr alles optimal. Der Mangel
an Personal macht sich immer mehr bemerkbar. Die Arbeitstage wurden
länger, die Phase der Erholung kürzer. Ja das Büro ging sogar so weit,
dass den Lokführern zum Teil Verstösse mit dem
Arbeitszeitgesetz
drohen.
Eisenbahn fahren auf einer
Lokomotive
kann harte Arbeit sein, auch wenn man es nicht glaubt. Ich weiss von was
ich spreche, denn meine Erfahr-ungen habe ich gemacht und nun gebe ich
diese weiter. Heute wird dies unter Beweis gestellt. Eine lange Tour bei heissem Wetter, die selbst dem erfahrenen Lokführer viel abverlangt, wird heute von einem Lokführer in Ausbildung gefahren.
Ich bin dabei um allenfalls bei Fehlern einzugreifen und für noch
mehr Druck zu sorgen. Es geht auch darum, dass der
Heizer
an seine Grenzen kommt. Er muss diese kennen lernen, denn später im Beruf
muss er immer wieder an diese heran. Es klingt etwas abgedroschen, aber in der meisten Zeit, kann ich die Arbeit in einer eher entspannten Art erledigen. Jedoch muss ich jeden Augenblick damit rechnen, dass sich dies ändert. In Bruchteilen von Sekunden muss ich handeln und dann geht es an die eigene geistige Leistungsfähigkeit. Kenne ich deren Grenzen nicht, kommt es dazu, dass ich als Lokführer versage. Das können Sie dann am nächsten Tag in der Zeitung lesen.
Auch ich kam schon an meine
Leistungsgrenze
und für einen kurzen Moment zur Frage, ob es das war? Im dichten Nebel mit
90 km/h unterwegs und dann taucht plötzlich ein rot blinkendes
Zugschlusssignal
im Nebel auf. Ob die
Schnellbremse
schon wirkte, als ich an dem Ende des anderen Zuges vorbei fuhr, weiss ich
schlicht nicht mehr. Ein paar Sekunden, die in meinem Leben fehlen. Der
Punkt, als ich geistig überfordert war.
Das wünscht man niemandem und daher soll ein Anfänger an diese
Grenze heran geführt werden. Da der betreffende Fahrschüler gestern schon
bei mir war, weiss ich auch, was ich ihm zumuten kann. Ich bin mir
bewusst, dass er nicht ohne Fehler wird arbeiten können. Das kann kein
Lehrling und bei der Eisenbahn kapieren die einen den Trick früher, als
die anderen. Jedoch stand jeder erfahrende Lokführer schon mal bei diesem
Punkt.
Die Fahrt auf der Strasse zu meinem Arbeitsort ist längst zur
Routine geworden. Der Verkehr jedoch nicht. Schon oft fragte ich mich, was
der Fahrer mit dem waghalsigen Verhalten bezwecken wollte. Jedoch fällt
mir dann auch wieder ein, dass nicht viele Leute das gleiche
sicherheitsbewusste Verhalten haben. In all den Jahren wurde mir das
eingetrichtert. Keine Risiken eingehen, denn in dem Fall kann es sehr
gefährlich werden.
Auch wenn ich heute einen männlichen
Heizer
habe, die ersten Frauen wagen sich auch in den
Güterverkehr.
Das war lange Zeit nicht so verbreitet, denn die Arbeit ist hier etwas
härter als beim
Personenverkehr.
Man muss kuppeln, sehr viel in der Nacht arbeiten und das schreckt das
angeblich schwache Geschlecht ab. Mit etwas Geschick bringt jeder die
Kupplung
in und aus dem Haken. Es gibt auch schmächtige Männer auf dem Posten.
Wie üblich gibt es nach der Ankunft einen Kaffee. Heute sogar vom
Vorgesetzten offeriert. Das kann nicht immer ein gutes Zeichen sein. Er
will mit mir noch etwas besprechen?! Unangenehm war es nicht, aber schon
etwas überraschend. Es ging um die Frage, wann ich beabsichtige in Rente
zu gehen. Man möchte sich so ein Bild machen, wie die Rekrutierung der
Anwärter in den nächsten Jahren zu gestalten sei. Wird erstmals der Bedarf
erfasst?
In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Wellen. Da stellte
man einen grossen Unterbestand fest, begann mit einer masslosen Ausbildung
und dann hatte man zu viele Lokführer. Den Bedarf in einigen Jahren,
erfasste man bisher nie. Für mich bedeutet das, dass ich mich mit dem
Abschluss der Laufbahn befassen musste. Bis zum Ende geht es nicht, denn
wegen zwei Monaten mache ich sicher keine periodische Prüfung mehr.
Wegen dem Gespräch mit dem Vorgesetzten, muss das Mittagessen
etwas schneller eingenommen werden. Jetzt kurz vor der Mittagspause hat
die
Milchküche
geöffnet. Am Abend, wenn dann die Leute zur Schicht kommen, ist das nicht
mehr der Fall. Das heutige Essen ist ansprechend und der Geschmack in etwa
nach dem Motto des alten Kantinenfutters. Auch wenn man sich heute modern
gibt, das wird man den Mahlzeiten kaum abgewöhnen.
Nachdem treffen mit dem
Heizer
stand dann aber schon bald der Start an. Der ist nicht besonders schwer,
denn wir haben
Dienstfahrt
eingeteilt. Es geht zuerst nach Oensingen. Interessant ist der geplante
Weg, denn zuerst mit der
S-Bahn
nach Zürich und dann im
ICN
nach Oensingen. So sind die Dienstfahrten immer seltener in der
Tour
verplant. Nur letztlich ist das die Lösung, die wohl jeder Reisende
einschlagen würde. |
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| Oensingen - Olten Hammer - RBL | |||||||||||
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Diesmal lasse ich die
Dienstfahrten
weg. Diese sind in etwa so spannend, wie wenn Sie als Reisender den Zug
benutzen. Im Gespräch mit dem
Heizer
wurden seine noch vorhandenen Lücken besprochen. In der Ausbildung kommt
in kurzer Zeit viel auf die Leute zu. Der Ausbildner hat dann kaum die
Zeit, auf Probleme eines Einzelnen einzugehen. Das ist dann die Aufgabe
der Lehrlokführer, die so helfen, denn es ist nicht leicht.
Der
Heizer,
der nun das Zepter übernehmen muss, kon-trolliert die Angaben, prüft die
Eingaben und macht sich bereit. Die
Lokomotive
wurde vor kurzer Zeit vom
Per-sonenverkehr
übernommen und so habe ich einen be-quemen Stuhl bekommen. Nicht so der Heizer, der versucht den alten Stuhl in eine für sich vernünftige Position zu bringen. Danach bedient er den Funk und schon beginnt die Fahrt mit dem ersten Zug vom heutigen Tag.
Bei der Abfahrt
achte ich nicht primär auf meine Hand-lungen, sondern beobachte den
Heizer
bei seiner Arbeit. Da er nicht das erste Mal mitkommt, weiss ich über
seine Fähigkeiten bescheid, es geht um die Feinheiten, die noch nicht
sitzen.
Die Startphase erfolgte schön nach dem Lehrbuch. Zu-erst den Zug
strecken, dann rollen lassen und dann wie-der beschleunigen. Dass er den
Zug jetzt wieder strecken muss, ging vergessen. Der Ruck, der durch den
Zug ging, gibt die Rückmeldung. Nur gut ist diese Regel auch nicht, denn
alleine durch die Handlungen können Zerrungen im Zug entstehen. Bei einem
schweren Brummer, muss man dann mit sehr viel Hirn arbeiten. Schnell ist
der
Zughaken
ab.
Als die Startphase durch ist, beginnt die leichtere Arbeit. Die
Strecke von Oensingen nach Olten ist nicht besonders anspruchsvoll. Der
Heizer
erkundigt sich nach dem Halt in Olten Hammer. Ja, dort werden zusätzliche
Wagen an den Zug gehängt. Alle Details kann man einer
Tour
nicht entnehmen. Früher gab es da die Tourenbeschriebe der anderen
Lokführer. Die halfen gerade bei solchen Punkten, die der Einteilung nicht
zu entlocken sind.
Bis zum Halt in Olten Hammer konnte ich keine Schnitzer erkennen.
Eine solide Fahrt, auch wenn noch etwas präziser die Geschwindigkeit
gehalten werden könnte. Bei den Anfängern wird mit einer Sicherheitsmarge
von 5 km/h gearbeitet. Mit ein bisschen Erfahrung sollte jedoch mehr
möglich sein. Irgendwann kommt der Moment, wo
Schnellfahrt
verlangt wird und dann muss es klappen. Das geht nun mal nur mit viel
Übung.
Ich musste während meiner Ausbildung an die Geschwindigkeiten
heran. Damals war mein kurz vor der Pension stehender Lehrlokführer in
diesem Punkt unerbittlich. Das gab dann schon mal Wettrennen mit dem
Schnellzug.
Ich lernte so aber die kleinsten Veränderungen im Gefälle kennen. Diese
sind entlang der Strecke nicht immer bei jedem Gefällsbruch gekennzeichnet
worden. Bei einem
Güterzug
können sich diese aber auswirken.
Es wird spannend, der Arbeitsablauf ist heute etwas anders. Die
Länge des Zuges reichte nicht, dass die
Weiche
mit dem Schluss freigelegt wurde. Die zusätzlichen Wagen können so nicht
einfach beigestellt werden. Das bedeutet, dass wir etwas Platz machen
müssen. Das Verdickt lautet vorziehen. Es geht gegen den Gefälle. Zum
Stillstand kommen wir auf der
Brücke
über die Aare. Nach kurzer Wartezeit wieder zurück mit grossen Kräften auf
den
Puffern.
Keine so einfache Arbeit, denn man muss viel
Zugkraft
aufbauen und nicht von der Last hinunter nach Olten gedrückt zu werden.
Ist zu viel vorhanden, kann es zu einer
Entgleisung
kommen. Es ist spannend bei Zügen wird von den Kräften auf den
Puffern
gesprochen. Im
Rangierdienst
schweigt sich die Vorschrift diesbezüglich aus. Hier kann man nicht immer
hohe Kräfte vermeiden. Der
Heizer
wird das nun selber feststellen können.
Als der Befehl kommt, fährt die
Lokomotive
in die falsche Richtung. Auch ich brauche kurz, bis ich merkte, was
passiert ist. Der
Wendeschalter
ging vergessen. Ja, bei den Zügen haben sie es intus, dass beim Stillstand
der Wendeschalter in die Mitte kommt. Bei
Rangierfahrten
ist entsprechend nichts erwähnt. Deswegen ist es auch nicht falsch, wenn
man auch hier beim Stillstand die Mitte einstellt. So ist der Fahrbefehl
immer zu vollziehen.
Durch das aufwendige
Manöver
starten wir in Olten Hammer mit einer leichten
Verspätung.
Nun kann er zeigen, was er kann. Die Geschwindigkeiten werden nun
ausgefahren. Eine Ansage die gesessen hat. Auf der linken Seite wird es
etwas hektischer. Jetzt muss eine kleine Abweichung korrigiert werden und
die geringste Veränderung beim Gefälle macht sich bemerkbar. So lernt man
die Strecken kennen und das sogar ganz gut.
Die Anweisung hat anscheinend auch beim
Fahrdienstleiter
gewirkt. Die Signale sind offen und so kommen wir gut vorwärts, der
Fahrplan
sah in Rupperswil einen Halt vor. Also er ist nicht vermerkt, aber eine
Fahrzeit von neun Minuten zwischen Aarau GB und Rupperswil schaffte
ich als Jugendlicher auch mit dem Mofa. Die
Bremsung
auf das rote Signal, schaffte der
Heizer
ohne grosse Probleme. Bisher wirklich eine solide
Leistung.
Die weitere Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse und nach dem
wegstellen der
Lokomotive
wurde die Arbeit vom
Heizer
übernommen. Ich schaue danach auch nach, aber so ist es nicht so schwer,
denn als Fahrlehrer für Lokführer hat man andere Aufgaben und die muss ich
meistens erst nach der eigentlichen Arbeit wahrnehmen, aber dazu verlassen
wir das
Gleisfeld,
denn dort ist es für Gespräche zu gefährlich und das Ziel der Mission ist
klar.
Wir beenden den heutigen Tag gesund und ohne dass wir in der
Tagespresse die Titelseite belegen. Sicherheit geht vor und das gilt
besonders dort, wo man nicht geschützt ist. In der sicheren Zone kam dann
meine Frage nach seinem Eindruck von der Fahrt. Revue passieren lassen und
die Fehler erkennen, sind wichtig. Ich mache das heute selber immer wieder
und versuche besser zu werden, denn ohne Fehler ist niemand.
Die groben Schnitzer hat er erkannt. Mein Hinweis, dass der
Wendeschalter
bei jedem Stillstand in die Mitte gehen muss, ist als Korrektur für sein
Fehlverhalten bereits besprochen. Während der Fahrt sind mit keine bösen
Punkte aufgefallen. Die Fahrt am Limit hat ihn sichtlich gefordert und
trotzdem lege ich ihm ans Herzen, das zu versuchen. Es wird mit der Zeit
einfacher, besonders dann, wenn man sich gut auskennt.
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Die grosse Pause |
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Mit dem Beginn der Pause kann der
Heizer
seinen Bedürfnissen nachgehen. Nur weil wir zusammen eine
Tour
fahren, heisst das nicht, dass man jederzeit beisammen sein muss. Bei
auswärtigen Pausen ist das eher der Fall, weil man dort meistens eine
Lösung für den Hunger suchen muss. Am Dienstort ist das anders, denn hier
hat man seinen eigenen Kasten und kann so auch vorbereitete Mahlzeiten
deponieren. Die Lösungen sind unendlich.
Für ihn ist die Arbeit noch anstrengend. Was bei mir ohne lange
Gedanken abläuft, muss er mit aktivem Denken erarbeiten. Die-sen Effekt
nennt man landläufig auch Erfahrung, die wichtig ist. Da der Arbeitsbeginn kurz vor Mittag war, habe ich davor mein Mittagessen in der Milchküche eingenommen. Grossen Hunger verspüre ich daher noch nicht. Ein Kaffee und eventuell noch ein Gebäck dazu sollte reichen.
Dieser musste wegen meiner Unterhaltung mit meinem Vorge-setzen
gestrichen werden. Das kann ich nun noch nachholen. Ein paar Lokführer aus
anderen
Depots
sind hier. Einige kenne ich von meiner Zeit im Transit. Das Essen vom Mittag ist nun für die Zubereitung durch den Kunden vorbereitet worden. So konnte man kurz nach der Mit-tagspause das Lokal schliessen.
Für die Leute der Schicht, achtet schon lange niemand mehr. Auch
wenn man nun alles selber machen will, der Preis ist höher angesetzt
worden. Dabei wird aber immerhin noch ein Saft und ein nicht immer
sinnvolles Dessert in Form eines Schokoriegels dem Menu beigelegt.
Angeblich müssen die Kosten zu jeder Zeit gedeckt sein. Bei einer
Kantine geht das scheinbar. Anders kann der Bäcker seinen Laden auch nicht
nur Morgens zwischen sechs und sieben offen halten. Am Abend dann noch
zwei Stunden, für die Leute, die von der Arbeit nach Hause kommen. Zwar
wären die Zeiten sehr rentabel, aber es fehlen die Einnahmen, die zwischen
diesen Zeiten gemacht werden. So weit kann heute niemand mehr rechnen.
Selbst meinen Kaffee aus der Maschine ist wie der Unterhalt
derselben dem Kunden übertragen worden. Ob da wirklich immer sorgfältig
gearbeitet wird, kann ernsthaft bezweifelt werden. Bei der Firma mit den
roten Automaten, ist der Kaffee nicht viel mieser. Jedoch kostet er nur
einen Drittel dessen, was in der
Milchküche
ohne Personal verlangt wird. Schön, wenn man die Kasse selber bedienen
muss. Nicht jeder ist ehrlich.
Im Gespräch mit anderen Kollegen sind die üblichen Themen
vorhanden. Die kaum mehr vorhandene Verpflegung an den Dienstorten, die
oft nur vorhanden ist, weil ein paar Kollegen etwas anbieten. Aber auch
die
Dienstpläne
sind ein leidiges Thema. In einer Arbeitswoche werden oft
Touren
mehrfach gefahren. Gewisse Orte werden nicht mehr angefahren, weil man
nicht in dem
Kreis
platziert wurde, wo dort hin fahren darf.
Mit der Zeit geht dann die
Streckenkunde
verloren und wenn man dann ran muss, gehen die Probleme los. Der Druck auf
den Arbeiter, dass er doch fahren müsse, ist dann gross. Probleme, die mit
einer sinnvollen Verteilung der
Touren
nicht entstehen würde. Seit Jahren fahre ich nur noch das Programm Ticino
eins, und Ostschweiz zwei. Lücken werden mit dem Programm Mitte vier
ergänzt.
Bahnhöfe,
wie Bern sind darin nicht mehr enthalten.
Diskussionen haben die lästige Angewohnheit, dass sie die Zeit
verfliegen lassen. Es wird Zeit, mich wieder um den
Heizer
zu kümmern. Der hat sich auch bereit gemacht. Die zweite Runde wartet auf
uns und diesmal geht es als Passagier nach Gossau. Die
Tour
ist wirklich nicht optimal für einen Auszubildenden, denn der sollte
Fahren lernen und nicht, wie man sich in einem
Reisezug
als Passagier zu verhalten hat. Das sollten andere aber lernen.
Die bis Wil benutzte
S-Bahn war
ein gutes Beispiel. Jedesmal, wenn ich sehe, wie sich die Leute verhalten,
bestätigt sich meine Wahl für den
Güterverkehr.
Es waren damals andere Zeiten, die Ausbildung auch länger, denn wir
mussten nicht nur mit Güterzügen
fahren lernen. Kaum Erfahrung und dann mit dem
Schnellzug
in Luzern auf den
Prellbock
los. Ich gebe es zu, Luzern hatte ich immer besser im Griff als Zürich.
Warum, weiss ich nicht.
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Gossau - Schwarzenbach - RBL |
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Nach der Ankunft in Gossau beginnt zunächst die Suche. Der Zug,
den wir hier übernehmen, wird in der Regel von einem anderen Lokführer
vorbereitet. Zudem kann er im
Bahnhof
an unterschiedlicher Stelle stehen. Da der Bahnhof aber nach Abfahrt
des
Reisezuges
übersichtlich ist, erkennen wir den Zug schnell. Es scheint so, als sei er
bereit. Ein kleines Stück müssen wir noch gehen, dann können wir uns
einrichten.
Die Wärme strahlt durch die Nacht ab und so wird es in einem
Bahnhof
im Sommer nie richtig kühl. Es fehlt einfach die Vegetation, die auch für
den so gern gesehenen Schat-ten sorgt. Die
Lokomotive
mit dem einzelnen Wagen steht aber an der Sonne. Nach dem Einstieg kam dann die Ernüchterung. Wie so oft im Sommer wird die auf der Maschine verbaute Klimaanlage zu einem modernen Menschen. Klimastreik für die Zukunft einmal etwas anders.
Mal sehen, ob das störrische Teil nicht doch noch zum Leben zu
erwecken ist, denn die Fahrt geht gegen die untergehende Sonne. Der Ritt
in den Sonnenuntergang ist im Western schön, nicht aber auf der
Lokomotive,
die grosse Fenster hat. Während sich der Heizer einrichtet, suche ich im Schalt-schrank den betreffenden Lastschutzschalter. Dieser wird ausgeschaltet. Nun ist endgültig nichts mehr von der Anlage zu erwarten.
Auf der ersten Etappe soll das auch so sein, denn oft sind die
Störungen nur eingebildet und der Speicher lässt sich nur sehr schwer
löschen. Da hilft jede Minute und die Fahrt bis nach Schwarzenbach ist
nicht so weit, dass sich der Versuch nicht lohnen würde.
Ein paar Hinweis muss ich dem
Heizer
noch geben, denn er kennt die
Tour
nicht und gerade der Halt in Schwarzenbach bereitet Kopfschmerzen. Olten
Hammer war wohl nachhaltiger, als ich gedacht habe. Bei der
Einfahrt
müsse er einfach darauf achten, dass er vor dem letzten Zwerg zum stehen
kommt. Dann heisst es warten, die Wagen werden an den Schluss gestellt.
Mehr Zeit gibt es nicht und wir können die Fahrt gegen den Westen
aufnehmen.
Eine
Lokomotive
mit einem leeren vierachsigen Wagen ist nicht schwer zu führen. Das kann
man als
Lokomotivzug
mit Rucksack bezeichnen. Aufpassen muss man nur in Uzwil, da dort bei Güterzügen
andere Geschwindigkeiten gelten. Aber auch das ist heute kein so grosses
Problem. Es ist wirklich so, hier ist bereits viel Potential vorhanden und
das noch Monate vor der Prüfung. Einer der schnell kapierte, wie die
Eisenbahn genau funktioniert.
Andere verstehen es oft auch nach der Prüfung noch nicht. Sie
haben das notwendige Rüstzeug, aber einem
Fahrdienstleiter
zu erklären, wie er seine Arbeit zu erledigen hat, hilft oft auch nicht
weiter. Da muss man subtiler vorgehen. Oft erledigt sich das Problem von
selber. Nicht zu viel an den Fahrdienstleiter funken, dann ist der Friede
gewahrt. Auch ich muss mit markigen Worten sprechen, aber gegen das Gesetz
hilft nun mal keine Ausrede.
Nach dem Halt in Schwarzenbach fragt mich der
Heizer,
warum er hier halten müsse, er dürfe doch bis zum Gruppensignal fahren.
Das ist so, aber die Erfahrung zeigt, dass es oft nicht falsch ist, wenn
man die
Weiche
nicht belegt. Weiter komme ich mit der Erklärung nicht, denn der
Fahrdienstleiter
erkundigt sich, ob wir bereits Stillstand hätten. Aha, etwas ist da im
Busch, denn sonst wird selten gefragt. Wir sind etwas zu früh da.
Als dann die
Rangierlokomotive
von Wil her einfährt, erklärt sich der Grund, warum wir vor dem Zwergsignal
angehalten haben, denn nun können die direkt einfahren und das kann uns
helfen, denn scheinbar ist das Team etwas zu spät dran, da kann jede
Sekunde zählen. Für mich wird es Zeit, der
Klimaanlage
wieder
Spannung
zu verpassen. Nach dem einschalten des Lastschutzschalters reagiert die
Anlage auch wunschgemäss.
Nach kurzer Zeit dann die Ernüchterung. Die Störung ist immer noch
vorhanden und das bedeutet, dass es nun richtig heiss werden wird. Zum
Glück habe ich in meinem Gepäck genug Mineralwasser. Wirklich viel Freude
bereitet die
Lokomotive
nicht und ich weiss, dass den
Heizer
noch eine anstrengende Fahrt erwarten wird. Am Himmel ist nämlich keine
Wolke zu sehen, und das bedeutet, dass die Sonne direkt ins Gesicht
brennt.
Noch ist es nicht soweit und die zusätzlichen Wagen müssen noch
beigestellt werden. Der Ruck, der durch die
Lokomotive
geht, verrät viel. Die sich absenkende
Hauptleitung
für die
automatische Bremse
ist die Bestätigung. Die zusätzlichen Wagen sind an den Zug gestellt
worden. Damit beginnt die Arbeit wieder und speziell ist, dass die
obligatorische
Bremsprobe
an allen Wagen, ausser dem hinter der Lokomotive ausgeführt wird.
Eine gute Möglichkeit den
Heizer
zu testen. Die Frage nach der Art der
Bremsprobe
bringt das junge Hirn auf trab. Am beigestellten Zugteil wird eine
Hauptbremsprobe
ausgeführt, also sei es so eine. Nun die Vorschriften besagen aber, dass
in dem Fall alle Wagen zu kontrollieren sind. Das erfolgt jedoch nicht bei
dem sich hinter der
Lokomotive
befindlichen Wagen. Damit gelten eigentlich die Regeln der einfacheren
Zusatzbremsprobe.
Auch wenn man das nicht versteht, die Alternative wäre ein
weiteres dickes Buch, das dann jede erdenkliche Kombination bei den
Bremsproben
umschreibt und das ein
Heizer
auch noch erlernen muss. Das Buch gibt es, aber zum Glück noch nicht für
die Schweiz. Dort gilt, dass es eine
Zusatzbremsprobe
ist, auch wenn beim neuen Teil eine
Hauptbremsprobe
gemacht wird. Bei drei neuen Wagen an 600 Meter ist das klar, aber nicht
bei einem Wagen an der
Lokomotive.
Im
Führerstand
aber die Regeln der
Hauptbremsprobe
zu befolgen, ist in keinem Fall falsch. Warum sich das Leben unnötig
schwer machen. Ich handelte auch bei einer
Zusatzbremsprobe
so, wie bei einer Hauptbremsprobe. Nicht korrekt, aber eben auch nicht
falsch. Auf der
LEA erscheinen nun die neuen Daten für den Zug. Der hat etwas
zugelegt, denn aus den bisherigen 33 Tonnen wurden deren 509. Die
Geschwindigkeit bleibt bei 120 km/h.
Pünktlich können wir Schwarzenbach verlassen. Das bedeutet aber
auch, dass wir bereits ab Wil der
S-Bahn
folgen werden. Vorerst geht es also gemütlich los und ich werde gefragt,
wo denn hier der passende Punkt für die
Bremsprobe auf Wirkung
sei. Die Gegenfrage, was er denn vorschlagen würde? Unmittelbar nach Wil,
aber dann nur aus 75 km/h und nicht aus den 80 km/h, wie das bei der
Einschulung erklärt worden sei.
Ich weiss, dass das eingetrichtert wird, aber so genau sind die
Vorschriften gar nicht. Unmittelbar nach der Abfahrt,
was hier wegen der Steigung nicht geht. In dem Fall bei der ersten
Gelegenheit, das ist nach dem
Bahnhof
von Wil. Die Geschwindigkeit sollte dabei zwischen 60 und 80 km/h liegen.
Ich kenne Fälle, wo die
Bremsprobe
während 25 Minuten nicht gemacht werden konnte und es dann erst noch auf
ein rotes Signal los ging.
Rot sind die Signal hier nicht. Wir haben ausgemacht, dass er sich
an die Vorgaben von
ADL
hält. In der Regel fahren
Heizer
nicht danach, damit sie die Bremsbedienung üben können. Aus der Erfahrung
weiss ich, dass er noch genug in die
Bremsen
steigen kann, denn in Elgg geht uns einfach die Luft aus. Die
S-Bahn
bremst uns ein und von hinten drückt der
Intercity.
Die bisherige Lücke schrumpf bis Winterthur auf wenigen Sekunden.
Da hat kein Güterzug
platz und so ist es in Schneit geht es zur Seite und jetzt kann er die
Bremsen
bedienen. Es geht den Berg runter und das muss berücksichtigt werden, denn
im Gegensatz zu den meisten
Bahnhöfen
ist diese neue Anlage nicht eben. Ich merke die Anspannung auf der linken
Seite, aber die
Bremsung
klappt ganz ordentlich. Der Zug ist nicht so lang, dass unmittelbar vor
dem roten Signal angehalten werden muss.
Nach der
Überholung
beginnt der Spass. Kaum sind wir mit dem Zug am Rollen, meldet sich
ADL.
Es erscheint das Symbol
Λ und damit ist
Schnellfahrt
angesagt. Bis Winterthur soll diese gelten. Nun kann er zeigen, was er
drauf hat. Mit dem Zug ans Limit und das mit der Sonne, die von vorne
direkt in den
Führerstand
scheint. Keine leichte Aufgabe und das gilt auch für einen erfahrenden
Lokführer, der sich nur besser auskennt.
Die Anzeige von
ZUB 262 ist nicht zu erkennen, die Werte der
Geschwindigkeit auf dem
Bildschirm
nur sehr knapp. Die Sonne hinter den Signalen überblendet diese und die
Kurve
ist durch ZUB überwacht. Das mit
Schnellfahrt
zu schaffen, ist nicht leicht. Mal sehen, wie er sich macht. Das nun
anstehende Programm kommt schon fast einer Prüfungsfahrt nahe. Helfen will
ich nun auch nicht, denn jetzt wird viel für die Zukunft gelernt.
Es kam, wie ich es erwartet habe, die
Kurve
wurde etwas zu optimistisch angefahren.
ZUB
hat das nicht so gefallen. Es gelang dem
Heizer
sich noch unter der
Bremskurve
zu bewegen, aber das ZUB sorgte für ein nervöses Verhalten. Damit sind wir
nun deutlich zu langsam unterwegs. Mit
Zugkraft
muss das verlorene Tempo aufgeholt werden. Sicherlich nicht gut, aber wir
sind nicht bei der Prüfung und diese Kurve hat sich eingeprägt.
Ich könnte besserwisserisch behaupten, dass ich das erwartet habe.
Was ich aber nicht erwartet habe, war die gute Reaktion. Es gab einen
Fehler, der noch in der letzten Sekunde korrigiert werden konnte. Dass das
Tempo dabei in den Keller fiel, ist nur verständlich. Trotz der
vorgegebenen
Schnellfahrt
sollte man sich nicht zu sehr mit der Zugbeeinflussung anlegen. Es hat
mich deswegen auch schon ein paar mal hingestellt.
Es ist so, bei den Eisenbahnen sind Fehler vorhanden. Diese werden
jedoch nicht aufge-arbeitet, sondern es geht nur um die knallharte
Abstrafung. Ein Pilot, der den Flieger in letzter Sekunde rettet, wird zum
Held, der Lokführer zum Schwerverbrecher.
Der Lokführer, der sich etwas mit der
Bremsung
verschätzte, wie das eben dem
Heizer
passierte, hat ein Schwerverbrechen begangen. Dafür muss er auf alle Art
und Weise abgeurteilt werden. Mit knallharten Strafen, will man ein
Problem in den Griff bekommen, das man selber erschaffen hat. Immer
genauere Kontrollen sind nicht mehr hilfreich, wenn schnell gefahren
werden soll. Die Sicherheit hat Vorrang und nichts anders.
Die Sonne brennt nun direkt ins Gesicht. Es ist kaum etwas zu
erkennen. Jedoch sind jetzt auch die Schatten lang, eine kurze Entspannung
und das immer noch mit der
Schnellfahrt
im Nacken. Gegen den Schluss eines langen Tages. Jetzt kommt der
Zeitpunkt, wo der
Heizer
an seine Grenzen kommt. Er scheint aber nicht überfordert zu sein. Es sind
nur noch ein paar Minuten. Leider befahren wir während diesen den
Bahnhof
Winterthur.
Mit der hinter dem Horizont verschwindenden Sonne setzt das
Abendrot ein. Jetzt kommt die Belohnung für all die Mühe. Die Stimmung am
späteren Abend ist einfach zu geniessen. Da der
Fahrdienstleiter
auch nicht auf die Tube drückt, kann erst noch normal gefahren werden. Wie
sagt man so schön, der schönste Job auf der Erde. Vor wenigen Minuten sah
das anders aus, aber das gehört dazu, wenn man am Abend nach Westen fährt.
Die weitere Fahrt mit der beginnenden Nacht verlief ohne grosse
Vorkommnisse. Ab und zu stimmte es mit der
elektrischen
Bremse nicht und so musste die Luft genommen werden. Es
sind diese Flüchtigkeitsfehler, die sich nun einstellen. Der Tag war lang,
auch wenn es viele
Dienstfahrten
waren. Durch das Furttal lasse ich den
Heizer
einfach fahren und schau seiner Arbeit zu. Letztlich kann ich so grobe
Fehler erkennen.
Schnellfahrt
während es gegen die Sonne geht und das ohne
Klimaanlage,
ist selbst für einen erfahrenden Lokführer schwer. So gesehen, hat er sich
sehr gut gehalten und das erkläre ich Ihm bei der Abschlussbesprechung. Es
gab Fehler, die dürfen gemacht werden und das Ziel der heutigen Mission
haben wir erreicht. Zwar im Schweiss gebadet, aber ohne Titelgeschichte
und bei bester Gesundheit. Soweit ist alles erfüllt.
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Es ist geschafft |
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Der Tag ist zu Ende und nun noch ein kurzes Kaffee. Der
Heizer
muss seine Schulden noch begleichen. Vor der
Tour
habe ich ihm erklärt, dass für jeder vergebens erfolgte Griff zum
Quittierschalter
der
Zugsicherung
ein Kaffee fällig werde. So habe ich nun fünf davon zu gute. Eines beziehe
ich gleich, die anderen können warten. Das hat gegen den Schluss sogar
besser geklappt, aber noch hat er viel zu lernen, denn solid ist nicht
perfekt.
Nun
merkt man, dass beim
Heizer
etwas die Luft raus ist. Nur eine schwache Reaktion. Es wurde gearbeitet
und das mit allen Schwierigkeiten, die der Job so mit sich bringt. Nach
dem Tag ist man erschöpft und muss noch nach Hause. Mit der Erfahrung wird er solche Tage lockerer meistern können, aber jetzt ist es einfach eine Anstrengung. Leider ist Schnellfahrt gegen die unter gehende Sonne kein Punkt seiner Aufgaben.
Ein Katalog mit Aufgaben, die abgearbeitet werden soll-ten. Schön,
dass man den Leuten von Beginn weg den erforderlichen Druck aufsetzt. Es
ist auch wichtig, eine gute
Leistung
ohne grosse Störungen zu bewältigen. Je-den Tag kann ich keine Störungen
einbauen. Würde ich das konsequent machen, hätte kein Heizer mehr den Mut mit mir auf die Reise zu gehen. Ich habe nie die Absicht, ein direkter Nachfolger zu finden.
Das Ziel für mich ist, den
Heizer
so gut, wie es nur geht auf die Prüfung vorbereiten. Bei einigen kommen
die Hinweise an, bei anderen prallen sie einfach ab. Dabei die richtigen
Worte zu wählen ist schwer. Ab und zu muss man den Heizer aber ins Gebet
nehmen.
Heute war das nicht nötig. Die gemachten schweren Fehler hat er
selber erkannt und so braucht es Hinweise, wie diese umgangen werden
können. Die
Kurve
nach Schneit wird er jedoch zeit seines Lebens nicht mehr vergessen. Der
Weckruf hat gewirkt und muss nicht mehr näher beurteilt werden. Es wird
nun Zeit, sich auf den Heimweg zu begeben. Jetzt muss ich selber fahren,
denn die Wege sind sehr unterschiedlich zu wählen.
So verabschieden wir uns und morgen erwartet er einen neuen
Lokführer. Ich habe morgen wieder einmal eine
Tour
die ich selber fahren muss. So lange die
Heizer
nicht ins Tessin geschult werden, bin ich auf diesen Fahrten alleine
unterwegs. Noch konnte ich nicht ahnen, dass sich morgen alles ändern
sollte. Eine Krankmeldung brachte mich auf eine ganz andere Tour. Diese
wurde aber ebenfalls ohne Heizer gefahren.
Die Rückfahrt nach Hause auf der Autobahn, die noch vor wenigen
Stunden zu einem grossen Parkplatz wurde, verläuft ohne grosse Probleme.
Es ist wie so oft, die Welt der Lokführer geht an den anderen Leuten
vorbei. Auch wenn ich jetzt gerade eher am Tag arbeite, ich komme am
späten Abend nach Hause. Der Briefkasten muss noch geplündert werden. Das
angekündigte Paket, befand sich sogar bereits vor der Türe zur Wohnung.
Eine kühle Dusche, dann noch etwas kleines Essen und trinken. Auf
das Bier zum
Feierabend
verzichte ich heute. Es muss ja nicht immer Alkohol sein. Oft reicht auch
ein Tee um die Flüssigkeit, die verloren ging zu ergänzen. Es war ein
Melissen Tee von meinem eigenen Kräuterbeet. Sie löscht den Durst und
beruhigt den müden Körper. Ideal, wenn man nur einen kurzen Übergang auf
den anderen Tag hat und schnell ins Bett muss.
Die Frage, die nun alle Leser wohl interessiert. Der
Heizer
von heute kam nie mehr mit mir auf die grosse Reise. War wohl zu
anstrengenden gewesen. Letztlich aber hat der die Prüfung bestanden und
ist nun einer der neuen Arbeitskollegen. Seine Karriere beginnt in dem
Moment, wo mein Chef wissen will, wie ich meine Pension plane. Noch ist es
nicht so weit und daher warten noch weitere Abenteuer mit der Eisenbahn.
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