Farbgebung und Beschriftung

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Bei der Wahl der Farbgebung ging man bei diesem Triebwagen ebenfalls keine neuen Wege. Damit war klar, dass die Farbe den Einheitswagen entsprechen würde. Der komplette Kasten wurde daher grün gespritzt. Es kam ein dunkelgrün zur Anwendung, das schon bei den vorherigen Fahrzeugen verwendet wurde. Diese Farbe hatte sich bisher bestens gegen Verschmutzungen bewährt, so dass diese Farbgebung auch jetzt beibehalten wurden.

Das Dach wurde analog zu den Ae 6/6 Lokomotiven silbern gestrichen. Damit war der Dachbereich hell und kaum gegen die Verschmutzungen von Stromabnehmer geschützt. Jedoch hatte man auch hier erkannt, dass die Verschmutzungen mit dieser Farbe nicht so negativ ins Bild fallen würden. Daher konnte man hier sicherlich auf diese helle Farbe setzen. Damit hätten wir jedoch auch die hellen Farben kennen gelernt, denn der grösste Teil des Triebwagens war dunkel gehalten.

Der Bereich der Bahnräumer, der Drehgestelle und der technischen Einrichtungen, die unter dem Wagenboden montiert wurden, färbe man dunkelgrau. Diese dunkle Farbgebung war besonders bei den hier schnell auftretenden Verschmutzungen durch Bremsstaub und Abrieb von den Schienen gut geschützt. Besonders die Drehgestelle wirkten dabei nicht so schnell schmutzig, so dass der Triebwagen auch nach langen Einsätzen noch recht sauber aussah.

Bei den Türen verwendete man nicht mehr die von den Leichtstahlwagen her bekannte silberne Eloxierung. Wie bei den Einheitswagen, griff man auch hier auf eine Eloxierung in goldener Farbe zurück. Damit sollten die neuen Fahrzeuge einfacher von den bisherigen Modellen unterschieden werden. Zusammen mit den Einheitswagen entstand so ein einheitlich aussehender Zug. Damit war eine Forderung des Pflichtenheftes vollumfänglich umgesetzt worden.

Nicht eingefärbt wurden die Lüftungsgitter in den Seitenwänden. Daher leuchteten diese beim frisch abgelieferten Triebwagen metallisch silbern. Nach kurzer Betriebsdauer wechselten sie jedoch durch die Verschmutzungen der Luft ihre Farbe und sie wurden immer dunkler, so dass mit längerem Einsatz eigentlich nur die Türen als auffällig bezeichnet werden konnten.

Gleich gestaltet wurden die Riffelbleche, die über den Puffern montiert wurden. Diese Riffelbleche dienten dem Personal als Standfläche, wenn die Frontscheibe gereinigt werden mussten. Daher verzichtete man hier auf eine Farbgebung. So wurden auch diese Riffelbleche mit zunehmendem Einsatz immer dunkler und waren daher fast nicht mehr zu erkennen.

Wenn man Farbtupfer beim Triebwagen suchen wollte, hätte man diese bei den Griffstangen gefunden. Diese leuchteten mit ihrer gelben Farbe regelrecht aus dem dunklen grün hervor. Hier hatte man sich ebenfalls an den Einheitswagen orientiert. Die gelben Griffstangen wurden bei allen Fahrzeugen immer dort verwendet, wo sich das Rangierpersonal auf der Fahrt festhalten konnte. Für die Reisenden waren solche Kennzeichnungen eher unbedeutend und sie benutzten die Griffstangen dort, wo sie erreichbar waren.

Die Beschriftung des Triebwagens leitete man ebenfalls von den neuen Einheitswagen ab. Diese besassen im Gegensatz zu den Leichtstahlwagen eine vereinfachte Ausführung der Anschrift. Dabei kam auf einer Seite des Fahrzeuges der Schriftzug SBB CFF zur Anwendung. Mittig davon war ein schweizer Kreuz vorhanden. Die andere Seite des Fahrzeuges wurde anlog gestaltet und mit SBB FFS beschriftet.

Beim Triebwagen wurde auf das schweizer Kreuz verzichtet. Dieses wäre nach den Vorgaben mittig angeordnet worden. Das hätte ergeben, dass dieses auf den Lüftungsgittern angebracht werden sollte. Daher verzichtete man darauf und wendete nur die Schrift an. Daher war hier in gelber Farbe SBB CFF, oder SBB FFS angeschrieben worden. Dabei verwendete man den Schriftzug SBB CFF beim Triebwagen auf der Seite mit dem WC. Die andere Seite wurde dann mit SBB FFS angeschrieben.

Keine Abweichung zu den Einheitswagen gab es hingegen bei der Anschrift für die Klassenbezeichnung. Diese erfolgte mit gelber Farbe im Bereich der Einstiegstüren. Unterhalb der Ziffer 2 wurde dann in Deutsch und Französisch angeschrieben ob es sich um ein Raucher oder Nichtraucher Abteil handelte. Auch die italienische Anschrift verzichtete man jedoch bei den Fahrzeugen, da die der französischen Version sehr ähnlich war.

Die Fahrzeugnummer wurde sowohl an der Front, als auch bei jeder Klassenbezeichnung angebracht. Auch für diese wurde eine gelbe Farbe verwendet. Damit hätten wir jedoch auch schon sämtliche technischen Anschriften behandelt. Am Triebwagen waren weder Bremsanschriften noch erweiterte Informationen zum Fahrzeug vorhanden. Hier entsprach die Lösung den üblichen Triebfahrzeugen der schweizerischen Bundesbahnen SBB. Die Angaben wurden in Tabellen geführt und nicht angeschrieben.

Die seitlichen Fahrzeugnummern wurden mit der Fahrzeugbezeichnung RBe 4/4 ergänzt. Hier wurde diese ebenfalls mit Farbe gestaltet. Bei den Lokomotiven verwendete man dazu Schilder. Das war aber ein Konsens, den man beim Triebwagen mit der Einheitlichkeit zu den Einheitswagen, wo eine ähnliche Anschrift verwendet wurde, eingehen musste. Damit wurde der Triebwagen grundsätzlich so angeschrieben wie ein Reisezugwagen und hatte keine speziellen Beschriftungen erhalten.

Neben diesen Anschriften waren am Triebwagen noch Schilder montiert worden. So brachten die Hersteller ein gemeinsames Herstellerschild an. Dieses montierte man hinter der Führerkabine an der Wand zwischen dem Führerstand und der Einstiegstüre. Es war im Gegensatz zu den Lokomotiven ein eher unscheinbares Herstellerschild verwendet worden, das keinerlei erweiterte Angaben enthalten hatte.

Die restlichen Schilder brachten die schweizerischen Bundesbahnen SBB am Fahrzeug an. Am unteren Rand des Kastens, bei den Führerständen auf der Seite des Sitzbankes montierte man ein silbernes Schild mit der Depotzuteilung. Diese Schilder besassen sämtliche Triebfahrzeuge der SBB und so auch diese Triebwagen. Zudem wurden bei diesem Schild in kleiner Schrift auch die Revisionsdaten angeschrieben.

 

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