Einleitung

Die Bremsen gehören zur Familie der Fliegen und sie werden zoologisch Tabanidae genannt. Die weltweit bekannten 4000 zweiflügeligen Bremsenarten stellen mit 24 Millimeter Länge die grösste Fliegenart in Mitteleuropa dar. Bekannt sind in der Schweiz die gemeine Blindbremse und die grosse Rossbremse. Beide Arten sind durch ihre Stiche bei allen Säugetieren bekannt. Da der Mensch dieser Gattung angehört wird er nicht verschont.

Bekannt sind die biologischen Bremsen bei uns wegen ihren schmerzhaften Stichen an schwülwarmen Tagen im Spät-sommer. So nervig und schmerzhaft diese Stiche auch sind, so gefährlich können sie sein.

Mit dem sich im Saugrüsseln befindlichen Speichel gelangen Keime wie zum Beispiel Milzbrand in den Blutkreislauf. Daher sollten Stiche von Bremsen nicht auf die leichte Schul-ter genommen werden. Besonders dann wenn die Rötung nicht nachlässt.

Dabei sind bei den Bremsen die Männchen harmlose Insek-ten. Sie besuchen Blüten und ernähren sich von den Pollen an deren Nektar. Die weiblichen Tiere hingegen sind blutrünstige Monster, die nach Tier und Mensch suchen um deren Blut zu saugen.

Nach einer Zeit von zwei bis vier Wochen sterben die Tiere ab und hinlassen in sumpfigen Gebieten das Gelege für die Larven der nächsten Generation die Entwicklung dauert dabei ein Jahr.

Gut, ich glaube nicht, dass Sie das erfahren wollten, war aber für einmal eine kleine Abwechslung. Die Bremsen, die ich als Beginn des Artikels erwähnt habe, werden in einigen Gegenden Deutschlands und in der Schweiz Brämen oder Brämsen genannt. Damit entfernen sich die Insekten von der Bremse, die Sie vermutlich interessiert. Diese Bremsen sind eine technische Errungenschaft, die der Mensch einführte, nachdem er das Rad erfunden hat.

Wobei so genau kann man das nicht sagen, aber immer wieder hört man den Spruch «Wer bremst ist feige». Gut, jene die das beherzigt haben, weilen aktuell nicht mehr unter uns. Bremsen sind sehr wichtig und das nicht nur biologisch, sondern auch technisch, denn irgendwann will man anhalten und inne halten. An einem See, in einem Lokal, oder einfach nur, weil der nette Herr mit der Mütze sie nachdringlich dazu auffordert.

Wenn wir nun zu den technischen Lösungen kommen, dann begeben wir uns in die Welt der Bremssysteme. Wobei Bremsen wirklich überall angewendet werden.

Sie versuchten mit dem Arm den Schlag der netten Dame zu parieren. Dumm dabei war, dass man einen Dampf-hammer nicht aufhalten kann. Im Spital überlegen Sie nun, ob sie wirklich von einer netten Dame sprechen wollen. Ihre Ambitionen wurden gebremst.

Es ist so, die Entwicklung der Bremsen, ging von biolo-gischen Punkten aus. Die Hand am sich rotierenden Rad führte dazu, dass dieses angehalten wurde. Ersetzt man die Hand nun durch einen Holzklotz, schmerzt es nicht mehr so sehr.

Wir haben die erste einfache Bremse erhalten. Mit einem Hebel versehen sind wir schon in den Details angelangt. Mehr braucht es wirklich nicht um eine funktionierende Bremse zu erhalten.

Es wird Zeit, dass wir diese blutrünstigen Gedanken bremsen und uns wieder den schönen Dingen im Leben zuwenden. So nehmen wir zum Beispiel einen Zug, der friedlich durch menschenleere Winterlandschaften fährt.

Spätestens dann, wenn der Zug die Wagen eines anderen Zuges rammt, werden wir am späten Abend vor dem Fernseher wieder wach. Die Bremsen scheinen nicht zu funktionieren und niemand kann das ändern.

Der Express in die Hölle kann niemand mehr aufhalten. Damit es nicht zu banal wird, steckt man auf die wild gewordenen Lokomotiven zwei geflohene Strafgefangene und ein Mädchen, das sich vor der Arbeit drückte. Um es plausibel zu machen erleidet der Lokführer einen Herzinfarkt. Nun rasen führerlose Lokomotiven mit Leuten an Bord durch Alaska und alle Sicherheitseinrichtungen versagen. Da ist nichts mehr mit Schlafen, das wird spannend.

Nicht funktionierende Bremsen sind ein beliebtes Thema bei den Filmemachern auf der ganzen Welt. Warum ist das so. Weil sie eine der Urängste aktivieren. Jeder hat Angst vor dem Fall in das endlose Loch.

Zum Glück gibt es dieses nicht, denn wir leben auf einer Kugel und da muss man irgendwann wieder rauskommen. Der Express in die Hölle wird nicht mehr so spannend, wenn man sich mit den Bremsen bei Zügen auskennt.

Die uralte Angst vor dem Tod übermannt uns bei diesem Gedanken. Wir befinden uns wieder in der Realität und werden mit den schlimmsten Ängsten konfrontiert. Klar es war nur ein Film.

Immer dann, wenn es den Berg runter geht, versagen die Bremsen. Diese Horrorszenarien sind ein Verdickt der Filmemacher und praktisch kommt das nicht vor. Wir können wieder beruhigt schlafen. Können wir das wirklich tun?

Wenn man dann aber liest, dass am 12. Dezember 1917 in Frankreich bei Modane 543 Menschen uns Leben kamen, weil der Zug auf der Talfahrt nicht mehr bremsen konnte, wird der Film plötzlich real und unsere schlimmsten Albträume werden geweckt. Ach ja, das erwähnte Unglück ist eines von vielen, ich nahm es, weil die Anzahl der Opfer sehr gross war, denn als es dann bremste, war man schlicht zu schnell.

Bevor wir mit diesem Albtraum weitermachen wenden wir uns einem Bremssystem zu, das seit tausenden von Jahren sehr zuverlässig funktioniert und dem wir unser Leben zu verdanken haben. Es ist der Mond, der uns angeblich immer wieder beim Schlaf stört. Dieser Trabant bremst durch die Kräfte die Rotation der Erde so ab, dass sie für eine Umdrehung einen Tag benötigt und stabil bleibt. Ohne ihn, würde die Kugel ohne Kontrolle durch das All rasen.

Der Mond zeigt es auf. Bremsungen werden erzeugt, wenn man einer Kraft eine andere entgegen setzt. Mit dieser Erkenntnis können sie zwar die Faust auffangen.

Gegen den Goldbarren in der Handtasche war dann auch ihr Kopf nicht mehr kräftig genug. Was sie nicht mehr mitbekommen haben, die Handtasche wurde jedoch wirksam verzögert. Die Bremse hat somit funktioniert, aber nicht ohne Schaden.

Die Angst vor versagenden Bremsen ist also begründet. Ich kann Sie daher beruhigen. Bremsen gehören bei der Eisenbahn zu den am besten kontrollierten Teilen. Doch wie war das vor ein paar Jahren in Oerlikon?

Bremsen versagen immer wieder und wenn man danach die Berichte liest, wird immer wieder von menschlichem Versagen gesprochen. Der Mensch machte einen Fehler, weil er die Einrichtungen nicht korrekt bedient hatte.

Es passiert immer wieder, dass auch die bestens kon-trollierte Bremse ausser Kontrolle gerät und dann wird es gefährlich. Wenn wir beim All bleiben, dann müssen die zurückkehrenden Raumfahrzeuge abbremsen.

Sie kommen mit einer hohen Geschwindigkeit an. Der von der Luft dabei erzeugte Widerstand kann so hoch sein, dass das Objekt verglüht. Was und vor kleineren Kometen schützt, soll aber nicht die Raumfahrer töten.

Wie wichtig Bremsen sein können, zeigen uns die Vor-schriften der Eisenbahn. Diese sind sehr umfangreich und das waren sie nicht immer.

Jedoch führten schwere Unfälle immer wieder zu Ver-besserungen, die umgesetzt wurden. Wenn der Mensch aber diese Vorschriften nicht korrekt anwendet, kann es jederzeit zu einer gefährlichen Situation kommen und dann geht es dann schnell um Leben und Tod, wie wir nun wissen.

Klar wir sind intelligente Leute und die unkon-trollierbaren Lokomotiven in Alaska waren alt. Nur was ist, wenn Alaska gar nicht so weit entfernt ist, wie man meint.

Der Zug, der in Frutigen losfuhr konnte nicht brem-sen und so wurde der Film plötzlich ganz real. Keine langen geraden Ebenen, bei denen man aus-rollen und sich retten konnte.

Verloren waren die Leute, als sich der Zug in Be-wegung setzte und wirklich feige ist man nicht, wenn man bremst.

Damit wir aber den Schrecken vor der Bremse verlieren, müssen wir uns dem Thema annehmen. Niemand will sich mit dem Insekt befassen.

Bremsen sind, wie wir nun wissen wichtige Bau-teile eines Fahrzeuges, das in den Verkehr ge-nommen wird.

Weltweit werden diese Bremsen angewendet und dabei längst nicht nur bei den Bahnen. Auch Fahrräder sind mittlerweile mit einer Bremse ver-sehen worden und das ist gut so.

Bei der technischen Form der Bremsen, es gibt viele Bauarten. Nicht so viele wie bei den Insekten, aber es sind sehr viele Lösungen vorhanden. Wir können uns nun auf ein spannendes Thema freuen, denn Bremsen muss man lieb haben. Sind nichts anderes als unsere Lebensversicherung. Niemand will ungebremst durch Alaska, oder das Berner Oberland rasen. Wenn wir wissen, wie die Systeme funktionieren, verlieren sie den Schrecken.

Ich werde mich nicht nur auf die Lösungen der Bahn konzentrieren. Wobei das nicht so schwer ist, denn viele Bauteile in diesem Bereich werden überall wo eine Bewegung verzögert werden muss, verbaut. Stellen wir doch einfach einmal ein Auto auf die Schienen und schon besitzt dieses eine Bremse, die für die Eisenbahn gebaut wurde. Den Anfang werden wir mit den verschleisslosen Bremsen machen, denn die sind wirklich gut.

 

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