Einleitung

Die Bremsen gehören zur Familie der Fliegen und werden zoologisch Tabanidae genannt. Während die Männchen Blüten besuchen und sich von Nektar ernähren, suchen die Weibchen Mensch und Tier auf und ernähren sich dort von deren Blut. Die 6 Bremsenarten stellen mit 24 mm Länge die grösste Fliegenart Mitteleuropas. Stiche der Bremsen sind nicht nur lästig, sondern können auch Krankheiten, wie Milzbrand, übertragen.

Gut, ich glaube nicht, dass Sie das erfahren wollten, war aber für einmal eine kleine Abwechslung. Die Bremsen, die ich als Beginn erwähnt habe, werden in einigen Gegenden Deutschlands und in der Schweiz Brämen genannt. Damit entfernen sich die Insekten von der Bremse, die Sie vermutlich interessieren. Diese Bremsen sind eine technische Errungenschaft, die der Mensch einführte, nachdem er das Rad erfunden hat.

Bei den technischen Bremsen spricht man oft von Bremssystem. Die abgekürzte Form davon ist aber geläufiger und lautet schlicht Bremse. Warum man die Bremsen nach dem blutsaugenden Insekt genannt hat, lassen wir mal so stehen, uns reicht ja, dass wir wissen, dass Bremsen nicht gleich Bremsen sind. Klar auf das Insekt können wir verzichten, denn wer lässt sich schon gerne Blut abzapfen. Gedanken an Vampirfilme werden da plötzlich wieder wach.

Es wird Zeit, dass wir diese blutrünstigen Gedanken bremsen und uns wieder schöneren Dingen zu wenden. So nehmen wir zum Beispiel einen Zug, der friedlich durch menschenleere Winterlandschaften fährt. Spätestens dann, wenn der Zug die Wagen eines anderen Zuges rammt, werden wir wieder wach. Die Bremsen scheinen nicht zu funktionieren. Wir befinden uns wieder in der Realität und werden mit den schlimmsten Ängsten konfrontiert.

Nicht funktionierende Bremsen sind ein beliebtes Thema bei den Filmemachern auf der ganzen Welt. Da rasen führerlose Lokomotiven durch Alaska und alle Sicherheitssysteme versagen, die Bremsen fallen aus und los geht die wilde Fahrt durch den eisigen Winter von Nordamerika. Sicher nur ein Beispiel, aber wir erkennen daran schnell, dass unsere grösste Angst darin besteht, dass die Bremsen eines Fahrzeuges nicht funktionieren. Die uralte Angst vor dem Tod übermannt uns bei diesem Gedanken.

Wir haben uns also an Bremsen gewöhnt und fürchten uns vor dem Moment, wo eine Bremse versagt und wir unkontrolliert ins Verderben rollen. Die Filme werden plötzlich ganz real. Ist Ihnen das schon einmal passiert? Hat Ihr Wagen einfach nicht mehr gebremst? Fuhren Sie mit dem Auto unkontrolliert durch die Stadt? Nein, diese Horrorszenarien sind ein Verdickt der Filmemacher und praktisch kommt das nicht vor. Wir können wieder beruhigt schlafen.

Wenn man dann aber liest, dass am 12. Dezember 1917 in Frankreich bei Modane 543 Menschen uns Leben kamen, weil der Zug nicht mehr bremsen konnte, wird der Film plötzlich real und unsere schlimmsten Albträume werden geweckt. Die Angst vor versagenden Bremsen ist also begründet. Ich kann Sie aber beruhigen. Bremsen gehören bei der Eisenbahn zu den am besten kontrollierten Teilen. Doch wie war das vor ein paar Jahren in Oerlikon?

Bremsen versagen immer wieder und wenn man danach die Berichte liest, wird immer wieder von menschlichem Versagen gesprochen. Der Mensch machte einen Fehler. Jedoch muss man erwähnen, dass die Vorschriften auch nicht ohne Zweifel waren und erst nach den entsprechenden Unfällen angepasst wurden. Man wird liederlich, nimmt es nicht mehr so genau und schon kann man nicht mehr bremsen. Genau das muss verhindert werden.

Es passiert immer wieder, dass auch die bestens kontrollierte Bremse ausser Kontrolle gerät und dann wird es gefährlich. Damit wir aber den Schrecken vor der Bremse verlieren, müssen wir die Bremsen genauer kennen lernen. Dabei denkt jetzt vermutlich niemand mehr an ein Insekt und allen ist klar, die Bremsen sind ein wichtiges Bauteil im Verkehr und bei Fahrzeugen. Weltweit werden diese Bremsen angewendet und selten genug passieren damit Unfälle.

Bei der technischen Form der Bremsen, es gibt viele Arten, die sich im Aufbau deutlich unterscheiden, jedoch den gleichen Effekt haben. Sie sorgen dafür, dass ein sich bewegender Gegenstand verzögert und angehalten wird. Viele Bremsen kennen Sie vielleicht und Sie wenden sie täglich an, ohne auch nur daran zu denken. Andere sind Ihnen wieder fremd. Doch, bevor ich nun ins Detail gehe, muss auch erwähnt werden, dass viele Bauarten zum Teil gleiche Teile benutzen.

 

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