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Regulierung DC und Drehstrom |
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Willkommen in der Welt der Regulierung bei
Gleichstrom
und bei
Drehstrom.
Auch hier muss erwähnt werden, dass moderne Lösungen in einem eigenen
Kapitel angesehen werden. Das Problem ist, dass bei Gleichstrom kein
Transformator zur Anpassung der
Spannung
genutzt werden konnte. Daher musste diese mit anderen Massnahmen angepasst
werden und das natürlich mit so geringen Verlusten, wie es nur ging.
Hier ändert man die Drehzahl des Fahrmotors jedoch mit den möglichen
Schaltungen der Fahrmotoren. Es wird da-her eine eigene Lösung geben
müssen. Da sollten wir auch einen genauen Blick drauf werfen.
Genau bei der Regelung der Drehzahl des Fahrmotors, liegt der grosse
Vorteil des
Wechselstromes
begründet. Auch wenn bei
Drehstrom
der Motor damit arbeitet, er konnte diese Vorteile nicht nutzen. Da
entsprechende Bahnen jedoch selten waren, kam es hier viele Jahre nicht
zur einer grossen Entwicklung. Die Bahnen mit Drehstrom profitierten
jedoch von der neuen Technik. Aber das ist ein eigenes Kapitel.
Bei
Gleichstrom,
aber auch bei
Drehstrom,
arbeitete man mit eigenen Lösungen, die zum Teil die Schaltelemente bei
Wechselstrom
verwenden konnten. Die Hüpfer, oder aber die Schütze können hier durchaus
als Schaltelement genutzt werden, denn dazu waren sie ja gebaut worden.
Selbst Stufenschalter gingen, auch wenn sie nicht so oft verbaut wurden.
Hier arbeitete der Hüpfer wirklich ausgesprochen gut und zuverlässig.
Bei
Gleichstrom
musste man mit
Widerständen
arbeiten und bei
Drehstrom
konnte man die Drehzahlen nur in einem beschränkten Rahmen regulieren.
Jedoch bot sich hier auch die Lösung mit der Schaltung der Motoren, denn
damit konnte man auf leichte Weise die
Spannung
anpassen und das sogar ohne Verluste. Wir sollten nun auch die Regulierung
bei
Gleichspannung
genauer ansehen. Der Drehstrom kann auch etwas warten.
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Regulierung bei Gleichstrom |
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Im
Gegensatz zum
Wechselstrom
und dessen Möglichkeit die
Spannung
am Motor einfach zu regulieren, kann man bei
Gleichstrom
nicht auf einen Transformator zurückgegriffen werden. Dieser funktionierte
nicht und hätte im besten Fall nur dazu geführt, dass der
Strom
in der Drosselspule geglättet wurde. Das Problem war die fehlende
Induktion. Da so keine einfache Anpassung erfolgte, reduzierte man die
Spannung in der
Fahrleitung.
Diese anscheinende Möglichkeit, die Werte bei
Gleichstrom
nicht zu regulieren, macht den Einsatz von Gleichstrom bei Bahnen schier
unmöglich. Trotzdem kam es zu Eisenbahnen, die so aus-gerüstet wurden und
die funktionierten. Der Grund dabei ist simpel, denn man hatte bei Gleichstrom einen angemessen funktionierenden Motor gefunden. So wurde Gleichspannung mit diversen Lösungen geregelt.
Die
Tatsache, dass auch nach Einführung des
Wechselstromes
Bahnen mit
Gleichstrom
elektrifiziert wurden, zeigt deutlich, dass die Lösungen sehr gut
funktionierten. Um es vorweg zu nehmen, die Schaltelemente, wie Hüpfer
oder Stufenschalter kommen auch hier zur Anwendung. Sie haben sogar die gleichen Funktionen. Jedoch muss deren Beschaltung gegenüber dem Wechselstrom mit dem Transformator geändert werden. Ist das erfolgt, kann man auch Gleichstrom regulieren und so die Geschwindigkeit der Lokomotive steuern. Genau diese geänderte Ansteuerung werden wir bei der ersten Version der Regelung ansehen. Auch hier wird es keine vollständige Auflistung geben können.
Die Widerstände:
Eine sehr früh entdeckte Lösung ist die Verwendung von
Widerständen.
Diese Widerstände nehmen eine gewisse
Leistung auf und
reduzieren so die
Spannung,
die am Motor angewendet wird. Die Funktion des Widerstandes ist schon bei
der Vorstellung erklärt worden. Jedoch kann gesagt werden, dass der
Strom
zum Fahrmotor im Widerstand einen Abfall der Spannung ergibt. Der in Reihe
angeschlossene Fahrmotor bekommt so weniger Spannung.
Wie
es der Name schon sagt, sind Anfahrwiderstände eigentlich nicht für einen
längeren Betrieb gedacht und werden nur beim Anfahren benötigt. So kann in
mehr Schritten beschleunigt werden. Im Gegensatz zum Überschaltwiderstand
können sie länger genutzt werden. Jedoch gilt hier, dass die
Spannung
mit Verlusten erfolgt und diese fallen in Wärme an. Daher mussten diese
Anfahrwiderstände wirksam gekühlt werden.
Oft
reichen die Anfahrwiderstände und wir erhalten so eine
Lokomotive, die ein paar
Stufen aufweisst. Das reicht gerade noch für eine kleine
Rangierlokomotive.
Da kann mit sechs Stufen oder weniger gearbeitet werden. Die Modelle für
den Streckeneinsatz sind aber auf feinere Abstufungen der Fahrstufen
angewiesen, deshalb muss eine weitere Lösung gefunden werden und das mit
möglichst wenig Anfahrwiderständen.
Man greift deshalb zur Gruppierung der Motoren,
aber auch der Anfahrwiderstände. Die Fahrmotoren können so an
unterschiedlichen
Spannungen
betrieben werden, ohne dass dazu zu viele
Widerstände
notwendig werden. Die Gruppierung setzt daher bei zwei Stellen an. Das
ergibt dann schnell mehrere Stufen ohne dass man viele Widerstände
benötigt. Sehen wir uns eine Gruppierung genauer an. |
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Fahrstufe |
Widerstand |
Fahrmotor 1 |
Fahrmotor 2 |
Fahrmotor 3 |
Fahrmotor 4 |
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1 - 6 |
Ja |
Alle Motoren in Reihe geschaltet |
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7 |
Nein |
Alle Motoren in Reihe geschaltet |
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| 8 – 13 |
Ja |
In Reihe geschaltet |
In Reihe geschaltet |
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| 14 |
Nein |
In Reihe geschaltet |
In Reihe geschaltet |
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15 – 20 |
Ja |
Parallel |
Parallel |
Parallel |
Parallel |
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| 21 |
Nein |
Parallel |
Parallel |
Parallel |
Parallel |
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Wir
haben bei unserem Muster nur die vier verbauten Motoren gruppiert. Die
dunkleren Bereiche sind die drei Stellungen, bei denen ohne Verluste
gearbeitet werden kann. Bei den anderen Fahrstufen wird mit
Anfahrwiderständen gearbeitet. Dabei kann immer mit den gleichen
Widerständen gearbeitet werden, denn diese wurden einfach anders
angeschlossen. Daher kam auch die Bezeichnung von einer Gruppierung.
Dabei werden die Anfahrwiderstände mit unterschied-lichen Werten alleine
oder in Reihe geschaltet. Für die sechs Fahrstufen werden deshalb
plötzlich nur noch drei Anfahrwiderstände benötigt. Mit den Gruppierungen der Fahrmotoren bei den Stufen 7, 14 und 21, werden die Anzahl Stufen erneut vergrössert. So ergeben sich für dieses Fahrzeug insgesamt 21 Fahr-stufen.
Damit erreichen wir hier mit der Gruppierung der Fahr-motoren und der drei
Anfahrwiderstände eine Stufenzahl, die sich durchaus mit den Fahrstufen
bei
Wechselspannung
vergleichen lässt. Jedoch arbeiten nur die Stufen 7, 14 und 21 ohne
Verlustleistung. Choppersteuerung: Gerade die hohe Verlustleistung, die man bei den Lösungen mit Anfahrwiderständen hatte, wollte man verringern. Damit wären wirtschaftlichere Lokomotiven geschaffen worden. Daher entwickelte man die Choppersteuerung, welche die Fahrstufen verlustarm schalten kann. So gesehen eine gute Lösung, die aber schon sehr nahe bei den modernen Lösungen angeordnet war. Doch sehen wir uns die Choppersteuerung einmal an.
Sie
müssen sich die Funktion vereinfacht so vorstellen, dass man dem Fahrmotor
für Bruchteile einer Sekunde
Strom
gibt, dann stellt man ab um kurze Zeit später wieder
Spannung
zu schalten. Je länger nun die Spannung eingeschaltet ist, je schneller
kann der Fahrmotor drehen und sich das Fahrzeug bewegen. Diese Impulse
oder eben die Chopper, ergeben der guten Regelung den etwas besonderen
Namen.
Die
Spannung
wird in Impulsen dem Fahrmotor zugeführt. Durch die Veränderung der
Impulse erreicht man eine nahezu ruckfreie Zuschaltung der
Zugkraft.
Das Fahrzeug besitzt daher keine Fahrstufen mehr. Da im
Stromkreis
der Fahrmotoren keine
Widerstände
geschaltet werden, arbeitet man mit geringen Verlusten. Geregelt wurde mit
der Anzahl Impulse oder, mit der Einschaltdauer. Das Ergebnis war
identisch.
Der Gleichstromsteller wird oft als
DC-DC-Wandler bezeichnet. Die
Spannung
aus der
Fahrleitung
wird dabei im Gleichstromsteller mit Hilfe eines Schalters so geschaltet,
dass die Spannung reguliert werden kann. Oft verwendete man dazu
Thyristoren, so dass wir uns
schon sehr nahe bei der modernen Methode der Steuerung mit Stromrichter
befinden. Hier wird aber noch nicht die Spannung umgewandelt.
Die
Choppersteuerung war daher eine gute Alternative zu den Anfahrwiderständen
und es konnten nun auch ungerade Anzahl von Fahrmotoren verwendet werden.
Die Schaltfrequenzen der Gleichstromsteller rufen in den Wicklungen der
Fahrmotoren jedoch Schwingungen hervor. Daher kann man Fahrzeuge, die mit
einer solchen Choppersteuerung versehen wurden, leicht am Klang der
Motoren erkennen. Mit zunehmender Geschwindigkeit reduzieren sich diese
Schwingungen jedoch.
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Regelung bei Drehstrom |
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Für
Bahnen, die mit
Drehstrom
arbeiteten, boten sich nicht viele Möglichkeiten, die Fahrmotoren zu
regulieren. Das machte die Vorteile, die der Fahrmotor bot, gleich wieder
zunichte. Da bei Drehstrom
Wechselströme
in den Leitungen messbar sind, erwartet man hier eine Lösung, wie sie bei
den Bahnen mit
Wechselspannung
erfolgte. Das ist jedoch nicht so, denn diese Lösungen funktionierten
nicht, weil man keinen Transformator hatte.
Daher griff man bei Bahnen mit
Drehstrom
zu den Lösungen, die man bei den Bahnen mit
Gleichspannung
verwendete. Man arbeitete mit Anfahrwiderständen und der Gruppierung der
Fahrmotoren. Wobei sich hier jedoch eine andere Lösungen anbot, denn der
Motor für Drehstrom kann in sich schon einfacher gruppiert werden. So
erreichte man auch bei Drehstrom einige Fahrstufen. Dabei konnten ein paar
Fahrstufen sogar wirtschaftlich betrieben werden.
Der
Fahrmotor für
Drehstrom
hat in seinem Aufbau drei Spulen. Diese werden benötigt, um das Drehfeld
zu erzeugen. Das ergibt nun aber im Motor die Möglichkeit, die einzelnen
Wicklungen speziell zu den drei Leitern zu schalten. Diese Schaltungen
rufen im Drehstrommotor unterschiedliche Drehzahlen hervor, so dass wir
unterschiedliche Fahrstufen erreichen. Das ist immerhin etwas mehr als
nichts.
Bei der Sternschaltung von Motoren unter
Drehstrom,
werden die einzelnen Wicklungen des Fahrmotors an einer Seite an den
jeweiligen Leiter des Drehstromes angeschlossen. Die andere Seite der
Spule wurde jedoch in einem mittig gelegenen Punkt miteinander verbunden.
Die drei Spulen waren daher miteinander direkt in diesem Punkt, der
Sternpunkt genannt wird, verbunden und konnten nun nicht mit der vollen
Spannung betrieben werden.
Die
Sternschaltung wird oft auch als Anlassschaltung bezeichnet. Der Grund
dafür findet sich beim Betrieb der einzelnen Spulen unter der halben
Spannung.
Damit reduzierte sich der
Strom
und der Fahrmotor konnte mit geringen Strömen in Schwung versetzt werden.
Das wirkte sich positiv auf die Schaltelemente aus, denn die wurden mit
einem vertretbaren Strom belastet und die Anlassspitze konnte massiv
reduziert werden.
Damit liegt nun an den einzelnen Spulen die volle
Spannung
an. Der Motor kann schneller drehen und so die maximale Anzahl Umdrehungen
erreichen. Wir haben damit zwei Möglichkeiten, einen Drehstrommotor zu
betreiben. Gerade die Probleme bei der Regelung der Fahrmotoren und Drehstrom führte dazu, dass diese Systeme nach Einführung des Wechselstromes kaum ver-wendet wurden.
Die
Anpassung der Geschwindigkeit war nur mit wenigen Stufen, die mit
An-fahrwiderständen erreicht wurden, möglich. Wirtschaftlich gefahren
werden konnte nur mit zwei Stufen und die ergaben wegen dem Aufbau des
Fahr-motors feste Geschwindigkeiten.
Geblieben sind die Systeme jedoch bei
Bergbahnen.
Diese können mit den beiden Schaltungen an den Fahrmotoren sehr
wirtschaftlich fahren. So fährt man nur mit den Anfahrwiderständen an und
benutzt für die Bergfahrt die Dreieckschaltungen. Auf der Talfahrt
verwendet man die Sternschaltung, so dass sich eine tiefere
Geschwindigkeit für die Talfahrt ergibt. Die
Lokomotiven werden daher
sehr wirtschaftlich betrieben.
Mit
den Regelungen der Drehzahl bei
Drehstrom
beenden wir den Weg durch die klassischen Lösungen. Dabei zeigen zwei
Lösungen bereits den Weg zur modernen Technik. Die eine Lösung waren die
Drehstrommotoren, die im Unterhalt unschlagbar sind. Warum das so ist,
werden Sie noch erfahren. Die zweite Lösung lernten wir bei der
Choppersteuerung kennen. So dass wir damit eigentlich schon zum Einstieg
in die moderne Regelung der
Zugkraft
gekommen sind.
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