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Einleitung |
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Wir
haben
Bahnhöfe gebaut und
diese mit Strecken verbunden. Dabei mussten wir uns den Weg durch die
Natur erarbeiten. Diese ist aber nicht in jedem Bereich für unsere Strecke
geeignet. Es gibt Steilhänge, die mit den Zügen nicht leicht zu erklimmen
sind. Hinzu kommt, dass das Land mit zahlreichen Flüssen durchzogen ist,
die auch nicht ohne grosse Probleme bewältigt werden konnten. Daher
mussten schon früh spezielle Bauten her.
Damit ist die Angst unbegründet, oder etwa doch nicht? Bevor wir mit dem
Thema beginnen, sollten wir uns mit den Ängsten befassen. Diese müssen
beseitigt werden, damit wir uns dem Thema an-nehmen können. Fangen wir bei den Brücken an. In unserem Leben müssen wir immer wieder solche überqueren. Ge-mäss einem Lied sollten es sieben sein. Ich denke aber, es sind effektiv mehr und damit stellt sich die Frage nach der Angst.
Viele Leute betreten eine Brücke nur mit grösster Vorsicht um dann schnell
auf das andere Ende zu gehen. Dort kann man dann im Gesicht die grosse
Erleichterung ansehen. Es muss also etwas gefähr-lich sein. Brücken können einstürzen, man kann auch von diesen fallen und das ist nicht gut. Warum haben dann die Leute bei einer Höhe von 300 Meter mehr Angst, als bei 100 Meter? Bei beiden sollte man nicht runter fallen, denn das würde man nicht überleben. Somit stellt sich gar kein Unterschied dar. Es ist die Höhenangst, die uns zu schaffen macht. Befindet man sich nicht auf dem Boden, kommen die Ängste und zwingen uns auf diesen.
Brücken sind sicher, denn sie wurden solide gebaut und werden gewartet.
Trotzdem lehrt uns die Geschichte, dass sie durchaus einstürzen können.
Damit ist auch diese Gefahr vorhanden und mit der Höhenangst kombiniert,
ist es ratsam, die Brücke nicht zu benutzen. Jedoch will ich nicht die
Felswände erklimmen, nur weil ich mich vor der Brücke fürchtete. Angst
muss man nicht haben, aber etwas Respekt ist durchaus angezeigt.
Ängste sind auch hier vorhanden und die Gefühle, die diese auslösen, sind
noch älter, als jene von der Höhe. Ein dunkles Loch löst schon fast Panik
aus und das kann man leicht verstehen, wenn man in der Steinzeit lebt und
eine Höhle besiedeln will. Aus der Dunkelheit kann dann schnell der Bär auftauchen und er ist gefährlich. Da es kein Licht gibt, kann man die Gefahr nicht kommen sehen. Das ist eine Höhle, aber ein Tunnel?
Nun
dort kommt kaum ein Bär raus, aber eventuell der
Schnellzug
von Zürich nach Bern und der kann durchaus auch eine grosse Gefahr
darstellen. Wir haben damit immer noch die Gefahr, die aus dem Dunkeln
auftaucht und uns überraschen kann. Hinzu kommt, dass der Mensch sich ans Licht gewöhnt hat. Er benötigt dieses, dass er sich mit seinen Augen orientieren kann. Die sind so wichtig, dass wir grosse Problem bekunden, wenn sie ausfallen.
Das
kann in der Nacht sein, aber eben auch in einer Höhle und einem Tunnel.
Wir sehen nichts uns das macht uns Angst und zwar eine recht grosse. Man
weiss ja nie, was da in der Nacht alles lauern kann, besonders wenn noch
ein Wolf heult.
Nur
schon deswegen sollten wir Tunnel meiden. Auch hier können diese
einstürzen und dann ist man gefangen und kann nicht mehr raus. Es ist
dunkel, man ist eingesperrt und so kommt die Angst. Jedoch auch die Idee
für einen Film mit dem Helden, der dann alle rettet. Man spielt mit der
Angst und das sollte man bei einem Verkehrsmittel nicht machen. Auch hier
lehrt uns die Geschichte, man kann auch in Tunnel ums Leben kommen.
Es
ist so, wir haben Angst vor einem Tunnel, for-dern aber immer mehr, dass
solche gebaut werden. Ein Widerspruch ins sich. Früher war wie viele
an-deren Sachen auch, alles anders, denn Tunnel wa-ren teure und so sparte
man sich diese. Gehen wir in der Geschichte etwas zurück. In der Schweiz sollte die erste Bahnlinie gebaut werden. Dabei war schnell klar, dass man von Zürich nach Baden oder auch umgekehrt bauen wollte.
Das
Ziel dabei war, eine leichtere Reise in den be-kannten Kurort. Baden war
schon früh ein Kurort, auch wenn man das nicht vermuten könnte. Bereits
Römer hatten dort die heissen Quellen genutzt und für die Leute in Zürich
war es eine willkommene Abwechslung. Alleine die Fahrt mit der Kutsche war eine Tortur. Mit der Postkutsche war die Reise in knapp einem Tag zu schaffen.
Den
Gästen wurden in den Bädern köstliche Ge-bäcke serviert und diese wollte
man in Zürich auch geniessen. Dumm war damals, dass diese Spanischbrötli
ausserhalb der Stadt Baden nicht hergestellt werden durften. Mit der
Kutsche kamen diese aber zerbrochen und nicht mehr frisch an. Sie sollten
der Bahn aber den Namen geben.
Bei
der Planung sah es dann schon etwas anders aus. Bei der Begehung im
Gelände wurde festgestellt, dass es für den Bau gut geeignet war. Ideal
war dabei das Tal der Limmat. Durch dessen langsamen Lauf hatten sich aus
Auen flache gut für die Bahn geeignete Ebenen ergeben. Geringe Steigungen
waren dabei von extrem grossen Vorteil. So war schnell klar, wo sich die
Bahn den Weg suchen würde und das war bis in den Raum Wettingen kein
Problem.
Dadurch wurde er davor langsamer und bildete eine Schlaufe. Genau in
dieser liegt der Ort Wettingen, der schon damals für die Bahn wichtig
gewesen wäre. Aber eben nicht wichtig genug. Der grosse Fluss mit der tiefen Schlucht war durchaus ein Problem. Um nach Baden zu kommen hätte man diesen alleine wegen Wettingen mit zwei Brücken überqueren müssen.
Der
Bau von Brücken war gefährlich und teuer. Da man Geld sparen musste,
verlegte man einfach die Bahn. Die querte die Limmat nicht und folgte
dieser bis zum er-wähnten Felsriegel, der genau genommen Schlossberg
ge-nannt wurde und der im Weg war. Um in das Gelände des geplanten Bahnhofes von Baden zu kommen, musste dieser Schlossberg passiert werden. We-gen den Bauwerken und wegen dem Umfang des Massivs, konnte man keinen Einschnitt machen.
Daher musste man notgedrungen einen 90 Meter langen Tunnel ausheben. Hohe
Baukosten, die nahezu die Hälfte des Betrages in Anspruch nahm. Freiwillig
hat man so ein teures Bauwerk mit Sicherheit nicht gebaut.
Wenn Sie sich nun bei allen den Hinweisen zur Gegend um Wettingen die
Haare gerauft haben, dann deshalb, weil die heutige Strecke nicht mehr
jener von 1847 entspricht. Die engen
Kurven im Raum
Baden musste begradigt werden und das ging nur mit zwei Brücken über die
Limmat und einen neuen Tunnel durch den Schlossberg von Baden. Der alte
kann noch erkannt werden, er wird heute aber von den Bussen benutzt.
Die
Wahl fiel daher auf die Landzunge, die sich zwischen der Limmat und der
Sihl befand. Damit war eigentlich klar, die grosse und breite Limmat
sollte von der Bahn auf der ganzen Länge nicht überquert werden und das
war wichtig. So leicht wie man denken könnte, war der Bau auch nicht. Die Probleme begannen schon in Zürich, denn dort musste die Sihl überquert werden. Eine Umlegung des Flusses schied wegen der Bebauung aus.
Auch andere Zuflüsse mussten von den Zügen überquert werden. Es waren also
spezielle Bauwerke erforderlich, die wir als Brücken kennen. Lediglich der
grosse Fluss wurde nicht überquert und das hatte schlicht einen Grund.
Der
Bau von Brücken war teuer und gerade die grossen und langen Bauwerke
konnte man sich nicht leisten. Daher versuchte man so gut es ging auf
diese Brücken zu verzichtet. Nur wo es absolut notwenig war, wurden sie
gebaut und so konnte man Baden erreichen. Jene zwischen Schlieren und
Dietikon ist noch in Betrieb und die Brücke über die Sihl befindet sich
heute im Bereich der
Bahnsteige.
Und das ist der Grund für die langen Treppen.
Jedoch zeigt sich bereits hier, dass man nicht einfach in jedem Fall die
Natur umfahren konnte. Das klappte bis kurz vor die Tore der Stadt Baden.
Jedoch ging es beim Schlossberg nur mit einem Tunnel. So können wir
feststellen, dass die erste Eisenbahn der Schweiz bereits über kleinere
Brücken verfügte, sich die grossen sparte und es einen Tunnel gab.
Wirklich keine leichte Aufgabe für die Bauleute der Bahn um 1847.
Das
ging nur mit einer grossen Brücke. Vermutlich war diese auch billiger, als
ein Tunnel unter dem Fluss durch. Zudem hätte mit diesem die Steigung nach
dem
Bahnhof Brugg nicht
befahren werden können. Mit dem Bahnhof Brugg sind wir nun direkt beim Thema Brücken. Im schweizer Dialekt wird eine Brücke nämlich als «Brugg» bezeichnet. Der Grund-stein zu diesem Namen wurde bereits zur Zeit der Römer geschaffen. Diese
mussten, wollten sie weiter in Richtung Ger-manien vorrücken, die Aare
überqueren. Das war jedoch nicht leicht, der wilde Fluss war breit und
konnte damals nicht so leicht überquert werden. Jedoch gab es da eine Engstelle, bei der die Aare nur wenige Meter breit ist. Die Platte mit dem heutigen Birrfeld stand dem Fluss im Weg. So
blieb im nur ein schmaler Durchgang. Dieser war ideal für die römischen
Baumeister und so wurde der Fluss an der Stelle überquert. Um diese
wichtige Brücke vor Übergriffen der Germanen zu schützen, wurde
unmittelbar in der Nähe ein festes
Lager
mit Legionären errichtet.
Vindonissa war zum Schutz der Brücke und vor dem
Lager
begannen Leute zu siedeln und sie nannten ihre Siedlung wegen der Brücke
einfach Brugg. Auch an anderen Orten findet sich in den Namen immer wieder
die Hinweise auf Brücken. Sie glauben mir nicht? Wie wäre da Zeebrugge in
Belgien und einfach nur Brügg in der Nähe von Biel/Bienne. Nur drei
Beispiele, die zeigen, wie wichtig diese Bauwerke waren und immer noch
sind.
Wer
würde heute die kleine Gemeinde Göschenen kennen, wenn es den
Gotthardtunnel nicht gäbe. Ausser den Leuten in der Re-gion vermutlich
niemand. Sie sehen, man kann auch von diesen Bauwerken profitieren, aber
es gibt Probleme. Es ist wirklich so, Tunnel machen uns mehr Angst, als Brücken. Wer eine schwere Zeit hat und das Ende gekommen sieht, benutzt meist die Worte, dass er das Licht am Ende des Tunnels sieht.
Er
könnte sich auch irren, denn es können der
Intercity
von Basel nach Bern sein. Man ist nie so sicher, was einem in diesem
dunk-len übel riechenden Ort erwartet. Wir sollten uns wagen, denn wir
könnten auch positiv überrascht werden. Sie sehen, mit den Brücken und Tunnel haben wir ein spezielles Thema. Während die Brücken verbinden, sind die Tunnel nur Angst einflössende Höhlen, bei der doch der Bär lauern kann.
Das
auch, wenn diese längst verschwunden sind. Man weiss ja nie und einfach so
in einem Höhle gehen sollte man nicht. Man kann ja nie wissen. Im Tunnel
sollte es aber keine Bären geben, die Züge sind dann nicht unbedingt die
bessere Wahl.
Bei
den Brücken geht es noch, da konnte beim Material gespart werden, denn oft
wurde billiges Eisen benutzt. Trotzdem war der Bau aufwendig und das
liessen sich die Leute natürlich bezahlen. So entstanden die hohen Kosten.
Wirklich schlimm waren diese bei einem Tunnel, denn diesen musste man ins
Erdreich graben und dann noch befestigen. Das Problem waren die Gewichte
über dem Tunnel, denn diese drücken auf das Bauwerk.
Um
die Kräfte aufnehmen zu können, wurden spezielle Bauformen notwendig und
das führte zu hohen Baukosten. Diese waren so hoch, dass es oft einfacher
war, das Hindernis zu umfahren und so etwas mehr Weg in Kauf zu nehmen.
Bei unserem Muster der
Spanischbrötlibahn
ging das schlicht nicht mehr, denn man musste durch den Schlossberg. Die
Limmat lies man nicht links, sondern rechts liegen und folgte ihr einfach.
Wenn wir heute die Verkehrswege ansehen, dann fallen uns die vielen
Brücken gar nicht mehr auf und auch Tunnel haben längst den Schrecken
verloren. Das war nicht immer so und wir sollten uns nun wirklich mit
diesen besonderen Bauwerken befassen, denn sowohl Tunnel als auch Brücken
sind wirklich Bauwerke, die es heute auch in
Bahnhöfen gibt und
daher sind sie auch kein Teil der Strecken, sondern einfach Bauwerke.
Sie
können sich nun Aussuchen, mit welchem Bauwerk sie beginnen wollen.
Bekämpfen Sie lieber die Höhen-angst bei den Brücken, oder wagen Sie sich
in die Dunkelheit der Tunnel. Die Wahl ist bei Ihnen. Zumindest das kann
ich versichern, hier gibt es keine Bären und auch die Brücken stürzen
nicht ein. Wobei das nicht ganz so sicher ist. Etwas Vorsicht ist daher
geboten, nur die Wahl zeigt uns den Weg, den Sie einschlagen. |
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Die Brücken |
Die Tunnel |
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Wenn Sie der Reihenfolge der Seite folgen möchten, dann können Sie auch
auf Weiter klicken. Dann kommen wir direkt zu den Brücken, die uns
verbinden. Zu den schwarzen Löchern kommen wir nachher. Die sparen wir uns
auf, denn es könnte ja wirklich noch Bären geben, die plötzlich in der
Höhle auftauchen. Dann doch lieber die Aussicht auf der höchsten Brücke
geniessen und einfach hoffen, dass sie noch etwas hält.
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