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Die Brücken |
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Man
schlägt sprichwörtlich Brücken. Es gibt Lieder, die davon erzählen, dass
man über sieben Brücken gehen muss und wir fürchten uns davor. Das Wort
ist so bekannt, dass man es niemandem näher vorzustellen braucht. Doch was
ist denn nun eine Brücke und wie kam es dazu, dass selbst Orte so genannt
wurden? Wenn man so frägt, heisst es schnell eine Brücke verbindet die
zwei Seiten eines Flusses. Das ist gut so, aber ist das nun richtig oder
falsch?
Keine Ahnung, wie man Brücken schlagen kann, aber ein Ver-such könnte
nützlich sein. Gehen wir auch bei diesen Bauwerken in der Geschichte
zurück, denn viele Brücken wurde sehr be-kannt und man hört nur den Namen. Wirklich nur ein Name und Sie wissen, wo die Brücke steht, wie sie aussieht und was sie besonders macht. Seien Sie ehrlich, was fällt Ihnen bei Golden Gate ein?
Wohl nicht die Bucht, sondern die Hängebrücke die diese über-spannt.
Weltbekannt und doch nur eine Brücke. So wie jene in Ihrem Ort, die über
den kleinen Dorfbach führt und bei der man sich sogar die Mühe ersparte,
ihr einen Namen zu geben. Es sind einfach nur Brücken. Schätzen Sie einmal, wie alt denn Brücken sind. Besser noch, wann wurde die erste Brücke erstellt? Niemand mag sich daran erinnern. Aber ich denke, dass Brücken sehr alt sind. Als die Menschen sich auf den Weg machten die Savannen in Afrika zu verlassen und die Welt zu erobern, trafen Sie immer wieder auf Hindernisse, wie kleine Bäche, oder grosse Flüsse. Die mussten gequert werden und das gab nasse Füsse, die dann noch angeknabbert wurden.
So
nutzte man einen Baum, der über den Bach gefallen war um diesen trockenen
Fusses zu überquerten. Als dann der erste Baum genau deswegen gefällt
wurde, haben wir die erste Brücke erhalten. Viel mehr sollte es lange Zeit
nicht geben, denn noch fehlten die Fähigkeiten auch komplexere Lösungen in
dieser Frage zu finden, denn es war nicht leicht, eine Brücke zu
entwerfen, die dann zu bauen und dann noch zu begehen.
Mit
dieser recht wackligen Lösung konnte man auch grössere Distanzen
überspannen, was neue Wege ergab. An anderen Orten konnten aber auch diese
Lösungen nicht benutzt werden, be-sonders wenn der Fluss war zu breit. Die Lösung waren Boote, die Fähren genannt wurden. Diese fuhren über den Fluss, oder gar einen See und bildeten so eine Art schwimmende Brücke. Fähren waren ganz gute Lösungen, die auch heute noch verwendet werden. Das
auch bei Flüssen. Üblich sind Fähren jedoch überall wo keine Brücken
gebaut werden können. In dem Moment, wo es eine Brücke, oder einen Tunnel
gibt, sind die Fähren einfach zu trä-ge. Sie wollen wissen, was denn Fähren mit Brücken und mit der Eisenbahn zu tun haben. Mehr als sie Ahnen, denn eine normale Fähre ist immer eine Brücke.
So
wird nämlich auch ein Teil des Schiffes genannt. Es ist eine Möglichkeit
ein Gewässer trockenen Fusses zu überqueren und daher ist es eine
besondere Bauform einer Brücke und die kann durchaus auch von der
Eisenbahn genutzt werden, denn auf Fähren findet allerlei Platz.
Das Trajekt:
Die Verschiffung von Fahrzeugen der Eisenbahn nennt man Trajekt. Bei
dieser Lösung sind auf der Fähre
Schienen montiert
worden, auf denen die Fahrzeuge stehen. Spezielle Lösungen bei der
Anlegestelle erlauben es so Wagen einfach auf die Fähre zu rangieren. Es
gibt jedoch auch Fähren wo ganze
Reisezüge
verladen werden. Sie sehen, das Trajekt ist eine Lösung, die immer wieder
benutzt wird.
Das
ist für Fahrzeuge der Eisenbahn vorgesehen ist. Heute sind jedoch viele
Trajekte verschwunden, weil sie durch grosse Brücken ersetzt wurden, oder
weil es schnellere Verkehrswegs gab. Es gibt sie aber immer noch. In der Schweiz waren Trajekte bei drei Seen vorhanden. So gab es diese auf dem Thunersee zwischen Thun-Scherzligen und Där-ligen. Das Trajekt wurde im Jahre 1873 in Betrieb genommen.
Mit
der
Inbetriebnahme
der Thunerseebahn verschwand das Tra-jekt im Jahre 1893. Es konnte sich
also nicht sehr lange halten und damit stellt sich die Frage, wie es denn
bei den anderen Seen ausgesehen hat und so kommen wir nach Wollishofen.
Richtig das zweite Trajekt gab es auf dem Zürichsee. Dieses ver-kehrte von
Wollishofen über den See nach Uetikon. Es wurde 1885 mit der Bahnlinie in
Betrieb genommen und belieferte die auf der anderen Seite liegende
chemische Fabrik. Als dann 1894 auch auf der anderen Seeseite die
Bahnlinie in
Betrieb kam, konnte die Fabrik von dieser aus angeschlossen werden. So
endete auch das Trajekt auf dem Zürichsee.
Die
Trajekte der Schweiz beenden wir mit dem Bodensee. Dort waren durchaus
mehrere Boote im Einsatz und mit der
Inbetriebnahme
um 1869 kann es schon sehr früh. Es war auch keine feste Linie vorhanden,
so dass mehrere Orte angelaufen wurden. Eher ein Schiffsverkehr, als eine
Fähre als Ersatz für eine Brücke. Der Betrieb wurde 1976 und damit nach
über 100 Jahren eingestellt. Der Bodensee war gross und das half den
Trajekten.
Daher sind Brücken deutlich effizienter als man denken kann. Es bleibt nur
noch die Angst. Sind wir ehrlich das Schiff kann sinken. Da ziehe ich
lieber die Brücke vor. Wirklich sicher ist es nie und auch zu Hause kann
man verletzt werden, wenn man aus dem Bett fällt. Hauptproblem von Brücken ist, dass sie nur eine bestimmte Länge aufweisen können. Wird diese überschritten, muss eine Abstützung her. Diese kann aber nicht immer gebaut werden. Bei
einer tiefen Bucht muss der Boden gefunden werden. Es sei denn man baut
die Brücke direkt auf das Wasser, denn dann kann man sich die diese
Stützen ersparen. Klingt abenteuerlich und das ist es auch, denn Brücken
auf dem Wasser sind selten.
Bevor wir uns die einzelnen Brückenarten ansehen,
muss noch das mit den Begriffen geklärt werden. Viele Leute benutzen das
lateinische Wort Viadukt. Das besteht aus dem Weg (Via) und Brücke dem
(Dukt). Bei Wasser haben wir die bekannten Aquädukte der Römer. Ob nun von
einer Brücke, oder einem Viadukt gesprochen wird, ist nebensächlich und
hängt alleine von der Region und den Bauherren ab.
Sie
wollen ein Beispiel. Am Gotthard bauten nördlich deutsche Fachleute und so
haben wir hier die Intschireussbrücke. Im Tessin finden wir dann den
Viadukt. Bei der Bahn über den Lötschberg bauten Franzosen und so sind
hier sämtliche Bauwerke als Viadukt bezeichnet worden. Der
Bietschtalviadukt im Wallis, kann es durchaus mit der Brücke der Reuss bei
Intschi aufnehmen. Nur die
Bauart
wurde anders gewählt und die wird wichtig.
Im
Gegensatz zu den Fähren kann diese immer befahren werden und ist daher
nicht so schlecht. Da sie aber die Bewegungen des Wassers mitmachen eine
recht wackelige Angelegenheit und für die Eisenbahn kaum geeignet. Im Zusammenhang mit den Schwimmbrücken wird oft auch die englische Bezeichnung Ponton benutzt. Diese Bauwerke sind selten und wenn sie benutzt werden, dann nur als Notfall.
Der
Aufbau kann schnell erfolgen und das ist der grosse Vorteil von Pontons,
oder Schwimmbrücken. Gerade bei Schäden nach Erdbeben kann mit diesen
Brücken ein be-schädigtes stabiles Bauwerk schnell umfahren und so den
Verkehr gesichert werden.
Der
grosse Nachteil der Pontons ist die geringe Tragkraft und zudem sind sie
schmal, so dass zur gleichen Zeit nur in einer Richtung gefahren werden
kann. Für die schweren Züge der Eisenbahn sind diese schlicht nicht zu
gebrauchen und daher sollten wir uns auch andere Bauformen von Brücken
ansehen, die etwas stabiler gebaut wurden und so auch für die Eisenbahn
geeignet sind. Auch bei Strassen ist das Ponton nicht ideal.
Wir
haben nun erfahren, dass Brücken für Eisenbahnen einen stabilen Grund
haben müssen. Daher werden dort andere Bauformen benutzt. Diese sollten
wir uns nun ansehen, denn jede davon ist mehr oder weniger gut und alle
werden aber auf der Welt von Eisenbahnen befahren und das macht es
spannend. Keine Angst ich beschränke mit auf drei Typen und beginne dabei
erst noch mit der ältesten Lösung für Brücken.
Aus
diesem können Balken geschnitten werden und dann dieser verlegt werden.
Eine gute Lösung, die durchaus oft verwendet wurde, denn der Balken ist
immer noch ein sehr einfacher Körper. Bei der Balkenbrücke kann der tragende Balken nur eine geringe Kraft aufnehmen. Trotzdem werden die meisten Brücken nach diesem Grundsatz gebaut und sie funk-tionieren auch mit grossen Lasten.
Der
tragende Balken muss dazu nur zwischen zwei Punk-ten eingeklemmt werden
und schon erhöht sich die Trag-kraft des Bauteils deutlich. Sämtliche
Balkenbrücken sind so aufgebaut und wichtig sind dabei die
Lager
für den Bal-ken. Die Verankerungen der Balkenbrücke werden Widerlager genannt. Es handelt sich dabei um massive Bauwerke die auf beiden Seiten erstellt werden müssen.
Danach wird zwischen diesen der Balken abgelegt und leicht verspannt.
Damit werden nun die auf der Brücke wirkenden Kräfte in die Widerlager
angeleitet und dort auf das Erdreich übertragen. Je stabiler das
Widerlager, desto mehr kann die Brücke tragen.
Weicht das Widerlager zur Seite, weil es seinen Halt im Erdreich verliert,
stürzt die Balkenbrücke ein. Genau das passierte am 14. Juni 1891 bei
Münchenstein. Das Hochwasser der Birs hatte das Widerlager unterspült und
so die Tragkraft gemindert. Als dann noch ein schwerer
Extrazug
auf der Brücke war, stürzte diese ein. Mit 73 Todesopfern ist es bis heute
das schwerste Zugunglück in der Schweiz und das nur, weil ein Widerlager
versagte.
In
der Schweiz sind deutlich geringere Werte vor-handen. Sie sollten sich
einmal nach den Balken-brücken umsehen, denn sie sind sehr oft verbaut
worden und können daher als Standard angesehen werden, nur es geht besser. Bogenbrücke: Bei der Bogenbrücke wird mit Stei-nen gearbeitet. Diese werden speziell geformt und bilden ein Gewölbe mit dem Schlussstein wird die-ses tragbar und kann die Kräfte aufnehmen.
Diese werden durch die Wölbung nach unten Ab-geleitet und daher müssen
diese entweder in Wider-lager, oder aber mit Stützen abgefangen werden.
Wie hoch diese sind spielt keine Rolle wichtig ist das Gewölbe, das den
Namen gab. Meister beim Bau von Bogenbrücken waren die Römer. Sämtliche von ihnen gebauten Bogen-brücken stehen zum Teil heute noch.
Das
zeigt, wie langlebig diese Brücken sind und das macht sie gut. Der grosse
Nachteil ist der Bau, denn bei diesen Lösungen müssen viele Leute
eingesetzt werden. Diese wollen ihren gerechten Lohn und auch die
Stützweiten sind ausgesprochen gering. Beispiele für diese Brücken finden
sich ebenfalls an vielen Orten.
Auch wenn ich von Steinen gesprochen habe, nicht bei jeder Bogenbrücke
wurden diese ausgebrochen. Die Brücke über die Kander bei Frutigen wurde
mit
Blöcken aus Beton gebaut. Das Ergebnis ist das gleiche, denn das
Gewölbe oder eben der Bogen baut die Kräfte ab. Ob danach die Fahrbahn
diesem folgt, oder eine Mauerung eine ebene Bahn ermöglich, spielt keine
Rolle mehr. Die Gewölbesteine solcher Brücken sollten Sie genauer ansehen.
Hängebrücke:
Willkommen in der Welt der Hängebrücken. Sie sind wirklich bekannt und
werden in der Schweiz kaum angewendet, schon gar nicht bei der Eisenbahn.
Bei dieser Bauform wird die Fahrbahn an Seilen aufgehängt. Diese wiederum
werden im Boden am Ende verankert und dann auf Stützen, die Pylone genannt
werden, abgelegt. Senkrechte Seile tragen dann die Fahrbahn, auf der auch
Eisen-bahnen verkehren.
Die Hängebrücke gehört in die
Gruppe
der Seilbrücken. Diese sind aber oft zu wenig stabil, dass sie mit
Fahrzeugen befahren werden können. Trotzdem sollten sie es einmal mit den
Seilbrücken versuchen, denn sie verlangen allen Mut, den wir finden
können. Ob es dann nur ein paar Meter runter geht, oder mehr als 1000,
spielt keine Rolle mehr, da ist wirklich alles an Mut aufzubringen, was
man in sich hat.
Wir
bleiben bei den stabileren Hängebrücken zu denen auch die Schrägseilbrücke
gehört. Wichtig hier ist, dass die Fahrbahn an den Pylonen aufgehängt wird
und das führt zu gewaltig aussehenden Bau-werken, die spielend sehr grosse
Distanzen überbrücken können. Die Golden Gate Bridge bei San Francisco
muss wirklich niemandem mehr vorgestellt werden, kaum eine andere Brücke
ist so be-kannt, wie diese Hängebrücke.
Soweit zu den wichtigsten
Bauarten
von Brücken. Wie haben gesehen, dass es viele Lösungen gibt und dabei
wurden hier nicht alle Varianten aufgelistet. Das ist auch nicht nötig,
denn viele Lösungen wurden erst mit einem bestimmten Werkstoff möglich.
Daher werden wir sie dort noch kennen lernen, denn was man mit dem
gegossenen Stein alles anstellen kann, ist schon ein Wunder, denn damit
kann nahezu jede der erwähnten Brücken erstellt werden.
Brücken sind sichere Bauwerke. Sie werden gut gewartet und daher halten
sie immer. Wenn jedoch der Unterhalt nicht sachgemäss erfolgt, dann kann
es zum grossen Unglück kommen und die Brücke stürzt ein. Nur wird niemand
den steilen Hang runter klettern, die reissenden Fluten durchqueren und
dann wieder hochsteigen. Da ist mir persönlich die Brücke schon etwas
lieber, denn dann kann ich nach unten sehen und zuschauen, wie sie mit dem
Wasser kämpfen.
In
der Folge werden wir uns nun vier verschiedene Werkstoffe genauer ansehen.
Jeder wurde bei den Eisenbahnen verwendet und kam auch bei Lösungen für
die Strasse zur Anwendung. Grosse Unterschiede gibt es dabei gar nicht,
denn was bei der Strasse funktioniert, kann auch von der Eisenbahn benutzt
werden. Warum sollten sie das nicht gemeinsam machen? Es gibt Brücken, die
von beiden Verkehren genutzt werden.
Die
Welt der Brücken ist vielseitig und das gilt auch für die Werkstoffe, die
man gefunden hatte, baute man in eine Brücke ein. Der Baum der gerade da
lag, aber auch die Seile, die man geflochten hatte. Bei den Bahnen in der
Schweiz wurden insgesamt vier Werkstoffe in Brücken verbaut und Sie können
sich nun eine davon auswählen. Es ist aber bei allen so, Angst müssen Sie
sicherlich nicht haben, denn wir gehen nicht darüber. |
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Holzbrücke |
Stahlbrücke |
Steinbogenbrücke |
Betonbrücke |
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Sofern Sie sich nicht für eine Bauform entscheiden können, sollten Sie
einfach unten auf Weiter klicken. Dann landen Sie schön der Reihe nach bei
allen vier Lösungen. Ist ihnen das mit den Brücken doch etwas
abenteuerlich, dann kann ich Ihnen hier auch den
Link zu den Tunnel anbieten. Diese
sind dann auch noch dran, aber jetzt beginnen wir mit dem Werkstoff
Holz,
der wirklich schon lange bei Brücken benutzt wird.
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