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Einleitung |
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Lokomotiven
werden nach der Art, wie die Energie zugeführt wird, unterschieden. Dabei
entwickelten sie sich nicht zur gleichen Zeit, denn man nahm die Quelle,
die man kannte. Beginnen wir mit dem ältesten Vertreter und damit mit der
Version, die mit Wasserdampf betrieben wird. Damit stellt sich die Frage,
warum man diesen nutzte und auch wie er hergestellt wird. Wasser wird erst
ab einer bestimmten Temperatur gasförmig.
Es
kann sogar passieren, dass Wasser in den festen Zustand wechselt. Wir
kennen das als Eis, das uns besonders dann Probleme bereitet, wenn es kalt
ist und es auf der Strasse entsteht. Im Sommer ver-binden wir mit Eis eine
Erfrischung, die auch ge-süsst sein kann. Damit wissen wir, dass dieses Element bei sinken-den Temperaturen in den festen Zustand wechselt. Dazu reicht durchaus eine Temperatur von weniger als 0°C. Bei den üblichen Werten ist es flüssig.
Damit stellt sich die Frage, ob den Wasser auch in den gasförmigen Zustand
wechseln kann. Die Ant-wort verblüfft, denn das können alle Stoffe. Die
Frage dabei ist nur, wie heiss es dazu sein muss und da ist Wasser gnädig.
Um Wasser in den gasförmigen Zustand zu bringen, muss es also wärmer werden. Wann dieser Effekt eintritt, ist nicht überall gleich, denn mit geringerem Luftdruck entsteht dieser Dampf bei kühleren Temperaturen. Wer in der Schule aufgepasst hat, der weiss, dass in der Natur das Wasser aus den Meeren und auch aus Seen in die Luft übergehen kann. Daraus entstehen dann die Wolken, die den Regen, oder im Winter den Schnee bringen.
Diesen Effekt nennt man Verdunstung. Diese Art in den gasförmigen Zustand
zu wechseln erfolgt auch bei den uns bekannten Temperaturen und wird mit
mehr Wärme nur verstärkt. Dazu muss der
Luftdruck hoch
sein und die Sonne muss auf das Wasser scheinen. Als Folge davon trocknet
die Luft ab. Die fehlende Feuchtigkeit bezieht es aus dem Wasser, welches
in der Folge verdampft und so in die Luft übergeht.
Bei
sehr kalter Luft wird dieser Effekt verstärkt. Besonders im Winter kann es
daher in Wohnungen so trocken werden, dass wir Wasser hinzufügen müssen.
Dabei erzeugen wir eine künstliche Ver-dunstung und nicht Wasserdampf. Alleine mit der Verdunstung kommen wir aber nicht zum Ziel, denn um Wasser in den Zustand als Dampf zu bringen, muss es stark erwärmt werden. In der Natur schafft das die Erde sogar selber.
So
sorgen die Vulkane mit unmöglichen Namen in Island dafür, dass Dampf aus
den Boden schiesst. Man nennt diesen Effekt Geysir. Damit können Vul-kane
und die sehr heissen Gesteine Wasser so stark erhitzen, dass daraus Dampf
entsteht.
Die
Geysire habe ich nicht zum Spass genommen. Damit dort das heisse Wasser in
die Höhe schiessen kann, muss es unter einem Überdruck stehen. Baut sich
dieser ab, wird das Wasser ausgestossen, der Druck fällt ab und es
entsteht wieder Wasser. Damit haben wir festgestellt, dass stark erhitztes
Wasser einen Überdruck haben kann. Bei den nun vorgestellten
Lokomotiven der ersten Stunde wird
genau dieser Effekt genutzt.
Der
grosse Unterschied besteht darin, dass das Wasser nicht von der Luft bei
der Verdunstung aufgenommen wird, sondern dieses so weit erwärmt, dass es
in den gasförmigen Zustand wechselt. Bei 100 °C beginnt Wasser zu sieden
und das ist der Punkt, wo es in den gasförmigen Zustand übergeht, auch
wenn darin immer noch viel Wasser enthalten ist. Wir werden später noch
genauere Werte bekommen, die aber höher sind.
Wir
werden später erfahren, dass dieses Prinzip wirklich funktioniert, aber
eben nicht mit den natürlichen Er-zeugern von Dampf, denn diese sind in
vielen Fällen un-berechenbar und das ist wirklich nicht gut, denn wenn es
knallt, ist der Spass vorbei. Jedoch erkannten die Menschen schon früh, dass Wasser mit Feuer zu Dampf werden kann. Schon in der Urzeit, als man das Feuer noch nicht benutzen konnte, erkannte man schnell, dass der Regen dem gefährlichen Buschfeuer zusetzen kann und dabei eine weisse Wolke aufsteigt.
Diese war zu erkennen und so war Regen immer ein gutes Zeichen, auch wenn
es noch sehr lange dauern konnte, bis man diesen Effekt nutzen konnte.
Auch
als man Feuer nutzen konnte, war der Regen immer wieder eine Gefahr dafür.
Jedoch wurde dieser auch in einer Schale aufgefangen und erwärmt. So waren
die Wurzeln nicht mehr so hart zum essen. Man begann mit Feuer auch Wasser
zu erhitzen und damit sind wir schon sehr nahe, bei den ersten
Lokomotiven, die es
überhaupt gab. Bevor wir jedoch dazu kommen, müssen wir aus dem Wasser mit
Hilfe eines Feuers den Dampf erzeugen.
Allgemein entstehen Dämpfe, wenn man einen Stoff erhitzt. Wie hoch dafür
die Temperatur sein muss, hängt von jeweiligen Stoff ab. Bei Wasser ist
das bei eher tiefen Werten der Fall. Damit Eisen nur mal flüssig wird,
muss deutlich mehr Wärme zugeführt werden. Um dieses gasförmig zu
erhalten, benötigt man schon mehr und die Quelle kennen wir, denn das ist
die Sonne und zwar in ihrem Innern, wo es sehr heiss ist.
Da
es aber sehr heiss ist und man nicht viele Stunden warten will, bis es
erstarrt, goss man Wasser darauf. Dieses wurde dadurch sofort zu Dampf und
der war ganz schön gefährlich. Vermutlich wurde der Versuch nicht so
schnell wiederholt. Bevor wir aber zu der industriellen Nutzung des Dampfes und damit zu unseren Lokomotiven kommen, müssen wir uns fragen, ob es denn wirklich nur mit Wasser geht? Eine durchaus berechtigte Frage. Die
Antwort ist grundsätzlich nein. Bei anderen Elementen ist jedoch die
Handhabung nicht ganz so leicht, denn man benötigt mehr Wärme. Hinzu
kommt, dass zum Beispiel bei Schwefel die
Gase sehr giftig sind. Wasser ist jedoch ein extrem guter Stoff. Es ist auf der Erde in gigantischen Mengen vorhanden und es ist nahezu überall vorhanden.
Wer
mit der Eisenbahn durch die Wüste fährt, muss au-passen. Jedoch ist der
Stoff wirklich sensationell für diesen Effekt geeignet. Um Wasser zu Dampf
zu verarbeiten, muss man verhältnismässig wenig Energie aufwenden. Wir
wissen, dass es bei 100°C siedet und so den Zustand wechselt.
Machen wir ein Experiment. Stellen Sie eine mit
Wasser gefüllte Pfanne auf den Herd und führen sie Wärme zu. Wenn das
Wasser so heiss ist, dass Sie gewöhnlich die Nudeln zugeben, achten Sie
einmal auf den Bereich über der Pfanne. Ein weisslicher Dunst steigt auf.
Diesen nennt man Wasserdampf, weil er aus Wasser erzeugt wurde. Das ist
jedoch so oft der Fall, dass man nur von Dampf spricht und immer jenen von
Wasser meint.
Jedoch
ist das nicht ganz korrekt, denn Dampf kann auch aus anderen Stoffen
entstehen, aber dann ist es wirklich ratsam, wenn man nicht in der Nähe
ist. Den Schwefel mit den giftigen
Gasen haben wir bereits
kennen gelernt. Alleine mit dem erzeugten Wasserdampf ist es nicht getan. Auch wenn wir noch so viel Wärme zuführen, er steigt nach oben, kühlt an der kalten Luft aus, und fällt uns als Regen auf den Kopf, damit man den Dampf nutzen kann, muss man in sammeln.
So
kann er in eine Leitung gelangen, wo er dann einen Raum erwärmen kann. Das
findet zum Beispiel in einer Sauna statt, denn der Wasserdampf kann nicht
aus dem Raum entweichen. Will man damit aber grössere Räume erwärmen und in diesen nicht gleich in einem Raum voller Dampf sein, muss man anders arbeiten. Dabei wird das Wasser in einen geschlossenen Kreislauf gebracht und dann erwärmt.
So
kann der in den Leitungen fliessende Dampf einen Raum erwärmen. Wir haben
damit das Prinzip der in vielen Häusern vorhandenen Zentralheizung kennen
gelernt. Auch dort wird Wasser für den Dampf genutzt. Mit dem geschlossenen System erkannte man aber, dass durch die Erwärmung in den Leitungen ein Überdruck entstand.
Wurde das System geöffnet, trat heisser Dampf aus und verteilte sich im
Raum. Wer so wahnsinnig ist, und bei einem heissen Motor beim Auto den
Kühler öffnet, der
wird das am eigenen Leib erfahren. Durch das heisse Wasser, das durch den
Abfall des Druckes sofort verdampft, kann es schwere Verbrennungen geben.
Um
den erzeugten Dampf für einen
Antrieb
zu benutzen, benötigt man ein Element, dass mit Hilfe des Dampfes eine
Bewegung erzeugt. Dieses nenn man
Dampfmaschine und sie war
letztlich der Durchbruch, nur fehlt noch der Beweis. So begeistert man von der neuen Dampfmaschine war, so skeptisch stand man anfänglich der Dampflokomotive ge-genüber.
In
den Fabriken konnten damit zwar die Maschinen betrieben werden, aber auf
einen Fahrzeug? Wie um alles in der Welt soll so ein kleines zischendes
Ding der bewährten Postkutsche den Rang ablaufen. Es kam, was in einer
solchen Situation kommen musste, das Wettrennen. Kutsche oder das Ding,
das noch nicht
Lokomotive hiess.
Zwischen dem 06. und 14. Oktober 1829 versammelten sich die Kontrahenten
in England. Viele Leute und Schaulustige fanden sich an einem Ort in
Schottland ein. Die schaulustigen Besucher bestaunten diese Dinger, die
Namen hatten. Mit sehr ausgefallenen Namen versuchten die Teilnehmer zu
überzeugen. Das Ziel indes war schnell klar, es musste auf einer Strecke
die Postkutsche geschlagen werden und das war schwer.
Das
war das gemeinsame Ziel eines Wettrennens, das um diese Zeit bei Rainhill
starten sollte. Ein direkter Vergleich war nicht möglich, denn die Pferde
scheuten vor den zischen Dingern. Daher wurden Bedingungen erlassen. Diese
Bedingungen mussten von den Fahrzeugen erfüllt werden. Wie schwer das
wirklich war, zeigt nur schon die Tatsache, dass das Feld der Teilnehmer
bereits vor dem Start dezimiert wurde.
An
das arme Tier hat wohl niemand gedacht. Wenn es um ein Preisgeld geht, ist
schon immer beschissen worden. Wer hier gewann, gestaltete die Zukunft neu
und nichts weniger. Das Rennen sollte zwischen Stockton und Darlington stattfinden. Wer nun jedoch erwartet, dass sich diese ersten Lokomotiven ein Kopf an Kopf Rennen boten, der sei enttäuscht, denn das Rennen von Rainhill war alles andere als besonders spannend. Schnell,
ja schnell waren die Maschinen nicht. Gewinnen sollte letztlich der, der
das Ziel überhaupt erreichte. Diese komischen Dinger blieben stehen, oder
die neue
Dampfmaschine gab den Geist
auf. Sieger sollte dann das Gefährt mit dem Namen die Rakete sein. The Rocket wurde nach diesem Rennen weltberühmt. Jeder, der sich nur in den Grundzügen mit der Eisenbahn befasste, kannte die Rocket. Der Begriff Lokomotive sollte erst viele Jahre später entstehen. Wie gesagt, es gab auch Teilnehmer, die es mit Pferden versucht haben. Es waren fahrende Dinger, die so laut zischten, dass man Angst bekommen konnte.
Was
niemand weiss, die maximale Geschwindigkeit des Siegers war 20 km/h. Zur
Rakete wurde The Rocket erst mit weniger Wagen, jedoch war sie die
einzige, die das Ziel beim weltberühmten Wettrennen überhaupt erreicht
hatte. Es gab nichts anderes, das funktionierte. Noch jemand wurde bei
diesem Rennen von Rainhill weltberühmt. George und Robert
Stephenson, die Erbauer der
Rocket und damit der ersten
Lokomotive.
Das stimmt so nicht ganz, denn es hatten sich ja meh-rere Konstrukteure zum Ren-nen gemeldet. Was die beiden jedoch er-reichten, war, dass sie die erste einigermassen gut funk-tionierende Dampflokomotive erfunden hatten.
Es
war nun aber kein weiter Weg mehr zur Spanischbrötli-bahn, die am 01.
August 1847 den Betrieb aufnahm. Da Dampflokomotiven eine grosse Übermacht darstellten, geht eines immer wieder ver-gessen.
Es
gab auch
Triebwagen,
die mit
Dampfmaschinen angetrieben
wurden. Sie haben richtig gelesen, dampfgetriebene Triebwagen waren zwar
selten, aber es gab sie und immer noch ist ein solcher in der Schweiz
betriebsfähig und nimmt immer wieder Fahrten unter die
Räder.
In dem nun genauer beschriebenen Aufbau änderte das wenig.
Gut,
es gibt auch Dampflokomotiven, die nur mit einem Teil der hier
beschriebenen Bauteile zufrieden waren und so zu Exoten mutierten. Jedoch
sollten sie etwas bei der Eisenbahn erreichen, das nicht mehr möglich ist.
Nur die Dampflokomotiven waren alleine im Einsatz, denn es gab nur sie.
Jedoch waren neuere Techniken sehr schnell bereit. Nur 50 Jahre später
fuhr bereits die erste elektrische
Lokomotive in einem Park.
Die Vorheizzeit: Bevor wir zu den
Dampfmaschinen können,
müssen wir die Vorheizzeit kennen. In den meisten Fällen muss der Dampf
zuerst hergestellt werden. Erst dann kann sich in einem geschlossenen
Behälter Druck aufbauen. Mit dem Begriff Vorheizzeit wird angegeben, wie
lange vor Beginn des Einsatzes mit der Erzeugung des Dampfes begonnen
werden muss. Es ist ja klar, wir wollen eine für die Zeit bereite
Lokomotive haben.
Nachdem wir diesen auf den Herd gestellt haben, schalten wir diesen ein. Nun müssen wir warten, bis das Wasser kocht und sich so Dampf bilden kann.
Mit
einer Stoppuhr messen wir die Dauer und nun haben wir die Vorheizzeit für
diesen Topf und die Menge Wasser.
Haben Sie nun den Topf offen auf den Herd gestellt, können Sie die
Vorheizzeit noch vermindern. Mit einem Deckel kann die Wärme nicht mehr so
gut entweichen und schon benötigt das Wasser eine kürzere Zeit, bis es
heiss genug ist. Das können Sie anwenden, wenn Sie in der Küche zu spät
für die pünktliche Zubereitung des Essens sind. Mit Vorheizzeit und
Garzeit, können Sie ganz genau bestimmen, wenn man die Mahlzeit einnehmen
kann. Auf Lokomotiven übertragen bedeutet das einen geschlossenen Behälter. Auch Sie nehmen in Zukunft den Deckel, da Sie deutlich weniger Zeit benötigen und auch der Verbrauch bei der Energie sinkt. Bei der Lokomotive kann sich so die Vorheizzeit je nach Bauart und dem erforderlichen Druck im Kessel unterscheiden. Eines ist sicher, auch hier wird Zeit benötigt und das wissen wir, seit wir in der Küche mit Stoppuhr arbeiten.
Wir
werden nun die mit Wasserdampf betriebenen
Lokomotiven genauer ansehen,
dabei war eigentlich ein Punkt immer klar, es wurde ein Feuer benötigt und
aus dem Wasser Dampf zu erzeugen. Wirklich immer? Eigentlich ja, wenn sich
dieses auch nicht immer auf dem Fahrzeug befinden sollte. Alleine das
reicht, um uns diese Fahrzeuge genauer anzusehen. Daher heisse ich Sie
willkommen in der Welt der Dampflokomotiven. |
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