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Feuer und Flamme |
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Auf
der Dampflokomotive regieren Feuer und Flamme. Das wissen Sie, denn sonst
würde die
Lokomotive ja gar nicht rauchen.
Alleine mit dem Titel dieses Kapitels bin auch ich der Sache sicher. Nur
ist das wirklich so? Um aus Wasser Dampf zu machen, muss dieses erhitzt
werden. Von den
Kraftwerken
für die
Elektrizität
wissen Sie vielleicht, dass auch durch die Spaltung von Atomen eine sehr
grosse Hitze erzeugt werden kann.
Jedoch will ich bei den
Kraftwerken
bleiben, denn alle anderen erwähnten Lösungen der Kraftwerke um Wasser zu
erhitzen wurden auf den
Lokomotiven umgesetzt. Für
jene, die sich nicht damit befassten, eine kurze Zu-sammenfassung der
Lösungen. Wasser wird mit Feuer und Flamme erwärmt. Unter-schiedlich ist nur der Weg, wie dieses erzeugt wird. Ausser dem Atom kann alles auf der Lokomotive benutzt werden.
Auf
die Idee mit den Atomen kam man nur nicht, weil damals bereits die
Lokomotiven bekannt waren,
die mit der im
Kraftwerk
erzeugten
Elektrizität
betrieben werden konnten. Diese waren so gut, dass niemand ein
Atom-kraftwerk in eine Lokomotive baut.
Der Ausgangstoff mit dem das Feuer zur Erzeugung
von Wärme entsteht, nennt man Brennstoff. Wie es der Name schon sagt,
handelt es sich um ein Stoff, der brennen kann. Das kann eigentlich jeder,
aber wir können nur jene nutzen, die bei den auf der Erde üblichen Werten
verbrennen. Wir werden die dabei üblichen Stoffe noch ansehen. Selbst
Elektrizität
kann zur Erzeugung von Wasserdampf genutzt werden.
Bevor wir jedoch dazu kommen, sehen wir uns zuerst eine
Lokomotive an, die den Dampf
gar nicht selber erzeugen kann. Sie und die elektrische Lösung sind der
Grund, warum wir mit Feuer und Flamme nicht jede Dampflokomotive nehmen
können. Hier könnte der Dampf sogar durch ein
Atomkraftwerk
erzeugt werden. Diese
Bauart tankt einfach
den Wasserdampf, den sie anschliessend direkt für den
Antrieb
der
Dampfmaschinen nutzt.
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| Die Dampfspeicherlokomotive | |||||
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Bei
einer
Lokomotive nach dieser
Bauart wird der
Wasserdampf, wie es der Name schon sagt, gespeichert. Damit sie das kann,
muss sie an eine Tankstelle fahren. Wie Sie mit Ihrem kleinen roten
Flitzer, muss auch hier regelmässig für Nachschub gesorgt werden. Das ist
wirklich so und die erforderlichen Dampftankstellen sind nun wirklich nur
dort vorhanden, wo auch diese speziellen Dampfspeicherlokomotiven
eingesetzt werden.
In
grösseren Firmen, wurde Wasserdampf auch für andere Zwecke benötigt und
daher nutzt man diesen auch gleich für die im Betrieb eingesetzten
Lokomotiven. Nur warum nahm
man den Aufwand auf sich? Bei Firmen, die sich um die Erzeugung von Brennstoffen und anderen ex-plosiven Stoffen kümmern, können immer wieder Gase entweichen. Bei einer normalen Dampflokomotive würde das Feuer zu einer Explosion führen.
Um
das zu verhindern, nutzte man den Wasserdampf, den man sonst schon im Werk
hatte und betrieb damit die Dampflokomotive. Dieser Dampf kann nun auch
von einem nahen
Atomkraftwerk
stammen. Mit der Nutzung des Dampfes aus dem Werk konnten so sehr wirtschaftliche Lösungen für die in der Firma anstehenden Rangierarbeiten geschaffen werden. In der Schweiz waren sie jedoch so selten, dass wir dafür über die Grenze blicken müssen, denn in den Werken konnten dank der frühen Elektrifizierung schnell diese Maschinen eingesetzt werden. Selbst in Fabriken, wo Sprengstoffe erzeugt wurden, konnten sie verkehren.
Jedoch war der Tankvorgang nicht so einfach wie beim Automobil. Daher
müssen wir den Besuch einer Dampfspeicherlokomotive an der speziellen
Tankstelle ansehen. Wie beim Automobil wurde der Wasserdampf über eine
Leitung in den speziellen
Tank
geführt. Nur damit war es noch nicht getan, denn es sollte nicht so
schnell die Tankstelle aufgesucht werden, denn während der Zeit konnte ja
nicht damit gearbeitet werden.
Möglich wurde das jedoch nur, weil in den Anlagen der Werke deutlich
höhere Temperaturen vorhan-den waren, als auf der
Lokomotive für den
Antrieb
benötigt wurden. Die Maschine erzeugte daher einen Teil des Dampfes
selber. Deshalb galten Dampfspeicherlokomotiven als sehr effizient arbeitende Fahrzeuge, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Die Gründe dafür waren vielseitig, aber viele Firmen hatten schlicht den Wasserdampf nicht zur Verfügung. Daher
ging diese Lösung auch nicht mehr. Die Dampfspeicherlokomotive machte nur
Sinn, wenn man auch Wasserdampf in ausreichender Menge zur Verfügung hatte
und das war oft nicht der Fall.
Es
war die schnelle
Elektrifizierung
der Bahnen und der Firmen in der Schweiz, die eine Verbreitung für
Dampfspeicherlokomotiven verhinderten. In anderen Ländern sah es jedoch
anders aus. Dort kamen diese Maschinen in grösserer Anzahl zum Einsatz,
auch wenn sie wirklich oft nur dort verkehrten, wo nicht mit normalen
Dampflokomotiven gearbeitet werden konnte. Es gab bei der Betankung
einfach zu viele Verluste.
Auch fehlte es an den Einsätzen auf Strecken, denn auf diesen hätte man
regelmässig die entsprechenden Möglichkeiten schaffen müssen. Daher waren
auch nur kleinere Modelle vorhanden, die als
Rangierlokomotiven
benutzt wurden und dort kam dann früh die Lösung mit den
Dieselmotoren, die
wirklich sehr einfach betankt werden konnten. Nützlich waren diese
Lokomotiven für Firmen, die
Dampf hatten und die kein Feuer im Werk wollten. |
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Modelle mit Feuerung |
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Kommen wir nun zu den Modellen, bei denen der Wasserdampf mit Hilfe eines
auf dem Fahrzeug erzeugten Feuers entsteht. Es ist schlicht die grösste
Anzahl von
Lokomotiven mit
Dampfmaschine. Dabei können
auch unterschiedliche Brennstoffe benutzt werden. Diese wollen wir nun
ansehen und auch deren Nutzen vorsehen und dazu müssen wir wissen, was
denn für Stoffe zur Verfügung stehen. Ob diese benutzt werden, schauen wir
danach an.
Lediglich
bei der Kohle gibt es den grossen Unterschied zum Grill. Dampflokomotiven
arbeiten schlicht nicht mit Holzkohle, da sie zu teuer ist. Alleine wegen
der be-nötigten Menge muss auf die Kosten für den Brennstoff ge-achtet
werden. Bei der anschliessend benutzten Reihenfolge der Vor-stellung wird auf den sehr wichtigen Heizwert geachtet. Mit diesem Begriff wird angegeben, wie viel von dem Brennstoff für ein definiertes Ergebnis benötigt wird.
Das
hat durchaus auf den Transport und den Aufbau des Fahrzeuges Auswirkungen.
Bei diesen Modellen muss ein Vorrat mitgeführt werden und je nach Heizwert
muss mehr oder weniger Platz dazu vorgesehen werden. Auch wenn sich hier Unterschiede zeigen, gerade der Stoff mit den besten Werten für den Heizwert kam bei Dampflokomotiven schlicht nicht zum Einsatz. Dabei war nicht die Feuerung, sondern der Transport das Problem. Doch dazu später mehr, denn wir sollten mit den Brenn-stoffen beginnen und der Anfang macht ein natürlicher Stoff, der sich selber erzeugen konnte. Ich spreche von Holz, das hier durchaus benutzt wurde.
Das Holz:
Mit dem Holz haben wir einen vielseitigen Werkstoff erhalten. So kann man
diesen Rohstoff für den Bau von Gebäuden benutzen und man kann ihn auch
für die Feuerung nutzen. Sie haben ein modernes Haus, das mit Holz gebaut
wurde und für die
Heizung
benutzen sie ebenfalls Holz, denn hier haben wir einen Brennstoff
erhalten, der gute Ergebnisse bei den Auswirkungen auf die Umwelt
aufweisen kann.
Korrekt bewirtschaftete Wälder kön-nen über viele Jahrhunderte Holz an die Abnehmer liefern.
So
gesehen ist es ein Rohstoff, der nicht versiegen kann. Holz hat man daher
immer zur Verfügung.
Als
Brennstoff setzt Holz zwar viel Kohlendioxyd frei, ist aber trotzdem noch
neutral. Die Bäume hatten dieses vorher der Luft entzogen und zum Aufbau
genutzt. So entsteht ein ausgeglichener Kreislauf, denn schliesslich
nutzen die neuen Bäume das freigesetzte Kohlendioxyd und wachsen so.
Bessere Werte bei diesem Punkt kann ein Brennstoff gar nicht mehr haben.
Jedoch verhindert das eingelagerte Wasser, dass Holz gut brennt.
Der
Heizwert von Holz soll uns nun als Vergleichsmöglichkeit zwischen den
einzelnen Brennstoffen dienen.
Der Heizwert wird dabei mit kJ/kg angegeben. Damit
es einen für Sie etwas besser verständlichen Wert gibt, verwende ich auch
die Angaben in kcal/kg. Mit den Kalorien rechnen Sie schliesslich bei
jeder Mahlzeit. Was jetzt noch fehlt, ist der Heizwert von Holz. Dazu
wählte ich Buchenholz, dass einen Heizwert von 13 400 kJ/Kg (3 200
kcal/kg) hat.
Auch wenn in der Schweiz dieser Brennstoff nur selten benutzt wurde, an
anderen Orten kam Holz durchaus bei Dampflokomotiven vor. Es waren Bahnen,
die gerade der Gewinnung von Holz dienten. Von den Bäumen konnte nicht
alles dem Verkauf zugeführt werden. Daher wurde diese gleich in den
Dampflokomotiven verbrannt und so auch noch genutzt. Jedoch gab es damit
in trockenen Gebieten auch Nachteile, die gefährlich werden konnten.
Wegen
diesem konnte das Gebiet entlang von Bahnen in Brand geraden. Damit das
nicht passiert, ergriff man Gegenmassnahmen und das waren grosse
Schutzgitter. Daher haben diese Kamine eine deutlich erkennbare
Ver-grösserung. Gerade an den Massnahmen zur Verhinderung des Funken-fluges können die Modelle für die Feuerung mit Holz sehr gut erkannt werden. Bei der in der Schweiz aber üblichen Anwendung als Brennstoff im Notfall wurden die Kamine nicht angepasst.
Der
Funkenflug kann auch bei den anderen benutzen festen Brennstoffen
entstehen. Jedoch ist in diesem Punkt das Holz wirklich sehr gefürchtet
und der Funkenflug kann zu Verboten führen. Waldbahnen und damit Bahnen in Wäldern sind die ein-zigen, die mit dem Holz planmässig arbeiteten. Der Rohstoff war vor Ort vorhanden und daher nutzte man diesen.
Wir
sehen, dass hier auf einen kurzen Transport geachtet wurde. Der Grund ist,
dass dieser die Kosten für den Brennstoff negativ beeinflussen konnte und
daher wurde bei den anderen Brennstoff auf die Vorkommen geachtet.
Zumindest dort wo man welche hatte.
Die Kohle:
Mit der Kohle haben wir einen sehr oft benutzen Brennstoff für
Dampflokomotiven erhalten. Dabei entstand Kohle aus Pflanzen, die im Boden
versanken und so zu Kohle wurden. Die meisten Vorkommen entstanden zur
Zeit der Dinosaurier und je nach Art der anschliessend erfolgten
Überdeckung und dem damit entstandenen Druck im Boden, entstanden
unterschiedliche Arten von Kohle, die benutzt wurden.
Alleine die Farbe ist für die Bezeichnung der Braunkohle verantwortlich
und dabei ist nur das grosse Vorkommen ein Vorteil, denn bereits mit dem
Brennwert kommt die grosse Überraschung. Der Heizwert liegt wegen der hohen Feuchtigkeit mit 8 000 kJ/kg unter jenem von Holz. Es ist ein eher schlecht geeigneter Stoff, der aber wegen dem leichten Abbau und dem Vorkommen vor Ort sehr oft für die Dampfloko-motiven benutzt wurde.
Dabei gibt es zwischen den Vorkommen grosse Unter-schiede beim Anteil von
Schwefel. Allein die Kosten für die Beschaffung der grossen Mengen
sprachen für die Braunkohle. Wer keine hatte, nutzte Alternativen.
Mit der Steinkohle kommen wir zu jener Sorte
Kohlen, die meistens dort genutzt wurde, wo man keine eigenen Vorkommen
bei der Kohle hatte. Wenn man diese schon zuführen muss, dann nimmt man
jene mit dem deutlich höheren Heizwerk, denn dieser liegt bei der
Steinkohle bei von 31 000 kJ/Kg (7 400 kcal/kg) und ist damit deutlich
höher, als das bei der billigeren Braunkohle der Fall gewesen ist.
Steinkohle liegt tiefer im Boden und muss bergmännisch abgebaut werden.
Allein das macht die Kohle teurer, als das bei der Braunkohle der Fall
ist. Spannend ist, dass in den Nationen mit beiden Vorkommen, bei den
Dampflokomotiven oft die nicht so gute Braunkohle benutzt wurde.
Entscheidend war dabei der Preis und die Nachteile nahm man in Kauf. Die
gute Steinkohle kam bei der Verhüttung zur Anwendung und nicht beim
Verkehr.
Je nach der benutzten Kohle werden aus dem Staub Lösungen mit Braunkohle, oder mit Steinkohle er-zeugt.
Dabei wird der Staub in einem speziellen Verfahren so stark gepresst, dass
ein Produkt entsteht, das man sehr leicht handhaben und auch leicht
transportieren kann. Der beim Abbau von Braun- aber auch von Steinkohle entstehende Staub wird in den Bergbauwerken ge-presst. Dadurch entstanden spezielle Brikett. Diese Briketts hatten zwar mit 20 100 kJ/kg (4 800 kcal/kg), nicht den genau gleichen Heizwert, wie die Steinkohle.
Trotzdem kamen bei Dampflokomotiven immer wieder Briketts zur Anwendung.
Der Grund war simpel, denn die Briketts waren billiger, als die
Steinkohle.
Da
die Schweiz keine ausreichenden Vorkommen bei der Kohle hatte, musste
diese eingeführt werden. Dabei wurde in vielen Fällen auf dem Markt
Steinkohle erworben. Eine Ausnahme bildete da lediglich die
Gotthardbahngesellschaft,
die an deren Stelle Briketts aus Ruhrkohle verwendete. Dabei hatte die
Steinkohle aus dem Gebiet der Ruhr grosse Vorteile, denn der Gehalt von
Schwefel war für die Dampflokomotiven ideal.
Das Erdöl:
Viele Jahre war die Förderung von Erdöl nicht so leicht. Wie schon bei der
Kohle entstammt dieser Brennstoff aus der Zeit der Dinosaurier. Nun waren
aber diese selber der Ursprung und nicht die Pflanzen. Im Gegensatz zu den
bisherigen Brennstoffen ist Erdöl verflüssigt. Das in grossen tiefen
lagernde Erdöl wird mit Pumpen gefördert und kühlt aus. Damit entsteht
eine zähflüssige Masse, die kaum gehandhabt werden kann.
Der
Vorteil lag dabei nur beim Preis, denn wegen der noch nicht erfolgten
Raffinierung ist Rohöl auf dem Markt billig zu be-ziehen. Wegen den noch
vorhandenen Verunreinigungen, ist Rohöl schlicht keine Katastrophe bei der
Verbrennung. Landläufig bezeichnet man Erdöl einfach nur als Öl. Diese Kurzform kommt allgemein zur Anwendung und ist daher nicht sehr genau. In den meisten Fällen wird Rohöl aber in speziellen Fabriken zerlegt. In dem Fall spricht man von raffiniertem Öl und dieses ist durch-aus bei der Verbrennung besser, als das bei Rohöl der Fall ist und Sie kennen diese Ergebnisse. An den Tankstellen beziehen Sie Diesel, oder das bessere Benzin. Mit den Stoffen Diesel und Benzin sind wir bei den Fahrzeugen und diese können auch bei den Dampflokomotiven benutzt werden.
Nur
wird es nun spannend. Während
Benzin
für die Feuerung ungeeignet ist, kann
Dieselöl
benutzt werden. Das ist aber schlicht zu teuer und wir betreiben damit
keinen Motor, sondern nutzen den Brennstoff zur Erzeugung von Wärme.
Genutzt wird der damit erzeugte Dampf und nicht der
Treibstoff.
Das Produkt aus der Raffinerie, das uns nun
interessiert ist das Heizöl. Sie kennen dieses vielleicht von zu Hause,
wenn sie es für die
Heizung benutzen.
Dabei wird Ihnen vermutlich Heizöl extraleicht verkauft. Da nun keine
Verkehrssteuer erhoben wird, ist der Preis geringer. Das soll nicht
heissen, dass es besser als
Dieselöl ist,
denn es ist eigentlich der gleiche Brennstoff, der nun einfach für die
Heizung genutzt wird.
Damit Sie in Zukunft etwas besser rechnen können, liefere ich Ihnen hier
den Heizwert von Heizöl. Heizöl extraleicht weisst einen Heizwert von 44
444 kJ/kg (10 600 kcal/kg) auf und schlägt damit die Steinkohle.
Sollten Sie sich fragen, warum ich hier von Heizöl spreche. Spannend wird
es erst mit den Dampflokomotiven. Obwohl wir hier ein Fahrzeug haben,
arbeiten diese mit dem Heizöl und nicht mit
Dieselöl. Der
Grund liegt in der Tatsache, dass hier geheizt und nicht angetrieben wird.
Eine rechtliche Geschichte, die aber den Aufbau der hier vorgestellten
Lokomotive berücksichtigt. Um
Wasser zu kochen, wird Heizöl benutzt und dabei auch die schwerere
Version.
Mit
Öl wurde bei den Dampflokomotiven erst gearbeitet, als die grossen
Kessel nicht mehr mit
ausreichend Kohle versorgt werden konnten. Ausser einer umgebauten
Lokomotive für Versuche gab es
diese in der Schweiz nicht. Der Grund war, dass auch hier die eigenen
Vorkommen fehlten. Zudem waren zu diesem Zeitpunkt die Züge bereits mit
elektrischen Lokomotiven bespannt worden. Daher setzte sich diese Lösung
hier nicht durch.
Das Gas:
Angeblich soll Gas der Energieträger der Zukunft sein. Gase gibt es aus
den verschiedensten Quellen. So kommen Erdgase aus der Erde und Biogase
werden aus biologischen Abfällen erzeugt. All diese brennbaren Stoffe
können für die Feuerung benutzt werden. Vielleicht haben Sie zu Hause eine
Heizung,
die mit Gas arbeitet. Daher ist es eigentlich nur logisch, dass man dieses
auch bei den Dampflokomotiven verwendet.
Die
Antwort hier ist einfach, denn sie lautet NEIN! Für die Verbrennung und
für die Erzeugung von Dampf wäre es ideal. Jedoch ist der Transport das
grosse Problem, denn Gase sind leicht flüchtig und daher können sie bei
einem Schaden am Behälter explosionsartig verbrennen. Auch wenn man das
heute wollte, seit 1924 besteht in der Schweiz sogar ein Verbot und daher
können wir gleich aufhören, denn es gab kein Modell.
Auch wenn wir weiter blicken, eine Dampflokomotive mit Gasfeuerung findet
sich nicht so leicht. Allgemein liess man davon die die Finger und dabei
sind die Gase auch nicht unschuldig. Wenn wir nun den Heizwert von 48 600
kJ/kg (11 600 kcal/kg) für Erdgas haben, dann sind wir nur unwesentlich
über den Werten von Heizöl und daher lohnt sich der aufwendige Transport
schlicht nicht mehr. Gase sind wirklich ein Problem.
Es
gibt ein Gas, das beim Heizwert mit sagenhaften Werten von 138 600 kJ/kg
(33 100 kcal/kg) aufwarten kann. Mit wenig Vorrat kann daher eine grosse
Wärme genutzt werden. Für die Feuerung der
Lokomotiven wäre das gut und was
noch spannender ist, wir haben hier einen Brennstoff, der bei der
Ökobilanz sogar das Holz schlägt. Die hier entstehenden
Abgase kennen
wir alle sehr gut, denn hier entsteht schlicht Wasser.
Ich
spreche von
Wasserstoff. Das Zeug ist so instabil, dass es explosionsartig
verbrennt und das schon beim geringsten Funken. Nur ein kleiner Schaden
und die teure
Lokomotive fliegt schlicht in die
Luft und das will man nicht. Nur was wäre, wenn wir das Wasser mit der
Hilfe von
Elektrizität
erwärmen. Das machen Sie eventuell zu Hause am Herd und das klappt doch
sehr gut. Warum solle es dann hier nicht gehen? |
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| Die Elektroheizung | |||||
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Bevor Sie nun meinen, dass ich spinne. Es geht, man kann Wasser elektrisch
kochen und so zum verdampfen bringen. Sofern Ihr Kochherd elektrisch
betrieben wird, machen Sie das immer wieder. Was, Sie haben keinen
Kochherd? Ja dann sollten Sie einen anschaffen, denn erwärmte Mahlzeiten
sind wirklich nicht so schlecht, das wissen wir alle und auch die
Eisenbahner, denn diese kochen Wasser auf elektrische Weise.
Diesmal reiht sich die Schweiz ganz vorne in der Liste ein. Eigentlich
klar, kaum ein anderes Land hat so viele
Fahrleitungen,
also kann man diese auch nutzen. Um die durchaus nicht so dumme Idee zu
verstehen, müssen wir zur Dampfspeicherlokomotive zurück. Dort haben wir erfahren, dass eine Dampflokomotive durchaus mit dem Vorrat an Dampf arbeiten konnte. Die-ser musste gerade im Rangierdienst nicht laufend durch ein Feuer ergänzt werden.
Statt nun die
Lokomotive an einer Tankstelle für
Dampf anzuschliessen, baut man bei der Maschine einfach einen Wasserkocher
ein. Dieser wird ab der
Fahrleitung
versorgt und schon hat man eine Dampflokomotive mit einer elek-trischen
Heizung. Vor einem Einsatz im Bereich ohne Fahrleitung wird Was-ser gekocht und so der Vorrat beim Dampf erhöht. Danach konnten die Arbeiten ausgeführt werden.
Wenn der Dampf aber aufgebraucht war, musste wieder Wasser gekocht werden.
Eigentlich gar nicht so dumm, denn in den Fällen wo nicht lange in diesen
Abschnitten gearbeitet wird, reicht das. Nur alleine das reicht nicht um
damit einen grossen Erfolg zu haben, aber immerhin für
Prototypen.
Die
Idee war, dass man so bei den damals noch zahlreich eingesetzten Modellen
der
Baureihe
E 3/3
den Verbrauch bei Kohle vermindern könnte. Die schmucke und liebevoll
«Tigerli» genannte Maschine war aber sparsam. Wenn man aber deren Einsätze
ansah, dann arbeiteten die tapferen Maschinen zu einem grossen Teil unter
der
Fahrleitung
und nur von wenige Aufgaben wurde in ein Bereich ohne dieser gefahren.
Der
zweite Weltkrieg zeigte das deutlich. In der Schweiz waren kaum mehr
Kohlen vorhanden und auch die Treibstoffe waren sehr teuer. Trotzdem
mussten die Aufgaben erledigt werden und daher baute man den Wasserkocher
ein. Die Lokomotive hatte einen Stromabnehmer auf dem Dach erhalten und heizte mit dem Strom das Wasser. Genauso, wie Sie zu Hause das Wasser für den Tee erwärmen. Natürlich erfolgte das in einem grösseren Stil.
Da
immer noch die
Feuerbüchse vorhanden war,
konnte auch mit Kohle, oder Holz gearbeitet wer-den. Mehr als diese beiden
Prototypen sollte es
aber nicht mehr geben. Es wurde so nicht mehr weiter verfolgt.
Bei
modernen Dampflokomotiven wird elektrischer Strom
ebenfalls zur
Heizung des
Wassers genutzt. Der Einsatz von entsprechenden Bahnen kennen oft die Ruhe
während der Nacht. Während dieser Zeit kühlte die
Lokomotive ab. Das sorgte am Morgen
für eine lange
Vorbereitung.
Nun kann während dieser Zeit das Wasser ohne Personal elektrisch warm
gehalten werden. Am Morgen kann dann schneller der Betrieb aufgenommen
werden.
Nachdem wir uns mit den möglichen Betriebsstoffen und den Exoten befasst
haben, sehen wir die Dampflokomotive anhand einer Maschine mit eigener
Feuerung und dem klassischen Aufbau genauer an. Es muss aber erwähnt
werden, dass wir weiter auf Exoten treffen werden. Die Dampflokomotive ist
wirklich eine sehr spannende Geschichte, die durchaus noch nicht
abgeschlossen ist, denn was die Zukunft bringt, weiss niemand.
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