Farben und Anschriften BFe 4/4 II

Letzte

Navigation durch das Thema

Nächste

                       

Wer nun bei den Farben und den Anschriften die grossen Änderungen erwartet, muss enttäuscht werden. So wurde beim Aufbau der Farbschichten nach den damals üblich Methoden gearbeitet. Wegen der Vollständigkeit werden wir diese jedoch betrachten und uns so ein Bild davon machen, wie die Farben bei diesen Triebwagen aufgetragen wurden. Der wichtigste Punkt dabei war aber der Schutz vor Rost und Korrosion an den Bauteilen.

Unmittelbar auf den Blechen aufgetragen wurde die Grun-dierung. Diese speziellen Lacke sind so aufgebaut worden, dass sie sich gut mit den Metallen verbinden konnten.

Je besser hier die Haftung war, desto länger dauerte es, bis die Bauteile von der Oxydation befallen wurden.

Damals wurden hier auf Lösungsmitteln basierte Mittel verwendet. Diese wurde mit einer beliebigen Pigmentierung versehen, denn noch spielte das Design keine Rolle.

Auf der Grundierung wurde dann eine Schicht mit Spachtelmasse aufgetragen. Hier gab es zu den Modellen der Strasse einen Unterschied, denn bei Bahnen wurde dieser Teil kräftiger ausgeführt und so auch der Schutz vor Rost verbessert. Jedoch war der grundsätzliche Zweck identisch, denn mit diesem Mittel konnten die Spuren von der Bearbeitung ausgeglichen werden. Die Oberflächen waren nun glatt und für die dritte Schicht vorbereitet.

Die dritte und damals bei Eisenbahnen noch letzte Schicht wurde mit den Pigmenten nach den Vorgaben des Besitzers versehen. Auch diese Lacke der Deckschicht waren mit Lösungsmitteln durchsetzt worden. Diese wurden auch dazu benötigt, dass die Lacke mit einer Spitzpistole aufgetragen werden konnten. Wurde schon bei der Grundierung und bei der Spachtelmasse eine passende Farbe verwendet, war diese Schicht sehr sparsam aufgetragen worden.

Wie es der Name schon sagt, wir haben jetzt einen Decklack, der nur die unteren Schichten optisch abdecken musste. Ein grössere Funktion bei der Bekämpfung des Rostes hatte diese Schicht jedoch nicht mehr. Für uns wird sie jedoch spannend, weil sie zu erkennen war. Die Pigmente der Lacke nach den damaligen Vorgaben der Schweizerischen Bundesbahnen SBB teilten sich in drei Bereiche auf, die wir nun ansehen werden.

Die grösste Fläche bildete dabei die Farbe «Tannengrün». Diese wurde damals für den Führerstand und die anderen Wände verwendet. Das galt auch für den Stossbalken, aber nicht für die daran montierten Bauteile der üblichen Zug- und Stossvorrichtungen nach den Normen der UIC.

Diese wurden mit den Farben behandelt, die auch beim Laufwerk verwendet wurden. Bevor wir dazu kommen, muss erwähnt werden, dass es Glanzfarben waren.

Beim Laufwerk und bei den zuvor erwähnten Zug- und Stossvorrichtungen, kam eine dunkelgraue Farbe zur Anwendung. Mit dieser wurden mit Ausnahme der Bandagen und der Bremsklötzen alle Bereiche behandelt. Bei den anderen Modellen hatte sich gezeigt, dass die Farbe sehr gut zu den Verschmutzungen passte und diese bei den erwähnten Ausnahmen keinen spürbaren Vorteil erzielte. Weil die speziellen Stähle keinen Anstrich benötigten.

Bleibt noch das Dach und die auf diesem montierten Bauteile der elektrischen Ausrüstung. Hier wurde eine Farbe in Silber verwendet. Diese war damals, wie auch die anderen Farben bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB üblich. Wir können daher feststellen, dass es keine Abweichungen zu anderen Triebwagen gab. Das galt auch für die gelb gehaltenen Griffstangen bei den Türen und bei deren Eloxierung in Silber.

Wenn wir nun eine Abweichung zu den anderen Baureihen suchen wollen, dann finden wir diese bei den Bahnanschriften. Erfolgte diese bei den ersten Triebwagen der Reihe CFe 4/4 noch in drei Sprachen, wurde hier nur noch eine Lösung verwendet, die mit den Sprachen deutsch und französisch arbeitete. So weit war jedoch alles noch normal, denn es wurde nur die Reihenfolge geändert, denn hier kam CFF SBB zur Anwendung.

Diese Änderung erfolgte, weil diese Triebwagen ausschliesslich im französisch sprechenden Teil der Schweiz eingesetzt wur-den. Das zeigte sich auch bei den mit gelber Farbe aufge-tragenen Hinweisen zu den Abteilen.

Während die Wagenklasse mit einer Ziffer ausgeführt worden war, erfolgten die Hinweise für die Raucher nur noch in der französischen Sprache. Auch hier war klar der beschränkte Einsatz dieser Baureihe zu erkennen.

Bevor wir zu den technischen Anschriften kommen, zu den Hinweisen der Hersteller. Diese waren hier aussen am Fahrzeug nicht zu erkennen. Das war bei Fahrzeugen für den Personenverkehr so üblich-

So entsprachen die beiden Triebwagen in diesem Punkt, wie auch bei der Farbe den anderen damals eingesetzten Fahr-zeugen. Der Triebwagen war daher leicht als Modell der Schweizerischen Bundesbahnen SBB zu erkennen.

Die Nummer des Triebwagens wurde, wie die Bezeichnung und ein paar technische Hinweise, nur neben den Einstiegstüren beim Führerstand angebracht. Auch andere Hinweise waren vorhanden, diese wurden jedoch nur klein angeschrieben. Auch hier wurde nur gelb verwendet. Der einzige Farbtupfer war das Schweizer Wappen, dass zwischen CFF und SBB zu sehen war. Aber auch dieses Wappen war damals bei den Staatsbahnen durchaus üblich.

Es bleibt nur noch das Übergangsblech. Dieses verdeckte die Front so, dass dort keine Nummer angebracht werden konnte. Zudem war dieses aus Aluminium gefertigt worden und musste daher farblich nicht weiter behandelt werden. Auch der sonst hier oft vorhandene Hinweis zum Führerstand gab es nicht, da hier ja nur einer vorhanden war. So konnte dieser auch ohne Probleme zur Ausrichtung der Fahrzeuges genutzt werden.

 

Letzte

Navigation durch das Thema

Nächste
Home SBB - Lokomotiven BLS - Lokomotiven Kontakt

Copyright 2025 by Bruno Lämmli Lupfig: Alle Rechte vorbehalten