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Die Bremsleitung |
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Die
Bremsleitungen sind lediglich die
Verbindungen
zwischen den Bedienelementen auf dem
Triebfahrzeug
an der Spitze und den Bremszylindern, oder Steuerventilen in den Wagen.
Soweit haben wir eine einfache Leitung, die eigentlich keine grosse
Erwähnung verdienen würde. Da nun aber diese Bremsleitungen über mehrere
Fahrzeuge geführt werden, ergaben sich damit Probleme und wir müssen
genauer hinsehen.
Damit das nicht behindert wird, müssen die Leitungen hier beweglich sein und sie sollten über Trennstellen verfügen.
Diese sollten vom Personal leicht bedient werden können, denn Wagen werden
sehr oft gekuppelt und das musste so bleiben. Bei den normalen Trennungen konnte man dafür sorgen, dass die Leitung vor-gängig entleert werden. Wobei man sich das auf die Trennstelle beschränkte. Je nach Bauweise der Bremsen ergaben sich hier Unterschiede und das ist auch der Grund, warum wir uns diese Leit-ungen genauer ansehen.
Dabei beschränke ich mich auf drei Stück. Wobei spezielle Lösungen, wie
die
Speiseleitung,
hier nicht weiter behan-delt werden.
Zugstrennungen sind ungewollte Effekte, die
auftreten können. Bei einer Zugstrennung lösen sich die
Kupplungen und
damit folgt ein Teil der Wagen nicht mehr dem Rest. Auch wenn man es nicht
vermutet, Zugstrennung sind gefährlich, denn der zweite Teil kann in den
vorderen knallen. Das kann zu Schäden an Fahrzeugen führen und sogar das
Personal auf den Fahrzeugen gesundheitlich schwer belasten.
Für
die Bremsleitungen stellt so eine Zugstrennung ein ernsthaftes Problem
dar, denn die Leitungen wurden nun in Betrieb stehend entkuppelt. Hinzu
kam, dass diese Vorfälle nicht so selten sind, dass man Schäden in Kauf
nehmen könnte. Daher musste sich die Leitung automatisch öffnen und darf
dabei nicht beschädigt werden. Das führt dazu, dass in dem Moment die
Kupplungen
und die flexiblen Leitungen stark beansprucht werden.
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Regulierleitung |
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Wir
erinnern uns kurz. Die Regulierbremse war als direkte Bremse aufgebaut
worden. Mit einem
Ventil
wurde
Druckluft
von den
Hauptluftbehältern
zu den Bremszylindern geführt. Aus der Regulierbremse wurde dann die
Rangierbremse umgebaut, die nur noch auf den
Triebfahrzeugen
aktiviert werden konnte. So konnte auch eine Rangierbremsleitung
verzichtet werden. Wobei es davon eine grosse Ausnahme gibt.
Gerade
sie ergab ein Problem, das erst im Lauf der Jahre gelöst werden konnte. Es
lohnt sich hier, dass wir diese Leitung geschichtlich aufarbei-ten, denn
dann erkennen wir das Problem. Die bei den Stossbalken verbauten Leitungen für die Rangierbremse be-sassen ein Absperrhahn, der die Leit-ung verschloss, oder öffnete.
Die
speziellen
Kupplungen
zu dieser Bremsleitung waren offen und so konnte die
Druckluft
in diesem Bereich entweichen. Dank den Hähnen konnte die Regulierbremse
getrennt werden, auch wenn sie angezogen worden war. Jedoch ergaben sich
bei dieser Lösung grössere Probleme bei Zugstrennungen. Jetzt wurde die Leitung unter Druck geöffnet und somit entleert. Damit fiel die Regulierbremse schlicht komplett aus. Auch auf dem noch am Triebfahrzeug angeschlossenen Teil konnte mit der Bremse nicht mehr gearbeitet werden. Das ist mitunter auch der Grund, warum die Regulierbremse nicht als Sicherheitsbremse angesehen werden konnte. Es gab schlicht kein Fahrzeug mehr, dass in dem Fall gebremst wurde.
Um
das Problem zu lösen musste man eine Lösung suchen, bei der bei einer
Trennung des Zuges die Regulierleitung automatisch verschlossen wurde. In
dem Fall hätte zumindest der Teil am
Triebfahrzeug
noch gebremst werden können. Aus diesem Grund wurden neue
Kupplungen
verwendet. Wichtig dabei war, dass diese während der Umstellung mit den
vorhandenen Lösungen kombinierbar waren. Bis zu Umstellung wurde die
Regulierbremse angewendet.
Kam
die Luft jedoch von der Gegenrichtung, öffnete sich das
Ventil
und die
Druckluft
konnte ungehindert zirkulieren. Bei der Regulierleitung wurden diese
Ventile jedoch anders eingesetzt. War die Kupplung nicht verbunden, wurde der Nocken mit Federkraft gegen die Dichtung gedrückt. Damit konnte die Druckluft nicht zirkulieren. Damit das möglich wurde, musste der Nocken von der Dichtung weggedrückt werden.
Das
erfolgte, wenn die
Kupplungen
verbunden wurden. Die beiden nun ge-geneinander gerichteten Nocken wurden
zurück gedrückt und die
Druckluft
konnte in beiden Richtungen ungehindert zirkulieren. Um die Kupplung manuell zu lösen, musste die Regulierbremse gelöst wer-den, denn der Absperrhahn war nun nicht mehr vorhanden. Damit verschlossen sich die Nocken wieder und die Leitung war unterbrochen.
Von
der
Kupplung
her ging das auch unter Druck, jedoch konnte es in dem Fall passieren,
dass die Dichtung heraus gedrückt wurde. Diese konnte jedoch manuell
wieder in die ursprüngliche Lage verbracht werden.
Bei
einer Zugstrennung lösten sich die
Kupplungen,
die Nocken verschlossen die Leitung und die Bremse blieb weiterhin aktiv.
Das war nun auf beiden Seiten der Fall. Auch die verlorenen Fahrzeuge
wurde daher weiterhin mit der Regulierbremse gehalten. Jedoch konnte die
Druckluft
nicht mehr ergänzt werden und so führten Verluste dazu, dass die Wagen
gelöst wurden. Die Regulierbremse war daher immer noch keine
Sicherheitsbremse. |
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Hauptleitung oder
Hauptluftleitung |
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Die
Hautleitung wird oft auch als Hauptluftleitung bezeichnet. Es ist die
Leitung, die zur automatischen Bremsen benötigt wurde und hier blieben die
Leitungen seit der Einführung unverändert. Ein genauer Blick lohnt sich
sicherlich, denn bei den
Kupplungen
gab es Unterschiede zwischen Eisenbahn und Strasse. Diese waren nicht so
gross, dass sie nicht verbunden werden konnten, jedoch gab es sie.
Daher
wird die Hauptleitung mit am
Stossbalken
angebrachten
Absperrhähnen
verschlossen. Die
Druckluft
konnte so nicht bis zur
Kupplung
ge-langen. Der Grund dafür ist, dass bei den Bahnen in zwei Richtungen
gearbeitet wurde. Der Hauptleitungsdruck, also der festgelegte Luft-druck in der Hauptleitung, ist bei den Vollbahnen auf fünf bar festgelegt worden. Abweichend davon sind andere Werte vorhanden.
Besitzt nun ein LKW die passenden Werte, konnte er ohne grosse Anpassungen
auch einen Wagen der Eisenbahn bremsen. Ein Punkt, der durchaus in
Werksgeleisen praktiziert wird. Sie sehen, es sind wirklich identisch
aufgebaute Bremsen. Bei neu formierten Zügen wird oft eine Durch-gangsprüfung vorgenommen. Schnell kann ein Ab-sperrhahn vergessen werden. Bei dieser Prüfung wird de Hauptleitung am Schuss geöffnet. Die Bremsen sprechen an und die Leitung kann verschlossen werden. Wird nun die Hauptleitung von der Spitze aus wieder so gefüllt, dass die Bremsen gelöst werden, kann die Luft frei in der Leitung zirkulieren. Die Prüfung ist abgeschlossen.
Gerade in dem Fall, wird die
Kupplung
unter Druck geöffnet. Schliesslich schliesst in der Regel niemand die
Hähne, die am
Stossbalken
recht gut geschützt sind. Die Kupplungen der Hauptleitung sind wie die Absperrhähne rot gestrichen worden. Es sind Kupp-lungen, die über einen Bajonettverschluss verfügen. Bei diesen Verschlüssen müssen die beiden Seiten der Kuppelstelle zur Verbindung gegeneinander verdreht werden.
Die
von Waffen abgeleiteten Verschlüsse sind überall zu finden. Wenn Sie in
Ihrer Küche einen Dampfkochtopf haben, finden Sie einen
Bajonettverschluss. Bei der Verbindung werden die Kupplungen so verdreht, dass die Dichtungen und die Leitung verschlossen wurden. Die Hauptleitung war nun dicht. Durch die Kupplung bilden die beiden Luftschläuche einen Halbbogen. Die
Kupplung
wird gelöst, wenn sich dieser steckt. Die Leitungen werden auseinander
gezogen und die Kupplungen dank den Bajonettverschlüssen gelöst. Die in
der Hauptleitung befindliche
Druckluft
gelangt ins Freie. Das erfolgt so lange, bis die Leitung komplett entleert wurden, oder der Absperrhahn verschlossen wurde. Gerade bei einer Zugstrennung ist das wichtig. Um bei ersten Teil die Bremsen wieder zu lösen, muss der Hahn verschlossen sein. Das
geht nur vor Ort. So besitzt das Personal einen guten Grund sich die
Trennstelle anzusehen und auch abzuschätzen, wie weit sich die beiden
Teile entfernt haben, denn die Leitung kann wieder verbunden werden.
Die
Hauptleitung zeigt ganz gut, wie wichtig diese Bajonettverschlüsse sind
und daher werden sie bei allen hier vorgestellten Bremsleitungen
verwendet. Auch die
Speiseleitung
besitzt solche
Kupplungen.
Damit diese jedoch nicht vertauscht werden können, sind bei jeder Leitung
andere Verschlüsse vorhanden. Das kann gespiegelt bedeuten, oder ab die
Grösse ist anders gewählt worden und so kann nur richtig kombiniert
werden. |
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Vakuumleitung |
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Wenn wir zur Vakuumleitung kommen, bestehen hier die gleichen Probleme,
wie bei den anderen Bremsleitungen. Bei einer Zugstrennung sollten sie
ohne Schaden getrennt werden. Bei der Bedienung sollten sie nicht zu
umständlich sein. All diese Probleme veränderten sich nicht, nur weil die
Leitung nicht mit
Druckluft
gefüllt wurde. Jedoch ergaben sich in Aufbau grosse Abweichungen bei der
Vakuumleitung.
Diese mussten nicht mehr verhindern, dass Luft ent-weichen konnte, sondern das Luft in die Leitung gelangte.
Nur
so konnte in dieser das Vakuum auch erhalten werden, denn ohne passende
Dichtungen wäre das nicht möglich. Auch die Leitungen selbst wurden zum Problem. Gerade die erwähnten Luftschläuche aus Gummi ging nicht. Die Luft hatte auf Meereshöhe ein Gewicht von rund zehn Tonnen pro Quadratmeter.
Das
hätte schlicht dazu geführt, dass die normalen
Luftschläuche
platt gedrückt wurden. Durch diese konnte keine Luft mehr zirkulieren und
das war auch bei der Vakuumbremse von grosser Be-deutung. Daher mussten
andere Lösungen her. Die ersten Vakuumleitungen bestanden aus Röhren, die mit flexiblen Gelenken verbunden wurden. Sie können diese Leitung mit jener für die Dampf-heizung vergleichen.
Das
Problem dabei war, dass es schwer war diese Leitung so abzudichten, dass
ein gutes Vakuum erreicht werden konnte. Das war mitunter auch ein Grund,
warum sich diese Bremse anfänglich nur schwer durchsetzen konnte, denn
Mängel waren nicht gut. Gerade die Versuche der
Gotthardbahn
haben dies gut gezeigt, daher entschied man sich für die Doppelbremse.
Leicht war die Sache nicht, denn flexible Materialien wurden durch den
Luftdruck
einfach zusammengedrückt und verstopften so. Diese Bedingung war aber
extrem wichtig, denn die Leitung musste in diesem Bereich beweglich sein.
Man musste
Kurven
und
Kuppen
ausgleichen. Ideal waren da die Leitungen aus Gummi, aber die konnten dem
Luftdruck nicht standhalten. Es sei denn sie wurden modifiziert und so
stabiler.
So
konnten diese auch hier verwendet werden. Die Vakuumbremse begann zu
funktionieren. Das kam aber für viele Bahnen zu spät und so wurden nur
wenigen Gesellschaften mit dieser Bremse ausgerüstet. Wegen den Stahlringen waren die Schläuche zudem schwer in der Handhabung und konnten nicht so leicht in Blindhaken abgelegt werden. Daher wurden die Kupplungen verschlossen. Ein einfaches Blech reichte dazu. Es
musste mechanisch nur das eigene Gewicht halten. War das Vakuum erstellt,
konnte das Blech nicht mehr entfernt werden. Eine simpler Verschluss, der
nur bei dieser Bremsleitung umgesetzt werden konnte. Mit der modernisierten Vakuumleitung haben wir die wichtigsten Bauteile der Bremsen kennen gelernt. Noch sind wir aber nicht am Schluss, denn mit den Bremsen wird bekanntlich gearbeitet. Noch
fehlt uns ein Punkt, der die Leitungen entleert. Wobei bei der
Vakuumleitung natürlich füllt. Es sind Einrichtungen, die gleich
reagieren, wie das bei einer Zugstrennung der Fall ist. Dieser ist jedoch
immer noch ganz.
Dabei spielt es nun keine Rolle mehr, ob wir mit der Vakuumbremse, oder
der Westinghousebremse arbeiten, denn die Reaktion war gleich. Einzig die
bisher noch behandelte Regulierbremse rückt nun in den Hintergrund. Der
Grund dafür ist, dass es sich mittlerweile nur noch um eine Zusatzbremse
handelt, die auch nur noch auf einzelnen Fahrzeuge wirkte. Gearbeitet
wurde mit den Sicherheitsbremsen und nicht mit der Rangierbremse.
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