Farbgebung und Anschriften

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Es wird Zeit, dass wir unserem Fahrzeug etwas Farbe verpassen. Diese diente, zum Schutz der Bauteile vor Rost und Korrosion. Jedoch wurde damit auch das Design des Bestellers aufgetragen. Bei den hier vorgestellten Triebzügen der Baureihen RABDe 502 und RABe 502 nahmen die Schweizerischen Bundesbahnen SBB jedoch weit mehr Einfluss auf den Anstrich, als man allgemein vermuten könnte. Der Grund lag beim Umweltschutz.

Bei sämtlichen Farbschich-ten und Anschriften mussten spezielle Dispersionsfarben verwendet werden. Diese besitzen nur einen geringen Anteil von leicht flüchtigen Lösungsmitteln.

Verdünnt werden konnten sie jedoch mit Wasser, so dass die Farben als sehr schonend für die Umwelt wirkten. Der Einfluss war so gross, weil vor Jahren die Schweizerischen Bundesbahnen SBB beschlossen hatten nur solche Farben zu verwenden, das galt auch für neue Züge.

Es wurden mehrere Farbschichten verwendet. So diente die Grundierung dem Schutz des Metalls vor Korrosion und Oxidation. In diesem Punkt gab es keine grossen Unterschiede zu anderen Baureihen. Es war eine technisch bedingte Farbschicht, die durch die Spachtelmasse und den Decklack überdeckt wurde. So war diese nicht mehr zu erkennen. Wegen der Schicht mit den Pigmenten mussten jedoch Grundierungen und Spachtel benutzt werden, die sehr hell waren.

Der Decklack enthielt die Pigmente nach den Vorgaben des Bestellers. Dieser war auch für das Design des Triebzuges zuständig. War vor Jahren mit diesen Schichten der Auftrag der Farben bei den Eisenbahnen abgeschlossen, wurde nun ein Schutzlack aufgetragen. Diese zusätzliche Schicht war transparent und sie diente hauptsächlich dem Schutz vor den immer wieder an Zügen auftauchenden Schmierereien in Form von Grafiti.

Beim von der Schweizerischen Bundesbahnen SBB gewählten Design dominierten die Farben weiss, rot, dunkelgrau und schwarz. Es waren die eher dunklen technischen Farben und die Lösungen, die auch bei der Fahne des Landes verwendet wurden. Daher war hier klar zu erkennen, dass es sich um einen Zug der Schweiz handelte und das wollten die Staatsbahnen seit einigen Jahren auch mit den Farben der Firma bezeugen.

Während bei den Fahrwerken und dem unteren Bereich des Kastens die schwarzen Farben aufgetragen wurden, war das Dach mit einem dunkelgrauen Farbton versehen wor-den.

So konnte in diesen schwer belasteten Bereichen die Verschmutzungen des Betriebes leichter kaschiert werden. Es war bei Bahnen allgemein üblich, dass hier dunkle Farben zur Anwendung kommen. Hier war das aber wegen dem breiten Band sehr gut zu erkennen.

Die Seitenwände waren schlicht weiss gehalten. Die sonst immer wieder benutzten Brillen um die Fenster gab es nicht mehr. Wer hier farbliche Abweichungen suchen wollte, fand diese nur im Bereich der Türen.

Diese waren rot gefärbt worden und konnten so auch von Leuten mit eingeschränkter Sicht leicht erkannt werden. Ein Punkt, der hier gut gelöst wurde. Bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB waren die Türen grundsätzlich rot.

Wer farbliche Abweichungen suchte, fand diese im Bereich der ersten Wagenklasse. Diese wurde im Bereich über den betreffenden Türen mit einem gelben Streifen versehen.

Die Beschränkung auf den Einstiegsbereich war kein Pro-blem, da sich die Fahrgäste meistens dort nach der Wagenklasse erkundigten. Eine durchgehende Linie war daher schlicht nutzlos und sie hätte auch das sehr einfache Design der Seitenwände gestört.

Bei den RABDe 502 gab es jedoch von diesen Seitenwänden Abweichungen. So wurde im Bereich des Speisewagen am oberen Abschluss im Bereich der Fenster ein breites rotes Band als Kennzeichnung verwendet. Der an der Seite ebenfalls rot gefärbte Schriftzug Restaurant in kursiver Schrift wies zusätzlich auf diesen speziellen Wagen in dem Zug hin. Es war eine bekannte Lösung für die Kennzeichnung der Speisewagen vorhanden.

Jedoch war das nicht die einzige Abweichung bei der Baureihe RABDe 502. Im Bt dieser Züge war noch ein Familienabteil eingebaut worden. Damit dieses leicht er-kannt werden konnte, war an der Seitenwand der Hinweis in Form eines bunten Drachens vorhanden.

Das an Comics erinnerte Design war nicht immer gleich, jedoch immer als Kennzeichnung für das Familienabteil vorhanden. Wir haben des Design damit noch nicht abge-schlossen.

Im Bereich der Führerstände kam eine andere Lösung zur Anwendung. Hier wurde das Dach abgenommen und mit roter Farbe entlang der Seiten zur Bugklappe geführt. Dort war dieser rote Bereich mit einem roten Band verbunden worden.

Im Bereich der Seitenwände zum Führerstand war noch ein schwarzer Bereich vorhanden. Die sonst weisse Wand lief daher in einem Spitz zusammen, was auch durch die Bauform bedingt war.

Die Front selber war jedoch schwarz. Im die harte Kante zum roten Bereich etwas aufzulockern, wurde ein silbernes Band benutzt. Das wiederum führte dazu, dass die Front leicht mit einem bekannten Mobiltelefon verwechselt werden konnte. Diese hatten ebenfalls so ein Band erhalten und die Frontfenster wurden dort einfach für das Display benutzt. Die Front wirkte daher für die Schweiz etwas speziell, weil hier sonst rote Farben dominant waren.

Gerade wegen der durch den Anstrich noch höher wirkenden Front, war das sonst einfach gehaltene Design ungewohnt. Gerade ältere Leute, die sich noch an das sehr erfolgreiche Mobiltelefon erinnern konnten, mussten vermutlich zweimal hinsehen um den Triebzug zu erkennen. Eine Spielerei, die vermutlich nicht gewollt war, die aber zu schön war, dass man es nicht unerwähnt lassen durfte. Der Zug war wirklich besonders.

Bei den Bahnanschriften waren keine grossen Neuer-ungen zu erwarten. An beiden Seiten wurde bei allen neben der linken Türe im oberen Bereich derselben rechts das bekannte Logo mit den Abkürzungen SBB CFF FFS angebracht.

Die sehr hoch liegende Anschrift wurde nur bei den RABDe 502 im Bereich des Speisewagen weiter gegen die Mitte verschoben. Es war aber die bekannte schlichte Anschrift der Staatsbahnen vorhanden.

Es waren auch Hinweise für die Reisenden ange-bracht worden. Auch hier war ein dezenter Umfang vorhanden. Über jeder Einstiegstüre war ein blaues Band in der Breite der Türe vorhanden.

In diesem Band wurden je nach Bedarf die Hinweise für die Reisenden mit den bekannten Piktogrammen angebracht. Hier fand man auch die Angabe zur Wagenklasse und der allgemein gültige Hinweis, dass in den Wagen nicht geraucht werden durfte.

Bei Fahrzeugen der Eisenbahn war es üblich, dass sich auch der Hersteller an den Zügen verewigte. Dessen Anschriften befanden sich bei den Steuerwagen im Bereich des Führerstandes an der Seite wieder. Die eher dezent aufgetragenen Anschriften umfassten den Namen der Firma in der von dieser gewählten Schreibweise. Eigentliche Schilder der Hersteller wurden jedoch nicht mehr angebracht, denn diese waren aufwendig und teuer in der Herstellung.

Damit kommen wir bereits zu den technischen Anschriften. Diese waren nach den aktuellen Regeln angebracht worden und sie waren durchaus umfangreicher, als das früher der Fall war. Zu finden waren diese Hinweise auf der Seite der Fahrzeuge im schwarzen Bereich des Kasten. Dort fand man auch die Nummer der Triebzuges und jene der einzelnen Wagen. Sie haben es richtig gelesen, die einzelnen Wagen hatten eigene Nummern erhalten.

Diese müssen wir daher etwas genauer ansehen. Dazu wähle ich den Triebzug mit der TSI-Nummer RABe 94 85 0 502 201-2 CH-SBB. Für die Betriebsnummern der ein-zelnen Fahrzeuge wurde von dieser Nummer nur eine Ziffer verändert.

Es war die an der fünften Stelle stehende Füllziffer. Bei den Zügen war dort immer eine null vorhanden. Die einzelnen Fahrzeuge wurden jedoch mit eins bis acht versehen. Damit musste auch die Kontrollziffer angepasst werden.

Wenn Sie nun von einer logischen Reihenfolge ausgehen, dann haben Sie die Rechnung ohne die Vorschriften gemacht. So mussten die beiden Steuerwagen mit der eins und der zwei versehen werden. Danach erfolgte die übliche Reihenfolge, wobei nun aber bei der zwei begonnen wurde. Das führte dazu, dass die Ziffer acht neben der eins zu stehen kam. Wichtig werden für uns diese Nummern erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Wenn wir nun einige Punkte von den technischen Anschriften ansehen wollen, dann fanden sich dort die Hinweise zu den einzelnen Wagen. Nur an einer Stelle waren die Hinweise für den ganzen Zug angeschrieben worden und uns interessiert ja der Zug und noch nicht die einzelnen Wagen. Daher sehen wir uns in diesem Anschriftenfeld etwas genauer um, denn dort fanden sich spannende Hinweise, wie zum Beispiel das Gewicht.

Die langen Triebzügen hatten ein Leergewicht von 453 Tonnen erhalten. Besetzt stieg dieser Wert jedoch auf 539 Tonnen.  Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um ein Modelle für Interregio oder Intercity handelte. Der Speisewagen wirkte sich nicht aus. Bei den kurzen Einheiten konnten auch hier mit 226 und 270 Tonnen die halben Werte genommen werden. Auch wenn das nicht genau stimmte, die Differenz war eine Rundungsdifferenz.

 

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