Einleitung

Nachdem wir die Lokomotive bis in die Details betrachtet haben, stellt sich die Frage, was wir damit anstellen. Natürlich können wir damit einfach so auf die Reise gehen. Nur stellt sich dann die Frage, warum wir und überhaupt eine Lokomotive beschafften. Zu diesem Zweck verwendet man entweder Triebwagen, oder die Triebzüge. Lokomotiven wurden dazu gebaut, um Züge zu ziehen und das wollen wir nun machen.

Lokomotiven müssen arbeiten. Sie sind in der Beschaffung sehr teuer und daher müssen Transporte ausgeführt werden. Mit Transporten umschreibt man die Beförderung von Waren, aber auch Personen von einem Ort zum anderen.

Diese könnten aus einfachen Send-ungen bestehen, oder aus Wagen ge-bildet werden. Wobei Wagen in diesem Sinne eigentlich nur die Verpackung darstellen. Darin werden die Sendun-gen transportiert.

Wenn wir nun aber die einzelnen Wa-gen als Sendungen, also als Transporte ansehen, dann sind wir unserem Thema schon sehr nahe. Jedoch stellt sich die Frage, ob wir wirklich dazu eine Lokomotive benötigen.

Nein, Transporte können auch von Triebwagen und ganz gut von Trieb-zügen übernommen werden. Was da-rin letztlich befördert wird, ist nur noch Nebensache. Womit wir wieder beim Gefäss für die Sendungen sind.

Sendungen sind Verpackungseinheiten, aber auch Programme in einem Fern-sehsender.

Wenn Sie zu Hause ein Paket vom Postboten in Empfang nehmen, dann erhalten Sie eine Sendung. Beim Lieferanten wurde es auf die Reise geschickt, oder eben versendet. Der Begriff kann also auf jede Verpackungseinheit übertragen werden und das kann nun ein Wagen sein. Diese Sendung wird kaum vom Postboten zugestellt.

In einem Werk wird ein Wagen für den Versand vorbereitet. Was dieser letztlich enthält ist aktuell noch nicht so wichtig. Es kann durchaus sein, dass diese Sendung aus einzelnen Personen besteht, denn noch gibt es keinen Unterschied. Ob Leute oder Güter, sie müssen Transportiert werden und dazu wird eine Sendung erstellt und nach der passenden Verpackung gesucht. Danach werden die Leute eingepackt und der Wagen versendet.

Mehrere solche Sendungen werden dann zu einem Zug for-miert. Dieser muss nun bewegt werden und nun kommt die Lokomotive ins Spiel, denn sie wird vor diese Send-ungen gespannt.

Damit kann es auf die Reise gehen und die Sendung letzt-lich zugestellt werden. Noch müssen wir diese Verpack-ungseinheiten vom eigentlichen Triebfahrzeug unterschei-den. In dem Fall wird fachlich von einer Anhängelast gesprochen.

Anhängelast: Die Anhängelast ist etwas, das angehängt wird und das zur Last wird. Wenn wir nun zu Hause so eine Anhängelast suchen, dann finden wir sie in einem Rucksack. Die Last wird an den Schultern angehängt.

Bei der Eisenbahn wird diese Anhängelast einfach einer Lokomotive mitgegeben und sie muss von dieser befördert werden. So wie Ihr Rucksack schwer wird, wenn es den Berg hoch geht, so kämpft auch die Lokomotive.

Anhängelasten helfen der Lokomotive nicht bei der Be-schleunigung und lassen sich einfach nur so ziehen. Wir müssen uns damit begnügen, denn Wagen sind nichts anderes als Anhängelast.

Es spielt keine Rolle, ob der Wagen rot oder grün ist, er wird von der Lokomotive gezogen und besitzt keinen Antrieb, daher gehört er zur Anhängelast. Um genau zu sein, spielt auch der Aufbau des Wagens keine Rolle, denn es ist der Antrieb.

Eine Lokomotive, die einer anderen angehängt wird und nicht selber arbeiten kann, wird zu einer Anhängelast. Auch wenn Sie es nicht glauben, in dem Fall handelt es sich um einen Wagen. Diesen werden wir nicht näher ansehen, denn vom Aufbau her entspricht das Fahrzeug immer noch einer Lokomotive, oder einem normalen Triebwagen. Er wird nur zur Anhängelast, weil es nicht arbeiten kann und das kann ein normaler Defekt sein.

Wir teilen nun die Anhängelast in die Art der Trans-porte auf. Es gibt dabei zwei Gruppen, die unter-schieden werden müssen, denn Leute werden in dafür gebauten Wagen transportiert. Güter werden wiederum in anderen Wagen transportiert.

Eine klare Regelung gibt es aber nicht, denn es kann Abweichungen geben. Wenn Sie mit der Sendung in der Hand einen für Leute gebauten Wagen bestei-gen, reisen darin auch Güter.

Damit stellt sich die Frage, ob es umgekehrt auch geht. Können Leute in Wagen befördert werden, die eigentlich für Güter gebaut wurden? Nicht alle in diesem Bereich vorhandenen Varianten sind dazu überhaupt geeignet.

Es würde in der Theorie gehen. Praktische Ver-suche anstellen wird wohl niemand wollen. Es sei denn man sei ein Regime, das Menschen so ver-achtet, dass man die Leute als Vieh ansieht.

Wirklich keine angenehme Reise, daher werden Leute in dazu gebauten Wagen auf die Reise geschickt.

Heute sind die Vorschriften sogar so streng, dass selbst Vieh nicht ohne Beschränkungen in Güter-wagen transportiert werden kann. Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Rind einen Reisezug benutzte, also in dem Fall ist alles möglich. Es soll auch Giraffen gegeben haben, die aber einen Güterwagen benutzten.

Sendungen und Transporte generieren, wenn sie von einem Ort zum anderen geschickt werden einen Verkehr. Das kann der Wagen mit dem Postboten für das lang ersehnte Paket sein. Es kann auch der stinkige Lastwagen sein, der danach den Müll abführt. Verkehre werden nach dem Verursacher unterschieden und da gibt es zwei Gruppen. Es sind Personen oder Güter, die für diesen Verkehr verantwortlich sind.

Der Personenverkehr: So neutral wie möglich ausgedrückt, ist der Personenverkehr lediglich der Transport von Personen und deren Gepäck. Welches Verkehrsmittel es nun ist, ist dabei nicht so wichtig. Wir transportieren beim Personenverkehr Leute über eine bestimmte Strecke. Dabei ist es durchaus üblich, dass diese Sendungen sich selber be- und entladen. Umgekehrt verlangen Sie aber einen gewissen Komfort.

Diesen Personenverkehr gab es schon vor der Eisenbahn, denn die Postkutschen boten auch den Transport von Personen an. Da eine Postkutsche ein Wagen ist, gehört der Wagen zum Transport von Post zum Personenverkehr. Es waren Modelle vorhanden, die durchaus mehr Leute aufnehmen konnten und man unterschied zwischen langen und kurzen Reisen. Wer das erleben will, kann mit der Postkutsche den Gotthard befahren.

Der Transport von Personen ist der Bereich der Eisenbahn, den vermutlich die meisten von Ihnen schon einmal benutzt haben und den Sie gut kennen. Hier finden wir die berühmten Züge der Vergangenheit, wie den legendären Orient Express, oder den Gotthard Express. Die Liste könnte natürlich endlos verlängert werden, denn es gab grosse und sehr berühmte Züge. So gesehen, ist der Personenverkehr ein wichtiges Standbein für eine Bahngesellschaft.

Es ist wirklich so, die bekannten und berühmten Züge der Welt gehören zum Personenverkehr. Kaum ein Modell für den Transport von Gütern kann hier mithalten. Es sei denn es geht um Rekorde. Der längste Zug des Personen-verkehrs verkehrte in der Schweiz und er bestand aus 100 Wagen, die sich aber auf 25 Triebzüge verteilten. Wer wirklich die langen Züge suchen will, der muss nicht hier nachsehen.

Der Personenverkehr besteht aber auch aus dem un-scheinbaren Zug, der an jedem Bahnhof anhält und die Leute aus- oder einsteigen lässt. Unbekannte und fast vergessene Züge.

Es ist also der Teil der Eisenbahn, der den Leuten die Möglichkeit gibt, von einem Punkt der Welt zum anderen zu fahren.

Das kann man durchaus, denn der Zug, der von Moskau nach Wladiwostok fährt, ist mehrere Tage unterwegs und kommt erst nach sieben Tagen an seinem Ziel an.

Doch wie beliebt ist denn der Personenverkehr in einem Land wirklich? Sie werden es nicht glauben, aber darüber werden Zahlen gesammelt und ausgewertet. Wer liebt nun seine Bahn mehr und wer weniger.

Der Gradmesser ist dabei der Personenverkehr. Doch sehen wird uns eine dieser Bahnen genauer an. Ich wähle aus Eigennutz die Schweiz mit all ihren farbenfrohen Bah-nen. Damit Sie wissen, was ich mit diesen Zahlen gemeint habe, benötigen wir diese.

Jeder Schweizer, ob Greis, oder Kleinkind, hat im Jahr 2008 exakt 50mal eine Reise mit der Eisenbahn gemacht und benutzte dazu den Personenverkehr. Dabei legte jeder Schweizer im Jahr 2 422 km zurück. Sind schöne Zahlen, nur damit können wir nicht viel anfangen, denn wir haben ja nichts zum vergleichen. Ich nehme zum Vergleich Japan. Hier sind es 71 Fahrten bei 2 010 km. Auch hier pro Einwohner gesehen. Andere Länder haben natürlich andere Zahlen.

Nur, viel mehr sagt uns das auch nicht. Gut, dann erkläre ich es mit etwas anderen Worten. Nirgendwo auf der Welt legt im Durchschnitt ein Bewohner im Jahr so viele Kilometer mit der Bahn zurück als in der Schweiz. Nur Japan macht mehr Fahrten und so teilen sich die beiden Nationen den Titel des Weltmeisters. Die Schweiz hat also einen sehr beliebten Personenverkehr. Hier liegen andere Länder zurück, aber das soll uns nicht gross interessieren.

Der Personenverkehr benötigt spezielle Wagen. Die Leute müssen doch irgendwie transportiert werden. Sie werden es mir kaum glauben, aber eine Sitzgelegenheit ist dazu nicht erforderlich. Es können auch offene Wagen ohne jeglichen Komfort verwendet werden. Heute durchgesetzt haben sich jedoch komfortable Wagen, die exklusiv im Personenverkehr eingesetzt werden. Was das für Wagen sind, werden wir noch sehen, denn nun sehen wir uns den Güterverkehr an.

Der Güterverkehr: Der Güterverkehr geniesst nicht so einen hohen Stellenwert, wie der Personenverkehr. Er ist überall unbeliebt, denn niemand will die Güterwagen vor seinem Haus durchrollen lassen und auch sonst rauben diese Züge einem in der Nacht den Schlaf. Ach, wie wäre das eine Ruhe, wenn es den Güterverkehr nicht gäbe. Egal wo Sie wohnen, diese Stimmen werden Sie sicherlich schon einmal gehört haben.

«Nieder mit dem Güterverkehr!!» Ob das wirklich eine so gute Idee wäre? Ich bezweifle ernsthaft, dass das lange gut gehen würde. Wie es der Name schon sagt, mit diesem Verkehr werden Güter transportiert. Zu diesen Gütern gehört auch das Paket, das Sie schon lange erwarten. Güterverkehr findet überall statt und er wird benötigt, denn nur so kommen die Waren dorthin, wo sie benötigt werden und das ändert sich nicht.

Schauen wir einen Zug des Güterverkehrs an, dann finden wir darin Trinkwasser, Teigwaren, Tomatensauce und Gas. Es fehlen nur noch die Gewürze und im Zug wäre Ihr Mittagessen. Keine Sorge, auch Gewürze können mit dem Güterverkehr transportiert werden. Darum denken Sie jedes Mal, wenn Sie den Güterverkehr sehen, dass er Ihr Mittagessen von morgen transportieren könnte, besonders dann, wenn Sie nicht Bauer sind.

Bei einem Zug, der Öl transportiert, kann dieses Öl Ihnen eine warme Wohnung verschaffen. Letztlich ist der Güterver-kehr, ob auf Schiene, oder Strasse nur dazu da, dass Sie Ihr Leben geniessen können.

Ohne den nervigen Güterverkehr können Sie die frischen Gemüse aus Italien im Supermarkt vergessen.

Auch Ihr Müll, wird ohne Güterverkehr nicht weggeführt. Das kann dann für die Nase und die Gesundheit recht unan-genehm werden.

Im Güterverkehr spricht man oft von Cargo. Es gibt da mehrere Firmen, die sich diesen Schriftzug mit grossen Buchstaben auf die Lokomotive geschrie-ben haben.

Nur, was dieses Wort genau bedeutet, sagt niemand. Gut, Cargo ist im Grunde eigentlich nur die englische Bezeichnung für Frachtgut.

Da aktuell Begriffe aus diesem Sprach-gebiet populär sind, verwendet man sie. Nebeneffekt, Cargo ist kürzer als Güter-verkehr.

Als Frachtgut werden wiederum die Güter bezeichnet, die transportiert werden. In der modernen Welt schmückt man sich gerne mit englischen Worten, auch wenn diese nicht immer optimal passen. Wir kennen das Frachtgut auch als Sendungen, nun aber werden diese etwas präziser behandelt. Es kommt nicht gut an, wenn man Reisende als Frachtgut bezeichnen würde. Wobei so falsch es auch wieder nicht ist.

So gesehen hat der Güterverkehr seine Berechtigung. Jedoch will niemand den Personenverkehr aufgeben. Wobei es auf der Welt durchaus Bahnen gibt, die nur für den Transport von Gütern gebaut wurden und wo auch nur Züge für den Güterverkehr verkehren. Dort reisen die Leute einfach in den Güterwagen mit und so wird der Zug des Güterverkehrs auch im Personenverkehr genutzt. Nicht immer ist das legal, aber es ist eine angenehme Reisemöglichkeit. 

Wagen für den Güterverkehr sind speziell auf das Transportgut angestimmt worden. So ergibt sich hier eine bunte Mischung aus unterschiedlichsten Fahrzeugen. In diese Gruppe gehören aber auch die Wagen der dritten Gruppe Wagen, die ich erwähnt habe. Die Wagen transportieren sowohl Personen, als auch Material, es sind gemischte Wagen, die jedoch dem internen Verkehr einer Bahn dienen. Diese Wagen bezeichnet man allgemein als Dienstwagen.

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