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Neben- und Hilfsbetriebe |
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Wenn wir nun zu den Neben- und
Hilfsbetrieben
kommen, dann treffen wir auf zwei
Stromkreise,
die getrennt wurden. Das war hier sogar so weit vorgenommen worden, dass
die Energie für die
Nebenbetriebe
von einem eigenen
Dieselmotor
geliefert wurde. Bei den für den Betrieb des
Maschinenwagens
wichtigen Hilfsbetrieben nahm man die
Leistung
von den Dieselmotoren des
Antriebes
und das war sehr wichtig, wie wir gleich erfahren.
Die
Hilfsbetriebe
nahm der Wagen mit. Selbst ein Defekt am Motor der
Nebenbetriebe
verhinderte nicht, dass mit dem
Triebzug
das Ziel erreicht wur-de. Der Aufbau war durchdacht, auch wenn die Lösung
etwas schwerer wurde.
Sehen wir uns zuerst die
Nebenbetriebe
etwas genauer an. Wie wir erfahren haben, war dafür ein eigener
Dieselmotor
vorgesehen worden. Dieser verfügte über die halbe
Leistung
eines Antriebsmotors. Zudem arbeitete dieser Motor mit einer festgelegten
Drehzahl. Die Regelung musste diese nur an die Belastung anpassen, was
deutlich weniger Aufwand war, als bei den
Antrieben,
wo sich die Werte dauernd änderten.
Auch bei diesem
Dieselmotor
war ein
Generator
fest angeschlossen worden. Dieser erzeugte jedoch nicht mehr
Gleichstrom,
sondern es wurde ein Lösung gewählt, die mit
Drehstrom
arbeitete. Die dabei verfügbare Spannung lag bei 380 Volt und die Frequenz
betrug 50 Hz. Werte, die im Landesnetz vorkamen und die bei einem
Triebzug
grosse Vorteile bringen. Daher wurde diese
Spannung
in eine eigens dafür gedachte
Zugsammelschiene
geführt.
An dieser
Zugsammelschiene
waren dann die in den Wagen verbauten Verbraucher angeschlossen worden.
Eine Möglichkeit mit diesem Netz auch andere Wagen zu versorgen, war
jedoch nicht vorhanden. Das zeigt, dass der
Triebzug
als autonome Einheit angesehen wurde. Für uns bedeutet das jedoch, dass
wir uns die an diesem
Kreis
angeschlossenen Verbraucher genauer ansehen müssen, denn diese waren
teilweise neu.
Der Vorteil dieses Netzes mit Drehstrom bestand darin, dass Geräte verbaut werden konnten, die auch im Landesnetz angewendet wurden.
Das half die Kosten zu senken und erlaubte auch eine schnelle
Lieferung von Ersatzteilen. Notfalls konnte ein Ar-beiter ins nächste
Fachgeschäft. Da wegen dem Speisewagen die Leitung das ganze Jahr eingeschaltet wurde, konnten auch die Boiler angeschlossen werden. Diese waren im Speisewagen und beim WC vor-handen.
Eine Regelung verhinderte, dass das Wasser in diesem Bau-teil zu
heiss werden konnte. Der grosse Vorteil fand sich in der Küche, wo das
Wasser nicht zuerst aufgekocht werden musste. Mit warmem Wasser sind
Teller leichter zu reini-gen, als mit kaltem. Auch hier war die Heizung ein wichtiger Punkt der ange-schlossenen Verbraucher. Wir haben bereits erfahren, dass der Zug druckdicht aufgebaut worden war.
Das führte dazu, dass der Innenraum regelmässig mit frischer Luft
versorgt werden musste. Die Lösung dafür hatte bereits das Muster
erhalten. Bei den
Einheitswagen
war eine
Lüftung
vorhanden, die während der Heizperiode warme Luft in die Abteile blies
diese so erwärmte.
Bei den
Triebzügen
RAm TEE konnte man also einfach die
Lüftung
dauerhaft laufen lassen. Damit war eigentlich die
Heizung
schon klar, aber das Problem noch nicht gelöst. Da die Fenster der Wagen
nicht geöffnet werden konnten, wurde es ohne Gegenmassnahmen im Sommer in
den Wagen sehr heiss und unangenehm. Für einen Zug, wie man ihn mit den
TEE
erschaffen wollte, war das schlicht nicht zumutbar und daher ging man
etwas weiter.
Dabei erhielt jeder Wagen ein eigenes Aggregat, das sowohl die
Kühl-ung
im Sommer, als auch die Erwärmung im Winter regelte. Gerade diese
Klimaanlage
sollte zum Markenzeichen der
TEE
werden. Vom Muster konnten jedoch die Kanäle für die
Lüftung
benutzt werden. Speziell war nur der Führerstand im Steuerwagen. Für diesen galt nicht der Standard des Zuges. Mit anderen Worten, es war nur eine einfache Heizung mit Widerständen vorhanden.
Diese erhielt die Energie jedoch ab der
Zugsammelschiene.
Die Leitung war hier auch für die weiteren
Heizungen
verantwortlich. Dabei wurde der
Drehstrom
so geschaltet, dass 220
Volt
Wechselstrom
vorhanden war. Somit passten die Werte auch hier.
Der bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB verwendete
Depotstrom
war auch hier vorhanden. Jedoch musste dieser am Landesnetz angeschlossen
werden. Das dazu passende Drehstromnetz war in den Anlagen vorhanden und
die
Spannung
passte auch. Es musste einfach das Kabel mit dem passenden Stecker
versehen werden und schon hatte man die Anlagen auch zur Verfügung, wenn
der
Triebzug
längere Zeit abgestellt war.
Die entsprechenden Steckdosen gab es bei den Wagen, aber auch beim
Triebkopf. Dort konnte mit dem
Drehstrom aus dem Landesnetz das
Kühlwasser
der Motoren erwärmt werden. Das war wichtig, wenn der
Triebzug im freien
abgestellt wurde, denn im Kühlwasser befand sich kein
Frostschutzmittel und
daher musste verhindert werden, dass es zur Bildung von Eis kam. So konnte
der Zug also auch im
Gleisfeld abgestellt werden.
Um das Problem zu lösen, führte der
Triebzug die entsprechenden
Adapter mit. Das waren kurze Kabel mit verschieden Steckern. Damit das
Personal wusste, dass diese zum Zug gehörten, waren sie beschriftet. Weitere Anschlüsse und Verbraucher an den Nebenbetrieben gab es nicht mehr. Daher können wir zu den Hilfsbetrieben wechseln, die über eine andere Versorgung verfügten.
Dazu müssen wir wieder zu den
Dieselmotoren der
Antriebe wechseln. Die dort vorhandene Zweiteilung
können wir nun auch bei den
Hilfsbetrieben aufgreifen. Dabei gab es eine
ganz besondere Regelung, denn die Wahl der
Spannung war speziell. Für die Versorgung der Hilfsbetriebe war an der Kurbelwelle des Dieselmotors neben dem Hauptgenerator auch noch ein Hilfsgenerator angeschlossen wor-den.
Dieser unterschied sich vom Aufbau her deutlich. So
war hier eine Lösung verbaut worden, die eine gleichbleibende
Spannung
abgab. Da es auch bei diesem
Generator zu Problemen mit der
Frequenz
kommen konnte, wurde für die
Hilfsbetriebe eine
Gleichspannung verwendet.
Hier zeigte sich, dass die
Maschinenwagen in den Niederlanden gebaut
wurden und man deshalb auf die dort als Standard geltenden Geräte setzte.
Das war auch kein Problem, da man die benötigten Ersatzteile ja mit dem
Zug in die Schweiz schicken konnte. Sie sehen, auch in den technischen
Bereichen waren diese
Triebzüge international aufgebaut worden und das
funktionierte sogar noch recht gut. Doch das behandeln wir später.
Jede
Einheit versorgte sich selber. Im Notfall konnten sogar die ganzen
Hilfsbetriebe ab einem
Generator be-trieben waren. Der totale Ausfall
sollte daher auch in diesem Bereich nicht vorkommen. Bei der Vorstellung der Druckluft haben wir erfahren, dass zwei Kolbenkompressoren für die Erzeugung von Druck-luft eingebaut waren. Diese wurden auch hier über die Hilfsbetriebe angeschlossen. Dabei gab es eine Sicherung und einen Schütz in der Zuleitung.
Der
Kompressorschütz konnte
zudem durch die Steuerung beeinflusst werden. Das führte dazu, dass die
Druckluft automatisch ergänzt wurde. Eine bekannte Lösung für das Problem. Die Möglichkeit die Druckluft über die Hilfsbetriebe zu er-gänzen gab es jedoch nicht. Das war auch nicht so wichtig, wie bei elektrischen Lokomotiven, wo der Stromabnehmer gehoben werden muss.
Diesellokomotiven konnten
jedoch ohne Probleme gestar-tet werden, wenn kein Vorrat bei der
Druckluft
vorhanden war. Daher fand man auch keine
Handluftpumpe vor. Der
Diesel
wurde gestartet und dann der Luftvorrat normal ergänzt.
Wenn wir auch hier zu den wichtigsten Verbrauchern kommen wollen, dann
sind wir bei der
Kühlung. Einen
Transformator gab es nicht und die Motoren
kühlten sich selber. So blieben hier nur noch der
Dieselmotor und die
Ladeluftkühlung. Beide arbeiteten mit Wasser, das von Pumpen bewegt wurde.
Diese Pumpen waren an den
Hilfsbetrieben angeschlossen worden. Trotzdem
lohnt es sich, wenn wir etwas genauer hinsehen.
Wichtig
war das, weil beim Motor und bei der
Ladeluft unterschiedliche
Temperaturen zugelassen waren und diese so auch unabhängig geregelt werden
konnten. Das betraf auch die Nachkühlung beim Motor. Wurde diese aktiviert und lief der andere Dieselmotor noch, übernahm dieser die Versorgung der Pumpen. Es kam so nicht zum Hitzestau. Jedoch bestand nun die Gefahr, dass in der kalten Jahreszeit das Wasser gefrieren konnte.
Im Betrieb bestand diese nicht, da im
Maschinenraum genug Wärme
vorhanden war. Bei einem Defekt musste der
Triebzug aber in einer Halle
abgestellt werden, denn im anderen Fall wurde es gefährlich. Auch wenn das Kühlwasser mit der Pumpe ausreichend in Bewegung versetzt wurde, es musste ebenfalls abgekühlt werden und dazu waren Kühler vorgesehen. Die natürliche Strömung reichte jedoch nicht aus, um diese ausreichend zu versorgen
Es musste also mehr Luft am
Kühler vorbei
zirkulieren und das ging nur, wenn man diese zusätzlich beschleunigte.
Dazu benötigte man auch hier
Ventilatoren, die genug Luft lieferten.
Bei jeden
Kühler war ein
Lüfter
vorhanden. Dieser bezog die
Kühlluft
im
Maschinenraum. Auch hier diente dieser Raum der Beruhigung, denn von
Aussen wurde die Luft in den Düsengittern verwirbelt. Im Rohr der
Ventilation hätte diese für eine unzureichende
Kühlung gesorgt. Daher
wurde der Innenraum des Fahrzeuges als Zone für die Beruhigung genommen
und die Ventilation sorgte zudem dafür, dass der Raum gekühlt wurde.
Der Grund dafür war, dass das
Kühlwasser sehr heiss war
und daher auch die Luft stark erhitzt wurde. Unter dem Fahrzeug hätten
Leute am
Bahnsteig belästigt werden können. Sie sehen, es wurde auch
darauf geachtet, dass die Fahrgäste nicht be-lästigt wurden. Auch hier gab es kleinere Verbraucher. Dazu gehörte die Heizung des Führerstandes. Beim Steuerwagen war dazu die Zugsammelschiene genutzt worden. Beim Triebkopf wurde die Spannung jedoch von den Hilfsbetrieben genommen.
Ein Punkt, der auch bei den
Lokomotiven so war und daher kön-nen
wir den
Maschinenwagen durchaus mit einer Lokomotive vergleichen.
Technisch war das so und der Wagensatz war ein
Pendelzug.
Um die
Hilfsbetriebe abzuschliessen, muss noch erwähnt wer-den, dass diese
Spannung auch für die
Batterieladung genutzt wurde. Da die
Hilfsbetriebe bereits mit
Gleichstrom arbeiteten, konnte das einfach
erfolgen. So war zum Schutz vor einer ungewollten Entladung der
Batterie
ein
Schütz vorhanden. Der Ladestrom wurde hingegen mit einem
Widerstand
beschränkt. Mehr war wirklich nicht mehr erforderlich.
Auch hier war der Aufbau der Technik einfach und verständlich. Ein Punkt,
der den Bahnen sehr wichtig war. Wir haben den
Triebzug beinahe fertig
aufgebaut und können diesen nun auf die
Waage stellen. Die drei Wagen
waren einheitlich 38 Tonnen schwer. Ergänzt mit dem 114 Tonnen schweren
Maschinenwagen erreichte der Triebzug ein gesamtes Gewicht von 228 Tonnen.
Für die
Adhäsion standen davon 76 Tonnen zur Verfügung.
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