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Beleuchtung und Steuerung |
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Für die
Beleuchtung
und die Steuerung musste ein
Bordnetz
geschaffen werden. Das
musste auch funktionieren, wenn beide
Dieselmotoren
ausgeschaltet waren. Es versteht sich, dass diese ja nur gestartet werden
konnten, wenn die Steuerung aktiv war. Umgekehrt war es auch für das
Personal angenehmer, wenn es seine Arbeit bei Licht ausführen konnte.
Damit kommen wir aber bereits zum Thema der Speicherung von Energie.
Widerstände
zur Reduktion der
Spannung
waren nicht wirtschaftlich. Da bei der hier vorgestellten
Baureihe
für die
Hilfsbetriebe
bereits mit
Gleichspannung
gearbeitet wurde, konnte nur eine dazu passende Spannung verwendet werden. Speziell war, dass es im ganzen Triebzug nur eine einzige Batterie gab. Diese war im Maschinenraum eingebaut worden und es handelte sich um eine Spezialanfertigung. Es lohnt sich, wenn wir genauer auf die Batterie sehen. Die wurde
auch benutzt, um die
Dieselmotoren
zu starten. Daher war es bei zu geringer
Spannung
in den Zellen nicht mehr möglich den
Triebzug
in Betrieb zu nehmen. Ein Start von Hand war nicht möglich. Es wurde, wie bei Fahrzeugen üblich, eine Bleibatterie verbaut. Diese Batterien besitzen schwere Platten aus Blei und Bleioxyd. In einem Gehäuse eingebaut, das mit einer verdünnten Säure gefüllt wurde, entstand so eine Spannung von zwei Volt.
Um nutzbare Werte zu erreichen, mussten einfach mehrere Zellen in
Reihe geschaltet werden. Beim hier verwendeten Modell waren es nicht
weniger als 90 Zellen.
Die komplette
Batterie
hatte daher eine
Spannung
von 180
Volt
und sie verfügte über eine
Kapazität
von 300 Ah. Das war nicht viel, wenn damit der
Dieselmotor
gestartet werden musste. Aus diesem Grund wurden die drei Motoren nicht
auf einmal gestartet. Es wurde mit einem Dieselmotor der
Antriebe
begonnen und wenn dieser lief, die anderen noch hinzu genommen. So konnte
die Batterie etwas geschont werden.
Damit der Ladestrom jedoch begrenzt werden konnte, war ein
Widerstand
eingebaut worden. So konnte die
Batterie
schnell wieder geladen werden. Das war wichtig, wenn mehrere Startversuche
vor-genommen wurden. Wir haben nun ein gestütztes Bordnetz erhalten, das für die Steuerung und die Beleuchtung genutzt werden konnte. Gerade bei der Beleuchtung gab es Lampen, die aktiv waren, wenn die Steuerung noch nicht aktiviert war.
Diese dienten dem Personal bei der
Inbetriebnahme
des
Triebzuges
und hier kamen normale
Glühbirnen
zum Einsatz. Das Personal musste jedoch darauf achten, dass das Licht
gelöscht wurde, wenn der Zug ein
Stilllager hatte.
Da diese Gefahr in den zahlreichen Apparate-schränken gross war
und weil gerade dort Licht sehr wichtig wurde, gab es eine spezielle
Lösung. Wurden die Türen geschlossen, öffnete sich ein Kontakt und das
Licht löschte automatisch. Diesen Effekt kennen Sie. Egal wie oft Sie es
versuchen, im Kühlschrank brennt kein Licht, wenn dieser geschlossen ist.
Das Prinzip wurde hier verbaut und war einfach besser zu erkennen, als
beim Kühlschrank.
Wenn wir schon bei der
Beleuchtung sind, dann sehen wir uns auch die
anderen Lampen an. Diese befanden sich in den vom Personal und Reisenden
benutzten Bereichen und an den beiden
Fronten für die
Dienstbeleuchtung.
Bevor wir diese betrachten, machen wir in den Abteilen Licht und dort
wurde darauf geachtet, dass viel Energie gespart werden konnte. Daher
wurde nach Möglichkeit auf
Glühbirnen verzichtet.
Daher wurde bei diesem
Triebzug
das Licht auch am Tag
eingeschaltet. Es entstanden so freundlich Abteile. Ein Merkmal, das den
TEE auch zugeschrieben wurde, denn niemand sass gerne im Dunkeln. Um die unschönen Lampen zu verstecken, wurden sie mit einem Glas abgedeckt. Dieses war so aufgebaut worden, dass das Licht an Reflektoren gespiegelt wurde. Es war so eine in-direkte Beleuchtung vorhanden.
Deren
fahles Streulicht wurde damit kompensiert, dass auch ein Anteil direkt in
den Raum leuchtete. Das war so eine gute Lösung, dass sie später bei
Reisezugwagen grundsätzlich verbaut wurde. In der Schweiz begann dies bei
den
Einheitswagen II.
Das Abteillicht konnte mit einem
Hauptschalter für den ganzen Zug
eigeschaltet werden. Jedoch war es auch möglich, das Licht in einzelnen
Bereichen wieder zu löschen. Das konnte im Wagen zwei in Abteilen sein,
die noch nicht zugänglich waren, oder aber der Ruheraum für den
Bordmechaniker. Dieser löschte das Licht, wenn er etwas Schlaf wollte. Bei
knapper Energie in der
Batterie konnte auch nur die halbe Anzahl Lampen
geschaltet werden.
Damit kommen wir zu den an den beiden
Fronten montierten Lampen. Diese
waren in eigens dazu geschaffenen Gehäusen eingebaut worden und die Lampen
bildeten ein A, wobei die obere Lampe unterhalb der
Frontfenster montiert
wurde. Alle drei konnten dabei nur weiss leuchten, aber vom
Führerstand
aus auch gelöscht werden. Doch damit war die
Stirnbeleuchtung nicht in der
Lage, alle erforderlichen Bilder zu zeigen.
Bei den beiden unteren Lampen ging das noch, aber die mittige oben
montierte Lampe war nicht so leicht zugänglich. Da gerade die Schweiz ein
Signalbild kannte, das dort ein rotes Licht verlangte, musste das
Lokomotivpersonal auf die
automatische Kupplung steigen um dann das farbige Glas
zu stecken. Eine mühsame Kletterpartie, die dann meistens vom
Heizer
erledigt werden musste, denn der war dabei und der Grund fand sich bei der
Steuerung.
Die Aufgabe der Steuerung unterschied sich nicht von anderen
Baureihen. So
mussten auch hier die vom Personal erteilten Befehle umgesetzt werden.
Gleichzeitig war aber auch eine Überwachung vorhanden. In diesem Teil
werden wir auf die Betrachtung der Umsetzung der Befehle verzichten. Der
Grund ist, dass dieser Bereich der Steuerung sehr eng mit der Bedienung
verbunden war und die sehen wir uns noch an.
Überwacht wurde der Betrieb der
Dieselmotoren, aber auch die elektrischen
Bauteile. Eine wichtige Funktion bei der Kontrolle der Dieselmotoren war
der für die Regelung verantwortliche
Woodwardregler. Sank in diesem der
Öldruck auf einen kritischen Wert, stellte der Motor automatisch ab. So
war gesichert, dass dieser nicht mit mangelhafter
Schmierung betrieben
wurde. Eine einfache Lösung, die durchaus für den Schutz ausreichte.
Um
diese Funktionen anzusteuern, war ein
Relais in der Leitung verbaut
worden. Dieses Maximalstromrelais konn-te durch den
Bordmechaniker zurück
gestellt werden. Sprach es erneut an, war der Defekt ernst zu nehmen. Gerade der immer wieder erwähnte Bordmechaniker war für die Kontrolle der angesprochenen Relais verant-wortlich. Einerseits konnte der Lokführer während der Fahrt nicht zu Behebung der Störung eilen.
Andererseits konnte
ein einfacher Defekt durch den
Bord-mechaniker noch vor dem nächsten Halt
behoben werden. Situationen bei denen ausserordentlich angehalten werden
musste, sollten so auf einen Minimum reduziert werden. Bei den Hilfsbetrieben gab es Bereiche, die mit einem Relais überwacht wurden und solche mit einfachen Sicher-ungen. Relais wurden dabei an jenen Punkten verwendet, wo durch die Steuerung eine Reaktion für den Dieselmotor erfolgen sollte.
Dazu gehörte zum Beispiel der Ausfall einer
Kühlwasser-pumpe. In dem Fall war die
Kühlung für den
Dieselmotor
ausgefallen und er musste unverzüglich abgestellt werden, da sonst Schäden
entstanden.
An den Stellen, wo nur
Schmelzsicherungen eingesetzt wurden, konnten diese
ersetzt werden. Dabei durfte auch hier nur einmal ein Austausch erfolgen.
Da davon durchaus auch wichtige Bauteile betroffen sein konnten, musste
der
Triebzug in ein Notprogramm verbracht werden. Das war angezeigt, wenn
zum Beispiel einer der beiden
Kompressoren einen Defekt hatte. In dem Fall
musste sparsam mit der
Druckluft umgegangen werden.
Jedoch war das gar nicht in jedem möglich,
denn auch bei den
Sicherungen gab es zwischen den Ländern Unterschiede.
Dank dem
Bordmechaniker konnte deren Anzahl auf nur noch zwei reduziert
werden. Mit der Zeit, wusste man, wo die Ersatzteile zu finden waren. Für die Fahrmotoren gab es eine weitere Gefahr. Das war die Situation mit durchdrehenden Rädern bei schlechter Adhäsion. In diesem Punkt gab es zwischen den Bahnen grosse Unterschiede.
Gerade in der Schweiz waren
damals ausgeklügelte Systeme vorhanden, die immer dann eingebaut wurden,
denn der Lokführer nicht auf dem Fahrzeug sass. So war auch die Einhaltung
der
Höchstgeschwindigkeit bei den Zügen überwacht.
Hier setzte sich die NS durch und daher kam deren
Schleuderschutzeinrichtung zum Einbau. Vereinfacht gesagt, leuchtete in
diesem Fall im
Führerstand einfach eine Lampe. Eine Möglichkeit, dass der
Schleuderschutz aktiv auf die Steuerung Einfluss nehmen konnte, gab es
jedoch nicht. Damit war nicht berücksichtigt worden, dass in der Schweiz
höhere
Zugkräfte erforderlich sind. Wir können daher annehmen, dass das
Thema noch einmal kommt.
Wenn wir zur Überwachung des Lokführers kommen, dann muss klar erwähnt
werden, dass der
Triebzug in diesem Punkt weit hinter den Anforderungen
lag. Gerade bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB gab es die
Sicherheitssteuerung und die
Zugsicherung nach
Integra-Signum. Beide
wurden hier nicht verbaut. Das hatte zur Folge, dass der Triebzug zwingend
mit einem zweiten Mann besetzt werden musste und das war nicht der
Bordmechaniker.
Ohne diese Einrichtung durfte der
Triebzug in Frankreich nicht eingesetzt
werden. Das sollte er, da alle geplanten
Verbindungen über das
Strecken-netz der SNCF geführt wurden. Doch nur damit war wirklich kaum ein
Schutz vorhanden. Zum Schluss der Steuerung müssen wir uns noch die Fern- und Vielfachsteuerung ansehen. Diese gab es bereits innerhalb des Zuges. Wurde dieser ab dem Steuerwagen bedient, wurden die Signale mit der Vielfachsteuerung auf den am anderen Ende befind-lichen Maschinenwagen übertragen.
Es war also eine feste
Verbindung, die jedoch im Zug die
Signalleitungen der normalen
Vielfachste-uerung benutzte. Über die automatischen Kupplungen war es mög-lich, einen weiteren Triebzug über die Vielfach-steuerung zu bedienen.
Dazu mussten die beiden Züge nur
gekuppelt werden. Schlossen sich die Kontakte, war die
Fernsteuerung
bereits aktiv. Dabei musste nicht einmal die Steuerung deaktiviert werden.
Es war also einfach das System einzurichten. Bei der Trennung mussten aber
die Steuerungen deaktiviert sein.
Alle weiteren Bereiche der Steuerung waren nun so stark mit dem Personal
verbunden, dass wir dieses Kapitel beenden können und uns nun der
Bedienung zuwenden. Mit diesem Schritt haben wir aber den Zug fertig
aufgebaut, auch wenn die Bedienung noch Bauteile bringt. Im nächsten
Kapitel finden Sie dann auch die Punkte der Steuerung, die hier nicht
erwähnt wurden. Dazu gehört zum Beispiel die Ansteuerung der beiden
Dieselmotoren.
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