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Wenn wir nun zur Bedienung des
Triebzuges
kommen, dann müssen wir uns zuerst ein paar Gedanken zum benötigten
Personal machen. Gerade bei international verkehrenden Zügen, kam dann
noch das Problem mit den Vorschriften dazu. Wir jedoch verteilen nun das
Personal und sehen uns dann dessen Einsatz kurz näher an. Personal fanden
wir im Zug, im Speiseraum und natürlich in den
Führerständen
des Triebzuges.
Ebenfalls im Zug befand sich das Personal für den Speiseraum. Hier
kamen damals spezialisierte Firmen zum Einsatz. Eine davon war die
Schweizerische Speisewagen-Gesellschaft SSG. Je nach
TEE
konnte also ein anderer Anbieter verwendet werden. Wichtig war hier, dass
der Betreiber immer auf dem ganzen Laufweg zuständig war. Die Küche konnte
ja nicht geschlossen werden, nur weil gerade in dem Moment die Grenze
passiert wurde.
Damit kommen wir zu dritten Kategorie. Das war das fest an seinen
festgelegten Standort gebundene Personal. Hier finden wir nun den
Lokführer vor. Dieser musste auf dem hier vorgestellten
Triebzug
mit einem
Heizer
begleitet werden. Auch hier galt es Vorschriften korrekt anzuwenden und
daher wurde das
Lokomotivpersonal
an den Grenzen gewechselt. Ein Vorgang, der jedoch nicht immer genau an
der Grenze
erfolgte.
Auch wenn ich es nicht erwähne, auf dem recht kurzen
Triebzug
gab es auf kurzen Abschnitten noch weiteres Personal. Dieses führte bei
den Reisenden an den Grenzen die Formalitäten des Zolls durch. Die Zöllner
wurden von den Ländern gestellt und sie fuhren mit. Das erlaubte es diese
Arbeit während der Fahrt vorzunehmen und das war einer der Punkte, der mit
den
TEE
beschleunigt werden sollte. Den Lokführer wechselt man in wenigen Minuten.
Dieses konnte wie ein normales Telefon benutzt werden. Dabei kamen
sogar die bei den üblichen Netzen vorhandenen Geräte zur Anwendung. So
stand auf dem
Führertisch
in einer Ecke ein Telefon. Wie der Koch arbeitet, oder wie der Zugführer die Fahrscheine ent-wertet, sind für Sie nicht so spannende Punkte. Wenn es aber um den Lokomotivführer geht, dann ändert sich das schnell.
Um an den Arbeitsplatz zu kommen, hatte das Personal für den
Führerstand
mehrere Möglichkeiten. So waren beidseitig übliche
Ein-stiegstüren
vorhanden. Aber auch von den Abteilen her war es möglich in den
Führerstand zu kommen. Wenn wir nun in den Führerstand kommen, dann verschaffen wir uns zuerst einen Überblick. Es war auf der ganzen Breite ein Führertisch vorhanden.
Dabei war anhand der Aufbauten klar zu erkennen, dass der
Lokführer seine Arbeit auf dem mittleren der drei Stühle verrichtete. Die
beiden seitlichen waren für den
Heizer
vorgesehen, der hier ja zwingend mitfahren musste. In der Wahl war der
Beimann nicht immer frei, denn es gab hier Unterschiede.
Die weitere Betrachtung, auch der Handlungen führen wir so aus,
dass sich der Zug in der Schweiz befand und dieser für die Fahrt
vorbereitet würde. Bei kaum einem Zug war damit der Standort so klar. Das
Lokomotivpersonal
übernahm damit den Zug im
Depot
G von Zürich. Ausnahmen gab es natürlich, doch damit setzte sich der
Lokführer auf seinen Sitz. Die weitere
Inbetriebnahme
konnte von diesem Platz aus erfolgen.
Dazu musste die manuelle Vorschmierung aktiviert werden. Niemand
würde so grosse Motoren ohne ausreichende Vorschmierung starten, denn die
Schäden konnten sehr umfangreich sein. Es muss erwähnt werden, dass auch der Bord-mechaniker einen Teil dieser Arbeiten machte. Er war für die Technik des Triebzuges verantwortlich und daher übernahm er die Vorbereitung der Dieselmotoren.
So konnte er auch gleich deren Zustand über-wachen. Auch beim
Start selber befand er sich da-her im Bereich der Motoren und da diese
sehr laut waren, besass der
Bordmechaniker
in diesem Fall einen Gehörschutz.
Waren die Motoren vorbereitet, konnte der
Trieb-zug
eingeschaltet werden. In einem
Depot
begnügte man sich mit einem Exemplar und damit fuhr man auch in einem
Bahnhof
herum. Lief der Motor rund, konnte die weitere
Inbetriebnahme
erfolgen. Wichtig war diese Reihenfolge, weil jetzt die
Batterie
wieder geladen werden konnte. Sie wurde vorerst nicht benötigt, da es ohne
Probleme möglich war, den
Führerstand
bei laufendem Motor zu wechseln.
Wenn wir nun den
Führertisch
ansehen, dann fällt ein Punkt auf. Die sonst immer wieder überladenen und
umfangreichen Handlungen waren hier schlicht nicht möglich. Es sollte eine
einfache Bedienung erfolgen und daher wurden einige Aufgaben auch dem
Bordmechaniker
übertragen. Je nach Land kämpfte der Lokführer bei der Betrachtung mit
seinem Ego, aber nicht in allen Ländern galten die gleichen Standards.
Das
Lokomotivpersonal
in der Schweiz war dessen Bedienung g-ewohnt, da es auch bei anderen
Baureihen
verwendet wurde. Da der Zug nur kurz war, verzichtete man auf das
nagelneue FV4. Da es sich hier um ein druckgeregeltes Ventil handelte, war die Bedienung nicht schwer. Wusste der Lokführer, wie der Bediengriff stehen musste, konnte die Bremse sogar ohne die an der Front montierten Manometer bedient werden.
Bei der Probe, war jedoch wichtig, dass der Luftauslass auch eine
Reaktion beim
Bremszylinder
der benachbarten
Achse
bewirkte. Der Lokführer konnte nur diese erkennen, die weiteren
Manometer
be-fanden sich im Zug. War die Bremsprobe erfolgreich, und waren die vor dem Lokführer angebrachten Steuerschalter korrekt eingestellt, konnte die Fahrt mit den Triebzug beginnen. Noch arbeitete ein Dieselmotor für den Antrieb und einer für die Zugsammelschiene.
Das war jedoch nur wichtig, wenn der
Triebzug
nicht an dem
Depotstrom
vorgeheizt worden war. War dies erfolgt, musste natürlich das Kabel
entfernt werden, denn nun fahren wir los.
Mit der
automatischen Bremse
wurde der
Triebzug
mit geringer
Bremskraft
gesichert und dann die
Handbremse
gelöst. Als weitere Handlung erfolgte mit der linken Hand der Griff zum
Steuerschalter
des
Wendeschalters.
Damit wurde die gewünschte Fahrrichtung eingestellt. Wir kommen nun zur
Regelung der
Zugkraft
und diese unterschied sich nicht, ob nur mit einem, oder mit beiden
Dieselmotoren
gefahren wurde.
Der
Dieselmotor
befand sich im Leerlauf und die
Schütze
zu den
Fahrmotoren
waren geöffnet. Es konnte also keine
Zug-kraft
aufgebaut werden. Das änderte sich mit den acht weiteren Stellungen. Diese
sehen wir uns an. Bei der Wahl der Stellung war der Bediener nicht frei. Eine höhere Position durfte nur eingestellt werden, wenn der Fahr-motorstrom dies zuliess. Es war also eine zum Stufenschalter vergleichbare Regelung vorhanden.
Da nun auch der
Dieselmotor
angesteuert wurde, sehen wir uns genau an, was die Handlung der Lokführer
für Auswirk-ungen hatte. Dabei hatte die erste Stellung die geringsten
Auswirkungen, denn es wurden nur die
Schütze
geschlossen. Auch im Leerlauf konnte der Generator genug Leistung abgeben, dass eine geringe Zugkraft aufgebaut wurde. Diese war jedoch so gering, dass der Triebzug selbst in der Ebene keine Beschleunigung erreichte.
Das war so oder so nicht der Fall, da die nun gelöste
automatische Bremse
eine gewisse Zeit brauchte, bis auch der letzte
Bremsklotz
los war. Um schneller beschleunigen zu können, nutzte man die weiteren
Stufen.
Mit den
Fahrstufen
zwei bis sieben, wurde die Servofeld-regelung und der
Woodwardregler
so verstellt, dass die Drehzahl des
Dieselmotors
jeweils um 100 Umdrehungen in der Minute erhöht wurde. Der
Generator
gab nun eine höhere
Spannung
ab und der
Strom
an den
Fahrmotoren
stieg an. Das konnte an einem
Instrument
abgelesen werden. Es war Sache des Lokführers, dass die dort vermerkten
Maximalwerte nicht überschritten wurden.
In der Regel waren die
Abgase
nur leicht eingefärbt. Es war also auch ein Zeichen, dass der
Dieselmotor
korrekt am arbeiten war. Der Lokführer konnte sich daher auf die
Zugkraft
konzentrieren. Wurde der Bedienhebel auf die letzte Stellung verbracht, hatte der Dieselmotor seine maximale Drehzahl er-reicht. Mehr Leistung konnte jetzt nur noch abgerufen werden, wenn auch der zweite Motor gestartet wurde. Das
erfolgte oft erst, wenn mit einem Zug losgefahren wurde. Das Personal war
darauf hingewiesen worden, dass man
Dieselöl
sparen sollte. Der Grund fand sich beim Preis, denn der Vorrat war
ausreichend bemessen. Die vom Triebzug gefahrene Geschwindigkeit wurde mit dem in der rechten Ecke des Bedienbereichs montierten V-Messer angezeigt. Das hier verbaute Modell stammte von der Firma Hasler in Bern und es war gerade dem Lokomotivpersonal bekannt.
Auch hier erfolgte die Aufzeichnung auf einem Streifen aus
Wachspapier und die Handhabung unterschied sich nicht gross. Auch wenn der
Lokführer die Entnahme in einem anderen Land vornahm.
Um mit dem
Triebzug
anzuhalten, musste die
automatische Bremse
benutzt werden. Dabei war etwas Vorsicht geboten, denn die mechanischen
Bremsen
waren sehr gut. Der RAm TEE besass ein
Bremsverhältnis
von 150%. Wurde eine zu starke
Bremsung
eingeleitet, konnte es passieren, dass die
Räder
blockierten. Ein Schutz der das verhinderte, war nur bei den Wagen
vorhanden, beim
Maschinenwagen
wäre ein
Schleuderschutz
nötig gewesen.
Sie sehen, es war also nicht selten der Fall, dass nur ein
Dieselmotor
lief. Probleme gab es nur, wenn dieser nicht mehr gestartet werden konnte,
dann musste auf den steilen Strecken eine
Hilfslokomotive
gestellt werden. Um die Hilfslokomotive zu kuppeln, musste diese zuerst vor den Triebzug fahren. Dann wurde aus diesem die Hilfskupplung genommen und diese in der Zugvorrichtung eingehängt. Die Luftschläuche konnten am Adapter angeschlossen werden.
Jedoch bleiben die
Absperrhähne
noch geschlossen, da die
Hilfskupplung
keine
Ventile
hatte. War die Höhe korrekt eingestellt, konnte die
Hilfslokomotive
an den
Triebzug
anfahren.
Erst jetzt wurden die Hähne geöffnet und die
Bremse
des Zuges wurde von der
Hilfslokomotive
übernommen. Im
Führerstand
musste nun aber der Bediengriff des FV3b in die Vorspannstellung verbracht
werden. Nur so beeinflusste dieses die
automatische Bremse
nicht mehr. Die Fahrt konnte nun wieder fortgesetzt werden. Der Zug
verkehrte damit jedoch nicht mehr pünktlich, aber das war bei Störung
selten der Fall.
Ich habe die Störungen angesprochen. Für deren Behebung wurde vom
Lokomotivpersonal
der
Bordmechaniker
beigezogen. Dieser konnte eventuell noch während der Fahrt eine Reparatur
vornehmen. Da wir nun den
Triebzug
fertig aufgebaut haben und nun auch die Bedienung erwähnt wurde, sollten
wir uns ansehen, wo die Probleme lagen. Der sehr einfach aufgebaute
Triebzug lässt erwarten, dass es Anpassungen und Änderungen gab.
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