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Vakuumbremse |
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Beginnen wir die pneumatischen Bremssteuerungen mit der Art, die gar keine
Luft benötigt. Jedoch nicht um diese zu lösen, denn sie arbeitet mit einem
Vakuum, das in einem System aus Leitungen aufgebaut wird. Um dieses Vakuum
zu bekommen, wird mit einer Pumpe, oder einem Ejektor die Luft aus dem
System gezogen. Damit wurde auch gleich die Luftfeuchtigkeit
herausgenommen und das war ein Vorteil.
Liebe Bewohner von Deutschland. Die in der
Schweiz und anderen Ländern als Vakuumbremse bekannte Lösung, wird bei
Euch Saugluftpumpe genannt. Im weiteren Verlauf müssen Sie sich aber am
Vakuum erfreuen, denn wir bleiben bei der Betrachtung bei diesem Begriff,
auch wenn die Saugluftpumpe genau umschreibt, was für ein System hier
effektiv angewendet wird, denn die genau als automatische Vakuumbremse
bezeichnete Lösung, arbeitet anders.
Wenn wir uns schon mit den Begriffen
herumschlagen, dann muss noch erwähnt werden, dass hier oft auch von der
Hardybremse gesprochen wurde. Es ist aber so, dass viele Hersteller in
diesem Bereich tätig sind und daher auch von diesen Verbesserung
vorgenommen wurden. Auch wenn oft von der Hardybremse gesprochen wurde,
wir sehen uns diese automatische Vakuumbremse etwas genauer an, denn sie
ist wirklich speziell.
Beginnen wir mit den Leitungen, denn diese mussten bei den
Verbindungen
der Fahrzeuge flexibel sein. Die dort verwendeten
Luftschläuche
müssen armiert und damit verstärkt werden, denn der
Luftdruck
wirkt von aussen auf diese und das konnte zum Verschluss der Leitung
führen. Besonders dann, wenn diese zum Lösen der Bremse entleert wird und
auch jetzt bietet uns diese Vakuumbremse eine andere Lösung an.
Mit
dem evakuieren wird also die Luft aus der Leitung gezogen. Gelöst ist
diese Bremse, wenn sich zwischen dem normalen
Luftdruck
und dem Vakuum eine Druck-differenz von 52 cmHg aufgebaut hat. Damit müssen wir uns mit dem Luftdruck befassen. Dieser beträgt in der Regel auf Meereshöhe 1013.25 hPa. Dieser Wert in Hektopascal entsprich in etwa einen bar, oder zehn Tonnen auf 1 m2. Nicht nur auf den Leitungen lastet dieser Druck, sondern auch auf uns Menschen, die aber einen dazu passenden Gegendruck aufweisen.
Daher bemerkten wir den Druck der Luftsäule auch nicht. Es sei denn es
nähert sich ein Hochdruckgebiet, dann kann es durchaus sein, dass Menschen
das spüren.
Um
mit der Vakuumbremse den Zug zu verzögern, wird einfach wieder Luft in die
Leitung gelassen. Je mehr davon eindringt, desto stärker bremst der Zug
ab. Die dabei wichtigen Werte sind die Durchschlagsgeschwindigkeit. Diese
wird bei der hier behandelten Bremse mit 15 m/s angegeben. Bei einer
Schnellbremse erhöht sich dieser Wert auf 200 m/s. Wir haben daher im
Notfall eine sehr hohe Geschwindigkeit erhalten.
Im
Betrieb kann bei der Vakuumbremse eine leicht längere Zeit gerechnet
werden, bis die Leitung wieder evakuiert worden ist. Das hängt hier nicht
vom Bremsventil, sondern von der
Leistung
der
Vakuumpumpe
ab, denn nur diese kann die Luft aus den Leitungen entfernen. Bei einer
Zugstrennung geht das
nicht, da laufend Luft in das System eindringt. Die gelöste
Anhängelast wird
damit automatisch abgebremst und das ist wichtig.
Die
Funktion der Bremse bleibt unabhängig der Höhe über Meer gegeben. Jedoch
ergibt sich durch den Druckabfall mit zunehmender Höhe ein Problem. In der
Leitung vorhandene Lecks können so eventuell nicht mehr ausgeglichen
werden. Für die
Vakuumpumpe
bedeutet das, dass sie mehr arbeiten muss. Wir hingegen müssen uns nun
ansehen, wie stark sich der
Luftdruck
mit der Höhe verändert, denn nur so wissen wir Bescheid.
Auf
Meereshöhe haben wir bekanntlich 1013.25 hPa. Wenn wir uns auf 1 000 Meter
Höhe befinden, beträgt der
Luftdruck
gerade noch 891 hPa. Das entspricht 88%, oder noch 0.88 bar. Wenn wir uns
aber auf 2 000 Meter befinden, steht noch ein Luftdruck von 759.99 hPa zur
Verfügung. Das sind noch 75 %. Sie sehen, es ist wichtig, dass mit der
Differenz gearbeitet wird. Wenn wir noch höher gehen würden, senkt sich
der Druck noch mehr.
Mit
der Vakuumbremse können sich Probleme ergeben, wenn grosse Differenzen bei
den Höhen überwunden werden. Gerade früher war das grösser, da noch nicht
so dichte Leitungen vorhanden waren und auch die
Leistung
der
Luftpumpe
immer mehr verbessert wurde. Trotzdem konnte sich die Vakuumbremse nicht
weiter durchsetzen und trotzdem wird sie auch heute noch in der Schweiz
angewendet und daher sehen wir die Bahnen an.
Jedoch ist es mit der Vakuumbremse nicht so leicht möglich, die Bremskraft
zu verstärken, denn das geht nicht so leicht, wie man meinen könnte, denn
wir haben nur einen Druck zur Verfügung. Mit grösseren Bremszylindern ginge die kräftigere Wirkung, die besonders bei der Klotzbremse im höheren Bereich höher sein kann. Mit sinkender Geschwindigkeit drohen die Räder zu blockieren. Die
Systeme für den
Gleitschutz
können bei der Vakuumbremse nicht korrekt arbeiten, da sie zu träge
reagiert. Das ist auch der Grund, warum sich immer mehr Bahnen für die
Anwendung der Druckluftbremsen entscheiden. Jedoch ist die Umstellung das Problem. Daher musste eine entsprechende Lösung her. Diese arbeitet schlicht mit beiden Bremsen. Man spricht in diesem Fall von einer vakuumgesteuerten Druckluftbremse.
Diese erlaubte es Systeme für den
Gleitschutz
und auf den
Triebfahrzeugen
alle Lösungen der Druckluftbremse zu nutzen. Dazu musste aber ein neues
Ventil
verbaut werden, denn die üblichen Steuerventile funktionieren nicht.
Auch wenn das Vakuumsteuerventil
vermittelt, dass es bei der Vakuumbremse benötigt wird, ist es dort nicht
erforderlich. Mit diesem
Ventil
wird ein für die Druckluftbremsen erforderliches Steuerventil mit der
Vakuumbremse gesteuert. Die Versorgung des Bremszylinders erfolgt dann mit
Druckluft
und daher wird es Zeit, dass wir uns auch die Druckluftbremsen ansehen,
denn diese konnten sich durchsetzen.
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