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Flüssigkeitsbremse |
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Eigentlich ist der Begriff Flüssigkeitsbremsen genau genommen nicht
korrekt, denn wir sehen uns die hydraulischen Bremsen an. Damit bestünde
jedoch die Gefahr, dass es mit der hydrodynamischen Bremse zu
Verwechslungen gekommen wäre. Die verschleisslose Bremse wirkt auf den
Antriebsstrang. Die hier vorgestellte Variante mit Flüssigkeiten arbeitet
jedoch auf die auf dem Fahrzeug verbauten mechanischen Bremsen.
Zudem sind die Leitungen besser zu vertragen, weil nicht auf die gute
Gängigkeit eines Drahtseils geachtet werden muss. Die verbauten Lösungen
bieten noch andere Vorteile. Bei dieser Bauart macht man sich die Eigenschaft von Flüssigkeiten zu nutze, denn diese können nicht kompri-miert werden. Die vom Bedienelement erzeugte Kraft wird direkt auf die Bremsen übertragen und dabei entstehen keine Verluste.
Zudem kann auch eine Verstärkung der Bremskraft erfolgen, was gerade bei
den Fahrzeugen von Vorteil sein kann. Auch die sehr schnelle Umsetzung der
Brems-anforderung spricht für diese Bremse.
Angewendet werden diese Bremsen bei Automobilen und bei
Baumaschinen auch
bei der Eisenbahn. Wichtig dabei ist, dass sie immer nur auf ein Fahrzeug
wirken, das zudem nicht getrennt werden kann. Auf dem Fahrzeug selber kann
die Bremse jedoch auf mehrere Bereiche aufgeteilt werden. Jedoch darf sich
in keiner Leitung Luft befinden. Luft ist ein
Gas
und dieses kann man komprimieren, was zum Ausfall führen würde.
Mehrere Bremskreise werden vom Antiblockiersystem ABS
benötigt, damit jedes
Rad überwacht
werden kann. Dieses System regelt den Druck der Flüssigkeit bei jedem Rad
so, dass dieses bei einer Bremsung nicht blockieren kann. Dank dem ABS
bleiben Fahrzeug manövrierbar. Sie können ABS mit dem
Gleitschutz
bei der Eisenbahn vergleichen, auch wenn hier eine deutlich gröbere
Regelung der Bremse vorhanden war.
Das
bei den hydrodynamischen Bremsen benutzte
Hydro-statiköl
könnte genutzt werden. In den meisten Fällen wird jedoch eine spezielle
Flüssigkeit benutzt, die auch bei hohen Temperaturen die gleichen
Eigenschaften aufweist. Das ist wirklich ein wichtiger Punkt. In der Regel wird hier Bremsflüssigkeit verwendet. Diese besteht aus chemischen Verbindungen und diese enthalten auch ein Korrosionsschutzmittel. Es sind also Flüssigkeiten, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden.
Ein
wichtiger Punkt dabei ist, dass sich die Eigenschaften der
Bremsflüssigkeit mit der Temperatur nicht gross verändern, denn nur so
kann jederzeit die gleichen Wirkung der Bremse erreicht werden. Gerade wegen den chemischen Verbindungen sind Bremsflüs-sigkeiten nicht mit der Umwelt verträglich. Sie werden in einem geschlossenen System verwendet und sollten daher nicht austreten.
Ein
Vorrat erlaubt den gleichen Druck und dort kann auch verlorene
Bremsflüssigkeit nachgefüllt werden. Auf jeden Fall ist klar, dass sich in
dem System keine Luft befindet, denn diese ist wirklich schlimm, da die
Bremse ausfällt.
Bei
den
Baumaschinen
der Eisenbahn kann mit der Flüssigkeitsbremse gearbeitet werden. Die sehr
genaue Umsetzung der verlangten Bremskraft sind von grossem Vorteil, wenn
genau angehalten werden muss. Das kann bei Ausrichten der
Schwellen
wichtig sein. Jedoch kann damit keine
Anhängelast
mitgeführt werden und das gilt ohne zusätzliche Bremseinrichtung auch bei
der Strasse und dort geht das auch nur bei leichten Anhängern.
Damit dieser aber auch gebremst wird, besitzen solche Fahrzeuge eine
Auflaufbremse. Diese kann durchaus auch mit der hier vor-gestellten Bremse
aufgebaut werden, denn es muss keine
Verbind-ung
zum anderen Fahrzeug erfolgen. Die Auflaufbremse wirkt, wenn das führende Fahrzeug verzögert. Der nun schiebende Anhänger drückt gegen die Kupplung. Dadurch wird ein in der Deichsel eingebauter Zylinder aktiviert und dieser sorgt dann dafür, dass die Bremse des Wohnwagens auch wirkt.
Bei
Zugkraft
löst diese Auflaufbremse wieder und der Anhänger folgt willig dem
Automobil. Diese Auflaufbremsen sind einfach aufgebaut und das sorgt dafür
dass es Probleme gibt.
Bei
der Auflaufbremse kann nur in einer Richtung gefahren wer-den. Wird diese
geändert und der Anhänger gestossen, wird der
Zylinder
so aktiviert, dass die Bremse angezogen wird. Das kann mit einer
Arretierung umgangen werden, die aber wieder entfernt werden muss, wenn
vorwärts gefahren wird. Das ist mitunter der Grund, warum diese
Auflaufbremsen bei den Eisenbahnen nicht verbaut werden, auch wenn sie gut
wirken.
Ein
weiteres Problem ist die Trennung vom
Triebfahrzeug,
denn in dem Fall wirkt die Auflaufbremse nicht mehr und der Anhänger ist
ungebremst. Aus diesem Grund sind zusätzlichen Sicherungsseile vorgesehen.
Diese sorgen dafür, dass in dem Fall die Handbremse anzogen wird. Die bei
den Bahnen verbauten Lösungen müssen auch
Verbindungen
und Trennung zulassen und sie müssen in beide Fahrrichtungen ohne Probleme
wirksam sein.
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