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Der Scheiteltunnel |
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Mit
dem Scheiteltunnel haben wir einen Tunnel erhalten, der eine spezielle
Bezeichnung bekommen hat. So leicht ist nicht zu erklären, wie er zu
seinem Namen gekommen ist. Wenn ich nicht weiter komme, dann wende ich
mich der Strasse zu, denn dort kennen Sie sich aus und das hilft für
gewöhnlich. Den Schritt zur Eisenbahn ist dann nicht mehr so schwer.
Eigentlich kann erwähnt werden, dass es sehr oft auch einen anderen Tunnel
gibt.
Oft
ist der Beginn dieser Strasse mit einer Schranke ver-sehen worden, denn
diese wird geschlossen, wenn der Pass wegen den Schneemassen nicht
befahren werden darf. Die Strasse ist jedoch steil, mit vielen
Kurven ver-sehen
und auch einige Tunnel gibt es. Oben angelangt, geht es aber nicht über den Pass, son-dern man hatte unter diesem einen Tunnel angelegt. Nach diesem kann man sich dann auf die Talfahrt freu-en. Bevor es aber soweit ist, sehen wir uns diesen Tunnel genauer an. Er befindet sich am oberen Ende. Man nennt diese Passhöhe oft auch Sattel.
Für
den Tunnel ging man aber einen anderen Weg und das ist der gemeine
Wortlaut und aus einem anderen Bereich.
Wenn sich eine Ansteigung in ein Gefälle ändert, sprich man oft auch, dass
der Scheitelpunkt erreicht worden sei. Die Anstrengungen sind geschafft
und nun wird es leichter, denn nach unten geht es oft wie alleine. Weil
sich unser Tunnel nun an diesem Scheitelpunkt befindet, wird er auch so
benannt. Bei der Eisenbahn ist das nicht anders, denn die Strecken, die zu
diesem Scheiteltunnel führen, werden auch als Zufahrt bezeichnet.
Diese Scheiteltunnel sind auf der betreffenden Strecke der höchste Punkt
und stellen oft auch den längsten Tunnel dar. In den meisten Fällen ergibt
der Name dieses Tunnels auch jenen für die Strecke. Damit stellt sich uns
die Frage, wo wir denn diese Scheiteltunnel finden. Wegen der Tatsache,
dass sie der Bahn den Namen gaben, sollten sie bekannt sein. In der
Tabelle werden kaum unbekannte Titel ausgeführt werden.
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Name |
Beginn |
Ende |
Länge |
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| Albula |
Preda |
Spinas |
5 865 m |
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Monte Ceneri |
Rivera-Bironico |
1 675 / 1 692 m |
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| Furka |
1 858 m |
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Gotthard |
Göschenen |
Airolo |
15 003 m |
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Lötschberg |
Kandersteg |
Goppenstein |
14 612 m |
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| Hauenstein |
Läufelfingen |
Trimbach |
2 495 m |
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Die
Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinzu kommt, dass auch
nicht alle als Scheiteltunnel bezeichnet werden. Sollten Sie nun die Regel
erstellt haben, dass jede
Bergstrecke
über einen Scheiteltunnel verfügt, dann haben sie eine sehr bekannte
vergessen. Es gibt in der Schweiz die Bergstrecke über einen Pass ohne
Scheiteltunnel. Sehen wir uns diese
Bahnlinie
kurz an und erkennen dann den Grund für diese Tatsache.
Die
Strecke der Berninabahn verfügt über sehr steile Strecken auf beiden
Seiten des Passes und kann in dem Punkt jeden Schei-teltunnel schlagen.
Entscheidend ist aber die Situation auf dem 2 328 m hohen Pass mit dem
gleichen Namen. Die Strecke besitzt hier schlicht keinen Tunnel und damit gilt sie als höchste offene Querung der Alpen. Wir können die Bernina-bahn auch mit viel gutem Willen nicht in diese Liste aufnehmen, aber durchaus in diesen Artikel einbauen. Es
gibt auch hier die beiden Seiten mit steilen Strecken. Das ist also
vorhanden, es fehlt einfach der Scheiteltunnel und einfach einen solchen
machen, damit wir einen haben, geht nicht. Die Berninabahn wird das ganze Jahr betrieben. Auf der Höhe der Passes kann es im Winter schon zu sehr viel Schnee kommen. Während dann die Strasse gesperrt wird, muss die Bahn mit sehr viel Aufwand die Räumung der Strecke organisieren. Die Linie muss offen sein, denn in dieser Zeit ist sie die einzige Verbindung der Region südlich davon in den restlichen Kanton Graubünden. Auch das macht diese Bahnlinie für uns sehr spannend.
Betrieben wurde die Berninabahn von Beginn an elektrisch. Wegen den
Steigungen wählte man
Gleichstrom.
Dieser wurde bis heute nicht mehr verändert und eine Reise mit der
Berninabahn lohnt sich. Wir hier verlassen nun diese Strecke, denn bei uns
geht es ja um die Scheiteltunnel und da gibt es genug Beispiele um eines
zu nehmen und genauer anzusehen. Meine Wahl fiel auf das bekannteste
Beispiel der Tabelle und damit auf den Gotthard.
Diese sind bekannt und auch der Name ist klar, denn es gibt den Pass mit
dem gleichen Namen. Lediglich der Tunnel ist nicht in der Nähe davon und
könnte deswegen auch die Bezeichnung Scheiteltunnel verlieren. Er trägt in
auch erst seit dem noch tie-feren Bauwerk. Der Gotthardtunnel: Den Gotthardtunnel braucht man nicht wei-ter vorzustellen. Er gehört vermutlich zu den bekanntesten Scheiteltunneln der Welt. Aber es muss sein, denn es gibt ja auch den gleichnamigen Strassentunnel. Der
wird nicht als Scheiteltunnel bezeichnet. Auch bei der Bahn kam der
Begriff erst, als er vom neuen Basistunnel unterschieden werden musste.
Ein Schicksal, das er mit anderen Scheiteltunnel teilt. Nur schon die Geschichte, wie es zu diesem Tunnel kam, liest sich wie ein Roman. Viele Projekte und eine Konkurrenz weiter östlich machten das Unterfangen schwer. Dabei sollte der neue Tunnel in einer Rekord verdächtigen Zeit gebaut werden. Das zudem noch von einer Person, die sich bisher im Tunnelbau nicht bewähren konnte. Louis Favre sollte jedoch die Vollendung «seines» Tunnels nicht mehr erleben, er verstarb während der Arbeiten.
Gebaut wurde der Haupttunnel der
Bahngesellschaft
in den Jahren zwischen 1872 und 1882. Die Arbeiten waren mit vielen
Problemen behaftet und oft war man auch kurz vor dem Scheitern.
Hauptproblem war ein eingeschleppter Parasit, der die Arbeiter während der
Bauarbeiten regelrecht innerlich verbluten liess. Dank ihm gab es eine
gigantische Anzahl von Todesopfer. Dieser wird heute mit einem Denkmal in
Airolo gedacht.
Das
war aber auch eine Folge der unerfahrenen Leute und dem gigantischen Druck
die Bauzeit um je-den Preis einzuhalten. Ob man diesen Druck auf den
Schultern der Opfer austragen musste, ist äusserst zweifelhaft. So entstand in der Zeit von gerade einmal zehn Jahren ein rund 15 Kilometer langer Tunnel zwischen Göschenen und Airolo. Der Tunnel war für die Bahn-gesellschaft so wichtig, dass man sie Gotthardbahn taufte.
Mit
den Mitteln von damals gelang diese Zeit nur dank dem neuen Dynamit und
der Tatsache, dass erstmal gleichzeitig von beiden Seiten gegraben wurde.
Nie-mand konnte wissen, ob man sich tief im Berg finden würde. Nach der Eröffnung war es der längste Bahntunnel der Welt mit einer Länge von rund 15 Kilometern. Dabei blieb es aber nicht, denn der Tunnel hatte bis heute drei unterschiedliche Längen erhalten.
Deshalb nenne ich hier die aktuell gültige Länge des Scheiteltunnels. Sie
erlauben mir, dass ich mich auf die Meter reduziere. So wären es dann 15
003 Meter. Der Tunnel ist somit rund 40 Meter länger, als bei der
Eröffnung.
Speziell beim Scheiteltunnel Gotthard ist die Tatsache, dass im später
noch ein kleiner Bruder zugestanden wurde. Man gab diesen den Namen
Gotthard II und er ist am zweiten Portal in Göschenen zu erkennen. Wenige
Meter im Tunnel enden die
Gleise und über eine
Verbindung
gelangen die Züge in den Haupttunnel. Benötigt wurde dieser Teil wegen den
beengten Platzverhältnisse im
Bahnhof Göschenen zur
damaligen Zeit.
Alle anderen langen Tunnel, wie jener am Lötsch-berg, oder am Simplon fuhren mit elektrischen Lokomotiven.
Auch das trug sehr zur Bekanntheit des längsten Tunnels der Welt bei, auch
wenn er nur 20 Jahre später diesen Titel für immer verloren hat.
Gerade wer die Geschichte zum Unfall im Rickentunnel gelesen hat, kann
erahnen, wie viel Glück man beim Gotthardtunnel beanspruchen musste.
Allein die eiserne Disziplin der Angestellten verhinderte ein grösseres
Unglück. In der Situation im Tunnel, wie an besagtem Tag zwischen
Kaltbrunn und Wattwil. wurde der Tunnel am Gotthard unverzüglich gesperrt.
Der Betrieb musste dann ruhen, bis die Luft sich besserte.
Durch die Ausrichtung des Gotthardtunnels hatte man hier eine gute
Belüftung
erhalten. Die Druckdifferenzen zwischen den beiden Seiten waren bedingt
durch die Alpen immer recht hoch. Besonders bei Föhnlagen wurde der Tunnel
sehr schnell vom Rauch befreit. Nun, ob es so war, ist nicht sicher, aber
der Dampf löste sich schnell auf und die Sicht wurde wieder besser. Was
man nicht sah, war einfach nicht mehr vorhanden.
Bekannt ist der Scheiteltunnel Gotthard aber auch durch seine beiden
Zufahrten. Diese stellen einen Meilenstein im Bau von Eisenbahnen dar und
sie waren wirklich sehr durchdacht gebaut worden. Es lohnt sich, wenn wir
diese nun etwas genauer ansehen. Nur so viel sei erwähnt, es soll hier
einen Friedhof für
Kupplungen
geben und alleine das weckt unsere Neugierde. Auch ein Grund, warum ich
diesen Tunnel wählte. |
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| Die Zufahrtstrecke | |||||||||||
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Wenn Sie den Begriff Zufahrtslinie
bevorzugen, dann können Sie auch diesen benutzen. Speziell bei diesen
Zufahrtsstrecken ist eigentlich, dass sie nur gebaut wurden, weil es den
Scheiteltunnel gab. Einen anderen Grund den Kanton Uri mit der Bahn zu
erschliessen, war damals zumindest nicht gegeben. Dort konnte man nicht
die grossen Verdienste einfahren. Es wird insofern speziell, dass
eigentlich die ganze Bahn dazu zählen würde.
Damit wir in Zukunft wissen, wo wir uns effektiv befinden, müssen wir
die-se Abschnitte bezeichnen und da man steile Strecken oft auch als
Rampe
an-sieht, nehmen wir diesen Begriff, weil es leichter ist. Die Cenerirampe: Die Cenerirampe ist der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen von Giubiasco und Rivera-Bironico. Um diese Höhe des Scheiteltunnels Monte Ceneri zu erreichen, musste eine lange Rampe erstellt werden. Diese folgte den Hängen und kommt alleine mit normalen Tunnel und üb-lichen Brücken aus.
Es
ist die einzige
Rampe,
die nicht nach der Himmelsrichtung benannt wurde und das verdankt sie der
ande-ren Seite.
Wegen den hohen Baukosten war diese Strecke aus den Plänen gestrichen
worden. Sie konnte dank einem Vertrag zwischen zwei Staaten doch noch
verwirklicht werden. Die Linie über den Monte Ceneri Pass war somit die
einzige zurückgestellte Strecke, die bei der Eröffnung bereit stand. So
war zumindest die Strecke zwischen dem unscheinbaren Immensee und Chiasso
zur Tatsache geworden. Dabei war der Bau in dieser Gegend nicht so leicht.
Die
Wälder um den Pass waren berüchtigt wegen der Banden. Die überfielen die
Kutschen und raubten auch die Sprengstoffe der Erbauer. Erst mit der
Eröffnung der Bahn verschwanden diese Banden allmählich. Einerseits gab es
in der Region mehr Arbeitsstellen und andererseits waren die Züge so
schnell, dass man sie nicht überfallen konnte. Damit machte die
Cenerirampe die Region um den Pass auch etwas sicherer, was sicher nicht
schlecht war.
Alleine das führte dazu, dass man hier nicht von eine
Rampe
sprach. Bei der
Gotthardbahn
galten andere Massstäbe und wir sollten nun zum Pass zu-rück kehren, der
dieser den Namen gab, denn dort gab es klar zwei Zufahrten zum
Scheiteltunnel. Die Nordrampe: Die Nordrampe, also der nördliche Anstieg zum Scheiteltunnel Gotthard beschränkt sich auf den Abschnitt zwischen Erstfeld und Gö-schenen. Dabei ist die bekannteste Stelle bei den Schleifen im Raum Wassen zu finden.
Die
dreimalige Vorbeifahrt an der Dorfkirche von Wassen, machte diesen
Abschnitt sehr weit herum bekannt. Hingegen kann dieser noch viel mehr
bie-ten und das erst noch ganz unten. Die Steigungen bei der Gotthardbahn sind gleich zu Beginn auf beiden Seiten sehr steil. Es sind die steil-sten Abschnitte überhaupt.
Das
wurde bewusst so gewählt, denn hier konnte noch ohne Tunnel gebaut werden.
War der Zug für die Dampflokomotive zu schwer, blieb sie hier und nicht
weiter oben, wo dann die langen Tunnel kamen, stehen. Man war sich hier
schon zu Beginn bewusst, dass eine Dampflokomotive, die im Tunnel steht
nicht gut war.
Gerade die
Zugkräfte
wurden berücksichtigt. So sind nur die offenen Abschnitte so steil, wie
offiziell angegeben wurde. In den Tunnel verringerte man den Wert etwas,
damit es hier die Dampflokomotiven etwas leichter hatten. Hinzu kam, dass
man die Talseiten so wählte, dass die meisten Lawinenzüge umfahren werden
konnten. Jedoch gibt es bei der Nordrampe noch einen ganz speziellen Punkt
und das ist der Friedhof für
Kupplungen.
Dazu müssen wir diese Strecke etwas genauer ansehen. Die Lösung für das
Problem wird dann einfacher werden. Doch starten wir mit einem Zug im
Bahnhof von Erstfeld
und machen uns daran die Nordrampe des Gotthardtunnels zu erklimmen. Da die Strecke nach Erstfeld gleich mit der maximalen Steigung beginnt, würde sie weit über dem Bahnhof Am-steg-Silenen enden. Damit das nicht geschieht, wird die Strecke nach ein paar Kilometern wieder flach und folgt anschliessend den Hängen.
Erst danach beginnen dann die anhaltenden Steigungen bis nach Göschenen.
Doch gerade der Beginn dieser flachen Stelle ist für die
Zugvorrichtungen
der Züge eine grosse Herausforderung.
Diese Stelle hat beim Bahnpersonal den Namen Kupplungs-friedhof bekommen, weil es dort immer wieder Zugtrenn-ungen gibt.
Der
Grund dafür liegt bei der Physik und der menschlichen Natur, die sich hier
einen Streich spielen. Wenn der Mensch seinen Gefühlen freien Lauf lässt,
wird es der
Kupplung
zu viel und sie reisst. Rund 2/3 aller Zugtrennungen auf der
Gotthardstrecke erfolgen hier, so dass die Bezeichnung Kupplungsfriedhof
sehr bekannt geworden ist.
Durch den Übergang in den flachen Abschnitt, gibt es eine massive Erhöhung
der
Zugkraft
in der
Kupplung.
Diese Zugkraftspitze alleine reicht schon, um die Kupplung reissen zu
lassen. Doch der Lokführer erkennt den flachen Abschnitt, wo er besser
beschleunigen kann. Daher möchte er die Zugkraft erhöhen. Die Folge ist,
dass die Kupplung reisst und es zu einer
Zugstrennung
kommt. Daher muss der Lokführer hier die Zugkraft reduzieren und nicht
erhöhen.
Dabei erfolgt hier der Anstieg nicht in einer dauernd vorhanden
Rampe,
sondern in Stufen. Da-bei ist die Leventina und das Tal verantwortlich,
denn der Fluss Ticino muss drei Schluchten passieren und das gilt auch für
die
Bahnlinie. Wenn wir der Kilometrierung der Strecke folgen, befindet sich mit Stalvedro die erste Stufe bereits nach dem Bahnhof von Airolo. Diese kann mit der Querung des Tal und den Hängen folgend, passiert werden.
Unmittelbar nach Stalvedro beginnt die Ebene von Ambri und diese kann mit
einer einfachen
Rampe
erreicht werden. Erst im Bereich der Gemeinde Rodi ändert sich die
Situation wieder, denn es folgt dort die nächste Schlucht. Das Dazio Grande konnte nur mit einer umfangreichen künstlichen Verlängerung der Strecke befahren werden. Nur schon die engen Platzverhältnisse machen diesen Bereich zu einem der schönsten der Gotthardbahn.
Alleine die fehlende Kirche sorgt dafür, dass die grosse Schlucht nicht so
bekannt ist, wie das grosse Tal in den USA. Ein Besuch würde sich lohnen,
zumal man noch mehr zu sehen be-kommen kann, denn die
Rampe
ist lange.
Als
letzte Stufe ist dann die Biascina zu bewältigen. In diesem Bereich
verändert sich das Tal, der Ticino stürzt in einer wilden Schlucht von der
Anhöhe hinunter ins Tal, das sich weit öffnet. In diesen Bereich kommt die
Bahnlinie
weit oben und um die Talebene zu erreichen müssen nahezu 100 Meter an Höhe
verloren werden. Das erfolgt erst noch auf wenig Platz. Möglich machten
das die speziellen Kehrtunnel, die hier verbaut wurden.
Da
eine dauerhafte Steigung von Bodio bis Goirnico vorhanden ist, entsteht
der Effekt nicht. Mit den vielen Kunstbauten und den beiden Schluchten ist
auch die Leventina ein interessanter Punkt. Es lohnt sich ein Besuch in
dieser Region. Auch wenn ich hier bei den Zufahrtstrecken der Gotthardbahn nur die drei Rampen erwähnte, die weiteren Abschnitte können mit einer Flachbahn, wie in anderen Regionen auch, verglichen werden. Wirklich
spezielle Bereiche in Bezug auf den Tunnel gibt es nicht. Jedoch zeigt der
Gotthard schön auf, dass bei zwei
Rampen
die Himmelsrichtungen zur Unterscheidung genommen wurden. Wegen der
Strecke sind die erwähnten bekannt. Die Zuordnung der Himmelsrichtungen war eine beliebte Lösung und so wären auch Westrampen oder Ostrampen möglich gewesen. Diese gibt es zum Beispiel an der Strecke durch den Arlberg. Dabei sticht aber immer der Simplontunnel heraus. Er
hat keine Nordrampe erhalten und ist daher einer der wenigen Tunnel ohne
beidseitige
Rampen.
Zudem hätte er im Norden eine Westrampe erhalten, während er im Süden eine
Südrampe hat.
Wir
können nun die Scheiteltunnel mit ihren Zufahrtstrecken abschliessen.
Dabei stellt sich nur noch die Frage, warum wir denn diesen Begriff nicht
bei allen so aufgebauten Strecken benutzen. Beim Tunnel durch die Albula,
ist es im Grunde einfach ein Tunnel. Es ist die Tatsache, dass bei jedem
Scheiteltunnel genau genommen auch ein Basistunnel vorhanden war. Diese
sollten wir auch etwas genauer ansehen.
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