Stromsysteme

Wenn wir nun in die Welt der Stromsysteme eintauchen, dann kommen wir unweigerlich zu den Spannungssystemen und wir verlassen die bisherige Theorie. Dabei spielt es vorerst noch keine Rolle, ob es sich um natürliche Quellen handelt, oder die Elektrizität künstlich erzeugt wurde. Es gibt schlicht einen grundsätzlichen Aufbau, der nicht verändert werden kann, denn fehlen diese Teile kann kein Strom fliessen.

Es wird im Zusammenhang mit der Elektrizität von einem Stromkreis gesprochen. Wie es der Name schon sagt, haben wir einen Kreis, oder auch Ring erhalten.

Dieser Stromkreis kann verästelt sein und auch lose Enden besitzen. Wichtig dabei ist, dass dieser Kreis immer in sich geschlossen sein muss, denn nur dann kann ein elektrischer Strom fliessen. Wird dieser Kreis geöffnet finden kein Stromfluss mehr statt.

Der Stromkreis besteht aus drei grundlegenden Bau-gruppen. Das ist die Erzeugung, oder Quelle und so-mit die Stelle wo Elektrizität entsteht. Ein zweiter Bereich bildet der Nutzer, der aus mehreren Bau-gruppen bestehen kann.

Diese beiden Gruppen werden mit dem dritten wichtigen Punkt, den Leitungen verbunden und so ein Kreis gebildet. Dabei sind diese bereits ein Nutzer, denn noch gibt es keinen Leiter, der über keinen Widerstand verfügt.

Egal welches Stromsystem wir für den Betrieb die-ses Stromkreises wählen, an dieser Tatsache ändert sich nichts mehr.

Der Stromkreis muss immer geschlossen sein um einen Strom zu bekommen. Wie sich dieser jedoch in den Leitungen verhält, ist eine andere Geschichte und diese wollen wir uns ansehen, denn damit sind wir in der Welt der Stromsysteme angekommen und die ist durchaus auch spannend anzusehen.

Bei der Elektrizität ist es so kompliziert, da diese Stromsysteme sogar kombiniert werden können. Jedoch kann man nichts anderes erwarten, wenn man sich mit Naturwissenschaften befasst. Die meisten Theorien von Volta, Ampère und Ohm müssen belegt werden. Die Stromsysteme bilden somit die angewandte Physik und die Tabelle soll die drei möglichen Systemsysteme aufzeigen. Es sind wirklich nicht mehr.

  Gleichstrom Wechselstrom Drehstrom
Sinuskurven Keine 1 3
Polzahl 2 2 3
Darstellung = ≈3

 

In der Tabelle sind wieder ein paar neue Begriffe aufgetaucht. Dabei ist die Anzahl der Pole wichtig. Erinnern Sie sich noch an die Theorie. Dort hatten wir den Pluspol und den Minuspol. Werden diese beiden Pole miteinander verbunden, gleichen sich die Ladungen wieder aus. Das will man in einem Stromsystem schlicht nicht und daher werden diese getrennt. Die Pole geben daher den Wert unterschiedlicher Ladungen an.

Die Tabelle zeigt jedoch auch, dass die drei Stromsysteme als Gleich-, Wechsel- und Drehstrom bezeichnet werden. Wegen den vorher aufgeführten Gesetzen hat das zur Folge, dass auch die Spannung diese Unterscheidung kennt.

Alleine der Widerstand bleibt gleich, auch wenn es da geringe Unterschiede gibt. So weit sind diese Stromsysteme noch ohne Unterschied. Da es nun aber drei Systeme sind, kann man auch Kombinationen erstellen.

Ein Kombination der drei Stromsysteme in einem gemeinsamen Stromkreis ist nicht möglich. Wobei so genau kann das nicht gesagt werden, denn bei den beiden eher technischen Systemen ist das möglich.

Sollte man es trotzdem versuchen, können schwere Schäden an den Bauteilen entstehen und das will niemand. Trotzdem kann es auch sinnvoll sein, wenn man diese Stromsysteme kombiniert und dabei geht das in einem Stromkreis.

Im Fall von Kombinationen wird ein System als Grundspannung bezeichnet. Dieses sehr oft auch als Trägerspannung bezeichnete Stromsystem wird mit Gleichstrom aufgebaut.

Auf dieser überlagert kann dann ein Wechselstrom geführt werden. Diese hohe Kunst der Systemkombination wird bei der Übertragung von Signalen in elektrischen Leitungen genutzt. Bei den einfachen Systemen ist diese Kombination schlicht nicht möglich.

Wenn wir bei den drei Stromsystemen genauer hinsehen, dann nutze ich eine einfache Reihenfolge und teile diese in zwei Bereiche auf. Wir haben daher ein natürliches System und zwei technische Lösungen. Auch wenn ich hier diese Unterscheidung mache, beide besitzen eigene Quellen für die Erzeugung der Spannung. Jedoch beginnen wir mit der Natur, denn diese kennt einfach nur Gleichstrom.

 

 

Der Gleichstrom
       

Dank dem Ohmschen Gesetz wissen wir, dass ein Gleichstrom immer auch eine Gleichspannung zur Folge hat. Daher können wir die beiden Begriffe genau genommen frei verwenden. Sie sehen nun, warum vorher die drei Bereiche vorgestellt wurden, denn gerade Strom und Spannung hängen so sehr zusammen, dass sie anhand der Systeme schlicht nicht verändert werden dürfen und können.

Mit dem Gleichstrom, oder eben der Gleichspannung, haben wir eine natürliche Lösung für Elektrizität bekom-men. Mit denen wurden die vorher vorgestellten Theorien erarbeitet.

Erst mit diesen Erkenntnissen konnten dann die beiden anderen Stromsysteme erschaffen werden und zwischen diesen sollte sogar noch ein grosser Kampf entstehen. Doch dazu später etwas mehr, denn wir müssen den Gleichstrom kennen lernen.

Dabei sollten wir zuerst erfahren, warum denn in diesem Bereich auch fachlich von einem Gleichstrom und nicht von einer Gleichspannung gesprochen wird. Der Grund ist simpel, denn der elektrische Strom ist dafür massgebend.

Dieser fliesst durch einen Leiter und wie er das macht, ist letztlich wichtig. Daher müssen wir wirklich von Gleich-strom sprechen und dieser erklärt sich eigentlich mit dem Namen schon fast selber.

Bei diesem Stromsystem haben wir einen Pluspol und einem Minuspol. Kommen Ihnen die beiden Begriffe bekannt vor? Es sind die beiden Ladungen, zwischen denen eine Spannung entstehen kann. Um diese wieder auszugleichen, fliesst ein Strom in die Richtung des Minuspols. Mehr gibt es nicht und der Strom versiegt, wenn die Ladungen ausgeglichen wurden. Es erfolgt also keine Änderung des Stromes und daher bleibt dieser immer gleich.

Durch die immer in die gleiche Richtung fliessenden Elektronen blieb der Strom daher gleich. Aus diesem Grund wird von Gleichstrom gesprochen. Es muss nicht immer kompliziert sein, denn oft ergaben sich die Namen aus dem Verhalten des elektrischen Stromes und das ist immer so, auch wenn es noch kompliziert werden wird. Mit Gleichstrom ist es wirklich ausgesprochen einfach und das hat auch Auswirkungen.

Weil wir hier einen einfachen Stromfluss haben, können für die Erzeugung dieser Spannung natürliche Elemente genommen werden. Mit diesen kann Gleichstrom erzeugt werden.

Bekannt sind hier sicherlich die Batterien, die aus zwei Metallen bestehen und so eine Spannung abgeben können. Wegen den verwendeten Stoffen können jedoch nur Gleich-spannungen abgegeben werden, denn die Ladungen sind ja definiert worden.

Es wird Zeit, dass wir wieder zu unserem Gewitter kommen. Durch die Reibung werden die Elektronen verschoben und zwei Ladungen erzeugt. Wie diese nun gepolt ist, kann zufällig sein.

Jedoch verändern sie sich nicht mehr, wenn die Ladungen getrennt wurden. Die zwischen diesen erzeugte Spannung kann daher immer grösser werden. Ist sie so gross, dass der Widerstand der Luft überbrückt werden kann, erfolgt die Entladung.

Wir erkennen diese Entladung als Blitz. Den Donner, den viele Leute fürchten ist nur eine Folge davon und er ist harmlos. Mit Hilfe des ohmschen Gesetzes kann sogar berechnet werden, wie hoch die Spannung ist. Durch den nun fliessenden elektrischen Strom können sehr grosse Energiemengen übertragen werden. Eine Ideale Quelle für die Energie. Die aber ausgesprochen schwer zu greifen ist, denn der Blitz schlägt oft dort ein, wo er will.

VORTEIL: Der grosse Vorteil des Gleichstromes ist diese natürliche Lösung. Mit sehr einfachen Mitteln kann eine Spannung erzeugt werden. In Form von Batterien kann diese genutzt werden. Erkannt wurde das schon sehr früh und die Lösungen aus Zink und Kohle waren viele Jahre gut, denn die Unterschiede zwischen diesen Metallen ergaben immer eine Spannung von 1.5 Volt. Sie kennen solche Produkte vermutlich von zu Hause.

Ein weiterer Vorteil ist der Widerstand. Dieser sollte in der Theorie nicht verändert werden. Jedoch muss vor dem Austausch der Ladungen ein leicht höherer Wert überwunden werden. Wenn dann der Stromfluss eingesetzt hat, ist der Widerstand geringer und das führt dazu, dass die Verluste in den Leitungen sehr gering sind und das kann man sogar bei langen Leitungen nutzen. Jedoch kommen dann auch die Probleme.

NACHTEIL: Der grosse Nachteil von Gleichstrom ist, dass dessen Spannung nicht mehr verändert werden kann. Die von der Quelle abgegebenen Werte müssen genutzt werden. Bei langen Leitungen sollte aber eine höhere Spannung genutzt werden, denn so können die Verluste deutlich gemildert werden. Wie das erfolgt, erfahren wir später. Bei Gleichstrom ist das schlicht nicht möglich. Trotzdem wird er immer noch verwendet.

Zudem bietet Gleichstrom eine grosse Gefahr. Da hier der Stromfluss nach der erwähnten Überwindung des Widerstandes dauerhaft fliesst, kann eine Entladung kaum mehr aufgehalten werden, denn diese wird erst Unterbrochen, wenn die Spannung für den Widerstand zu gering ist. So lange das jedoch nicht der Fall ist, bleibt der Stromfluss bestehen. Wenn wir uns den Gefahren zuwenden, werden wir das Problem sehen.

Genau dieser Effekt mit dem Widerstand ist der Grund, warum ein Blitz nur kurz erfolgt. Die Elektronen werden so schnell ausgeglichen, dass die Spannung schnell fällt und der Blitz löscht. Da jedoch die Ladungen immer wieder erhöht werden, erfolgt ein weiterer Blitz. Erst wenn die Ladungen nicht mehr aufgeladen werden, ist nicht mehr mit Blitzen zu rechnen. Daher enden Gewitter auch wieder und das ist gut.

Der Wechselstrom
       

Am Grundsatz, dass der Strom die Spannung beeinflusst, ändert sich jetzt nichts. Daher können wir auch hier den Begriff Wechselspannung frei verwenden. Ist eine Wechselspannung vorhanden, kann sich nur ein Wechselstrom einstellen. Jedoch verhält sich hier der elektrische Strom anders als wir vorher erfahren haben, denn wir haben eine technische Lösung, die natürlich nicht entstehen kann.

Bei einem Wechselstrom ändert sich die Richtung des Stromes. Er wechselt also die Richtung und daher wurde dieser Name gewählt. Spannend wird es je-doch, wenn wir die Erzeugung ansehen, denn dort wird im Grunde ein Gleichstrom erzeugt.

Jedoch ändert sich diese Richtung immer wieder und so entsteht der Stromfluss in zwei Richtungen. Dabei ist bei diesem Stromsystem wichtig, wie oft dieser Wechsel in einer definierten Zeit erfolgt.

Die Anzahl Änderungen der Flussrichtung wird Fre-quenz genannt. Dabei wird hier angegeben wie oft das im Zeitraum einer Sekunde erfolgt. Wobei genau genommen nicht die Anzahl genommen wird, sondern die Zeit, bis sich wieder der ursprüngliche Stromfluss einstellt.

Der effektive Wechsel erfolgt daher immer in der dop-pelten Anzahl und wir müssen uns diesem Thema etwas genauer annehmen, denn nur so verstehen wir die Frequenz.

Als Einheit für die Frequenz wird Hertz verwendet. Es schreibt sich wirklich so und auch hier ist diese einem Physiker zu verdanken. Heinrich Rudolf Hertz wurde am 22. Februar 1857 in Hamburg geboren. Dabei handelte es sich um einen jüdischen Namen. Da jedoch der Vater zum Christentum konvertierte, war das nicht mehr so zu erkennen. Auch dieser Physiker sollte grosse Taten vollbringen und kann er mit Volta und Ampère mithalten.

Hertz gelang es als erster die elektromagnetischen Wellen nachzuweisen. Damit war der Wechselstrom entstanden. Diese Entdeckung erfolgte 1886 und somit nur wenige Jahre vor dem Tod. Heinrich Rudolf Hertz verstarb am 1. Januar 1894 in Bonn und dank der nach im benannten Einheit bleibt er auch weiterhin bekannt. Die Einheit Hertz wird in der abgekürzten Form Hz genannt. Doch wir wollen diesen Wechsel betrachten.

Der Wechsel erfolgt fliessend und dieser Ablauf wird als Sinuskurve bezei-chnet. In der abgebildeten Grafik ist so eine Sinuskurve zu erkennen. Mit der Sinuskurve erkennen wir, dass sich der Stromfluss in einer bestimmten Zeit verändert und dann seine Richtung ändert. Danach erfolgt der Aufbau wieder auf die gleiche Weise. Die Frequenz gibt an, wie oft die Nulllinie in der gleichen Richtung passiert wird.

Wichtig bei dieser Frequenz ist, dass alle im Stromkreis verbauten Geräte da-zu passen müssen. Einzig der einfache Widerstand ist davon nicht betroffen. Zusätzlich ist es so, dass Bauteile für unterschiedliche Frequenzen nicht beliebig kombiniert werden können.

Eine einmal gewählte Frequenz kann nicht mehr direkt verändert werden und daher sind bei diesem Stromsystem sehr grosse Differenzen vorhanden, die immer wieder für Probleme sorgen.

VORTEIL: Wenn wir den Vorteil von Wechselstrom ansehen, dann erkennen wir auch, warum er sich durchsetzen konnte. Es ist mit einfachen Lösungen möglich die Wechselspannung in der Wertigkeit zu verändern.

Daher können diese Werte nach Belieben eingestellt werden. Das führt dazu, dass durch höhere Spannung die in den Leitungen vorhandenen Verluste kompensiert werden können und das wirkt sich bei langen Leitungen aus.

NACHTEIL: Es gibt gegenüber dem Gleichstrom nicht viele Vorteile, jedoch viele Nachteile. So kann Wechselstrom nicht mit natürlichen Methoden erzeugt werden. Es muss also immer eine künstliche Quelle vorhanden sein. Das ist jedoch in den modernen Stromkreisen für Wechselstrom nicht so schlimm. Jedoch kann daher auch keine Speicherung erfolgen. Der Wechselstrom muss unverzüglich genutzt werden.

Ein weiterer Nachteil ist der schon beim Gleichstrom erwähnte Widerstand, der überwunden werden muss, dass der Strom fliesst. Nach jeder Passage der Nulllinie muss dieser erneut überwunden werden. Daher sind in Leitungen für Wechselstrom höhere Verluste vorhanden, als das beim Gleichstrom der Fall ist. So gesehen ist dieses Stromsystem eigentlich gar nicht so gut und trotzdem wird heute nahezu überall damit gearbeitet.

Auch wenn wir viele Probleme gegenüber dem Gleichstrom haben, sind die wenigen Vorteile so gut, dass sich der Wechselstrom durchsetzen konnte. Durch die hier möglichen Veränderungen der Spannungen können viele Nachteile aufgefangen werden und so bleiben wirklich kaum mehr Nachteile übrig und wir müssen ein paar Beispiele ansehen, denn dank der Frequenz kann mit Wechselstrom sehr viel umgesetzt werden.

Heute üblich sind Stromkreise, die für eine Frequenz von 50 Hertz ausgelegt wurden. Diese sind an vielen Orten in den Netzen der Landesversorgung vorhanden. Ausnahmen davon können jedoch auch mit einer Frequenz von 60 Hertz arbeiten und das ist in den USA der Fall. Bahnen kennen zudem noch einen geringeren Wert, der bei 16.7 Hertz liegt. Jedoch kann der Wechselstrom noch viel mehr und da kommen wir zu anderen Frequenzen.

Durch Erhöhung der Frequenzen können die Schwingungen von Wechselstrom sogar gehört werden. Diesen Effekt nutzt man bei Lautsprechern. Die dort erzeugten Töne entsprechen einer definierten Frequenz und so können wir die Schallwellen erkennen, die sogar nach dem gleichen Prinzip arbeiten, wie das bei Wechselstrom der Fall ist. Sie sehen, es ist wirklich sehr viel mit diesem Stromsystem möglich und das führte zum Erfolg.

Der Drehstrom
       

Jetzt kommt die grosse Überraschung auf uns zu. Wer mit den bisherigen Hinweisen rechnet, muss enttäuscht werden. Es gibt schlicht keinen Drehstrom. Das ist so und mit dem Begriff wird nur gearbeitet, dass er sowohl mit den Gleich- als auch mit dem Wechselstrom verglichen werden kann. Damit stellt sich natürlich gleich die Frage, warum es denn diesen Drehstrom nicht geben soll, da er scheinbar überall verbreitet ist.

Zum Drehstrom kam es schon sehr früh und dabei sogar parallel zum Wechselstrom. Das führte dazu, dass diese so nahe verwandt sind, dass man sie eigentlich gar nicht trennen dürfte.

Doch damit sind wir auch bei der Frage, wie wir diesen Strom denn korrekt bezeichnen müssen. Dabei geht das nicht, weil auch hier ein ganz normaler Wechselstrom vorhanden ist. Anders ist nur der Aufbau der Spannung und die Nutzung.

Genau genommen ist in diesem Fall eine Drehspannung vorhanden. Auch wenn sie besser ist, an den Grundgesetzen kann auch sie nichts ändern und wir arbeiten mit einer speziell aufgebauten Wechselspannung.

Jedoch war vorher schon zu erkennen, dass bei diesem Stromsystem ein Pol mehr vorhanden war und dieser wird anders genutzt. Damit kommen wir direkt in die sonderbare Welt des Drehstromes.

Wichtig dabei ist, dass sich bei der Drehspannung nicht der Strom dreht, sondern das durch diesen Wechselstrom aufgebaute magnetische Feld. Elektrische Ströme erzeugen immer ein magnetisches Feld, das jedoch bei Gleichstrom nicht anders genutzt werden kann, denn wichtig ist, wenn sich diese magnetische Feld ändert und das erfolgt bei der Drehspannung auf eine drehende Art und so kam es zu dem Namen.

Um die Drehspannung besser zu verstehen, müssen wir uns die technische Herstellung von Spannungen ansehen. Dabei geht es nicht in die Details und wir bleiben sehr allgemein bei dem prinzipiellen Aufbau. Elektrische Ströme werden in der Regel mit einfachen rotierenden Bauteilen erzeugt. Bei einem normalen Wechselstrom wird dazu einfach gesehen pro einem Umgang die bereits erwähnte Sinuskurve erzeugt.

Diese rotierende Scheibe sorgt dafür, dass man einen Winkel von 360 Grad hat und damit nach einem vollen Umgang die ursprüngliche Richtung des Stromes wie-der hergestellt wird. Somit ist die Frequenz direkt von der Drehzahl dieser Scheibe abhängig.

Jedoch stellt sich damit auch die Frage, ob wir nicht mehrere Scheiben verwenden könnten. Wenn man diese im Aufbau dann noch leicht versetzt, sind wir am Ziel.

Wenn wir nun eine Drehspannung erzeugen, dann werden während einem Umgang der Scheibe drei Sinuskurven erzeugt. Diese wiederum liegen nicht an der gleichen Stelle, da sie versetzt ausgerichtet wurden.

Daher sind die Sinuskurven um den Winkel von 120 Grad verschoben. Und das überträgt sich auf die Leit-ungen, die getrennt geführt werden müssen. Der Name stammt daher von dieser als Beispiel genom-menen rotierenden Scheibe.

Da nun aber in jeder Leitung ein üblicher Wechselstrom mit versetzter Sinuskurve fliesst, kann ein solcher auch ohne Probleme aus einem Netz für Drehspannungen entnommen werden. Daher haben wir hier eigentlich eine Erweiterung des bereits vorgestellten Prinzips mit dem Wechsel der Flussrichtung. Doch damit die Frage, warum es denn zu dieser Drehspannung kam, da sie eigentlich keinen direkten Nutzen erkennen lässt.

Bei Drehspannung kann die Leistung auf mehrere Leitungen verteilt werden. So verringert sich gegenüber dem Wechselstrom der Stromfluss in jeder Leitung. Ein geringerer Strom hat aber den Vorteil, dass geringere Verluste zu beklagen sind.

Letztlich verdankt der Wechselstrom seinen Erfolg der Möglichkeit, dass er mit der Drehspannung kombiniert werden kann. So gesehen ist auch der Begriff Drehstrom nicht so falsch.

Bei einem Stromkreis für Drehstrom werden die drei Leitungen so geschaltet, dass auf einen eigentlichen Rückleiter verzichtet werden kann. Mit nur einer Leitung mehr, kann bei einer Drehspannung die dreifache Menge Strom übertragen werden.

Das ist ein grosser Vorteil. Die Schaltung im Kraftwerk erfolgt dabei fast immer auf einen geerdeten Sternpunkt. Zu diesem kann nun auch ein Wechselstrom ausgelöst werden. Ausnahmen davon bilden nur die Bahngesellschaften, die eine Fahrleitung für Drehstrom besitzen.

VORTEIL: Der Vorteil ist der einfachere Aufbau der Leitungen und diese sind zudem weniger belastet. Mit dem Drehstrom können die gleichen Eigenschaften wie beim Wechselstrom genutzt werden.

Daher kann auch hier die Spannung leicht verändert und so die Verluste weiter reduziert werden. Mit den Drehstrom erfolgt einfach ein einfacher Aufbau und das führte dazu, dass er sich auf der Welt durchsetzen konnte.

NACHTEIL: Grundsätzlich bestehen bei einem Drehstrom die gleichen Nachteile, wie es sie schon beim Wechselstrom gab. Zwar können die Verluste leicht gemildert werden, sie sind jedoch immer noch nicht so gut, wie bei Gleichstrom.

Nun müssen wir die Anwendung der Drehspannung noch kennen lernen und da komme ich zum Landesnetz. Genauer zur Steckdose, wo Sie eventuell ihren Computer, oder Ihr Handy eingesteckt haben.

Das Landesnetz ist ein klassischer Stromkreis für Drehspannungen. Erst in Ihrem Haus wird aus diesem der Wechselstrom abgenommen und den Steckdosen zugeführt.

Jedoch besteht damit die Gefahr, dass unbeabsichtigt die Leiter so verbunden werden, dass es zu einer Überlastung kommt. Damit müssen wir uns nun aber auch die Gefahren der Elektrizität ansehen und diese sind durchaus ernst zu nehmen.

 

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