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Wenn nicht der Lokführer bremst |
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Es
gibt hier drei mögliche Szenarien. Dabei ist die älteste Lösung sogar
jene, die am nächsten mit der modernsten Variante zusammen passt. Wichtig
bei allen nun näher betrachteten Einrichtungen ist, dass sie nur im
Notfall aktiv werden. Besonders dann, wenn das Personal nicht mehr
eingreifen kann, sind Lösungen wichtig, die ohne den Lokführer auskommen.
Genau genommen habe ich drei Bereiche definiert, die wir ansehen sollten.
Gerade
bei den Leuten kommt noch hinzu, dass sie immer wieder so schlau sind, und
alles versuchen, dass es zu einem Unfall kommt. Beispiele dafür gibt es
viele und oft mit dramatischen Folgen. Auch bei Güterzügen können Notfälle auftreten. Diese befördern Stoffe, die als gefährlich eingestuft werden. Wobei keiner davon so gefährlich ist, wie der bei den Reisezügen erwähnte Mensch.
Jedoch sind die Auswirkungen schlimmer. Niemand will eine halbe Stadt
evakuieren, nur weil ein
Güterwagen mit
Gefahrgut
umgefallen ist. Kommt es dann noch zu einem Feuer, kann man das Inferno
von weit her er-kennen. Der dritte Bereich ist das Personal. Auch wenn das seine Arbeit gewissenhaft macht, ausgeschlossen wer-den kann nicht alles.
Man
stelle sich nur einmal vor, der Lokführer ist nicht mehr reaktionsfähig,
er erlitt einen Herzinfarkt und fiel dann noch von der
Lokomotive. Ach ja, das
ist dann der Film, der schon bei der Einleitung erwähnt worden ist. Die
Bahnen machen aber viel, damit es nicht zu solchen Problemen kommen kann.
Egal welche der nun vorgestellten Schutzeinrichtungen betätigt wird, die
Bremsung führt nicht zur kompletten Entleerung der Hauptleitung. Der Grund
ist simpel, denn die Nachspeiseeinrichtung ist aktiv und sorgt dafür, dass
kein kompletter Auslass erfolgen kann. Wobei das mit der Bremsung nicht
immer so sicher ist. Doch beginnen wir diese Einrichtungen mit den
Reisezügen und damit
die Geschichte der Notbremse der
Reisezugwagen.
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Reisezüge |
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Wenn wir schon bei den Filmen sind. Der Zug fährt durch die Wüste und
niemand ahnt, dass gleich etwas besonders passieren wird. Ein Reisender
zieht an einem Griff. Dadurch bimmelt eine Glocke und das
Lokomotivpersonal
zieht die Handbremse so stark an, dass die Bremsklötze bei den blockierten
Rädern Funken
sprühen. Nicht alles ist so wirklich logisch, aber mit dem Griff und der
Glocke nahm das Personal einen Notfall an.
Mit dem Griff öffnet man nur das
Notbremsventil, dieses sorgt dafür, dass im Fall der Druckluftbremsen die
Hauptleitung entleert wird. Die beim
Ventil
ausströmende Luft sorgt für ein lautes akustisches Signal. Dieses soll das
Personal im Zug auf die gezogene Notbremse aufmerksam machen. So kann es
zur Hilfe eilen und dem besorgten Reisenden helfen. Die Bremsung kann nur
vor Ort zurück gestellt werden. Bei einer Notbremsung wird die Hauptleitung nicht komplett entleert. Jedoch wirkt auch trotz der Einspeisung die Bremse bis zum Stillstand und das kann nicht immer gut sein. Je nach Vorfall und Position des Zuges, kann der brennende Zug in einem Tunnel zum Stillstand kommen. In einem Tunnel ein Feuer ist die Kombination, die vom Menschen am meisten gefürchtet wird, denn es droht der Tod durch ersticken.
Als erste Verbesserung kam die
Notbremsüberwachung. Bei dieser führt die gezogene Notbremse dazu, dass
die Hauptleitung entleert wird. Jedoch kann nun der Lokführer diese
Bremsung wieder aufheben und so an einem sicheren Ort anhalten. Wie es der
Name schon sagt, er überbrückt die Notbremse und das auf Grund der
optischen Kontrolle. Eine Verbesserung, die aber nicht immer optimal war.
Mit der Notbremsanforderung konnte die
Notbremse jedoch verbessert werden. Wie schon bei der Notbremsüberbrückung
kann der Lokführer mit dem Zug noch fahren. Jedoch ist das nicht immer der
Fall. Daher müssen wir diese Notbremsanforderung genauer ansehen, denn sie
reagiert nicht in jedem Fall auf die gleiche Weise. Dabei geht man von
möglichen Szenarien aus und entsprechend reagiert die Bremse.
Im
Bereich eines
Halteortes
oder in einem
Bahnhof
wird bei der Notbremsanforderung angenommen, dass jemand mitgeschleift
wird, weil er in der Türe der
Reisezugwagens
gefangen ist. Jetzt wirkt die Bremse wie bei der normalem Notbremse. Der
Zug kommt also unweigerlich zum Stillstand und auch der Lokführer kann nun
die Notbremsüberbrückung nicht mehr aktivieren. Dabei wird mit den
üblichen Halteorten gearbeitet und auf der Strecke wirkt die Bremse
anders.
Ausserhalb des Haltebereiches erfolgt bei der Notbremsanforderung keine
Bremsung mehr. Durch die Technik wird dem Lokführer nur noch die gezogene
Notbremse gemeldet. Er kann die Fahrt bis zu einem geeignet Ort
fortsetzen. Jetzt geht das System vom schlimmsten möglichen Fall aus und
das ist natürlich ein Feuer und in einem
Tunnel
sollte dann nicht mehr angehalten werden. Sie sehen, dass diese
Notbremsanforderung gut durchdacht ist.
Bei
dieser Reaktion der Notbremse sind wir wieder beim Anfang. Der Reisende
kann als nur noch eine Glocke aktivieren und das Personal entscheidet
dann, wo mit dem Zug angehalten wird. Wenn Sie nun den Kopf schüttelten,
es ist so und damit ist ein Rückschritt zu erwarten. Im Gegensatz zum
Anfang haben wir nun aber die andere Reaktion im Bereich der
Haltestelle
und damit die Kombination mit der normalen Notbremse. |
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Güterzüge |
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Nach der Notbremse bei den
Reisezugwagen
stellt sich die Frage, gibt es diese auch bei
Güterwagen? Die
Antwort mag sie überraschen, aber es gibt sie tatsächlich. Wobei nun aber
keine Notbremsanforderung vorhanden ist. Der Grund dafür ist, dass nun
keine Reisende damit arbeiten, sondern das Personal und das kann die
Situation besser einschätzen. Jedoch ist das wirklich nur ein Notfall und
dabei gibt es zwei Lösungen.
Zu
erkennen ist er an einem roten Griff in der Nähe des Bodens. Auch die
Hinweise sind natürlich nicht mehr vorhanden und wenn an diesem Griff
gezogen wird, erfolgt eine Reaktion in der Hauptleitung, wie bei einer
Notbremse. Es stellt sich nun die Frage, der Nothahn auch auf Lokomotiven zu finden ist. Das ist so, denn bei neueren Modellen, die über ein elektronisches Führer-bremsventil mit Bremsrechner verfügen, ist ebenfalls ein Nothahn vorhanden.
Dieser ist dazu da, die Hauptleitung zu entleeren, wenn der
Bremsrechner
nicht mehr arbeitet. Es ist jedoch der einzige Nothahn, der dazu führt,
dass die Hauptleitung entleert wird und das ergibt neue Fragen. Reagiert der Bremsrechner nicht mehr und wird nun mit einem Nothahn, oder aber mit einer anderen Einrichtung die Hauptleitung geöffnet, wird diese entleert. Der Grund lieg beim Bremsrechner, denn dieser führt keine Nachspeisung mehr aus und daher kann sich sämtliche Luft aus der Leitung entfernen. In dem Fall ist jedoch ein Notfall eingetreten, der verhindert hätte, dass der Zug zum Stillstand gekommen wäre.
Sie
sehen, es gibt Nothähne, die erst noch unter-schiedlich reagieren. Die
Frage ist nun, ob der
Güterwagen
selber auch über eine Notbremse verfügt. Wenn wir so wollen, eine
technische Lösung. Warum sollte dieser einen Notfall haben? Unfälle hatten
gerade beim Transport von
Gefahrgut
gezeigt, dass diese hätten verhindert werden können, wenn die zuvor
erfolgte
Entgleisung
zur rechten Zeit erkannt worden wäre.
Kernstück ist ein Sensor, der die Erschütterungen misst. Bei einem Wagen,
der nicht mehr auf den
Schienen
steht, können grosse Erschütterungen festgestellt werden. Der im
Schotterbett
laufendes
Radsatz
hüpft stark und diese Schwingungen werden auf den Wagen übertragen. Das
merkt der Sensor und der Entgleisungsdetektor spricht an. Die Hauptleitung
wird entleert und das bemerkt der Lokführer. Der Zug kommt zum Stillstand.
Sobald der Zug steht, stellt sich der Entgleisungsdetektor wieder zurück
und die Hauptleitung kann gefüllt werden. Das ist eine
Meldung
an den Lokführer, denn er weiss nun, dass ein Detektor angesprochen hat.
Der Zug muss nun optisch kontrolliert werden und dabei steht auch die
Kontrolle der Entgleisungsdetektoren an. Eine Markierung zeigt an, dass er
ausgelöst hat. Kann beim betreffenden Wagen keine
Entgleisung
festgestellt werden, ist es eine Störung.
Entgleisungsdetektoren sind nicht bei allen
Güterwagen
verbaut worden und bei
Reisezugwagen
fehlen sie schlicht. Wagen die für ausschliesslichen Transport von
Gefahrgut
ausgelegt sind, besitzen diese jedoch. Sie sind an einem
Stossbalken
angebracht worden und können daher erkannt werden. Ein Defekt und die
damit verbundene Ausschaltung muss jedoch gemeldet werden, denn eine
Reparatur soll so rasch als möglich erfolgen, denn es ist ein guter
Schutz. |
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Sicherheitseinrichtung |
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Sicherheitseinrichtungen
sind dazu da, den Zug zu schützen, aber auch um das Personal zu
überwachen. Welche Einrichtungen dazu genau verwendet werden ist aktuell
nicht so wichtig. Vielmehr wollen wir uns nun ansehen, wie die
Auswirkungen auf die Hauptleitung sind. Einen Unterschied zwischen den
Druckluftbremsen und der Vakuumbremse gibt es nicht, denn in beiden Fällen
erfolgt eine Bremsung mit dem öffnen der Leitung.
Sie
unterscheidet sich nicht von den anderen Bremsungen, denn auch bei einer
Zwangsbremsung wird die Hauptleitung nicht komplett entleert. Der Grund
ist auch jetzt das immer noch aktive Bremsventil im
Führerstand. Bei elektronischen Führerbremsventilen kann die Zwangsbrems-ung die Hauptleitung komplett entleeren. In dem Fall wird durch die Steuerung des Fahrzeuges die Nachspeisung unterbrochen.
Sie
sehen, es kann hier Unterschiede geben und bei dieser Art der Bremsung
sind ebenfalls Notsituationen vorhanden. Meistens ist es eine fehlende
Reaktion des
Lokomotivpersonals.
Eine automatische
Meldung
zur Anforderung von Hilfe gibt es nicht. Mit der Zwangsbremsung haben wir die Arten kennen gelernt, die auf die Hauptleitung einen Einfluss haben, ohne dass dabei der Lokführer das verbaute Führerbremsventil benutzt.
Jedoch haben wir in diesem Kapitel die Züge zum ersten Mal aus Sicht der
Bremsen aufgeteilt. Auch an anderen Orten haben wir bereits von
Unterschieden gehört. Jedoch gibt es davor noch einen Hinweis zum
Verhalten der Hauptleitung.
Egal welche Funktionsweise wir uns nun ansehen, sowohl das
Führerbremsventil, als auch die Hauptleitung verhalten sich immer auf die
gleiche Weise. Die Abweichungen finden in den Steuerventilen statt und
daher wirkt sich deren Einstellung auch bei einer Zwangsbremsung des Zuges
aus. Jedoch stellt sich auch die Frage, ob es denn zwischen den
Reisezugwagen
und der Fahrten des
Güterverkehrs
wirklich Unterschiede zu beachten gilt.
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