Verkehrsarten

                       

Auf einer Strecke gibt es sehr verschiedene Verkehrsarten. In der Regel verkehren auf diesen Fahrten, die einem bestimmten Zweck dienen. Auch jetzt soll die Strasse helfen. Sie mit Ihrem Wagen nutzen den Verkehrsweg auf der Fahrt zur Arbeit und wieder zurück. Der schwere LKW befördert im Lauf des Tages den von Ihnen erzeugten Müll zur Entsorgung. Eine anderer beliefert den Supermarkt mit frischen Produkten.

All diese Verkehre haben einen bestimmten Zweck. Es ist der Transport von Personen an einen anderen Ort und jener von Waren. Ein durchaus umfang-reicher Verkehr, der aber die Strecke nicht immer auslasten kann.

Auch wenn der Bauer mit dem Trecker nicht zu den Stosszeiten fährt, er ist auch nicht jeden Tag unter-wegs und behindert den Verkehrsfluss. Das bemer-ken Sie nur nicht, weil Sie nicht zu der Zeit unter-wegs sind.

Neben diesen üblichen Verkehren sind auf einer Strasse auch Fahrten zu finden, die rein nur zum Vergnügen erfolgen. Das können Sie sein, die mit der Familie zu einem Aussichtsturm, oder mit den Kindern in den Tierpark fahren.

Dort können Sie Tiere bestaunen, die vor der Haus-türe längst nicht mehr erwünscht sind, weil auch sie die Rosen lieben. Im Zoo finden sich dann auch noch exotische Tiere wie dieses komische Kroko-dil.

Auf einer Bahnlinie gibt es diesen Verkehr ebenfalls. Wir haben die normalen Züge des Güterverkehrs und die planmässigen Fahrten des Personenverkehrs. Dieser kann nun aber nicht alle möglichen Fahrten beanspruchen. In dem Fall können die Lücken gefüllt werden und das sind nun die speziellen Verkehre, die wir ansehen wollen, denn Sie sind immer etwas anders, als das üblich der Fall ist. Auf dem Weg in den Zoo nervt der Bauer auch nicht.

Zusätzliche Verkehre beim Güterverkehr, ändern dessen Charakter gar nicht. Es bleibt der Transport von Waren. Anders der Personenverkehr. Neben den Leuten, die mit den normalen Zügen reisen, können auch besondere Fahrten angeboten werden. Diese belegen die Strecke und sie können eine Verkehrssimulation immer wieder über den Haufen werfen. Es lohnt sich, wenn wir diese speziellen Verkehre auf der Strecke ansehen.

Der Ausflugsverkehr
                       

Ich beginne mit den Ausflugsverkehr. Das auch weil der immer wieder mit sehr viel Freude ausgeführt wird. Wer in den Urlaub reist, ist friedlicher, als jener, der zur Arbeit muss. Mit dem Ausflugsverkehr wird eine Fahrt angeboten, die an die schönen Orte führt, ohne dass dabei immer wieder der Zug gewechselt werden muss. Auch einfache Tagesausflüge sind möglich und mit den Ausflugsverkehr kann der Urlaub begangen werden.

Während Sie den Ausflugsverkehr alleine durchaus mit Ihrem Wagen absolvieren, sind bei angebotenen Reisen andere Fahrzeuge im Einsatz. Das kann vom Reisebus bis zum Zug alles sein.

Es hängt davon ab, was beim Ausflugsverkehr ange-boten wird und oft ist es auch nur die Reise selbst, die zu einem Vergnügen werden soll, auch wenn das nicht immer leicht zu erkennen Ist. Ein Beispiel soll hier helfen, denn es ist spannend.

Mit der Eröffnung der Gotthardbahn verschwand der letzte Postillion am Gotthard. Dem ist nicht so. Gut betuchte Leute aus nah und fern nehmen sich heute die Strapazen einer Passfahrt in einer Post-kutsche auf sich.

Das alleine zum Vergnügen, denn seit dem Tunnel muss niemand mehr zwangsmässig über den Pass und schon gar nicht in einer Kutsche. Es ist eine Ausflugsfahrt, die sicherlich sehr speziell ist und auch teuer.

Solche Angebote gibt es auch mit anderen Verkehr-strägern und bei der Bahn, wo man mit historischen Fahrzeugen reisen kann.

Jedoch sind viele Fahrten mit diesen grossen Reisegruppen auch mit normalen Wagen möglich. Es hängt davon ab, was der Anbieter Ihnen bieten will. Berüchtigt sind da die Kaffeefahrten, die teure Produkte den Gästen anboten. Bei den Bahnen sind solche Verkaufsfahrten nicht üblich.

Der Gesellschaftsverkehr: Wegen der Bildung von speziellen Gesellschaften wird der Verkehr entsprechend benannt. Eine Gesellschaft ist eine Gruppe von Leute, die sich zu einer geselligen Vereinigung getroffen haben. Einzelne Leute, die sich nicht kannten bilden eine gemeinsame Reisegruppe, die nun am Verkehr teilnehmen will. Dabei kann bei dieser Gesellschaft der Weg, oder das Ziel wichtig sein.

Um den Gesellschaftsverkehr besser zu verstehen, müssen wir diesen anhand eines Beispiels ansehen. Meine Wahl fiel, wie könnte es anders sein auf den Gotthard.

In der Schweiz und auch in anderen Ländern sind Reisen in den Kanton Tessin, oder nach Italien sehr beliebt. Gerade im Frühjahr, wo die Region mit angenehmen Temperaturen lockt. Mit diesem Verkehr kann man nun auch ein Geschäft wittern und spezielle Fahrten anbieten.

Viele Jahre waren das die Reisen im Roten Pfeil nach Lu-gano. Später kamen auch Fahrten mit langen Zügen an den Markt in Luino dazu. Aus dem Raum Bern reiste man gerne nach Stresa.

Sie sehen, es ist wirklich sehr beliebt und diese Fahrten wurden oft mit speziellen Zügen absolviert. Die bekannten Roten Pfeile habe ich bereits erwähnt, aber auch andere Modelle konnten genommen werden. Da war man recht fle-xibel.

Fahrten mit dem Gesellschaftsverkehr werden mit sehr viel Phantasie Gesellschaftsfahrt genannt. Diese Fahrten erfol-gen mit speziellen für diesen Zweck formierten Zügen und Fahrzeugen.

Der Reisende kann dann an bestimmten Stellen zusteigen. Die kleine Station auf dem Lande wird dann plötzlich vom grossen schweren Reisezug bedient. Wo der Zug hält, hängt vom Angebot ab und das ist unterschiedlich.

Als Teilnehmer einer Gesellschaftsfahrt müssen Sie nicht den normalen Fahrpreis bezahlen. Vielmehr bietet der Veranstalter Fahrscheine zu besonderen Tarifen an, die eventuell auch den Eintritt in ein Museum beinhalten kann. Das soll aber nicht immer bedeuten, dass hohe Preise verlangt werden, denn oft kann der Anbieter auch von speziellen Konditionen profitieren, die er dann seinen Kunden weiter geben kann.

Gesellschaftsfahrten wurden früher direkt von den ver-schiedenen Bahnen angeboten. Aus diesem Bereich haben sie sich jedoch schon vor Jahren zurück gezogen, weil die regelmässigen Angebote nicht mehr so gefragt waren.

Trotzdem sollten Sie sich nach diesen besonderen Fahrten umsehen, denn es kann durchaus sein, dass es eine span-nende Reise an einen schönen Ort gibt und das ohne lästiges Umsteigen.

Für die Bahnen sind es Charterfahrten. Bei dieser Art der Reisen ist der von einem Verkehrsunternehmen stammende Zug von einem Drittanbieter übernommen worden.

Bei einen Charter kauft dieser also die Einheit für die Dauer der Reise. Bekannt ist dieser Begriff aus der Luftfahrt, denn dort sind Flüge im Charterverkehr durchaus an der Tages-ordnung und die Angebote billiger, als ein Linienflug.

Bahnen kennen dieses Segment erst seit wenigen Jahren. Auch wenn Sie bei einer solchen Fahrt in einen Zug des bekannten Unternehmens steigen, werden die Fahrkarten im Zug verkauft und das sogar von einer Person, die nicht in der sonst üblichen Uniform gekleidet ist. Es handelte sich in dem Fall um eine Charterfahrt, deren Gewinn vom Geschick des Käufers abhängt und daher ist dieser um gute Kunden bemüht.

Wir können damit die besonderen Fahrten von Zügen bereits abschliessen. Die Charterfahrten bilden sicherlich ein Segment, das noch selten angeboten wird, denn die früher üblichen Reisen an die Sonne im Süden, oder an den Markt in Luino sind längst Geschichte. Viele Leute wollen heute nicht mehr in einer Gesellschaft reisen und sich so an ein Angebot binden. Die normalen Züge sind daher die bessere Alternative.

Der Arbeitszug
                       

Eigentlich ist der Titel schon ein grosses Problem. So kann behauptet werden, dass Züge immer mit Arbeit verbunden sind. Anders gesehen, musste ich einen Begriff für spezielle Fahrten auf den Strecken finden. Es sind Bewegungen, die dazu vorgesehen sind, an der Strecke arbeiten auszuführen. Nach Abschluss kehren sie wieder an den Standort zurück. Normal kann in dem Fall nicht möglich sein und das lohnt sich anzusehen.

Was auf der Strasse für Probleme beim Verkehr sorgt, ist bei der Eisenbahn eine grosse Heraus-forderung. Wie auf der Strasse führen die Arbeiten zu Staus.

Wir jedoch wollen nun diesen Bautrupp begleiten, denn er muss auf die Strecke und das kann nicht auf normale Weise erfolgen.

Dieses sind dazu ausgelegt worden, dass man den nächsten Bahnhof erreicht und nicht, dass ange-halten und gewendet wird.

Es sind Fahrten, bei denen man davon ausgeht, dass die üblichen Einrichtungen zur Sicherheit negativ beeinflusst werden können. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein defekter Zug abgeholt wer-den muss.

Der Abschlepper der Eisenbahn kann nicht normal hinfahren, denn durch den Zug ist das Gleis belegt und die Signale bleiben rot. Es können aber auch Arbeiten sein, bei denen das Gleis ausgebaut wer-den muss.

Wir werden noch erkennen, dass es dabei durchaus Unterschiede geben kann. Jedoch müssen wir diese Fahrt anordnen und das ist in jedem Land etwas anders geregelt worden. Selbst in der Schweiz tat man sich schwer damit und daher wurde für diese eine eigene Regel eingeführt und die Fahrten als Arbeitszüge bezeichnet, die nach den Bestimmungen FDR 54 verkehrten. Es kommt nun ein Blick in die Bücher der Geschichte.

FDR 54: Mit dem Hinweis auf FDR 54 wurde der Artikel genannt, nach dem diese Fahrten erfolgten. Dabei waren spezielle Regeln zu beachten und diese umfassten auch Hinweise, wie diese Fahrten auf die Strecke übergehen und wieder von dieser zurück kehren.

Wichtig war dabei dass die Ankunft aller Fahrzeuge dem Fahrdienstleiter gemeldet werden musste. Da die Sache im FDR geregelt war, waren es Züge. So einfach kann es sein. Das mit der Rückmeldung sollten wir uns aber merken.

Es war viele Jahre so geregelt worden und in anderen Ländern wurde in diesem Zu-sammenhang von Sperrfahrten gesprochen. Mit der Sperrfahrt wird darauf hinge-wiesen, dass diese Züge auf einem für den normalen Verkehr gesperrten Gleis verkehren.

Wichtig war, dabei aber auch in anderen Ländern, dass nach besonderen Vorschriften gearbeitet wird, denn diese Fahrten waren wirklich nicht beliebt. Für Arbeitszüge musste eine Fahrordnung erstellt werden. Auf dieser wurden dann Bereiche auf der Strecke definiert.

Das konnten Weichen sein, aber auch Signale. Wichtig war, dass in der Fahrordnung eine Ankunft vermerkt wurde. Es mussten auch Hinweise zur Ausrüstung der Fahrt vorhanden sein. Es war wichtig, dass der Lokführer genau wusste, was an der Lokomotive angehängt wurde, denn er musste alles an Ziel bringen.

Die Fahrt selber war nicht so schlimm. Losgefahren wurde mit der Zustimmung des Fahrdienstleiters und dieser benannte immer einen Punkt, bis zu dem gefahren werden darf.

Das konnte ein Spurwechsel, aber auch ein anderer Bahnhof sein.  Auf der Strecke bis zu diesem Zielpunkt durfte aber auch angehalten werden und es war sogar möglich auf kurzen Abschnitten auch normale einfache Rangierfahrten auszuführen.

Ob wir nun von einem Arbeitszug, oder von einer Sperrfahrt sprechen, es waren immer Züge und dieser Punkt war wichtig. Jedoch verkehrten diese ohne die übliche Bedienung der Signale.

Gültig wurden in den Fall jedoch die Signale, die für den Rangierdienst benötigt wurden. Teilweise konnten aber auch Hauptsignale genutzt werden. Es war ein recht komplizierte Angelegenheit, die in der Schweiz geändert wurde.

In einen Bahnhof einfahren konnten Arbeitszüge mit dem normal geöffneten Einfahrsignal. Das war aber nicht überall zugelassen und je nach Situation musste eine leicht ge-änderte Regelung für den Einsatz angewendet werden.

Mühsam war es jedoch für die Baudienste, denn diese muss-ten immer nachfragen, wenn bei Bauarbeiten über ein Hauptsignal rangiert werden musste. Daher wünschten sie Vereinfachungen bei Arbeiten.

Damit verschwanden die Arbeitszüge aus den Vorschriften. Es sind keine Züge mehr. Jedoch erhalten sie immer noch eine Zugnummer, die aber mit einem R ergänzt wird.

Erforderlich ist diese Nummer eigentlich nur, damit man weiss mit wem gesprochen wird. Mit Namen wäre das so eine Sache, denn diese können auch doppelt vorhanden sein. Die Fahrt Müller könnte so schnell zu Verwechslungen füh-ren.

Rangierdienst auf die Strecke: Es ist daher in der Schweiz der Rangierdienst auf die Strecke eingeführt worden. Damit wird auch auf den Strecken rangiert.

Durch diese Änderung war nun klar, dass mit den Signalen für den Rangierdienst gearbeitet wird. Hauptsignale haben mit Ausnahme jener für die Einfahrt keine Bedeutung mehr. Das Einfahrsignal diente aber nur noch als Grenze zwischen Strecke und Bahnhof.

Beim Rangierdienst auf die Strecke wird zwischen zwei Arten unterschieden. So verkehren jene, die einen defekten Zug abholen müssen nicht mehr auf einer gesperrten Strecke. Selbst Fahrten, die auf der Strecke beginnen sind nun möglich. Das hilft den Einsatz zu beschleunigen und zurück in den Bahnhof fährt man nun immer als Zug mit den Signalen. Gefahren wird in den Fall beim Rangierdienst auf die Strecke auf Sicht.

Geblieben sind aber die speziellen Abläute mit der Mel-dung der Ankunft und der Ausrüstung. Durch diese Fahr-ten werden die Signale negativ beeinflusst und müssen in die Grundstellung verbracht werden.

Es ist daher wichtig, dass alle Fahrzeuge am Ziel ange-kommen sind. Zudem können nun Zielorte benannt wer-den, die sich auf der Strecke befinden. Eine Betriebsform, die aber sehr selten ist, denn in der Regel fährt man als Zug.

Auf der Strecke gibt es aber immer noch gesperrte Geleise zu fahren. Das kann bei Bauarbeiten der Fall sein. Die Fahrten von einem Bahnhof in einen solchen Abschnitt erfolgen nach anderen Regeln.

Wenn mit gesperrten Geleisen gearbeitet wird, ist immer ein Plan mit Hinweisen zur Sicherheit erstellt worden. Das ändert nun einige Punkte bei der Fahrt, denn in den ge-sperrten Abschnitt kommt man über den dafür Verant-wortlichen.

Der grosse Unterschied bei den Fahrten in ein gesperrtes Gleis liegt darin, dass dort die Rangierbewegung freier erfolgen kann, als das bei den normalen Fahrten der Fall ist.

Muss dort eine Rangierfahrt wenden, darf sie sich ohne Zustimmung nicht weiter als bis zum nächsten Hauptsignal bewegen. Der Grund ist simpel, denn dort können auch normale Züge verkehren und die müssen nicht auf Sicht fahren. Daher diese Regelung.

Gerade dank der Unterscheidung zwischen den normal befahrbaren Strecken und den gesperrten Abschnitten war eine Vereinfachung. Trotzdem sind diese Fahrten sehr selten der Fall und so wird immer wieder das Wissen des Personals gefordert. Hinzu kommt, dass es immer wieder zu Änderungen kommen kann. Richtig gelöst ist das Problem mit den Fahrten, die einen negativen Einfluss auf die Strecke haben noch lange nicht.

 

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