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Die Leistungsbestimmung |
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Die
Bestimmung der
Leistung einer
Lokomotive ist immer eine einfache
Sache. Man nimmt die Daten, die an den Motoren stehen und dann wird
gerechnet. Mit den alten Dampflokomotiven fehlen diese aber. Hinzu kommt
hier noch, dass nicht jede genau gleich war. Trotzdem musste man etwas
besitzen, mit dem man arbeiten konnte und das waren die Daten der
Bauteile. Danach muss nur noch gerechnet werden und schon fangen die
Probleme an.
Diese müssen dann noch im Verhältnis passen. Mag die
Lokomotive den notwendi-gen
Dampf nicht zu erzeu-gen, ist auch nicht mehr viel bei der
Zugkraft
zu erwarten. Sie sehen, es ist wirklich nicht einfach hier den Überblick
zu behalten. Für die Erbauer ist das auch nicht immer leicht.
Wenn
wir nun bei der
Zugkraft
sind und diese mit
Lokomotiven vergleichen, die
auf andere Art angetrieben werden, fällt uns schnell ein Punkt direkt auf.
Ein Modell, das elektrisch angetrieben wird, besitzt Zugkräfte während
einer bestimmten Zeit und solche die dauerhaft erbracht werden können.
Diese definieren sich durch die Erwärmung der Bauteile und der
Kühlung
derselben. Diese reicht daher nur für eine bestimmte Zeit aus.
Um
wieder zu den Dampflokomotiven zu kommen beginnt der Unterschied, denn
diese Werte sind hier schlicht nicht vorhanden. Die
Dampfmaschinen werden
alleine durch den Dampf schon warm und müssen nicht gekühlt werden. Im
Gegenteil, hier ist es gut, wenn diese einen gewissen Wert besitzt, denn
dann kühlt der Dampf nicht so stark aus. Damit wird es nun aber schwer
eine
Leistung zu
definieren, da die Daten fehlen.
Vielmehr kann hier die maximale Dampfproduktion genommen werden, denn in
einem Punkt sind wir uns sicher. Es kann nur der Dampf verbraucht werden,
der auch produziert wird. Klar wenn man weiss, dass gleich eine Zeit
folgt, bei der Wasser gekocht werden kann, ist eine kurzfristige
Überschreitung dieser Menge möglich. Lange Steigungen müssen aber mit so
viel Dampf befahren werden, wie in der Zeit erzeugt werden kann.
Das
führte im Betrieb unweigerlich dazu, dass bei langen Steigungen der
Lokomotive im wahrsten
Sin-ne des Wortes, der schnauf ausging. Man musste anhalten, Wasser kochen
und warten, bis wieder gefahren werden kann.
Umgekehrt ist auch ein zu grosser
Kessel
keine gute Wahl. Wird dort mehr Dampf erzeugt, als die Maschinen
benötigten, stieg der Druck an. Der erzeugte Wasserdampf wird dann über
die
Sicherheitsventile
wieder in die Umwelt entlassen. Wirtschaftlich ist das sicher nicht und
der Betrieb ist ausgesprochen teuer, das kann sich keine Bahn auf Dauer
leisten. Schliesslich musste
Kohle
und Wasser eingekauft werden und dann will man das auch nutzen.
Sie
sehen es gibt viele Gefahren und trotzdem konnte ich hier nur eine
Lokomotive auswählen, bei
der diese Verhältnisse nicht passten. Hatten die Erbauer immer sehr viel
Glück bei der Wahl, oder gibt es Hilfsmittel, mit denen berechnet werden
kann, was erforderlich ist. Diese Werte gibt es und diese müssen wir uns
nun ansehen, dabei ist der erste den wir benötigen bereits bekannt, denn
die Grösse des Feuers ist wichtig.
Wir
haben die
Rostfläche bereits
kennen gelernt. Auf dieser und nur dort, konnte das Feuer entfacht werden.
Wir haben die Grösse des Feuers und nun kommt der
Brennstoff dazu. Auch die
Energiewerte haben wir bereits angesehen. Mit diesen Werten, kann auf
einfache Weise berechnet werden, wie gross das Feuer für eine bestimmte
Leistung sein
muss. Daher sind nicht alle
Feuerbüchsen gleich gross
gebaut worden.
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| Die Heizfläche | |||||
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Beginnen wir mit der Heizfläche. Wie es schon vom Begriff her zu erkennen
ist, haben wir hier eine Fläche. Auf diese wirkt die Wärme des Feuers und
das war es auch schon. Wie gross diese ist, hängt davon ab, wo beim Feuer
man ist und wie gut diese an das Wasser abgegeben werden kann. Hier gibt
es grosse Unterschiede bei den Leitwerten von Metallen. Somit ist diese
Fläche gar nicht so einfach, wie man vom Begriff her vermuten könnte.
Nur
ist diese
natürlich nicht immer so einfach zu berechnen. Bleche können
gewölbt sein und dann verändert sich der Wert. Um die genauen Werte zu
berechnen, ist eine etwas komplexere Berechnung vor zu nehmen. Mit dem Ergebnis wissen wir auch in welchem Bereich die Wärme des Feuers auf das Metall wirkt. Es müssen daher alle Flächen genommen werden, bei denen sich auf der anderen Seite Wasser befand.
An
allen anderen Stellen konnte schlicht keine Wärme an dieses übertragen
werden. Die Wärme ging an die Umwelt verloren und das nennt man Verluste.
Diese waren bei einem
Kessel recht hoch
und das trotz aller Optimierung.
Es
kommt noch schlimmer für die Leute, die gerne rechnen. Die Wärme des
Feuers wirkt nicht überall gleich. Je weiter die Fläche vom Feuer entfernt
ist, desto weniger kann genutzt werden. Das Thema mit dem Wasser, das nur
Wärme aufnehmen kann, die höher ist, als der eigene Wert, hatten wir
schon. Somit kann ich nur sagen, viel Spass mit der Rechnung. Dabei haben
wir gar noch nicht alle Parameter, denn man teilt die Heizfläche.
Direkte Heizfläche: Die direkte Heizfläche ist genau
definiert. Es sind alle Flächen, auf die das Feuer direkt wirkt. Somit
kommen hier nur die Wände und die Decke der
Feuerbüchse in Frage. Dabei
wird diese direkte Heizfläche in den Unterlagen immer speziell erwähnt. Da
wir den
Kessel
bereits kennen, werden hier Metalle wie Stahl und Kupfer verbaut. Wobei
Stahl mit Ausnahme der Decke überall verwendet wird und man die Metalle
nicht teilt.
Sie
erinnern sich, dass dabei Flammen entstanden und die Luft über dem Feuer
zu flimmern begann. Auf Ihrer Haut spürten Sie die davon ausgehende Wärme.
Nur, was erwärmte sie? Die hübsche Nachbarin ist auf jeden Fall nicht
gemeint. Von einem Feuer gehen immer zwei Wärmequellen aus. Das sind die Flammen, die für die Wärme verantwortlich ist. Dabei kann anhand der Farbe sogar erkannt werden, wie hoch die Temperatur ist.
Das
Spektrum der Farben kann hier von rot und gelblich bis zu blau gehen. Im
letzten Fall ist aber eine extrem hohe Hitze vorhanden und auch mit
grosser Anstrengung werden sie diese bei einem Lagerfeuer nie erreichen.
Als
jedoch die Flammen weg waren und Sie sich die Glut angesehen haben,
stellten Sie fest, dass eine wohlige Wärme ihren Körper durchdringt. Die
warme Luft kann es nicht sein, denn die nervte den ganzen Tag und am
Rücken bemerken Sie, dass es schon sehr kühl ist. Jedoch kommen wir in die
Welt der Lichtwellen, denn solche werden von einem Feuer ausgegeben. Sonst
wäre ja die Party mit der Dunkelheit vorbei gewesen.
Die
rote Glut ist kein Zufall, denn sie strahlt immer noch Licht aus. Dieses
befindet sich im Bereich infrarot. Mit dem Auge können wird diese nicht
mehr erkennen, aber das heisst nicht, dass es sie nicht gibt. Das Objekt,
das dieses Licht abgibt erscheint für uns rot. Jedoch sind diese
Lichtstrahlen sehr energiereich. Das Fleisch auf dem Rost wurde köstlich
und Sie hätten es auch geniessen können, wenn Sie sich am heissen Rost
nicht verbrannt hätten.
Grundlos sind die Räumlichkeiten mit den unbeklei-deten Damen nicht in
einem roten Licht gehalten. Infrarotes Licht ergibt Wärme, die in den
Körper eindringt und die sich angenehm anfühlt. Daher sitzen Sie auch noch
am Feuer und starren auf die Glut. Wir haben daher bei der direkten Heizfläche die erwärmte Luft und das Feuer selber, die auf die Metalle einwirken. Wie hoch dieser Eintrag ist, hängt vom Brennstoff ab. Sie wollen wirklich noch rechnen?
Damals hatten die Fachleute das Wissen und auch Tabellen, die ihnen helfen
konnten. Ohne diese wird es wirklich eine sehr mühsame Rechnung. Aber
da-mit kennen wir nun den Eintrag von Wärme in das Metall und bekommen
eine
Leistung. Es wirkte also in diesem Bereich das Feuer direkt und das war der Grund für den Namen dieser Heizfläche.
Wie
schon erwähnt, wer die einzelnen Parameter kennt, kann damit die
Leistung
berechnet werden. Diese benötigt man zum Beispiel um den passenden
Kessel bei
einer
Heizung
für ein Haus zu bestimmen. Beim Kessel der
Lokomotive sind wir aber
noch nicht am Ziel und es gibt noch den
Langkessel mit
seinen Flächen.
Indirekte Heizfläche: Die zweite Heizfläche ist die
indirekte Heizfläche. Es sind alle Bereiche, bei denen die Wärme über das
Metall an das Wasser abgegeben wird. Im Gegensatz zur vorherigen direkten
Heizfläche fällt die die Infrarote Strahlung weg und es wirkt nur noch die
vom Feuer erwärmte Luft auf das Wasser. Die ist wirklich immer noch heiss
genug um Wasser zu erhitzen. Beim Aufbau des Langkessels haben wir
erfahren, dass es Rohre sind.
Um
hier die korrekte Fläche zu erhalten, benötigen wir noch einen Faktor. Nur
so können wir den Um-fang berechnen. Damit wir die indirekte Heizfläche
bekommen, müssen wir nur diesen Faktor kennen und der heisst Pi. Pi ist der Faktor um Kreise zu berechnen. Dabei wird dieser Faktor mit dem Zeichen П angegeben. Diese Kreiszahl verändert sich auch nicht, wenn der Durchmesser verändert wird. Die aus dem griechischen Alphabet stammende Zahl ist eine drei mit unendlich vielen Stellen nach dem Komma.
Was
noch fehlt ist die Zahl selber. Bitte sehr: 3,14159 26535 89793 23846
26433 83279 50288 41971 69399 37510 58209 74944 59230 78164 06286 20899
86280 34825 34211 70679…
Mit
Pi, dem inneren Durchmesser und der Länge haben wir die Werte, die wir zur
Berechnung der Fläche benötigen. Auch hier kann man berechnen, wie viel
Wärme an das Wasser abgegeben wird. Die gesamte Heizfläche berechnet sich
aus den Werten für den direkten Bereich des
Stehkessels, in den
indirekten Teil im
Langkessel. Jetzt
ist es wirklich nur noch eine Fleissarbeit und wir wissen, wie viel Dampf
ein
Kessel
erzeugen kann.
Sollten Sie sich immer noch mit der Kreiszahl herumschlagen, es sind nur
100 Stellen, berechnet wurden schon über 200 Stellen. Diese mit den
einfachen Massen ergänzt, ergibt die Fläche. Mit der Grösse des Feuers und
der Leitfähigkeit von Metallen lässt sich das berechnen. Eine mühsame
Sache, die wir uns ersparen. Es reicht, dass wir wissen, wie man berechnen
kann, was ein
Kessel
leistet. Es klappte nicht immer, aber meistens.
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| Die Anfahrzugkraft | |||||
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Den
Kessel haben
wir mit der Heizfläche vorher berechnet und nun kommen wir zu den
Dampfmaschinen. Mit Hilfe
des Dampfes wird dort in einem
Zylinder eine
Kraft erzeugt. Diese ändert sich nur mit der Füllung. Weil sie nur wirkt,
wenn mit dem Zug angefahren wird, nennt man diese Kraft meistens
Anfahrzugkraft. Da es bei einer Dampflokomotive aber keine anderen Kräfte
mehr gibt, wird oft einfach von der
Zugkraft
gesprochen.
Bei
anderen Antriebsarten ist das jedoch anders und daher können dort auch
andere Kräfte aufgeführt werden. Nun sollten wir uns aber einmal die
Anfahrzugkraft genauer ansehen, denn sie ist sehr speziell. Noch klar ist, dass sie bei an Anfahrt erzeugt werden kann. Damit bleibt uns nur noch die Zugkraft und eine solche kann die Dampfmaschine schlicht nicht erzeugen. Hier wirkte einfach eine Kraft und diese wird auf ein Gestänge übertragen.
Es
kann auch eine
Kurbelwelle
sein. Letztlich spielt das keine Rolle. Diese Kraft kann aber nicht
einfach in Zug-kraft umgewandelt werden, denn dazu benötigt man zuerst
eine sich drehende Bewegung. Bei der normalen Dampfmaschine wird dieses Drehmo-ment mit den Triebstangen und den Rädern erzeugt. Erst diese können aus dem Drehmoment eine Zugkraft machen. Dazu werden physikalische Grundsätze angewandt. Die Haftreibung zwischen Lauffläche und Schiene sind in dem Fall die wichtigen Grössen. Weil man bei einer Lokomotive wissen will, was sie ziehen kann, wird die hier wirksame Zugkraft genommen. In unserem Fall die Anfahrzugkraft.
Früher erfolgten die Angaben noch in Kilogramm. Das oft noch nicht so
umfangreich ausgebildete Personal konnte mit diesen Werten arbeiten, auch
wenn sie nicht korrekt waren. Bei Kräften wird heute mit dem besseren
technischen Verständnis mit Newton gearbeitet. Letztlich kann man aus
diesen Kräften auch ein Gewicht berechnen. Das sollte aber senkrecht auf
den Boden fallen und nicht an einer
Lokomotive hängen.
Neben all seinen anderen Arbeiten, wurde Newton wegen der Entdeckung der Schwerkraft zu einem der berühmtesten Physikern aller Zeiten.
Die
Schwerkraft besagt, dass diese immer gegen den Mittelpunkt der Erde wirkt
und dass sich nie-mand dieser Kraft entziehen kann. Um es etwas banaler auszudrücken, Isaac Newton fand heraus, warum wir nicht von unterer Kugel fallen. Klar, auch ich weiss doch, dass diese flach ist, wie eine Pizza mit knusprigem Rand. Gehen wir einmal davon aus, dass die vielen Fach-leute sich nicht irrten und wir auf einer Kugel leben.
Newton erkannte, dass die Schwerkraft uns hier behält. Ohne diese würden
wir alle bei der Ge-schwindigkeit der Erde ins All katapultiert.
Unter anderem entwickelte Newton auch die For-mel zur Bestimmung einer
Kraft. Diese Formel hat heute noch ihre
Gültigkeit
und entspricht einem Naturgesetz. Isaac Newton verstarb 31. März 1727 in
Kensington. Er wurde mit der Bereichseinheit für die Kraft geehrt. Eine
Ehrung, die in dem Fall kaum die Erkenntnisse des grossen Menschen
widerspiegelt. Dank Newton wissen wir, warum wir immer auf die Erde
fallen.
Doch
nun zum Naturgesetz von Newton. Ein Newton gibt an, wie schnell ein Körper
von einem Kilogramm Gewicht durch die Erdbeschleunigung beschleunigt
werden kann. Diese Erdbeschleunigung liegt dabei bei einem Wert von 9.81
m/s2. Sie ist überall wirksam
und betrifft sämtliche Objekte. Bei Leben auf einem anderen Planet, kann
ein anderer Wert gültig sein. In dem Fall passen diese Lebewesen nicht so
gut auf unsere Kugel.
Gut,
dann berechnen wir für ein kg die Erdbeschleu-nigung. Das ergibt den Wert
9.81 Newton. Wenn Sie bisher mit zehn Kilogramm gleich einem Newton
gearbeitet ha-ben, dann lagen Sie etwas daneben. Doch nun wieder zurück zur Dampfmaschine. Dort haben wir Werte, die festgelegt werden können und mit denen kann man, sofern man will, die Anfahrzugkraft berech-nen. Diese Werte müssen Sie nur noch kennen.
Wenn
Sie diese Werte haben, ist die Berechnung der Zug-kraft nur noch eine
simple Angelegenheit. Auch wenn ich aus lauter Gemeinheit nicht mitrechnen
werde, denn das ist mir schlicht und einfach zu mühsam. Eine Angabe, die benötigt wird, ist der Druck, den der Dampf hat. Dieser kann je nach Lokomotive unterschied-lich hoch sein. Der Druck ist bei allen Lokomotiven vom gleichen Typ identisch. Wobei das mit der Regel auch hier gilt. Festgelegt wird der maximale Betriebsdruck durch das Sicherheitsventil. Dieses öffnet, wenn der Wert überschritten wird. Genau hier liegt der Punkt für die Plombe. Etwas mehr Druck, ergibt auch etwas mehr Zugkraft.
Die
zweite Angabe ist die Fläche, wo der Dampf auf den
Kolben pressen
kann. Diesen Wert erfahren wir mit der Fläche des Kolbens. Berechnet wird
der Wert mit dem Radius im Quadrat und mit der Zahl П. Diese Kreiszahl
lautet: 3,14159 26535 89793 23846 26433 83279 50288 41971 69399 37510
58209 74944 59230 78164 06286 20899 86280 34825 34211 70679… Das ist mit
schlicht zu mühsam, daher beschränke ich mich auf 3.1416.
Wir
hier schauen uns wieder die Dampf-lokomotive an. Natürlich nehme ich als
Muster das Modell, das ich schon ausge-führt habe und das falsch
konstruiert wurde. Jetzt sollten wir wissen, was schief gelaufen ist. Der Kessel dieser Lokomotive hatte eine Heizfläche von 154.3 m2 erhalten. Bei den vier Maschinen waren Durchmesser von 400 und 580 mm vorhanden.
Wer
sich nun die Mühe macht zu rechnen wird erfahren, dass die Maschinen eine
Anfahrzugkraft von 84 kN erbringen konnten. Jedoch war dabei trotz der
Tatsache, dass es ein
Verbund war, sehr hoch. Der
Kessel
schaffte es schlicht nicht ausreichend Dampf zu erzeugen, weil er zu klein
war.
Ein
Vergleich mit einer gelungenen
Lokomotive zeigt das. Die
Baureihe
A3T der
gleichen
Bahngesellschaft
verfügte über eine Heizfläche von 166 m2.
Bei den auch hier vorhandenen vier
Zylindern waren
Durchmesser von 370 und 570 mm vorhanden. Sie erkennen, dass die
Heizfläche gesteigert wurde und die Maschinen von geringerer Grösse waren.
So reichte die Produktion aus und die
Schnellzugslokomotive
wurde ihrem Namen gerecht.
Es
ist so weit, wir haben die Dampflokomotiven mit ihren besonderen Bauformen
kennen gelernt und wissen wie die
Leistung einer
solchen
Lokomotive berechnet wurde.
Selbst die Steuerungen der Lokomotive erkennen wir und können ihr den
passenden Namen geben. Wir kennen uns mit Dampflokomotiven aus. Etwas, was
immer mehr in Vergessenheit gerät, denn heute baut man keine
Dampflokomotiven mehr und man schaut in alten Unterlagen nach. |
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Angaben für das Personal |
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Dampflokomotiven benötigen für die Fahrt Personal. Das ist der Heizer, der
für die Bewirtschaftung des Feuers zuständig ist und der Lokführer, der
die Maschinen so regelt, dass diese gerade genug Dampf verbrauchten. Damit
sich dieses Personal an die Macken einer
Lokomotive gewöhnen konnte, wurde
das Personal im
Titularsystem eingesetzt. Auch wenn dieses lesen und
schreiben konnte, an die mühsamen Formel wagte es sich nicht.
Auch
Sie gehen tanken, bevor Sie mit dem Auto auf die lange Fahrt in den Urlaub
gehen. So können Sie lange Strecken zurück legen. Bei der Eisenbahn kam
aber noch ein anderer Punkt dazu.
Jedes
Kilogramm Gewicht auf der
Lokomotive konnte nicht mehr der
Anhängelast
zugeschlagen werden. Daher mussten eventuell die Vorräte ganz genau
geplant werden. Es kam zu komplizierten Berechnungen und zu Korrekturen,
die dann erneut berechnet werden mussten. Dies wirklich dem
Fahrpersonal
zu übertragen, wäre nicht sinnvoll. Daher wurde schon früher die
Berechnung durch das Personal des Zuges ausgeführt.
Ausflüge mit
Dampflokomotiven mussten geplant werden. So musste vor der Fahrt genug
Kohle
geladen werden und auch die Punkte, wo Wasser bezogen werden konnte
waren wichtig. Nur wie berechnet man das bei einer neuen
Lokomotive, wo
man noch gar keine Ahnung hatte, wie gut denn diese die Wärme des Feuers
in Dampf umwandelte. Da konnte es durchaus zwischen den einzelnen Modellen
grosse Unterschiede geben.
Sie haben es
richtig vermutet. Bei den vorher vorgestellten Berechnungen kam man auf
ein theoretisches Ergebnis. Jede
Lokomotive war anders. So gab es
Exemplare, die bekannt waren für die gute Annahme der
Kohlen. Andere waren
gnädige Verdampfer und das konnte sich sogar zwischen den Nummern
unterscheiden. Es war zum Teil auch vom Personal abhängig. Passte dieses
zur Lokomotive kam es gut, anders jedoch ging gar nichts.
Die Ergebnisse wurden
dann, wie so oft berech-net. So wurde die Strecke gemessen, bis es kein
Wasser mehr gab. Analog wurde mit dem Brenn-stoff verfahren. So hatte man
erste Verbrauchs-werte für das Personal. Sie sehen, dass es damals bei Versuchsfahrten um viel mehr ging, als nur die Eigenschaften zu prüfen. Bei den Versuchen wurden Einstellungen vorgenommen und die Verbrauchswerte festge-legt.
Eher nebensächlich war
auch die Bestimmung der
Leistung, die bei vielen Dampflokomotiven durch
den
Kessel vorgegeben wurde. Wenn der nicht mag, kann die grösste
Dampfmaschine nicht die optimale Leistung erbringen. Die Angaben wurden bei der Rechnung so verän-dert, dass es eine Formel gab, die auf alle Züge angewendet werden konnte.
Wie diese genau aussah, war in einer
Tabelle auf-geführt worden. So konnte das Personal mit der Formel
berechnen, was verladen werden musste. Sie sehen, dass es wirklich viel
Vorbereitung brauchte um mit einer Dampflokomotive auf die grosse Reise
zu gehen und das wollen wir nun auch machen.
Für die auf
dem Bild unten abgebildete
Lokomotive galten Werte für Wasser und
Kohle.
Beim Wasser wurden 0.68 kg/t und Kilometer benötigt. Dabei ist das Gewicht
des ganzen Zuges zu nehmen. Der Verbrauch bei der Kohle wurde mit 0.09 kg
/t und Kilometer angegeben. Mit diesen Angaben kann nun berechnet werden,
ob die Vorräte für die geplante Reise ausreichend waren. Um das zu
verstehen, benötigen wir ein Beispiel für den Zug.
Unsere Aufgabe ist nun die Vorräte für die Fahrt zu berechnen und allenfalls auch zu planen, wo denn angehalten werden muss.
Das war durchaus die Aufgabe des
Lok-personals, das anhand der Angaben den Vorrat berechnete. Wenn wir nun rechnen, dann ergibt das einen Verbrauch bei der Kohle von 5 400 kg. Beim Wasser ergibt das einen Wert von 40.8 Tonnen. Wir benötigen nun den Vorrat, denn erst dann wissen wir, ob es Punkte gibt, die wir noch berücksichtigen müssen.
So konnten hier acht Tonnen
Kohle ver-laden werden
und der Vorrat beim Wasser betrug 18 Tonnen. Damit erkennen wir, dass
genug Kohle für die Fahrt mitgenommen werden konnte.
Schlimmer
war es jedoch beim Wasser. Das musste alleine für eine Strecke zweimal
nachgefüllt werden. Somit konnte der Zug die Strecke nicht in einem Stück
befahren. Wobei wir mit den 100 Kilometer einen recht langen Weg haben.
Zudem ist der Zug nicht unbedingt leicht. Unvorhergesehene Probleme auf
der Strecke sind damit auch nicht berücksichtigt. Um sich die mühsame
Rechnerei zu ersparen, wurden einfach acht Tonnen
Kohle mitgenommen.
Damit haben
wir nun die Berechnungen angesehen und haben auch etwas davon erfahren,
dass wir nur bestimmte Vorräte mitführen konnten. Zudem haben wir ein
Problem noch nicht gelöst. Es ist die Frage, wie man Wasser in einen unter
einem Überdruck stehenden Behälter bringt. Das Problem musste man lösen,
denn durch den entnommenen Dampf ging Wasser verloren. Dieses musste aber
die
Feuerbüchse überdecken.
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