Güterwagen Teil 3

                       
Willkommen beim dritten Teil der Güterwagen. Damit Sie auch jetzt wieder frei wählen können, sind unten alle Gattungen wieder aufgeführt worden. Mit einem Klick auf die Bezeichnung laden Sie automatisch bei den entsprechenden Modellen. Mit einem Klick zurück Ihres Browsers landen Sie dann wieder bei dieser Auswahl und dann kommt die neue Auswahl. Wenn sie nun diesen Wagen folgen, dann geht es danach los.
Die Unterteilung der Güterwagen
Gattung E Gattung F Gattung G Gattung H Gattung I Gattung K
Gattung L Gattung R Gattung S Gattung T Gattung U Gattung Z
                       
Beginnen wir mit den Güterwagen der Gattung S. Die Gattungen beginnen nicht am Anfang des Alphabetes. Zudem gibt es auch Lücken, die erst im Laufe der Jahre entstanden. Die hier fehlenden Buchstaben für die Gattungen werden für die Dienstwagen (XY) und für Wagen des Personenverkehrs verwendet. Diese haben die Buchstaben A bis D erhalten und belegen auch noch das W. Es ist nicht leicht, doch nun zur Gattung S.
Güterwagen der Gattung S
                       

Beginnen wir mit den Flachwagen der Sonderbauart, die den Buchstaben S schon in der Bezeichnung haben. Wir kommen nun wirklich in einen Bereich, der Angst einflössen kann. Diese Wagen der Sonderbauart sind so verbreitet, dass man sie eigentlich bereits zu den Regelbauarten zählen kann. Was aber für alle Modelle gilt, es sind Flachwagen. Das ist wichtig, auch wenn das nicht immer zu erkennen sein wird.

Das nun vor uns stehende Kapitel ist wirklich nicht leicht zu verstehen, denn alleine mit diesen Fahrzeugen kann man locker eine Seite füllen und hätte dabei kaum alle erdenklichen Varianten behandelt.

Jedoch beginnen wir auch hier am Anfang und sehen, wo wir hinkommen. Ein Grundsatz gilt immer, es handelt sich wirklich um Flachwagen, die auf Grund der besonderen Beschaffenheit des Fahrzeugbodens als Sonderbauart gel-ten.

Soweit klingt das noch normal und das wäre es auch, wenn es nicht so viel Güter gäbe, die über einen festen Ladeboden verfügen, der aber nicht normal sein muss. Stoffe wie die schon behandelten Schüttgüter findet man in dieser Kategorie schlicht nicht.

Auch Gase und Staubgut, wird nicht mit diesen Modellen befördert. Den ganzen Rest können wir aber getrost in diese Gruppe werfen und das ist wirklich sehr viel.

Dabei sind die Aufgaben der Flachwagen genau der Grund, dass es eine besondere Bauart ist. Diese Wagen können oft nur für ein bestimmtes Ladegut verwendet werden.

Bisher gab es mit Ausnahme der Autotransportwagen keine Fahrzeuge, die auf ein Ladegut zugeschnitten wur-den. Alleine das macht sie speziell. Mit den erwähnten Wagen der Gattung L beginnen wir die Betrachtung der verschiedenen Modelle.

Der Autowagen: Eigentlich müsste ich diese besonderen Wagen als Autotransportwagen bezeichnen. Diese lernten wir bei den zweiachsigen Modellen kennen. Es gibt davon zwar Modelle mit Drehgestellen, die sind aber ausgesprochen selten. Es sind Autotransportwagen, die dazu gebaut wurden um mit den Zügen des Personenverkehrs eingesetzt zu werden. Die nun kommenden Autowagen sind für den Transport von Leuten.

Autowagen sind spezielle Wagen, die für den Ver-kehr in beschränkten Be-reichen gebaut wurden.

Die sich daher deutlich von den üblichen Auto-transportwagen unter-scheiden.

Die Sonderbauart mit Drehgestellen verkehrt in den meisten Fällen sogar in speziellen Zügen, die als Pendelzüge bezeichnet werden. Alleine das ist schon speziell genug und ist wirklich der Erwähnung wert. Doch was ist der grosse Unterschied?

Bei den Autotransportwagen werden die Autos als normales Ladegut verladen, speziell gesichert und ohne Fahrer auf die Reise geschickt. Bei den Autowagen gibt es keine spezielle Sicherung des Ladegutes, es sind keine Neuwagen und die Fahrer der Fahrzeuge bleiben in ihren Wagen sitzen. Damit haben wir den Güterwagen gefunden, der auch für den Transport von Personen genutzt wird. Sie müssen einfach im Auto sitzen.

Die Autowagen werden nur einstöckig beladen und besitzen in der Regel ein Schutzdach. Schutzdächer sind Dächer, die bei einem offenen Fahrzeug zum Schutz des Ladegutes, oder von Personen verwendet werden. Besonders Personen müssen vor den Gefahren des elektrischen Betriebes geschützt werden. Eine Fahrleitung, die heruntergerissen wird, kann dank dem Schutzdach keine Gefahr für die Insassen der Autos bilden.

An jedem Ende der Pendelzüge mit Autowagen sind spezielle Auffahrwagen vorhanden. Diese Auffahrwagen entsprechen meistens den normalen Autowagen. Sie besitzen jedoch kein Schutzdach und haben seitliche Bordwände, die abgeklappt werden können. Über diese Bordwände können die Autofahrer mit ihren Wagen selbstständig auf und ab dem Zug fahren. Daher muss bei diesen Zügen mit jedem Auto der ganze Zug befahren werden.

Gesellschaft Tunnelname Verladeort A Verladeort B Bemerkungen
BLS Lötschberg Kandersteg Goppenstein Früher auch Brig
MGB Furka Realp Oberwald Ehemals FO
MGB Oberalp Andermatt Sedrun Nur im Winter
RhB Vereina Selfranga Sagliains Überbreite Wagen
SBB Gotthard Göschenen Airolo Eingestellt 1982
SBB Simplon Brig Iselle Mit Unterbruch
                       

Wie die Tabelle zeigt, werden Autowagen in Pendelzügen in der Schweiz nur noch an wenigen Orten verwendet. Es gab maximal sechs Orte, wo diese Pendelzüge mit Autowagen verkehrten. Speziell ist der Verlad beim Oberalppass, denn diese Züge sind nicht als Pendelzüge formiert worden. Sie verkehrten über Abschnitte mit einer Zahnstange und der Betrieb steht jedes Jahr wieder zur Diskussion, aktuell ist der Verlad eingestellt.

Gemeinsam bei allen anderen Transporten ist, dass Pendelzüge verwendet werden und dass die Autowagen in der Regel mit einer Lokomotive und einem Steuerwagen ergänzt werden oder wurden.

Vielmehr interessieren wird Sie vermutlich der Grund, warum diese speziellen Züge verkehren, denn sie gehören trotz den Wagen zum Personenverkehr. Ich benutze dazu den ehemaligen Verlad im Gotthardtunnel, der 1982 eingestellt wurde.

In diesem Jahr wurde der neue Strassentunnel durch den Gotthard eröffnet. Mit diesen erübrigte sich der Verlad von Auto, denn der Tunnel konnte auch im Winter befahren werden.

Der lange Weg über den Pass musste mit den Wagen auch nicht mehr gefahren wer-den. Ein Strassentunnel und die Einstellung kam. Damit verschwanden auch diese Wagen, denn ohne einen Einsatz, konnten die Wagen nicht verwendet werden.

Für Sie vielleicht von Interesse ist, dass diese Züge nach einem festen Fahrplan ver-kehren, der in Zeiten mit grossem Andrang sogar verdichtet werden kann. Trotzdem wird bei den Verladestationen immer wieder von langen Wartezeiten berichtet. Dies zeigt, dass diese Autowagen und die Pendelzüge gute Dienste leisten und im Fall des Betriebes an der Vereina auch grössere Lastwagen laden können.

Der Haubenwagen: Wenn wir die Betrachtung der Flachwagen in der Sonderbauart weiter führen, kommen wir zu einem Wagen, den vermutlich niemand einem Flachwagen zuteilen würde. Der Grund ist simpel, denn die Haubenwagen sehen alles andere, als wie ein Flachwagen aus. Trotzdem sind es Flachwagen und sie wurden bei den Sonderbauformen untergebracht. Doch alles schön der Reihe nach.

Der Boden dieser Haubenwagen besteht aus einge-lassenen Buchten. Es ist daher kein ebener Boden mehr vorhanden. Zudem ist es ein Boden, der aus massivem Stahl aufgebaut wurde.

Dadurch haben diese tiefen Nischen eigentlich nur einen Zweck, denn darin kann man Rollen liegend verladen.

Die Nischen verhindern, dass sich diese Rollen, oder wie man sie nennt, Coils, in Längsrichtung bewegen können. Wir haben daher einen speziellen Boden erhalten.

Damit sich die Rollen seitlich nicht verschieben können, sind spezielle Halterungen angebracht worden. Damit kann eine Rolle leicht und schnell in alle erdenklichen Richtungen gesichert werden. Der Verlad, aber auch der Entlad dieser Rollen kann mit Hilfe von Kränen sehr schnell und einfach erfolgen. Ein schneller Umlad des Ladegutes ist daher bei den Haubenwagen gesichert. Was nun fehlt, ist der Grund der Hauben.

Die verschiebbaren Hauben sind eine einfache Abdeckung. Daher gelten diese Wagen als Flachwagen, denn die Hauben können durchaus auch durch Planen ersetzt werden oder fehlen. Der Grund für diese Hauben liegt beim Schutz der Ladung. Schliesslich wurden hier meistens Stahlrollen, die nässeempfindlich waren, transportiert. Dank den Hauben waren die Wagen schnell gedeckt und das Ladegut vor dem Regen geschützt.

Da Stahl ein schweres Ladegut ist, werden nicht alle Nischen beladen. Damit man mehr laden konnte, mussten die Wagen einerseits leichter werden und andererseits mehr Gewicht tragen können. Die Haubenwagen wurden daher mit Planverdecken ausgerüstet und die Drehgestelle wurden durch Modelle mit drei Achsen ersetzt. Dadurch konnte der Haubenwagen viel mehr Stahlrollen laden. Der Transport wurde noch effizienter.

Der Holzwagen: Wer nun der Meinung ist, dass wir hier bei Wagen angelangt sind, die aus Holz gebaut wurden, hat er sich verirrt-

Diese Wagen finden Sie bei den Reise-zugwagen. Jedoch verlangte der Transport von Holz in der Form gan-zer Baumstämme nach einer Möglichkeit diese auszuführen. Die Bahn bot sich hier wegen den grossen Lasten an, man benötigte jedoch spezielle Wagen für diese Sendungen.

An den Transport von Holz werden eigentlich keine grossen Ansprüche gestellt. Man muss das Ladegut nicht vor Nässe schützen, es kann leicht mit einem Kran verladen werden und Holz ist ein stabiler Stoff, der auch etwas rauer angefasst werden kann. Die Folgen sind daher für den Wagen gravierend. Die Böden der Flachwagen werden beschädigt und die Rungen verbogen. Daher musste man für passende Wagen sorgen. Geboren waren die Holzwagen.

Die Wagen haben einen flachen Boden, der bei vereinzelten Modellen mit massiven und quer verlaufenden Stahlträgern verstärkt worden ist. Auch sonst, wurde der Boden der ursprünglichen Flachwagen verändert und so zum Teil aus Stahl aufgebaut. Damit war der Boden gut für die hohen Belastungen, die beim Verladen der Hölzer entstehen, gerüstet. Jedoch ging damit die Möglichkeit verloren, andere Ladegüter zu laden.

Die bisherigen und abklappbaren Rungen wurden durch massive und fest montierte Rungen ersetzt. Durch diese massive Bauform, war gesichert, dass die Rungen nicht so schnell verbogen werden. Die neuen Rungen waren sogenannte Doppelrungen, die dazwischen Stege hatten. In den massiven Rungen befindet sich bereits das Gurtzeug um das Ladegut zu sichern. Damit waren auch die Rungen speziell für den Transport von Holz ausgelegt worden.

Die bei den normalen Flachwagen noch vorhandenen Bordwände wurden bei den Holzwagen ebenfalls entfernt, so dass sie nicht mehr zur Sicherung der Ladung benützt werden müssen.

Es entstand ein spezieller für Holz geeigneter Wagen. Auf diesen Holzwagen werden normalerweise nur runde Holz-stämme verladen. Diese müssen mit dem Gurtzeug her-unter gebunden werden, damit sie sich nicht in Längs-richtung verschieben können.

Gerade diese Transporte zeigen gut, wie schwer es sein kann, einen Wagen für ein spezielles Ladegut zu erstellen. Da diese Wagen keine Wände an den Stirnseiten besitzen, kann sich ein Stamm leicht auf dem Wagen bewegen und so andere Fahrzeuge beschädigen.

Daher wurde auch das Gurtzeug fest am Wagen montiert, denn so wird dieses benutzt und die Stämme korrekt niedergebunden, denn das ist alles, was sie hält.

Die Niederflurwagen: Wie es der Name schon sagt, haben diese Wagen einen extrem niederen Boden. Da der Boden flach ist und das Fahrzeug nicht gedeckt wurde, ist es ein klassischer Flachwagen.

Wegen der niederen Bauhöhe, wird der Niederflurwagen bei den Flachwagen in Sonderbauart geführt. Daher gehört der Wagen in diese Kategorie. Sie werden mir schnell zu pflichten, denn hier ist nahezu nichts normal.

Wenn ich hier beginne, stelle ich einen komplett neuen Wagen vor. Daher beginne ich mit dem Ladegut und dann wird sich viel erklären lassen. Das Ladegut dieser Wagen besteht ausschliesslich aus Lastwagen. Diese können nicht auf normalen Wagen transportiert werden, weil sie sonst zu hoch würden. Am Gotthard konnten so LKW mit einer Eckhöhe von 3.85 Meter verladen werden. Am Lötschberg sind vier Meter zulässig.

Die Länge der Wagen ist auf die normale Länge von Lastwagen ausgelegt worden. Das heisst, er ist gerade so lange, wie ein auf den Strassen verkehrender normaler Anhängerzug. Jedoch kann der Anhängerzug nur verladen werden, wenn die Wagen unter sich mit den speziellen niederen Kupplungen verbunden wurden. Wird ein Stossbalken mit normalen Zug- und Stossvorrichtungen montiert, können nur noch Sattelauflieger verladen werden.

Da die Wagen eine sehr tief liegende Ladefläche besitzen, benötigen sie spezielle Drehgestelle mit sehr kleinen Rädern. Diese Räder sind so klein, dass sie nicht die normalen Achslasten tragen können, daher werden hier Drehgestelle mit vier Achsen verwendet. Auch andere sonst übliche Lösungen können hier schlicht nicht mehr benutzt werden. Das betrifft besonders die Bremsen, die direkt auf die Räder wirken.

Die Drehzahl eines solchen Rades entspricht mit 100 km/h in etwa einem Rad an einem Triebzug TGV, der mit 300 km/h fährt. Daher sind die Achslager speziell zu schützen und mit geringen Achslasten zu versehen. Weiter gelten spezielle Regeln für den Einsatz mit diesen Wagen, die so speziell sind, dass sie eigentlich nicht in normalen Zügen eingereiht werden dürfen. Wie das doch geht, ist dann ein anderes Thema.

Der Taschenwagen: Nachdem wir mit den Niederflurwagen die ersten Wagen des kombinierten Verkehrs kennen gelernt haben, kommen wir zu einem weiteren Vertreter dieser Wagen. Die Taschenwagen haben normale Drehgestelle und besitzen auch die normalen Stossbalken. Daher handelt es sich hier wieder um normale Flachwagen der Sonderbauart. Das Besondere dabei ist der Boden, denn der fehlt nun gänzlich.

Der Wagen besitzt weder einen Boden noch Rungen oder Bordwände. Viel-mehr ist hier eigentlich nur der Rah-men aufgebaut worden.

Man kann bei diesen Wagen die Kon-struktion eines Rahmens wunderbar einsehen. Um die Container auf diesem Fahrzeug zu fixieren, sind die entsprechenden Zapfen vorhanden. Diese können dabei je nach dem verwendeten Behälter angepasst werden, so dass jede Version aufgesetzt werden kann.

Wenn man einen grossen Vorteil dieser Taschenwagen suchen will, ist es genau die vorhandene Tasche. Diese ermöglicht es auch Auflieger zu verladen. Diese Auflieger werden dabei mit einem Kran in den Wagen gehoben. Die Räder finden in den Nischen ihren Platz und die Sattelkupplung des Aufliegers liegt in einer speziellen Platte. Die Keile am Boden und der fixierte Zapfen reichen zur Sicherung des Aufliegers auf dem Taschenwagen.

Gerade die Taschenwagen entwickelten sich im Lauf der Jahre immer weiter. So wurden die Modelle immer mehr verbessert und vereinfacht. Das führt heute dazu, dass man eine grosse Vielzahl solcher Wagen sehen kann. Sie sollten sich einmal einen Zug mit verladenen Behältern ansehen, denn dort finden sich immer wieder Taschenwagen, die mit einem Auflieger beladen sind. Die Welt des unbegleiteten kombinierten Verkehrs öffnet sich nun für uns.

Taschenwagen verkehren wie die später noch vorgestellten Tragwagen in speziellen Zügen. Diese besonderen Züge werden nur an sehr wenigen Stellen in Europa getrennt und verkehren ab dort zu unterschiedlichen Bahnhöfen. Beladen und entladen werden diese Wagen ausschliesslich in speziellen Verladeanlagen. Ein Grossteil der modernen Züge gehört dieser Kategorie an. Den Taschen- und Tragwagen wird wohl die Zukunft gehören.

Wenn wir noch einen Moment bei diesen Taschenwagen bleiben, denn fehlen uns noch die Modelle, die an Stelle der normalen Zug- und Stossvorrichtungen nach UIC automatische Kupplungen haben.

Diese Formationen wurden im nationalen Verkehr eingesetzt und dabei sind nicht nur die speziellen Kupplungen die Erwähnung wert, sondern auch die Wagen, denn es handelt sich hier um doppelte Einheiten, wie wir sie bereits kennen.

Während man sich wegen dem Gewicht bei den Autotrans-portwagen mit einer Achse begnügte, wurde hier in der Mitte ein Drehgestell verbaut. Dieses ist aber direkt unter dem Drehpunkt und wird nicht durch die beiden Hälften gehalten.

Daher kann es nur bedingt mit den Jakobsfahrwerken verglichen werden, denn es ist hier nur ein Drehzapfen verbaut worden. Echte Modelle der Bauart Jakobs haben immer zwei Zapfen.

Der Tragwagen: Ich vermute einfach mal, als ich von Flach-wagen mit Drehgestellen in der Sonderbauart gesprochen habe, ist Ihnen soft der Tragwagen in den Sinn gekommen.

Kaum ein anderer Wagen der Gattung S wird so deutlich mit der besonderen Bauart in Verbindung gesetzt. Es ist schlicht nur ein Flachwagen ohne Boden, der schon vom Namen her zum tragen von Behältern ausgelegt worden ist.

Wenn wir bei diesem Tragwagen einen Unterschied zu den Taschenwagen suchen, dann ist es nur die fehlende Tasche. Es ist wirklich der Güterwagen, der auf die einfachste Weise aufgebaut worden ist. Alleine die Zapfen für die Container unterschieden ihn von der Regelbauart, bei der vergessen wurde den Boden zu verlegen. Nun kommt es erst noch ganz besonders, denn davon gibt es sehr viele Varianten.

Nur schon die Beschreibung aller ver-fügbaren Tragwagen würde eine eige-ne Webseite füllen.

Hier gibt es wirklich sehr viele unter-schiedliche Varianten, die von diversen auch privaten Firmen eingesetzt werden. Ich bleibe hier daher bei einer allgemeinen Beschreibung. Sie können sich das aber so vorstellen, dass es hier nahezu alle möglichen Kombinationen gibt. Drehgestelle und kein Aufbau und schon haben wir den Tragwagen.

Die Tragwagen besitzen keinen Boden, keine Rungen und auch keine Bordwände. Sie werden so genutzt, wie es schon bei den Taschenwagen beschrieben wurde. Speziell ist hier jedoch, dass auf den Wagen lediglich Container und die leicht anders aufgebauten Wechselbehälter transportiert werden können. Wer nur solche Behälter hat, benötigt schlicht keine Taschen mehr, denn so kann der Wagen sehr leicht gebaut werden.

Speziell ist, dass es Doppeleinheiten gibt, die mit einer Kurzkupplung verbunden wurden. Soweit fragen Sie sich nun, was daran speziell sein soll? Die beiden Wagen sind das spezielle, denn eine Hälfte ist als Tragwagen und die anderen als normaler Taschenwagen aufgebaut worden. Daher können diese beiden Typen bei den Flachwagen in Sonderbauart sogar noch kombiniert werden. Die Anzahl Typen wird nun riesig.

Die Tiefladewagen: Auch wenn man es meinen könnte, die Tiefladewagen, sind mit den Niederflurwagen weder verwandt noch werden sie für den gleichen Zweck verwendet. Tiefladewagen gehören zu den Sonderbauarten, weil sie speziell gebaute Flachwagen sind. Flachwagen mit Drehgestellen, die jedoch ihre eigentliche Herkunft noch nicht ganz vergessen haben und die doch noch ein wenig zu den normalen Flachwagen passen.

Tiefladewagen besitzen zwischen den Drehgestellen eine etwas tiefer lie-gende Ladefläche. Dadurch können auch Ladegüter verladen werden, die etwas höher sind und so mit dem Lichtraumprofil Probleme bekommen würden.

Die Ladefläche wird über den Drehgestellen jedoch normal hoch geführt. Der Boden selber besteht bei den Tiefladewagen aus Stahl oder aus Holz. Hier hängt es etwas vom Einsatz der Wagen ab.

Ausser der flachen Ladefläche gibt es über den Drehgestellen ein paar kurze Rungen. Mehr ist auf diesen Wagen nicht zu finden. So gibt es auch keine Bordwände. Der Grund ist simpel, denn diese kurzen Wagen wurden für den Transport von Panzern gebaut. Sie könnten jedoch weiterhin auch für andere Transporte verwendet werden. Wobei dann der abgesenkte Boden meistens für Probleme sorgt.

Diese Tiefladewagen werden oft auch als Panzerwagen bezeichnet. Natürlich haben sie keine Ähnlichkeit mit den als Panzerwagen bezeichneten Vehikel, die über eine besondere Panzerung verfügen. Die Panzerwagen der Bahnen, sind dazu gedacht, die Kampfpanzer zu transportieren. Das ist nicht so einfach, wie man allgemein meinen könnte, denn Panzer passen nicht so ganz ins Lichtraumprofil.

Obwohl mit den Strassenfahrzeugen und den Panzern auch hier Strassenfahrzeuge verladen werden, handelt es sich bei den Tiefladewagen nicht um Wagen für den kombinierten Verkehr. Vielmehr handelt es sich hier um private Güterwagen der Landesverteidigung. Sie sehen es sind ganz besondere Wagen und damit beenden wir endliche diese Gattung, wie wirklich sehr umfangreiche Modelle hervor gebracht hat.

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