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Personenwagen National Teil 1 |
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Willkommen in der Welt der Personenwagen. Diese waren im Gegensatz zu den
anderen Modellen einem steten Wandel unterworfen. Personenwagen musste aus
dem Verkehr genommen werden, weil sie veraltet waren. Technisch waren
diese aber noch gut und hätten durchaus noch ein paar Jahre durchgehalten.
Das führte dazu, dass es im Lauf der Jahre immer wieder zu Anpassungen und
neuen Modellen gekommen ist. |
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Dienstliche Zwecke |
Personenwagen
International |
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Personenwagen National |
Speisewagen | ||||||||||
| Steuerwagen |
Andere Wagentypen |
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Die
Auswahl zeigt dies, denn bis auf die Modelle für dienstliche Zwecke gab es
immer wieder Neuerung. Das muss bei der Betrachtung ebenso berücksichtigt
werden, wie der Einsatz, denn Alle Wagen konnten eigentlich international
benutzt werden. Jedoch kommen wir nicht um diese Aufteilung herum. Die
anderen Typen waren dann einfach noch das Zugemüse. Dennoch wird es eine
interessante Geschichte werden. |
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Nationale Wagen vor 1940 |
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Zu
Beginn des nationalen Verkehrs kamen einfache zweiachsige Wagen in den
Verkehr. Die zu Zeiten der
Spanischbrötlibahn
noch vorhandenen Wagen der vierten Wagenklasse waren schon kurz nach der
Aufnahme des Betriebs aufgegeben worden. Doch gross ändern sollte sich
damit nichts, denn es gab die Klassen Sofa, Stoff und Holz. Auch die
Bestuhlung war recht eng ausgeführt worden, denn in den kleinen Einheiten
sollten viele Leute sitzen können.
Während kurz vor 1900 im internationalen Verkehr die Faltenbälge eingeführt wur-den, ging in dieser Richtung im nationalen Einsatz nicht so viel.
Das
Problem dabei waren die zweiachsigen Modelle. Ge-schlossene
Plattformen
und der Faltenbalg hatten ein Ge-wicht und das war zu viel. So wurden die Modelle mit einer dritten Achse umgebaut. Diese waren bereits vor 1900 nicht mehr im internationalen Einsatz zu finden.
Jedoch deckten die mit dem Faltenbalg versehenen Modelle einen grossen
Teil der
Schnellzüge ab,
denn bei 100 km/h konnten die Wagen mithalten. Lediglich die offenen
Plattformen
mussten in den regionalen Verkehr verschoben werden. Dort war das Tempo
nicht so hoch und das kam den
Laufeigenschaften
entgegen. Neue von den Schweizerischen Bundesbahnen SBB beschaffte Wagen hatten diesen Faltenbalg und wurden mit Drehgestellen versehen. Nur so schnell, wie man meinen könnte, war die Umstellung nicht zu schaffen und selbst den generellen Umbau und den Verzicht auf geschlossene Plattformen musste man in Kauf nehmen. Die Probleme waren zumindest in den ersten Jahren nicht gelöst und dann kamen erst noch neue dazu.
Der
Krieg brachte den Verkehr zum erliegen. Da baut man keine Wagen mehr um
und auch neue Modelle kamen nicht in den Betrieb. Wer will schon Wagen,
wenn die Lokomotiven
kalt waren. Vereinzelt gab es noch Fahrten, aber dazu reichte der Bestand
aus. Jedoch sollte es zum grossen Umbau noch kommen, denn es war die
Elektrifizierung beschlossen worden und mit dieser sollte auch eine neue
Heizung kommen.
Wenn wir die
Drehgestell-Wagen
mit offenen
Plattformen
ansehen, dann kann erkannt werden, dass sich diese noch lange halten
konnten, denn es gab einfach noch Strecken, bei denen das Gewicht zählte.
Alleine die Faltenbälge und die neuen Plattformen führt zu einem
Mehrgewicht von mehreren Tonnen, wenn dann mehrere Wagen benutzt werden,
kann sich das rächen. Wir sollten kurz mal so einen Wagen ansehen.
Der Seethalwagen:
Beim Seethalwagen handelt es sich um ein Fahrzeug, das über
Drehgestelle
verfügt und offene
Plattformen
hat. Das grösste Merkmal des mit einem Stahlkasten versehenen Wagens, ist
das geringe Gewicht von lediglich 20 Tonnen. Auf einer Strecke, wie dem
Seetal ist gerade das ein wichtiger Punkt, zudem war die Geschwindigkeit
gering genug, dass mit diesen Wagen gearbeitet werden konnte.
Dank dieser leichten Bauweise konnte sich der mit offenen
Plattformen
versehene Seethalwagen über-raschend lange halten. Im Lauf der Jahre
wurden einfach die Vorschriften immer mehr verschärft und man konnte
erkennen, dass Wagen mit offenen Plattformen längers je mehr zu den Exoten
gezählt werden konnten. Er konnte sich lange auf der betreffenden Strecke
halten, jedoch nicht nur dort, denn auch sonst war das gering Gewicht von
Vorteil.
Sie
wurden auch mit gu-ten
Bremsen versehen.
Grundsätzlich hätten die Wagen so schnell fahren können, aber es reichte
auf Grund der
Lokomotiven nicht
dazu. Mehr als 110 km/h wurde nicht gefahren und das galt auch für die
Modelle mit
Drehgestellen,
die durchaus noch schneller sein konnten.
Nachdem der internationale Verkehr auf Wagen mit
Drehgestellen
umgestellt worden war, ging es um die nationalen Wagen. Diese gab es nun,
weil nicht bei jedem Wagen die Ausrüstung für alle Heizspannungen
eingebaut wurde. Wer nur das einheimische System hatte, war für das Inland
bestimmt und erreichte im besten Fall mit Deutschland und Österreich
benachbarte Länder. Gerade dieser Punkt war wichtig.
Die
Verbindung
der Städte Zürich und München bekam immer wieder klar erkennbare
Inlandwagen zu sehen. Das auch, als man grosse Serien hatte, denn nur mit
diesen konnten die ältesten Modelle ausgemustert werden. Mit diesem Ersatz
ging es auch um die Erhöhung der gefahrenen Geschwindigkeit auf 125 km/h.
Wobei das für die Wagen mit
Drehgestellen
kein grosses Problem darstellte. Mit dem Faltenbalg wurde das längst
erreicht.
Kurz vor dem Beginn des zweiten Weltkrieges ging es dann um die
Entwicklung neuer Wagen und da war man bei den Schweizerischen
Bundesbahnen SBB wirklich offen für alles. Mit den Wagen sollte der
Verkehr neu aufgestellt werden und da wollten die
Staatsbahnen
das optimalste Fahrzeug finden. Schnell und leicht, das war das grosse
Ziel und das sollte bei diesem Wagen Programm während der Karriere werden.
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| Die Leichtstahlwagen | |||||||||||
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Neue Fertigungsmethoden ermöglichten es im Fahrzeugbau auf den tragenden
Rahmen zu verzichten. Damit konnte das Gewicht verringert werden. Ein
Vergleich soll helfen. Ein vor den zweiten Weltkrieg in Verkehr genommener
Wagen mit zwei
Drehgestellen
erreichte auf der Waage ein Gewicht von 42 Tonnen. Mit der neuen Lösung
konnte ein Gewicht von lediglich 16 Tonnen erreicht werden. Das war nicht
einmal die Hälfte.
Merkmal dieser Wagen war, dass es zu Beginn eine grosse Auswahl mit
Ver-suchen und neuen Ideen gab. Wir ha-ben daher einen spannenden Wagen
erhalten, der durch einen Punkt auffallen sollte, denn er war leicht und
schnell. Dank der neuen
R-Bremse
erreichte der Wagen 140 km/h.
Bei
den Leichtstahlwagen verabschiedete man sich von den Einstiegen an den
Enden der Wagen. Vielmehr verschob man diese gegen die Mitte, oder gar
gänzlich in die Mitte der Wagen. Dadurch unterschieden sich diese Wagen
deutlich von den älteren Modellen und sie konnten leicht und schnell
erkannt werden. Der wichtigste Punkt waren aber die sehr geringen Gewichte
dieser ersten Leichtstahlwagen und die Verbesserungen beim Komfort. Bevor wir die Geschichte dieser in einer grossen Serie gebauten Wagen weiter verfolgen, müssen wir uns einen der Versuche ansehen, denn mit einem leichten Wagen konnte man wirklich viel machen. So wurde bei einigen Exemplaren auch der Aussenbereich bei den Einstiegen beleuchtet. Jedoch wesentlich auffälliger war, dass es Wagen mit neuen Drehgestellen und anderen Achsen gab, denn auch hier war man wirklich für viel offen.
Der Pneuwagen:
Vor dem zweiten Weltkrieg kamen in Frankreich erste Fahrzeuge in den
Verkehr, die an Stelle von mit
Bandagen
versehenen
Rädern
solche bekommen hatten die Pneu besassen. Ein Pneu ist ein mit Luft
befüllter Reifen aus Gummi. Sie kennen diese sicher, denn heute benutzt
jedes Automobil diese Räder. Was auf der Strasse ging, sollte auch bei der
Eisenbahn möglich sein und davon war man überzeugt.
Hinzu kam, dass deutliche kürzere
Bremswege
mit diesen Wagen möglich wurden. Aus diesem Grund gaben die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB zwei
Prototypen
mit diesen Pneu in Auftrag. Die Wagen sollten mit der Bezeichnung B10ü
(Nr. 2501) und C10ü (Nr. 6501) in Betrieb kommen.
Dabei waren nicht nur die je fünf
Achsen
umfassenden
Drehgestelle
neu, sondern man baute auch sehr leichte Wagen. So wurde der B10ü mit
einen Kasten aus dem leichten Aluminium versehen. Der zweite Wagen hatte
Stahl erhalten. Dabei wurden beladen Gewichte von 16.2 und 19.9 Tonnen
erreicht. In beiden Fällen sollte das nicht mehr erreicht werden. Die
restlichen Leichtstahlwagen waren deutlich schwerer.
Wegen den langen
Drehgestellen
musste der Einstieg in der Mitte angeordnet werden. Die Pneuwagen kamen
jedoch nicht über den Versuch hinaus. So gab es beim unbesetzten Wagen
Probleme mit blockierten
Rädern
und immer wieder waren auch Defekte an den Pneu vorhanden. Wie beim Auto
konnten auch die Wagen einen Platten erleiden. Zudem konnten die
isolierten Wagen von den neuen Isolierungen nicht erkannt werden.
Alle weiteren Leichtstahlwagen wurden daher mit normalen
Drehgestellen
versehen und etwas schwerer gebaut. Die beiden Pneuwagen wurden nach den
Versuchen ebenfalls mit Drehgestellen der üblichen
Bauart
versehen. Auch der Mitteleinstieg konnte sich nicht durchsetzen, denn in
Kurven
war die Einstiegstüre einfach zu weit von den
Bahnsteigkanten
entfernt. Wir sollten uns die unterschiedlichen Modelle kurz ansehen. |
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Typ |
Nummer |
Gewicht |
Einstiege |
Baujahr |
Bemerkung |
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|
AB4ü |
2801 – 2810 |
29 t |
2 |
1944 – 1949 |
Seitengang |
||||||
|
B4ü |
2201 – 2280 |
28 t |
2 |
1937 – 1952 |
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|
BC4ü |
4811 – 4830 |
28 t |
2 |
1940 – 1955 |
|||||||
| ABt4ü | 951-970 |
29 t |
2 |
1952 – 1954 |
Steuerwagen | ||||||
|
ABt4ü |
981-982 |
30 t |
2 |
1956 – 1957 |
DC Steuerwagen |
||||||
| C4ü |
5301 – 5715 |
29 t |
2 |
1937 – 1954 |
|||||||
|
C4ü |
9691 |
29 t |
2 |
1944 |
Seitengang |
||||||
|
C4ü |
6901 – 6906 |
27 t |
2 |
1953 |
Trambestuhlung | ||||||
|
C4ü |
6001 – 6210 |
26 t |
1 | 1953 – 1957 | Mitteleinstieg | ||||||
|
CFt4ü |
961 |
29 t |
1 |
1948 |
Steuerwagen | ||||||
| A4ü | 2081 – 2100 |
37 t |
2 |
1954 |
International |
||||||
|
B4ü |
5121 – 5150 |
37 t |
2 |
1956-1957 |
International |
||||||
|
Bc4ü |
5151 – 5180 |
37 t |
2 |
1960-1961 |
International |
||||||
|
F4ü |
18901 – 18988 |
22 t |
1 |
1938 – 1955 |
Gepäckwagen |
||||||
|
Ft4ü |
991 – 993 |
24 t |
1 |
1955 |
Steuerwagen | ||||||
|
FZ4ü |
19151 – 19158 |
25 t |
1 |
1938 – 1955 |
Postabteil |
||||||
|
FZt4ü |
995 und 999 |
25 t |
1 |
1955 |
Steuerwagen | ||||||
| Cr4ü |
9601 – 9605 |
29 t |
1 |
1937 |
Buffetwagen |
||||||
|
Dr4ü |
10101 – 10115 |
33 t |
1 |
1944 – 1953 |
Speisewagen |
||||||
|
Nur
schon der Umfang der Tabelle zeigt, wie erfolgreich die Leichtstahlwagen
waren. Dabei wurden bei diesem für das Inland gebauten Wagen sogar noch
Modelle für den Internationalen Verkehr vorgesehen. Die hier verwendeten
Bezeichnungen galten nur für die vor 1956 ausgelieferten Wagen. Ich habe
diese bei allen benutzt, damit ein Vergleich möglich wurde. Zudem wurden
später die Wagenklassen auch noch verändert.
Diese waren bei den seltenen Stopps nicht so einschränkend. Die Mo-delle
mit zwei Einstiegen waren jedoch auch in anderen Zügen zu finden. Da es
sich hier um einen Einsatz im hochwertigen Verkehr handelte, wurden auch
passende Gepäckwagen und ebenfalls Speisewagen beschafft.
Die
erwähnten Steuerwagen wurden passend zu den
Triebwagen
CFe 4/4
und die neue schnelle
Lokomotive
Re 4/4
gebaut. Gerade bei den
Städteschnellzügen
war der Einsatz von
Pendelzügen mit
Geschwindigkeiten bis 140 km/h vorgesehen. Das ist auch der Grund, warum
diese Tabelle so lange wurde und wir kaum eine klare Übersicht bekommen
haben. Zudem wurden während der Auslieferung immer wieder die Nummern
geändert.
Neben den Einsätzen mit den
Städteschnellzügen
kamen die Wagen auch mit normalen
Schnellzügen und im
Regionalverkehr
zum Einsatz. Es war ein vielseitig einsetzbarer Wagen entstanden, der
erlaubte viele ältere Modelle zu eliminieren. Einen so vielseitigen Wagen
sollte es bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB auch nicht mehr geben.
Das auch, weil die ursprüngliche erste Wagenklasse nach der Auslieferung
verschwand.
Spannend ist, dass die Leichtstahlwagen eine lange Karriere hatten und
während dieser Zeit nie grundlegend umgebaut werden mussten. Alleine das
zeigt, wie gut diese damals entwickelt worden waren und bis in die neue
Zeit, sollte es keine so leichten Wagen mit Wagenübergängen mehr geben.
Die Leichtstahlwagen hatten ihre Bezeichnung zu recht bekommen. Aus dem
regelmässigen Verkehr sind sie aber längst verschwunden.
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