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Personenwagen International |
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Willkommen in der Welt der Personenwagen. Diese waren im Gegensatz zu den
anderen Modellen einem steten Wandel unterworfen. Personenwagen musste aus
dem Verkehr genommen werden, weil sie veraltet waren. Technisch waren
diese aber noch gut und hätten durchaus noch ein paar Jahre durchgehalten.
Das führte dazu, dass es im Lauf der Jahre immer wieder zu Anpassungen und
neuen Modellen gekommen ist.
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Dienstliche Zwecke |
Personenwagen International |
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Personenwagen National |
Speisewagen | ||||
| Steuerwagen |
Andere Wagentypen |
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Die Auswahl zeigt dies, denn bis auf die Modelle für dienstliche Zwecke gab es immer wieder Neuerung. Das muss bei der Betrachtung ebenso berücksichtigt werden, wie der Einsatz, denn Alle Wagen konnten eigentlich international benutzt werden. Jedoch kommen wir nicht um diese Aufteilung herum. Die anderen Typen waren dann einfach noch das Zugemüse. Dennoch wird es eine interessante Geschichte werden. |
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International war fast alles |
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Es
mag Sie überraschen, aber bis zur Einführung der elektrischen Zugsheizung
gab es die Unterscheidung eigentlich gar nicht. Der Dampf war heiss, egal
in welchem Land man fuhr. Daher beginne ich die Personenwagen mit diesen
uralten Typen, die damals eingesetzt wurden. Natürlich kann nicht jeder
Typ eingebaut werden, denn das würde den Umfang schlicht und einfach
sprengen. Ein paar wenige Wagen müssen ausreichen.
Wenn wir die Zeit um 1900 nehmen, dann sind wir bei einem Punkt, wo die
grossen
Privatbahnen
verschwanden und sich in die Schweizerischen Bundesbahnen SBB
verwandelten. Zu Beginn konnten sich die
Staatsbahnen
schlicht noch nicht an die Erneuerung wagen. Bei dem Sammelsurium, das von
den
Bahngesellschaften
übergeben wurde, entstand
ein Chaos, das man aufräumen musste. Erst wenn etwas Ordnung vorhanden
war, konnte erneuert werden.
Auch wenn es fünf grosse
Privatbahnen
waren. 1902 hatten sich vier davon verabschiedet. Nur der Besitzer es
abgebildeten Wagens hatte noch ein paar Jahre vor sich. Das soll uns aber
noch nicht gross beschäftigen, denn im Grunde gab es nicht so viele
Modelle. Klar es gab Wagen, die mehr oder weniger Leute aufnehmen konnten.
Nur das ist nicht so wichtig, wenn man nur einen Blick in diese Zeit
werfen will. Sehen wir zwei Muster an, denn das reicht völlig. Es ist je ein Modell mit und ohne Drehgestelle, denn so wurden die Wagen geordnet. Diese gab es damals jeweils mit offenen Plattformen, aber auch mit Wagenübergängen, die von Leuten genutzt wurden. International eingesetzt werden konnten davon eigentlich nur noch die Modelle mit Drehgestell und dem Faltenbalg. Die anderen blieben den nationalen Zügen vorbehalten.
Zweiachsige Modelle:
Um 1900 waren die zweiachsigen Modelle noch zahlreich im Einsatz. Jedoch
wurden damals bereits die ersten Modelle mit einer dritten
Achse
versehen. Diese hatten etwas bessere
Laufeigenschaften
und sie konnten auch etwas schwerer sein. Das erlaubte es die offenen
Plattformen
aufzugeben und Faltenbälge mit geschlossen Enden einzuführen. Viel mehr
war dabei aber nicht zu erwarten.
Hinzu kam, dass sie mit offenen
Plattformen
ver-sehen waren und nicht umgebaut werden konnten, denn dann wären die
Achslasten
zu hoch gewor-den. Wurden die Plattformen verändert, musste die mit-tige
dritte
Achse
her.
Diese zusätzliche Mittelachse war seitlich verschiebbar, so dass weiterhin
Kurven
befahren werden konnten. Mit dieser zusätzlichen
Achse
konnte das Gewicht der neuen mit einem Faltenbalg versehenen
Plattformen
aufgenommen werden. Hinzu kam, dass durch die mittige Führung eine bessere
Laufruhe entstand und daher wurden diese Mittelachsen auch eingebaut, wenn
kein Umbau der Plattformen vorgesehen war.
Trotzdem zeichnete sich ab, dass sich die zwei, oder dreiachsigen Wagen
nicht mehr zu lange halten konnten. Der Grund war nicht, dass sie nicht
gut waren, sondern einfach die Tatsache, dass alle neuen Wagen mit
Drehgestellen
versehen wurden. Die grössere
Kapazität
und die bei hohen Geschwindigkeiten deutlich besser Laufruhe sprachen für
diese Wagen. Trotzdem sollte es ein paar Jahre dauern, bis die Zweiachser
verschwanden.
Vierachsige Modelle:
Bei den vierachsigen mit
Drehgestellen
versehenen Wagen sah die Welt deutlich besser aus. Noch gab es im Bestand
uralte Modelle aus der Zeit der ersten Züge, aber auch neuere Modelle.
International wurden nur Fahrzeuge mit Faltenbalg benutzt. National gab es
immer noch Personenwagen mit offenen
Plattformen
und diese konnten sich wegen der leichten Bauweise noch über viele Jahre
im
Nahverkehr
behaupten.
Jedoch gab es da noch ein Problem, denn durch die zusätzlichen Anbau-ten
wurden die Wagen mit dem Holzkasten recht schwer. Das Gewicht musste von
der
Lokomotive gezogen werden und gerade bei den Dampflokomotiven
war bei hoher Geschwindigkeit kaum mehr genug
Zugkraft
vorhanden.
Bei
den Wagen kamen jedoch unterschiedliche
Bauarten
bei den
Drehgestellen
vor. Das sorgte dafür, dass eine grosse Vielfalt vorhanden war. Serien von
wenigen Exemplaren, die zum Teil mit und ohne geschlossene
Plattform
versehen waren. Das musste in Ordnung gebracht werden
und das betraf grundsätzlich jedes Modell, denn
oft waren Nummern doppelt belegt worden. Erst nach dem Abschluss wurde es
ruhiger.
Grundsätzlich änderte sich in den nächsten Jahren nicht so viel, denn die
Wagen wurden entweder national oder International eingesetzt, dabei waren
damals die ersten Grossraumwagen im Ausland nicht bei allen Leuten
beliebt. Sie blieben daher im Inland tätig. Wenn es aber ein Mangel gab,
kam so ein Wagen auch in den Internationalen Verkehr. Entscheidend war ab
1920 die Ausrüstung der elektrischen Heizung.
Bei
den international eingesetzten Wagen musste diese mit mehreren System
betrieben werden können. Der Einbau dieser Einrichtung wurde nicht mehr
bei jedem Wagen vorgenommen und so kam es bereits zur Aufteilung in den
nationalen und den Internationalen Verkehr. Benachbarte Bahnen mit dem
gleichen System waren davon aber noch nicht betroffen und so fanden sich
vermeintliche Inland Modelle auch im Ausland. |
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| Die Schlierenwagen | |||||
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Die
Schlierenwagen genannten Fahrzeuge bekamen ihren Namen auf Grund der
Tatsache, dass sie in Schlieren bei der dortigen Wagonfabrik gebaut
wurden. Gerade in Österreich wurde der Begriff für andere aus dieser
Fabrik gelieferte Wagen verwendet. Bei den Modellen für die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB handelt es sich aber um Wagen, die
International eingesetzt werden konnten und die speziell waren.
Sie
besassen einen Sei-tengang und wurden mit einer Länge von 23 060 mm
gebaut. Offiziell wurden die Wagen als RIC-Wagen Typ Schlieren bezeichnet.
Als besonderes Merkmal dieser Wagen kann der Abschluss der Schlierenwagen
genommen werden, denn hier waren die nicht benutzten Faltenbälge nicht
mehr zu sehen.
Wagenmodelle die diese Verlängerungen der
Seitenwände hatten, wurden auch als Schürzenwagen bezeichnet. Dieser
spezielle vorstehende Wulst wird fachlich als Schürze bezeichnet. Es war
eine Bauweise, die besonders in Deutschland während dem zweiten Weltkrieg
entstand und danach den Weg auch in die ab 1950 gebauten Wagen fand. Dank
den Schürzen wirkte der Zugverband harmonischer, weil die grossen Lücken
verschwanden. Die Wagen liefen auf zwei für 160 km/h zugelassenen Drehgestellen der Bauart Schlieren. Durch den leichten geschweissten Kasten konnte das Gewicht dieser Wagen auf 33 Tonnen gesenkt werden, was gerade nach dem Krieg im wieder aufkommenden internationalen Verkehr ein grosser Vorteil war. Neben der üblichen elektrischen Heizung, konnte die Warmluftheizung auch noch mit Dampf betrieben werden.
Beim allgemeinen Komfort setzte man auch in der höheren Wagenklassen
leicht gepolsterte Sitze ein. Das war ein grosser Vorteil, da bisher
gerade in der dritten Wagenklasse Holzbänke noch üblich waren. Die
Personenwagen
RIC
Typ Schlieren waren daher zu Zeit der Auslieferung recht moderne Wagen.
Dabei war jedoch ein anderer Punkt dieser Wagen mit den in der Schweiz
einmaligen Schürzen besonders speziell.
Diese
Privatbahn
liess sich für den internationalen Verkehr von der Wagonfabrik in
Schlieren elf Wagen der
Baureihe
AB4ü mit den Nummern 181 bis
192 und sieben Modelle von Typ B4ü
liefern. Später wurden sie als A 51 63 17 - 40 030 bis 041 und B 51 63 29
- 40 050 bis 057 im Bestand geführt.
Später liessen sich die Schweizerischen Bundesbahnen SBB von dieser
Bauweise ebenfalls einige Wagen liefern. Dazu gehörten die 20 Wagen mit
der Bezeichnung A 51 85 17 – 70 100 bis 119 und die 30 Modelle B mit den
Nummern 51 85 29 – 70 100 bis 129. Speziell waren jedoch die Nummern 51 85
59 – 80 000 bis 029, die ebenfalls noch geliefert wurden. Der Grund war,
dass diese als Bc geführt wurden und leicht anders ausgebaut waren.
Die
Sitze bei den Modellen Bc 51 85 59 – 80 000 bis 029 waren anders aufgebaut
worden. Sie konnten ausgezogen und abgelegt werden. Dadurch entstanden
Liegen. Daher handelte es sich hier um Liegewagen, die als Sitzwagen Platz
für 54 Personen hatten. Wurde der Wagen als Liegewagen benutzt, sank die
Platzzahl auf 48 Stück. Es handelte sich hier jedoch um eine Forderung der
Armee, die damit Verwundete Transportieren wollte.
Lange konnten sich diese Wagen im internationalen Verkehr nicht halten.
Neue Typen mit mehr Platz
konnten in Betrieb genommen werden. Die hier
vorgestellte
Baureihe
kam in den nationalen Verkehr und am längsten halten konnten sich die
Modelle der Baureihe Bc, die noch lange für den Transport von Truppen
benutzt wurden. Besonders dann, wenn diese in der Nacht verschoben wurden,
kamen diese Wagen in den Einsatz. |
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| Die RIC-Wagen | |||||
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Um
1960 änderte sich viel im internationalen Verkehr. Neu als Standard
definierte Typen kamen in den Einsatz. In der Schweiz verhinderten diese
neuen Regeln, dass die Schlierenwagen in einer grösseren Anzahl beschafft
wurden. Ab 1964 kamen die ersten Wagen der
Bauart
UIC-X / Z2 in den Betrieb. Mit diesen wurden schlicht alle alten sich noch
in diesem Segment befindlichen Personenwagen abgelöst und konnten
abgebrochen werden.
Diesen Wert erreichten die älteren Schlierenwagen nicht mehr, auch im
nationalen Verkehr sollte es noch viele Jahre keine so langen Wagen geben.
Merkmale der um die 36 Tonnen schweren Wagen waren das hohe gewölbte Dach
und die Gummiwülste, die damals neu eingeführt wurden.
Technisch waren die Wagen für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt
worden und galten damit neben den
Triebzügen
RAe
TEE II als die schnellsten Fahrzeuge im Bestand der Schweizerischen
Bundesbahnen SBB. Auch hier sollte es noch lange dauern, bis diese
Höchstgeschwindigkeit
auch im nationalen Bereich erreicht werden sollte. Aber auch hier galten
die internationalen Standards und das waren 160 km/h.
Beim Komfort gab es gegenüber den Schlierenwagen keine wesentliche
Steigerung. Auch hier kam die Warmluftheizung zum Einbau und was neu war
ist, dass bei einigen Wagen auf die Dampfheizung verzichtet wurde. Viele
Bahnen im Ausland begannen damals die
Diesellokomotiven
mit elektrischen Heizungen zu versehen. Dampflokomotiven waren kaum noch
im hochwertigen Internationalen Verkehr zu finden. National verschwanden
sie in diesen Jahren.
Somit kann eigentlich nur gesagt werden, dass die grösste Veränderung der
andere Kasten war. Trotzdem war so ein guter Wagen entstanden, der als
Ersatz für die älteren Modelle im internationalen Verkehr genommen werden
konnte. Daher wurde hier eine grössere Serie beschafft, die sich zum Teil
in einigen Details unterschied. Daher werden wir uns die einzelnen Wagen
in einer Tabelle ansehen müssen.
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Wagenklasse |
Baujahr |
Typ |
Betriebsnummern |
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1. Klasse |
1969 – 1970 |
Z2 |
51 85 19 – 70 000 bis 039 |
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| 1./2. Klasse | 1971 – 1972 | Z2 |
51 85 30 – 70 000 bis 039 |
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2. Klasse |
1966 - 1968 |
X |
51 85 22 – 70 000 bis 099 |
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| 2. Klasse | 1972 – 1978 | Z2 |
51 85 21 – 70 000 bis 219 |
||
|
Liegewagen |
1964 – 1974 |
Z2 |
51 85 50 – 70 000 bis 049 |
||
|
Speisewagen |
1967 |
Z1 |
51 85 88 – 70 000 bis 009 |
||
|
Gepäckwagen |
1977 |
X |
51 85 92 – 70 000 bis 019 |
||
|
Wir
erkennen in der Tabelle, dass von diesen Wagen nicht nur Personenwagen
beschafft wurden. Insgesamt kamen 480 Wagen dieser
Bauart
in Betrieb. Die Wagen waren mit Ausnahme der Speisewagen mit Kästen aus
Stahl gebaut worden. Die erwähnten Speisewagen jedoch aus Aluminium. Dank
der grossen Anzahl konnte der internationale Verkehr auf diese Wagen
umgestellt werden und alle Modelle kamen auch so in den Einsatz.
Eigentlich war bisher nur noch die
BLS-Gruppe
in diesem Bereich tätig gewesen und auch dort war nur knapp eine Handvoll
Wagen in diesem Sektor einsetzbar. Das Geschäft der internationalen
Verkehre wurde zur Aufgabe der
Staatsbahnen
in Europa. Speziell war, dass auch hier Liegewagen ausgeliefert wur-den. Es war auch jetzt wieder die Armee im Spiel. Diese war darüber, dass die Schlierenwagen nicht mehr gebaut würden, nicht erfreut.
Man
benötigte für die Verschiebung von Truppen mit der Bahn Liegewagen. Daher
kam es hier zu einer entspre-chenden Lieferung. Spannend dabei ist, dass
die Armee immer auf international einsetzbare Wagen setzte. Mit dem Aufkommen neuer Modelle, wurden die Wagen aus dem internationalen Verkehr genommen und kamen in der Folge auf nationaler Ebene zum Einsatz.
Einige wurden für andere Zwecke umgebaut und die weitaus grösste Anzahl
der zweitklassigen Modelle baute man zu den in der Schweiz üblichen
Grossraumwagen um. So konnten die damals noch nicht so alten Wagen noch
für ein paar Jahre eingesetzt werden.
Zum
letzten Aufgabengebiet gehörten die
Extrazüge für
Fussballfans. Da sich diese meistens auf der Rückfahrt nicht wie
zivilisierte Menschen benehmen konnten, wurden die Fenster der Wagen so
verändert, dass sie nicht mehr so weit geöffnet werden konnten. So konnte
zumindest verhindert werden, dass die Leute nicht aus dem Wagen fallen
konnten. Auch wenn das schwer war, diese Gruppierungen brachten auch das
zu Stande.
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| Die Eurofimawagen | |||||
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Einigen Bahnen in Europa kam die Erneuerung des Wagenparkes bei den
anderen
Bahngesellschaften
zu langsam voran. Man erkannte, dass nicht alle Bahnen in der Lage waren,
die dazu notwendige Anzahl Wagen zu entwickeln und zu beschaffen. Es lag
einfach an den hohen Kosten für die Entwicklung der Wagen. Um das zu
verbessern musste eine andere Lösungen gefunden werden und diese waren die
Eurofima-Wagen, die sehr erfolgreich wurden.
Der Begriff war eine frei gewählte Abkürzung für Europäische Gesellschaft zur Finanzierung von Ei-senbahnmaterial.
Mit
anderen Worten, die Wagen wurden finanziert und dann den Bahnen mietweise
zur Verfügung gestellt. Man kann das als ein erster Versuch des heute
üblichen Leasings betrachten, denn die Idee dabei war eigentlich
identisch.
Die
mit den RIC-Wagen bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB eingeführten
26 400 mm blieben. Bei der Innenausstattung konnte eine Anordnung gewählt
werden. Erstmals war es auch möglich im Internationalen Verkehr
Grossraumwagen zu beschaffen. Wichtig war, dass die Wagen mit den neuen
Klimaanlagen versehen wurden und so auch einen neuen Massstab beim Komfort
boten. Gerade hier taten sich viele Bahnen schwer.
Ebenfalls neu waren die Türen, die nun als automatische
Schwenkschiebetüren ausgeführt wurden. Damit wurden mit diesen Wagen
wirklich Neuerungen eingeführt, die auch bei grösseren Bahnen noch nicht
üblich waren und das sorgte für eine grosse Verbreitung dieser
Eurofimawagen. Grosse Serien reduzieren für einen einzelnen Wagen den
Preis und davon profitierten kleinere Bahnen ebenso, wie die grossen
Gesellschaften.
Speziell war, dass alle Wagen mit dem gleichen Anstrich in Orange versehen
wurden. Ein weisser Längsstreifen lockerte das Bild auf. Die Gesellschaft,
die den Wagen einsetzte, war nur noch an Abkürzungen und wo vorhanden an
den Logos zu erkennen. Offiziell wurde der Wagen von der Vereinigung als
Modell UIC-Z1 geführt und davon wurden weit über 500 Stück gebaut und
dabei sind Sondermodelle nicht enthalten.
Mit
diesen Wagen sollte zumindest ein Teil damit aus-gerüstet werden. Die
Finanzierung der Wagen lief, wie bei den anderen Bahnen auch, über die
EURO-FIMA. Es wurden 1977 20 Stück der Baureihe Am beschafft und diese mit den Nummern 61 58 19 – 90 500 bis 519 versehen. Die Anordnung der Sitzplätze wurde nicht verändert, so dass auch hier einzelne Abteile mit einem Seitengang vorhanden waren.
Es
sollten die letzten Reisezugwagen der Schweize-rischen Bundesbahnen SBB
sein, die so gebaut wur-den. Die 20 Wagen konnten mit einer
Geschwindig-keit von 200 km/h eingesetzt werden.
In
den Jahren 1980 und 1981 kamen dann noch 30 Modelle in der zweiten
Wagenklasse dazu. Diese waren nun als Grossraumwagen aufgebaut worden und
so konnten die Schweizerischen Bundesbahnen SBB diese auch im
Internationalen Verkehr einbringen. Wegen dem geänderten Abteil mussten
diese Einheiten als Bpm bezeichnet werden. Sie erhielten deswegen die
Betriebsnummern 61 85 20 – 70 500 bis 529.
Diese Wagen waren mit der so genannten
Flugzeugbestuhlung versehen worden. Nur noch wenige Sitze waren in der
Vis-à-vis Bestuhlung angeordnet worden. Die anderen wurden jedoch wie in
einem Flugzeug in einer Richtung ausgerichtet. Bei der Flugzeugbestuhlung
bestand die Abweichung nur darin, dass beide Fahrrichtungen berücksichtigt
wurden. Damit brachte man etwas mehr Sitzplätze in den Wagen.
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| EC-Wagen | |||||
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Auch jetzt ist die Bezeichnung etwas schleierhaft. Waren bisher die
Abkommen, oder die Finanzierung dafür massgebend, war es nur der geplante
Einsatz. Für die als Nachfolger der letzten
TEE eingeführten
Eurocity
mussten entsprechende Wagen beschafft werden. An diese Eurocity wurden
Bedingungen gesetzt, die mit den alten RIC-Wagen nicht eingehalten werden
konnten. Die Modelle aus der Serie Eurofima reichten nicht.
Die
Türen blieben gleich und die Neu-erung war bei den
Drehgestellen
zu suchen, denn diese waren nun auch bei den Wagen der zweiten
Wagen-klasse für 200 km/h geeignet. In der Schweiz wurde damals noch nicht
so schnell gefahren, aber es war abzusehen, dass dies auch in der Schweiz
bald der Fall sein könnte.
Mit
den EC-Wagen wurde der Schritt zu den Grossraumwagen im internationalen
Verkehr abgeschlossen. Waren bei den Eurofimawagen noch die klassischen
Abteile mit Seitengang benutzt worden, sollten nun auch dort die
Grossraumwagen Einzug halten. Bereits dort hatte man erkannt, dass die
Flugzeugbestuhlung nicht mehr Sitzplätze hatte. Daher wurde nun vermehrt
klassisch gearbeitet, auch wenn das nicht überall ging.
Gegenüber den bisherigen Wagen sank zwar die Sitzplatzzahl, aber es wurde
nicht der Sitzteiler vergrössert, denn es entstanden spezielle Halterungen
für Fahrräder, die nun auch vermehrt mitgeführt wurden. Zudem wurde auch
die Funktion der Klimaanlagen dank der neuen Lochdecke verbessert. Diese
sorgte zudem dafür, dass es im EC-Wagen deutlich ruhiger wurde, was bei
einem Grossraumwagen ein wichtiger Punkt ist.
Obwohl die neuen EC-Wagen eine Weiterentwicklung waren, zeigte sich, dass
man gegenüber den Einheitswagen keine grundlegenden Verbesserungen mehr
einführen konnte. Die neuen Wagen für den Internationalen Verkehr waren
mit nahezu allem erdenklichen Komfort ausgestattet worden und so zeigte
sich, dass diese Wagen an der Beliebtheit der Einheitswagen IV nichts
ändern konnten. Der EC-Wagen wurde bestenfalls als gleichwertig angesehen.
Bei
den Wagen der zweiten Wagenklasse kam es zur Auslieferung der
Betriebsnummern 61 85 20 – 200 bis 354. Somit gab es 150 Modelle der
Baureihe
Bpm. Wenn man die Anzahl mit den alten RIC-Wagen vergleicht, erscheint das
wenig. Jedoch wurden diese noch mit den Wagen aus dem Pro-gramm Eurofima ergänzt und die Wagen sollten ja nur den hochwertigen Verkehr mit eine Eurocity abdecken. Diese führten keine Gruppe mit Kurswagen mehr.
Zudem gelangten in dem Verkehr auch Wagen aus dem Ausland zum Einsatz. Die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB mussten nur noch einen Teil der Flotte
stellen und daher konnte die Anzahl verringert werden.
Mit
dem vermehrten Einsatz von
Triebzügen
im Inter-nationalen Verkehr wurden immer mehr Wagen aus dem
internationalen Verkehr abgezogen und kamen im nationalen Bereich zum
Einsatz. Dennoch im Jahre 2023 waren immer noch vereinzelte Wagen im
internationale Einsatz zu finden und das durchaus in der Kombinationen mit
Wagen anderer Gesellschaften. Noch gab es sie, die klassischen Züge im
internationalen Verkehr.
Damit können wir aber auch die internationalen Wagen abschliessen, denn
neuere Modelle wird es kaum mehr geben. Die neuen
Triebzüge
erreichen deutlich höhere Geschwindigkeiten, als das mit den Wagen möglich
war. Dort wo die Distanzen gross sind, zahlt sich das aus. Gegen
TGV,
ICE und Co, haben die
normalen Wagen einfach verloren. Zumindest bei den Schweizerischen
Bundesbahnen SBB wird es keine Änderung geben.
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