Auswahl mit Grafik 1950 - 1990

Diese Seite bietet Ihnen die Möglichkeit, die Lokomotiven in einer kurzen Fassung und mit Grafik zu sehen. Die Angabe der Normallast bei Triebfahrzeuge bezieht sich immer auf die maximale Neigung der Strecke über den Gotthard. Sind Geschwindigkeiten erwähnt, entspricht diese Normallast dieser Geschwindigkeit und nicht der Streckengeschwindigkeit, die für Züge der Zugreihe A 75 km/h und für die Zugreihe R 80 km/h beträgt.
Schweizerische Bundesbahnen SBB CFe 4/4 (BDe 4/4) Nr. 1621 - 1651
Hersteller: SLM, BBC, MFO, SAAS
Baujahr: 1952 - 1955
Gewicht: 57 t
Leistung: 1 176 kW / 1 600 PS
V. max.: 110 km/h
Länge: 22 700 mm
Normallast: 140 t
   
Ein Triebwagen für Nebenstrecken sollte es werden. Dazu erhielt er Abteile und einen Raum für Gepäck. Dort, wo sich noch die letzten Dampflokomotiven halten konnten und nun die Fahrleitung montiert wurde, sollte der neue Triebwagen zum Einsatz kommen. Es kam anderes und so endeten die ersten CFe 4/4 im Tessin wo sie im Regionalverkehr eingesetzt wurden. Nur, dabei sollte es nicht bleiben, denn als Lokomotive kam das Fahrzeug als Vorspannlokomotive nach Airolo.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Ae 6/6 Nr. 11 401 - 11 520
Hersteller: SLM, BBC, MFO, SAAS
Baujahr: 1952 - 1966
Gewicht: 120 t
Leistung: 4 300 kW / 5 830 PS
V. max.: 125 km/h
Länge: 18 400 mm
Normallast: 650 t
   
Als die ersten Ae 6/6 auftauchten ahnte es noch niemand. Die Maschine sollte in die Herzen der Bevölkerung einen festen Platz finden. Kaum eine andere Lokomotive wurde so an ihrem Schmuck gefeiert, als an ihrer Arbeit. Man kannte sie, die "ZUG", die "Aargau" und jeder meinte, meine Ae 6/6. Dieser Aspekt verhalf der Lokomotive zu einem Status, den nicht mal Legenden schafften, denn ein Land identifizierte sich mit diesen Lokomotiven. Die Ae 6/6 ein Meisterwerk, obwohl das Lehrstück missraten war.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB RBe 4/8 Nr. 661 und 662
Hersteller: SWS, BBC, SAAS
Baujahr: 1953
Gewicht: 88 t
Leistung: 1 015 kW / 1 380 PS
V. max.: 125 km/h
Länge: 46 900 mm
Normallast: 40 t
Die Triebwagen wurden nicht für den fahrplanmässigen Einsatz beschafft. Sie wurden im Ausflugsverkehr eingesetzt und befuhren damit nahezu alle Strecken der Schweiz. Am Gotthard waren diese Triebwagen immer wieder anzutreffen. Beide Fahrzeuge wurden letztlich abgebrochen und nicht mehr ersetzt, da die Konkurrenz der Strasse nicht gekontert werden konnte. Trotzdem sorgten diese roten Triebwagen immer wieder dafür, dass man sie den Roten Pfeilen zugeschlagen hatte. Ein Punkt, der genau genommen so nicht stimmt.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Bm 6/6 Nr. 15 801 - 15 814
Hersteller: SLM, BBC, SAAS, Sulzer
Baujahr: 1954 – 1961 
Gewicht: 106 t
Leistung: 956 kW / 1 300 PS
V. max.: 75 km/h
Länge: 17 000 mm
Normallast: 550 t bei 18 km/h
   
   
Sie war als Ersatz für die letzten grossen Dampflokomotiven der Schweiz gedacht. Doch die Bm 6/6 wurde für Jahre zur leistungsfähigsten Diesellokomotive der Schweiz. Eine Diesellokomotive, die mehr konnte, als nur in Bahnhöfen herum kurven. Mit der Bm 6/6 wurden immer wieder liegen gebliebene Züge geborgen und auch Züge auf Strecken geführt, die noch nicht für elektrische Lokomotiven zulässig waren. Mit diesen Diesellokomotiven fuhr man dort mit den Zügen von Bellinzona nach Luino, denn dort fehlte die Fahrleitung immer noch.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB RBe 4/4 Nr. 1401 - 1482
Hersteller: SIG, SWS, BBC, MFO
Baujahr: 1959 - 1966
Gewicht: 72 t (vor R4 68t)
Leistung: 1 988 kW / 2 700 PS
V. max.: 125 km/h
Länge: 23 700 mm
Normallast: 210 t
Diese Triebwagen wurden mit der Bezeichnung RBe 4/4 abgeliefert und erhielten später die Bezeichnung RBe 540 nach einer erfolgten Modernisierung. Diese Fahrzeuge wurden auf die Landesaustellung beschafft und fuhren dort mit den zusätzlich benötigten Extrazügen. Diese Hochleistungsfahrzeuge waren immer wieder vor Schnellzügen anzutreffen. Mit der Zeit wurden sie immer wieder in den Regionalverkehr gedrängt. Auf der Gotthardstrecke kamen sie nur dank einem Problem an den eingereihten Wagen zum Einsatz.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Em 3/3 Nr. 18 801 - 18 841
Hersteller: SLM, BBC, SAAS
Baujahr:  1959 – 1963
Gewicht: 49 t
Leistung: 326 kW / 440 PS
V. max.: 65 km/h
Länge: 10 020 mm
Normallast: 185 t bei 18 km/h
   
   
   
   
   
   
   
   
Es gab bei der ersten Ausrüstung mit Diesellokomotiven drei unterschiedliche Klassen. Die Em 3/3 war für die leichten und mittelschweren Rangieraufgaben vorgesehen. In diesem Bereich arbeiteten noch Dampfmaschinen, die durch diese Diesellokomotive ersetzt wurden. Die Em 3/3 war dabei die kleinste aller Diesellokomotiven. Die noch kleineren Lokomotiven wurden bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB bereits als Traktoren bezeichnet. Die Em 3/3 war einfach die Version der Ee 3/3 für Abschnitte ohne Fahrleitung.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Bm 4/4 Nr. 18 401 - 18 446
Hersteller: SLM, SAAS
Baujahr: 1960 - 1970
Gewicht: 72 t
Leistung: 620 kW / 840 PS
V. max.: 75 km/h
Länge: 12 650 mm
Normallast: 365 t bei 15 km/h
   
   
   
Die Bm 4/4 war die mittlere Diesellokomotive der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Stationiert wurde diese Lokomotive überall in der Schweiz. Sie machte sich im Rangierdienst, vor den Hilfswagen und bei Bergungen nützlich. Auch vor Bauzügen schreckte diese Maschine auch nicht zurück. Es handelte sich um eine universell einsetzbare Diesellokomotive mittlerer Leistung. Kaum jemand, der nicht schon eine solche Lokomotive gesehen hat, man sieht die Bm 4/4 wirklich überall.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB RAe TEE II Nr. 1051 - 1055
Hersteller: SIG, MFO
Baujahr: 1961 / 1966
Gewicht: 309 t
Leistung: 2 310 kW / 3 143 PS
V. max.: 160 km/h
Länge: 149 759 mm
Normallast: Alleinfahrer
Bemerkungen: Für 4 Stromsysteme
Die RAe TEE II sollten an die legendären Zeiten, der grossen Expresszüge anknüpfen. Schnelle Züge, die an den Grenzen ohne lange Aufenthalte durchfahren konnten. Die unter dem Kürzel TEE verbundenen Bahnen entwickelten daraufhin Züge, die den Anforderungen genügten. Mit Ausnahme des Beitrages aus der Schweiz, hatten alle anderen TEE einen Dieselmotor erhalten. Hier finden Sie nun die einzige Ausnahme, der einzige elektrische TEE in Europa. Sie konnten nahezu in ganz Europa eingesetzt werden.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Ee 3/3 IV Nr. 16 551 - 16 560
Hersteller: SLM, SAAS
Baujahr: 1962 – 1963
Gewicht: 48 t
Leistung: 390 kW / 530 PS
V. max.:  60 km/h
Länge: 10 020 mm
Normallast: 135 t bei 30 km/h
Bemerkungen: Für 4 Stromsysteme
   
   
   
   
   
   
In der Schweiz wird elektrisch rangiert, das war die Idee bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB. So umweltfreundlich diese Idee war, so sehr stiess man an Grenzen. Gerade die Grenzbahnhöfe gegen Frankreich und Italien waren problematisch, denn dort gab es drei unterschiedliche Stromsysteme und die Dampflokomotiven hielten sich hartnäckig. Nur, mit den neuen RAe TEE II konnte man ja auch die Grenzen überwinden, warum sollte bei einer Rangierlokomotive das unmöglich sein? Die Industrie musste nach einer Lösung für eine spezielle Rangierlokomotive suchen.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Re 4/4 II Nr. 11 101 - 11 349 sowie 11 371 - 11 397
Hersteller: SLM, BBC, MFO, SAAS
Baujahr: 1964 - 1985
Gewicht: 80 t (Re 421: 85 t)
Leistung: 4 700 kW / 6 320 PS
V. max.: 140 km/h
Länge: 15 410 mm
Normallast: 500 t
11 371 - 11 397 Umbau zu Re 421
Bemerkungen: 2 optische Varianten
   
   
   
Eine Schnellzugslokomotive für das Flachland sollte es geben. Die Lokomotive, die anfänglich noch als Bobo bezeichnet wurde, machte sich aber überall nützlich. Es gibt keine Aufgabe, die man dieser Maschine nicht zumuten könnte. Sie war der heimliche Star der Schweiz und niemand, der je mit der Bahn auf Reisen ging wird behaupten, dass er sie nicht gesehen hat, denn die Baureihe Re 4/4 II war überall zu finden. Eine Alleskönnerin auf Schienen, das gab es so noch nie und sollte es nicht mehr geben.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Re 4/4 III Nr. 11 350 - 11 370
Hersteller: SLM, BBC
Baujahr: 1971
Gewicht: 80 t
Leistung: 4'700 kW / 6'320 PS
V. Max.: 125 km/h
Länge: 15'410 mm
Normallast: 580 t
11 350 Ex SOB
   
   
   
Am Gotthard waren nicht schnelle Lokomotiven gefragt, sondern Lokomotiven, die eine grosse Zugkraft aufbauen konnten. Der Erfolg der Re 4/4 II führte letztlich dazu, dass man bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB eine Re 4/4 II bestellte, deren Getriebe eine andere Übersetzung hatte. So entstand die Re 4/4 III. Diese Lokomotive machte am Gotthard das, was die schnelleren Schwestern im Flachland machten. Sie führten die Schnellzüge. Die universelle Lokomotive machte sich am Gotthard schon früh vor Güterzügen nützlich.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB Re 6/6 Nr. 11 601 - 11 689
Hersteller: SLM, BBC
Baujahr: 1972 - 1980
Gewicht: 120 t
Leistung: 7 900 kW / 10 600 PS
V. max.: 140 km/h
Länge: 19 310 mm
Normallast: 800 t
   
   
   
Die Industrie baute ihr Meisterstück. Mit der Re 6/6 wurde eine Lokomotive an die Schweizerischen Bundesbahnen SBB übergeben, die alle bisherigen Lokomotiven in den Schatten stellen konnte. Ihre gigantisch anmutende Leistung wurde nur von einer einzigen Maschine geschlagen. Trotzdem, die Re 6/6 war die erste Lokomotive, die eine Bedingung erfüllen musste. Sie sollte in der Lage sein, einen Zug von 800 t durch einen Basistunnel am Gotthard mit 140 km/h zu ziehen. Ein Bedingung, die letztlich für diese Leistung sorgte.
           
Schweizerische Bundesbahnen SBB RBDe 4/4 Nr. 2100 - 2183 sowie 560 100 - 560 141
Hersteller: SIG, ABB
Baujahr: 1984 - 1996
Gewicht: 70 t
Leistung: 1 650 kW / 2 250 PS
V. max.: 140 km/h
Länge: 25 000 mm
Normallast: 210 t
Besonderes: Inkl. RBDe 561 und 562
Moderne Züge sollten den Regionalverkehr in der Schweiz attraktiver machen. Die neuen Triebwagen begannen danach die Eroberung der Schweiz. Man nannte diese Züge schlicht neuer Pendelzug, was das Kürzel NPZ ergab. Ein Kürzel, das man kannte und mit dem man wusste, was gemeint war. Mit diesen Triebwagen ging man bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB von den konventionellen Technik weg und suchte die Lösung mit Stromrichter. Ein Fahrzeug, das die Schweiz eroberte. Nur ein Zug im Tessin sorgte für viel Ärger.
           
Auswahl mit Grafik 1880 - 1920 Auswahl mit Grafik 1920 - 1950 Auswahl mit Grafik 1990 - 2030

 

In den vorgestellten Jahren wurden grosse Serien beschafft und die letzten Dampflokomotiven abgelöst. Nach 40 Jahren stand der Fahrzeugpark der Schweizerischen Bundesbahnen SBB gut da. Mit grossen Stückzahlen beschaffte Lokomotiven prägten das Bild in der Schweiz. Für Sie bedeutet das aber, dass wir auch diese Epoche abschliessen können, denn das letzte Fahrzeug kündigte es bereits an, ein neues Zeitalter begann. Besuchen Sie daher auch das Zeitalter ab 1990 und das machen Sie mit einem einfachen Klick hier.

 

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