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Einleitung |
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Navigation durch das Thema | ||||||||||
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Baujahr: |
1957 |
Leistung: |
1 100 kW / 1 500 PS |
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Gewicht: |
228 t |
V. max.: |
140 km/h |
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| Normallast: | Triebzug |
Länge: |
98 060 mm | ||||||||
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Wenn man im Frühjahr 1945 auf die Eisenbahnen in Europa blickte,
zeigte sich mit Ausnahme der Schweiz ein verheerendes Bild. Die Folgen des
zweiten Weltkrieges bekamen die Gesellschaften direkt zu spüren. So war
ein sehr grosser Teil der
Infrastruktur
zerstört worden. Gesprengte
Brücken,
aber auch zerbombte
Teilweise wurde dieses so-gar als Kriegsbeute von den Anlagen
entfernt. Beson-ders Deutschland war da-von betroffen, aber auch die dort
unterlegene Dikta-tur raubte in anderen Län-dern nicht nur Kunst, auch
Salonwagen
und neue
Lokomotiven
wurden verschleppt und im Bombenhagel vernichtet.
Ein Beispiel für die unübersichtliche Situation in Europa zeigt
die
Lokomotive
der
Baureihe
C 5/6 sehr gut auf. Die Nummer 2978
war während dem Krieg in Diensten der deutschen Reichsbahn und in
Strasbourg im Unterhalt, als diese Region von den Alliierten erobert
wurde. Nach dem Krieg musste den Amerikanern erklärt werden, dass diese
Maschine den Schweizerischen Bundesbahnen SBB und daher wieder in die
Schweiz gehört.
So gesehen lagen die Bahnen am Boden und mit den anfänglich
vorhandenen Mitteln konnte auch der Wiederaufbau nur zögerlich gestartet
werden. Wenn es überhaupt ging, beschränkte man sich auf ein
Gleis,
das auch nur notdürftig verlegt wurde. So konnten mit Dampflokomotiven
erste Züge geführt werden. An einen normalen Betrieb konnte man so nicht
denken, besonders dort, wo
Brücken
und
Tunnel
kaum mehr zu erkennen waren.
Um den Aufbau doch noch etwas beschleunigen zu können, wurden
vorerst nur die
Geleise
und deren Unterbau erstellt.
Fahrleitungen
wurden gar nicht montiert und mancherorts entfernte man diese um Material
zu gewinnen. Sie sehen, es war nicht leicht. In der Schweiz bemerkte man
davon nicht so viel, die Anlagen wurden nur am Rand mit Bomben zerstört.
Der Verkehr lief daher in geordneten Bahnen ab und auch der Mangel bei der
Kohle
war kein Problem.
Diese waren durch die Bomben nicht so zerstört worden und sie wurden auch durch die Truppen erstellt um mit dem schweren Material vorrücken zu können.
Hinderlich war hier ganz zu Beginn der Verkehr durch die vielen
heimatlosen Flüchtlinge, die nun vertrieben wurden. Die während dem Krieg gebauten Autobahnen zeigten nun ihren Vorteil und die vielen Automobile konnten dort schnell längere Strecken zurücklegen. Ein Bereich, bei dem bisher die Eisenbahnen ihren grossen Vorteil hatten.
Doch dieser war nun weg und das sorgte für erst Ein-brüche beim
Verkehr. In der Folge wurden einige Strecken gar nicht mehr aufgebaut.
Gerade in Deutschland war das sehr oft der Fall, wo es viele Automobile
gab. Weitaus schlimmer waren jedoch die Auswirkungen im Internationalen Verkehr. Die grossen Expresszüge waren verschwunden und das dazu benötigte Rollmaterial schrottreif.
Unmittelbar nach dem Krieg dachte auch noch niemand an diese
Zeiten. Die Bahnen waren so sehr mit den Problemen im eigenen Land
beschäftigt, dass sich niemand um den internationalen Verkehr kümmerte.
Schnellzüge
blieben im Land.
Die so entstandene Lücke wurde durch die Luftfahrt aufgefüllt.
Diese war nach dem Krieg schnell wieder bereit. Die
Infrastrukturen
waren zwar zerstört worden, aber deren Aufbau konnte schnell erfolgen, da
die Anlagen nicht so umfangreich waren. Eine notdürftige Piste reichte
bereits um einen Flugbetrieb aufnehmen zu können. Die grossen Distanzen
wurden nun in der Luft absolviert. Angst vor Jagdfliegern musste man auch
nicht mehr haben.
Einziger Nachteil, den man noch hatte, waren die hohen Kosten für
Treibstoffe.
Das spielte jedoch bei Geschäfts-leuten kein so grosses Problem, denn
diese wollten schnell an ihr Ziel kommen und dort die Verhandlungen
ab-schliessen. Gerade Geschäftsleute waren vor dem Krieg die Kundschaft der Bahnen. Diese reisten mit den berühmten Expresszügen durch die Länder. Der wirtschaftliche Aufschwung in Europa nach dem zweiten Weltkrieg sorgte dafür, dass in diesem Bereich eine grosse Zunahme zu erwarten war.
Die Firmen begannen wieder mit der Produktion und die Erzeugnisse
mussten nun international vermarktet werden. Statt Panzer baute man nun
Autos. Während der ersten Jahre mussten das die Bahnen hin-nehmen, denn oft waren gerade die internationalen Strecken unterbrochen.
Am 14. Juli 1953 änderte sich das jedoch. Herr Dr. Franciscus
Quirien stellte Forderungen nach einem internationalen Verkehr auf. Dabei
handelte es sich um niemand Geringeren als den Direktor der
niederländischen
Staatsbahn
NS. Die Forderung richtete sich zudem an seine Kollegen der anderen
Bahnen.
Es ist nicht so sehr überraschend, dass diese Forderungen
ausgerechnet aus den Niederlanden kommen. Vor dem Krieg profitierte das
Land von den
Expresszügen.
Diese nahmen in den grossen Häfen des Landes die Passagiere der Schiffe
auf und fuhren dann durch den Kontinent an diverse Ziele. Dazu gehörten
durchaus auch namhafte Züge, wie der Rheingold, der damals sogar kurze
Zeit auch in die Schweiz verkehrte.
Vielmehr wollte man sich mit der Luftfahrt anlegen. Diese nahm
immer mehr die Reisenden der Ge-schäfte auf und die reisten oft nicht
gerade billig, denn Geschäftsreisen verlangen Luxus. Um es mit der Luftfahrt aufnehmen zu können, reichte es nicht, dass man nur internationale Ver-bindungen schuf. Selbst die legendären Expresszüge der Belle Epoche waren zu langsam geworden. Es wurden zu viele Halte aus technischen Gründen benötigt.
Das war oft der notwenige
Lokwechsel, der bei Dampflokomotiven wegen den Vorräten regel-mässig
erfolgen musste. Der aber gerade an den Grenzen der Länder sehr viel Zeit
kostete.
Eliminierte man diese Halte auf jene, die auch kommerziell genutzt
wurden, konnte die
Fahrzeit so verkürzt werden, dass man es mit dem Flugzeug aufnehmen
konnte. Dabei musste man jedoch auch den Vorteil haben, dass die
Hauptbahnhöfe
in den Zentren der Städte waren und so der Transfer zum Flughafen nicht
erforderlich wurde. Damals waren die
Da man sich als Zielgruppe die Geschäftsreisenden ausgesucht
hatte, war klar, die neuen
Expresszüge
sollten nur die erste
Wagenklasse
führen. Dabei wurde damals aber bereits berücksichtigt, dass die bisher
unter dieser Nummer geführte Klasse in den nächsten Jahren verschwinden
würde. Die untere Wagenklasse drei wurde jedoch nie in Betracht gezogen.
Es war eine Anknüpfung an die alten Expresszüge, die oft nur die beiden
oberen Klassen führten.
Es ging auch um die Erkennbarkeit und dabei beliess man es nicht
mit den Farben, denn es musste auch eine einprägsame Bezeichnung
geschaffen werden und dabei nahm man die
Expresszüge
auf.
Die neuen
Expresszüge
sollten unter der Marke Trans Europ Express auftreten. Das dabei
entstehende Kürzel
TEE
sollte immer mit einem Namen ergänzt werden. Spannend dabei war, dass man
das Kürzel als Heissgetränk bereits kannte und so der Begriff auch
geläufig war. Wer damals von TEE sprach, meinte kaum einen
Reisezug.
Das sollte sich ändern, denn die neuen TEE hatten Namen und hier nur mal
ein Beispiel mit dem TEE «Edelweiss».
Um das Konzept mit den TEE umsetzen zu können, musste ein neuer
Park mit den passenden Fahrzeugen geschaffen werden. Dabei wurde eine
Lösung aufgezeigt, die schon bei der CIWL angewendet wurde. Dort
unterhielt man spezielle Wagen, die dann von den Bahnen gemietet werden
konnten. Als Beispiel seinen hier die
Speisewagen
der ehemaligen
Gotthardbahn erwähnt, denn diese waren damals von der CIWL
gemietet worden.
Ein Punkt, der selbst heute nicht umgesetzt werden kann. Damals
sollte das sogar gehen und die Lösung dafür waren die neuen Trans Europ
Express, die kommen sollten. Wie so oft, scheiterte die Idee an den unterschiedlichen Vorstellungen. Ein Punkt, den die ehrwürdige Gotthardbahn schon 1890 schmerzlich erkannte, als die Idee mit automatischen Kupplungen nicht umgesetzt wurde.
Diesmal ging es um weit mehr und dabei waren es wirklich die
Antriebe.
Die neuen Züge sollten wegen den oft noch fehlenden
Fahrleitungen
in Europa mit
Dieselmotoren
angetrieben werden. Bei der Über-tragung der
Leistung
gab es jedoch Probleme. Von vielen Bahnen wurde dabei die dieselelektrische Lösung vorgesehen. Bei diesem Antrieb wird die Kraft des Dieselmotors in elektrische Energie umgewandelt und diese dann für den Antrieb genutzt.
Im Grunde handelte es sich hier um Lösungen, die einer
elektrischen
Lokomotive
entsprachen und die nur einen
Dieselmotor
nutzten. Lösungen dafür gab es wirklich überall und gerade die Schweiz war
davon überzeugt. Es mag etwas komisch klingen, aber in der Schweiz waren damals selbst die Diesellokomotiven elektrisch angetrieben. Die Lösung brachte hier den grossen Vorteil, dass man Teile von anderen Baureihen nutzen konnte.
Die Idee mit dieser Form war daher sehr stark gefestigt. Mit
anderen Worten, die Schweizerischen Bundesbahnen SBB sprachen für diese
Lösung. Damit waren die
Staatsbahnen
der Schweiz nicht alleine und das war das Problem.
Ebenso überzeugt waren die Vertreter von der dieselhydraulischen
Lösung. Bei diesem
Antrieb
wird die Kraft des
Dieselmotors
über einen Wandler geführt. Der Vorteil war die einfachere und auch
leichtere Umsetzung. Die Fraktion dieser Antriebe sah bei der elektrischen
Lösung das Problem mit der komplizierten Technik auf dem Fahrzeug.
Schliesslich musste man die Fahrzeuge auch bedienen und der
Strom
hatte bei Bahnen nichts verloren.
So waren die neuen internationalen Triebzüge schon beerdigt worden, bevor es mit den TEE rich-tig losgehen konnte.
Selbst daran konnten sich die Direktoren vieler Län-der nicht
erfreuen. Sie sehen, das ausgedachte Kon-zept der NS wurde schon
zerrissen, als es erwähnt wurde. Da es nun nicht mehr möglich war, eine einheit-liche Lösung zu bekommen, musste ein anderer Weg eingeräumt werden. Die TEE sollten nur von den Ländern umgesetzt werden, die deren Berech-tigung anerkannten.
So entstand eine Zusammenarbeit von sieben
Staatsbahnen.
Das waren neben der CFL, DB, FS, NS, SNCB und SNCF auch die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB, die dabei auch die Interessen der
BLS-Gruppe
vertraten.
Während die Bahnen in Osteuropa so oder so kein Interesse an einem
Verkehr in den Westen hatten, schieden diese Bahnen schnell aus. Es war
jene Zeit, als diese Länder sich mit einem eisernen Vorhang vor dem bösen
Westen schützten. Krönung davon war eine Mauer, die mitten durch Berlin
gebaut wurde. Als Schutz vor dem Westen war sie nur verkehrt aufgebaut und
so wusste man schnell, wer damit geschützt werden sollte.
Technisch nicht bei den
TEE
mitmachen konnte man in Spanien und Portugal. Die dortige
Breitspur
war schlicht nicht kompatibel. So blieben in Westeuropa nur noch wenige
Länder, die bei den TEE nicht mitmachen wollten. Gerade Skandinavien sah
das Problem beim Zeitverlust, der entstand, weil Fähren benutzt werden
mussten, denn nur so gelangte man damals auf den Kontinent und gerade auf
dem Wasser ging es nicht schneller.
Internationale Züge würden nur das Land anfahren, denn nach Osten
ging ja nicht mehr viel. Spannend dabei war, dass sich hier die Meinung
ändern sollte und auch dass gerade der
TEE
«Bavaria» Teile der
Infrastruktur
der ÖBB nutzte. Um sich keine unnötigen Stolpersteine in den Weg zu legen, wurden die Lösung mit den TEE durch die UIC geregelt. Diese legte daher für die neuen internationalen Expresszüge gewisse Standards fest.
Dazu gehörte der Komfort, der nur die erste
Wagenklasse
umfassen sollte. Aber auch die erfor-derliche Verpflegung in den neuen
internationalen Züge wurde geregelt und so wurde festgelegt, dass ein
Speisewagen
mitgeführt werden musste. Deutlich spannender war, dass auch die Antriebe geregelt wurden und da kam es zu einem Kom-promiss, denn die UIC ging nicht in die Details der neuen Triebzüge.
Die Probleme in diesem Punkt verhinderten bekanntlich den
europäischen
Triebzug
schon sehr früh. Diese sollten wegen den unterschiedlichen
Spannungen
in der
Fahrleitung
und auch auf Grund der Tatsache, dass diese noch an vielen Orten in Europa
fehlte, mit einem
Dieselmotor
angetrieben werden.
Wie diese aufgebaut werden mussten, war jedoch nicht mehr geregelt
worden. So war der Weg frei und die neuen
TEE
sollten mit teilweise sehr unterschiedlichen Lösungen eingeführt werden.
Es lohnt sich, wenn wir die Fahrzeuge genauer ansehen. Dabei werde ich
aber nur einige Lösungen aufzeigen. Diese erreichten im Betrieb auch die
Schweiz und daher soll auch der Bezug auf diesem Punkt liegen, denn es
geht ja um Züge der Schweiz.
Damit wollte man auch für die steilen Strecken in den Alpen
gerüstet sein, denn diese waren für Dieseltriebwagen ein grosses Hindernis
und wie gross das war sollte sich wirklich schnell aufzeigen. Diese Triebzüge sollten für die TEE-Züge durch die Alpen genutzt werden. Die Dieseltriebwagen schei-terten jedoch bereits bei den Versuchen am Gott-hard. So kam es, dass diese wichtige Magistrale in Europa zu Beginn keinen TEE hatte und nach Italien die Schweiz beim Simplon verlassen wurde.
Die Lösung für den Gotthard kam mit den
RAe TEE II, aber erst viele
Jahre später. Dieser
Triebzug
wird in einem eigenen Artikel vorgestellt.
Während sich Frankreich mit der Herrichtung älterer Züge begnügte,
beschaffte sich die DB mit der
Baureihe
VT 11.5 neue
Triebzüge
für die Führung der
TEE.
Diese sollten auch die Schweiz erreichen. Spannend bei diesen Triebzügen
war jedoch die Tatsache, dass sie grundsätzlich den ursprünglichen Ideen
mit zwei
Triebköpfen
entsprachen. Es sollten dabei auch die längsten Triebzüge sein, die für
die TEE gebaut wurden.
Jedoch sollte es noch einen dritten
Triebzug
geben und dieser war als einziger noch von den ursprünglichen Ideen mit
einem Pool erhalten geblieben. Dieser wurde neben der NS auch von den
Schweizerischen Bundesbahnen SBB beschafft und wird daher hier
vorgestellt. Spannend dabei war, dass man damit aber keine Lösung für das
Problem am Gotthard suchte, denn dort waren TEE wirklich nur elektrisch zu
führen.
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