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Entwicklung und Bestellung |
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Die Entwicklung der Züge war nicht so leicht, wie man allgemein
annehmen könnte. So mussten von den Herstellern die Ideen von zwei
Staatsbahnen
umgesetzt werden. Diese mussten sich jedoch schon bei der Definition der
Anforderungen absprechen und das war auch nicht so leicht, da auch die
später befahrenen Länder sehr unterschiedlich waren. Daher betrachten wir
zuerst deren
Infrastrukturen
und so erkennen wir die Probleme.
So
zeigten sich die Probleme mit den Steigungen bei der Strecke von Zürich
nach Basel. Dort sollte die Linie über den Bözberg genutzt werden. Diese
war jedoch mit Steigungen bis zu 12‰ schon recht steil. Auch wenn man gewisse Einbussen bei der Geschwindigkeit in Kauf nahm, zu gross durften sie nicht sein. Ein TEE sollte schnell fahren und das auch dort, wo es den Berg hoch ging.
Ein Punkt, der bei
Antrieben
mit
Diesel
und bei solchen mit Dampf immer wieder für Probleme sorgte. Am Bözberg
krochen solche Züge mit geringen Ge-schwindigkeiten die
Rampe
hoch. Mitunter auch ein Grund, warum dort die
Fahr-leitung
schnell kam.
Ganz anders zeigten sich die Niederlanden. Das Land war sehr flach
und da so keine grossen Steigungen bewältigt werden mussten, waren die
Strecken sehr gerade gebaut worden. Durch die Schäden und deren Behebung
nach dem Krieg wurden diese sogar noch gestreckt. Das hatte zur Folge,
dass in den Niederlanden bereits im Jahre 1950 sehr schnelle Strecken
vorhanden waren. Daher sollten die
TEE
diese Vorteile auch ausnutzen.
So konnte gegenüber dem Flugzeug sehr viel Zeit gewonnen werden.
Sie müssen bedenken, dass der Vorsprung, den man durch den
Bahnhof
im Zentrum erreichte auf der Fahrt wieder verloren ging. Das Flugzeug
nutzte eine gerade Strecke und musste nicht Umwege wegen einem verlassenen
Gebäude fahren. In den Niederlanden nutzte man die Schäden nach dem Krieg.
So fuhr man bereits 1950 verbreitet mit Geschwindigkeiten von 140 km/h.
Mit dem neuen
Triebzug
für die Schweizerischen Bundesbahnen SBB und Niederländischen
Staats-bahnen
NS durfte das nicht passieren. Keine Leichte Aufgabe, die mit den anderen
befahrenen Ländern nicht besserte. Die weiteren befahrenen Länder werden wir nicht näher ansehen, denn sie waren so aufgebaut wor-den, dass sie die Eigenschaften der beiden vor-gestellten Länder umfassten. Es gab Steigungen, aber auch schnelle Abschnitte.
Für den
Triebzug,
der mit
Dieselmotor
angetrieben wird, eine grosse Herausforderung, die sich auch bei den
Anforderungen umsetzte. Wie bei einem üblichen
Pflichtenheft
werden wir uns einige Punkte ansehen.
Bei den neuen Zügen für die
TEE
sollte es sich um einen
Triebzug
handeln. Dieser sollte so aufgebaut werden, dass er betrieblich nicht
getrennt werden konnte. Eine Lösung, die durchaus üblich war, denn das war
ja der Vorteil der Triebzüge, die aber auch einen Nachteil hatten und der
war hier bereits bei der Entwicklung entstanden. Wieder kommen wir daher
zu den Ländern und auch zum Konzept der TEE Züge und deren Spezialität.
Wegen den grossen Steigungen in der Schweiz, sowie in Luxemburg
und wegen der Tatsache, dass die
TEE
nur die erste
Wagenklasse
führten, kam es zu einer verhältnismässig kurzen Bauweise. Es sollten
daher maximal vier Fahrzeuge eingereiht werden. Davon sollte eines als
eigentlicher
Triebkopf
gebaut werden und die drei Wagen sollten auch geschoben werden. Daher
musste einer davon als
Steuerwagen
ausgebildet werden.
Diese Formation war daher vorgegeben. Die Idee auch mehrere
Abteile in den
Triebkopf
zu bauen, scheiterte an der erforderlichen
Leistung,
die so-wohl für die Steigungen, als auch für die Geschwindigkeit benötigt
wurde.
Um eine Zunahme des Verkehrs auffangen zu könnten und um die
Triebzüge
im Falle eines Defekts abschleppen zu können, war eine
automatische Kupplung
vorzusehen. Diese war gerade in der Schweiz neu, denn hier wurde mit den
Lösungen der
UIC
gearbeitet. Besonders auf Grund der Tatsache, dass es ein kurzer Triebzug
war, können wir die
Kupplung
durchaus als sinnvoll ansehen. Wie sich das betrieblich auswirkte,
erfahren wir später.
Mit der
automatischen Kupplung
war auch klar, dass eine
Vielfachsteuerung
vorhanden sein musste. Durch die beiden Bahnen wurde daher definiert, dass
diese Einrichtung für maximal zwei Züge ausgelegt werden musste. Man
erachtete also die Zunahme nur so gross an, dass maximal zwei
Triebzüge
für einen
TEE
genutzt werden sollten. Eine damals durchaus gängige Auffassung und hier
sollten ja nicht grosse Massen befördert werden.
Auf Grund der erforderlichen hohen
Zugkräfte
waren im
Triebkopf
vier
Triebachsen
vorzusehen. Diese sollten durch einen
Dieselelektrischen
Antrieb
bewegt werden. Eine Lösung, die besonders in der Schweiz bekannt war, die
aber auch in den Niederlanden umgesetzt wurde. So war hier eigentlich
einer der wenigen Punkte vorhanden, die wirklich identisch waren. Alle
anderen Bereiche mussten jedoch ausgehandelt werden.
Diese Werte galten in der Schweiz auf den meisten Hauptstrecken und Nebenbahnen sollte von einem TEE ja nicht befahren werden.
Da klar war, dass es damit beim
Triebkopf
Pro-bleme geben könnte, war den Herstellern zuge-standen worden, dass dort
auch
Laufachsen
ver-bauten werden konnten. Da es sich um einen Triebzug handelte, der keine Anhängelast mitführen sollte, wurden die Angaben zur Leistung und zur Zugkraft mit Werten bei der Beschleunigung angegeben. Dazu verwendete man Angaben zur Zeit, bei der eine Geschwindigkeit aus dem Stillstand erreicht werden konnte.
Es lohnt sich auch auf Grund der unterschiedlichen Streckenprofile
ein etwas genauerer Blick auf die gemachten Angaben. Bei Strecken bei zu einer Steigung von 16‰ sollte der Triebzug innerhalb von 180 Sekunden auf eine Geschwindigkeit von 70 km/h beschleunigen.
Die Angaben zur Neigung waren dabei speziell, denn diese wurde
planmässig in der Schweiz nicht erreicht. Jedoch sollte auch Luxemburg
befahren werden und dort war diese Neigung durchaus vorhanden. Wir können
jedoch annehmen, dass auch der Bözberg so befahren werden konnte.
In der Ebene war die Zeit auf 224 Sekunden festgelegt worden.
Jetzt sollte jedoch die
Höchstgeschwindigkeit
erreicht werden. Das ergab für den
Triebzug
eine Beschleunigung, die bei 0.278 m/s2
lag und daher durchaus zu einem Fahrzeug passte, das im hochwertigen
Schnellzugsverkehr verwendet werden sollte. Die Züge galten schon immer
als nicht besonders spurtstark, da sie nicht oft anhalten und wieder
beschleunigen mussten.
Speziell dabei war, dass diese bisher in der Schweiz nur von sehr
wenigen
Triebzügen
unter speziellen Bedingungen gefahren werden konnte. Bei den
Schweizerischen Bundesbahnen SBB begnügte man sich damals noch mit 125
km/h für
Schnellzüge.
Weil der
Triebzug
im Aufbau als
Pendelzug
angesehen werden konnte, sahen in diesem Punkt die Schweizerischen
Bundesbahnen SBB ein Problem. Die NS sah jedoch nicht davon ab und so
mussten im Vorfeld auch Abklärungen getroffen werden. Diese fanden wegen
den Bedenken in der Schweiz statt, denn dieser Ergebnisse konnten so
direkt umgesetzt werden. Spannend dabei ist, dass trotz den Versuchen
dieser Wert in der Schweiz nie erreicht wurde.
Die
Versuchsfahrten
fanden zwischen Lausanne und Genève statt. Dabei wurde ein
Pendelzug
formiert. Dieser bestand aus einer
Lokomotive
Re 4/4, zwei RIC-Wagen und
einem zum
Triebfahrzeug
passenden
Steuerwagen
der
Baureihe
Dt. Da die Wagen keine
Vielfachsteuerung
besassen, musste ein spezielles Kabel zur Übertragung der Signale genutzt
werden. Wir haben somit den
Versuchszug
formiert und können die Fahrten ansehen.
Im Rahmen dieser
Versuchsfahrten
wurde mit dem geschobenen Zug die Versuche durchgeführt. Dabei wurden
mehrfach Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreicht. Der Nachweiss,
dass dieses Tempo ohne Probleme erreicht werden konnte, war erbracht
worden. Es sollte in der Schweiz aber noch viele Jahre dauern, bis
Pendelzüge
(RBDe 4/4) diese
Geschwindigkeit auch planmässig erreichen konnten. Besonders das Verbot
bei der Reihe Re 4/4 II war
dafür verantwortlich.
Der
Triebzug
musste dabei fünf Länder befahren, die in diesem Punkt eigene Normen
hatten. Doch auch hier half die
UIC,
denn diese hatte ein Profil als Standard definiert und dieses musste
eingehalten werden. Auf Grund der Tatsache, dass es hier eigentlich kein klassisches Pflichtenheft gab, war auch keine klassische Ausschreibung vorgesehen. Beide Staatsbahnen hätten damit durchaus Probleme bekommen, denn sie durften nicht im Ausland bestellen.
Daher sollte der Auftrag an ein
Konsortium übergeben werden. Bei
diesem waren Firmen aus den beiden beteiligten Ländern vorhanden. Eine
Lösung, die nicht so selten war. Die Entwicklung und auch der Bau der benötigten Triebköpfe des Zuges sollten in den Niederlanden erfolgen. Daher wurde damit von den beiden Bahnen die Firma Werkspoor in Utrecht beauftragt.
Diese erstellte den mechanischen Teil der
Triebköpfe,
lieferte die
Diesel-motoren
und sie sollte auch die Endmontage der
Triebzüge
übernehmen. Daher sollten die ersten Fahrten auch in den Niederlanden
ausgeführt werden. Doch wir haben noch keinen Triebzug erhalten.
Für die drei pro
Triebzug
benötigten Wagen wurde jedoch mit der Schweizerischen
Industrie-Gesellschaft SIG in Neuhausen ein helvetisches Unternehmen
beauftragt. Die in Neuhausen fertig aufgebauten Wagen mussten daher in die
Niederlanden überführt werden. Eine lange Reise, die aber wegen den beiden
bestellenden Bahnen so gewählt werden musste. Doch wir haben den Triebzug
so noch nicht ausgerüstet und das erfolgte durch eine weitere Firma.
Jedoch sollte sich der Elektriker in einigen Punkten so auswirken,
dass wir diese von Modellen in der Schweiz be-reits kennen. Auch hier
wurde kein komplett neuer Weg beschritten. Von dem nun entwickelten Fahrzeug wurden am 05. November 1955 von den beiden Bahnen vorerst fünf Ein-heiten bestellt. Diese wurden auf den vorgesehenen Einsatz definiert.
Damals durchaus vorgesehen war, dass es auch zu weiteren
Triebzügen
kommen könnte. Es war also noch eine
Option
vorhanden. Doch diese sollte nie eingelöst werden. Den Grund dafür finden
wir nicht nur bei den hier vorgestellten Triebzügen. Zwei Einheiten dieser ersten Lieferung sollten in den Be-stand der Schweizerischen Bundesbahnen SBB kommen.
Diese vergaben den neuen
Triebzügen
Bezeichnung und Nummer nach den eigenen Regeln. So wurden diese beiden
Züge als RAm TEE geführt und sie sollten die damals bei Triebzügen
verwendeten Nummern 501 und 502 erhalten. Weitere Einheiten sollten nicht
in die Schweiz kommen, da man dort den Nachfolger in eigener Regie plante.
Gerade die Entwicklung des Modells
RAe TEE II verhinderte,
dass es von den hier vorgestellten
Triebzügen
mehr gab. Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB wollten so den Verkehr über
die Alpen abdecken und wir können in die Niederlanden wechseln, denn dort
sollten die weiteren drei bestellten Triebzüge in den Bestand aufgenommen
werden. Eine spezielle Situation, die es nur bei der Reihe RAm TEE so klar
geben sollte.
Mit der römischen Ziffer wurden die so aufgebauten Fahrzeuge
einfach der Reihe nach unterschieden. Ein durchaus einfaches System, das
jedoch erkennen liess, ob für den Zug eine
Fahrleitung
benötigt würde, oder nicht. Hier war das nicht der Fall, denn genau
deswegen gab es den
Dieselmotor.
Die Nummern wurden mit 1001 bis 1003 vergeben und waren daher
vierstellig. Das nutzen wir, wenn es zu Unterschieden kommen sollte.
Jedoch kann ich erwähnen, dass es diese wirklich nur bei der Bezeichnung
gab. Optisch, aber auch technisch konnten die fünf
Triebzüge
nicht unterschieden werden. Es war eine einheitliche
Baureihe,
die einfach an zwei
Staatsbahnen
geliefert wurden und so unterschiedlich bezeichnet waren.
Auch bei der NS sollte es keine weitere Lieferung mehr geben. Das
Problem war auch hier die Tatsache, dass es immer mehr
Fahrleitungen
gab und die Industrie das Problem mit den unterschiedlichen
Stromsystemen
gelöst hatte. Das Bespiel haben wir schon kennen gelernt. In den
Niederlanden waren es keine weiteren
TEE-Züge
sondern entsprechend aufgebaute
Lokomotiven,
die mit normalen
Reisezugwagen
ergänzt wurden.
Bei der nun folgenden Vorstellung dieser
Triebzüge
verwende ich zur Vereinfachung und weil es zu den anderen
Baureihen
der Seite passt, die Bezeichnung, die von den Schweizerischen Bundesbahnen
SBB vergeben wurde. Auch wenn sie nicht mehr auftauchen, die DE IV der
Niederländischen Staatsbahnen NS sind auch enthalten. Doch nun wird es
Zeit, dass wir einen genaueren Blick auf diese besonderen Triebzüge
werfen.
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