Das Kraftwerk

Nur schon die Bezeichnung Kraftwerk ist sehr speziell und wirft Fragen auf. In einem Kraftwerk wird elektrische Energie erzeugt. So einfach kann es mit einer Antwort sein. Jedoch ist damit die Frage nach dem besonderen Namen immer noch nicht beantwortet worden. Wir kommen daher nicht darum herum uns mit diesem Kraftwerk etwas genauer zu befassen, denn irgendwie würde Elektrowerk besser passen.

Ein Werk ist eine Einrichtung in dem etwas produziert wird. Der Name wird auch an anderen Orten verwen-det und einen Unterschied gibt es beim Kraftwerk ei-gentlich nicht, denn es ist eine Anlage, bei der elektrische Energie erzeugt wird.

Jedoch fehlt uns nun die Kraft, denn damit verbinden wir etwas komplett anderes. Denn wir benötigen Kraft um eine Treppe zu erklimmen. Das hat mit Elek-trizität nicht viel zu tun.

Um den Namen zu verstehen, müssen wir in der Ge-schichte etwas zurück gehen. Als die ersten elek-trischen Anlagen entstanden war man von der damit verbundenen Kraft fasziniert.

Wer die Auswirkungen eines Blitzes schon einmal gesehen hat, der erkennt die unbändige Kraft. Bäume werden regelrecht gespalten und das ist nur mit viel Kraft möglich. In einem Werk, wo so etwas herge-stellt wird, kann also nur ein Kraftwerk sein.

Wie wird jedoch diese Elektrizität in einem Kraftwerk hergestellt. Das Bauteil nennt man Generator und um mit diesem elektrische Energie herzustellen ist in der Regel eine drehende Bewegung erforderlich. Jedoch ist das nicht in jedem Fall so, denn bei den Kraftwerken gibt es auch Lösungen, wo nicht mit einer Bewegung zur Erzeugung gearbeitet werden muss. In dem Fall wird aber immer mit Gleichstrom gearbeitet.

Wir wollen uns nun einige dieser Kraftwerke ansehen. Dabei bieten diese in jedem Fall Vor- und Nachteile. Einige davon sind sogar ein Spiel mit dem Teufel. Aus der Sicht der Elektrizität wollen wir diese jedoch nicht klassieren und neutral bleiben. Daher werden wir die einzelnen Bauformen in alphabetischer Reihenfolge kennen lernen. Wie Sie dann zum entsprechenden Kraftwerk stehen, können Sie mit sich selber ausmachen.

Das Atomkraftwerk: Beginnen wir mit dem Atomkraft-werk. Bei den Grundlagen haben wir erfahren, dass Elek-trizität dadurch entsteht, dass einem Atom die Elektronen abhanden kommen.

Das ist die Lösung, die von der Natur mit Reibung erfolgt. Die dabei erzeugte Menge Elektrizität bei der Energie ist wirklich ausgesprochen gross. Jedoch arbeitet das Atom-kraftwerk nach einem ganz anderen Prinzip.

Hier werden die Atome gespalten. Man spricht auch von einer Kernspaltung. So ist besser zu erkennen, dass die Kerne der Atome zerteilt werden. Das ist möglich, weil dieser Kern aus eine Anzahl Protonen und Neutronen besteht, die fest unter sich verbunden sind.

Durch die Spaltung wird extrem viel Wärme frei gesetzt und diese reicht aus, um selbst Erde zu schmelzen. Im Kraftwerk wird genau diese für die Erzeugung genutzt.

Der Reaktor, also der Bereich wo diese Atomspaltung er-folgt, muss gekühlt werden. Dazu nutzt man oft Wasser, das in der Folge wegen der grossen Hitze verdampft und diesen Dampf nutzt man.

Das Prinzip wurde schon bei den Dampflokomotiven ge-nutzt. Hier wird jedoch damit nicht eine Dampfmaschine angetrieben, sondern ein Turbine. Diese erzeugt letztlich eine drehende Bewegung, die dann zur Erzeugung von Elektrizität genutzt wird.

VORTEILE: Die Vorteile eines Atomkraftwerks liegen in der grossen Menge Energie die entsteht. Diese ist schlicht so gross, dass der in der Turbine genutzte Dampf weiter abgekühlt werden muss. Wir haben also eine sehr leistungsfähige Anlage erhalten und genau dieser Punkt ist eigentlich der Grund, warum man sich auf das Spiel mit dem Teufel einlässt und damit kommen wir zur Liste mit den Nachteilen, die lange ist.

NACHTEILE: Bei der Spaltung von Atomen entstehen Ab-fallprodukte, da sich der gespaltene Kern nicht mehr ver-bindet. Es handelt sich dabei um Radikale und diese führen dazu, dass im Reaktor eine Radioaktivität entsteht.

Dabei sind die Produkte der Spaltung so aufgebaut, dass sie dem Menschen sehr gefährlich werden können und dabei ist die Elektrizität sogar noch harmlos. Wir wissen, dass wir damit auch nicht spassen sollten.

Das Problem mit der Radioaktivität ist sehr gross und da-her sind viele Sicherungen vorhanden. Wie gut diese je-doch wirklich sind, wissen wir, seit den Vorfällen in den Werken von Tschernobyl (26. April 1986 um 01:23 Uhr) und Fukushima (11. März 2001 um 14:46 Uhr).

Nur schon die Tatsache, dass diese mit der Zeit erfasst wurden, zeigt den Schaden deutlich. Grosse Gebiete sind nach den Vorfällen für mehrere hundert Jahre nicht be-wohnbar.

Hinzu kommt, dass die Lager der Abfallprodukte schlicht noch nicht gelöst wurde. Diese sind so gefährlich, dass sie so gelagert werden müssen, dass über mehrere Genra-tionen keine Gefahr mehr besteht. Dabei muss sicher gestellt werden, dass auch in mehr als 1000 Jahren die mögliche Gefahr von den Leuten erkannt werden kann. Keine Leichte Aufgabe, die bisher schlicht kaum von einem Land gelöst worden ist.

Wegen der grossen Gefahr sind Atomkraftwerke auch anfällig auf Anschläge. Das kann durch Terrorismus oder Krieg der Fall sein. Nur schon die hier aufgeführten Nachteile führen dazu, dass man sich die Frage nach dem Nutzen stellen sollte. Dabei muss jeder mit sich ins Reine kommen. Ich finde, dass es sich durchaus lohnt, auch andere Kraftwerke anzusehen. Auf neue Atomkraftwerke sollte man nach Möglichkeit verzichten.

Das Blitzkraftwerk: Mit dem Blitzkraftwerk blicken wir so weit in die Zukunft, dass selbst der Name erfunden wurde. Jedoch lohnt sich ein Blick auf die damit möglichen Lösungen und die damit verbundenen Vor- und Nachteile.

Dazu müssen wir aber zuerst den Blitz verstehen und dieser wird auf natürliche Weise her-gestellt. Den Begriff Reibungselektrizität haben wir in diesem Zusammenhang schon kennen gelernt.

In einem Blitz sind unvorstellbare Mengen an Energie enthalten. Diese sind so gross, dass durch den Lichtbogen sogar die Luft verändert wird. Wer schon einmal in der Nähe war, der weiss, dass ein Lichtbogen einen speziellen Geruch hat.

Dieser stammt vom erzeugten Ozon. Doch wir wollen die in diesem Blitz enthaltene Elektrizität nutzen, denn wenn wir den Blitz von diesem Punkt aus ansehen, dann wird es spannend.

Ein einzelner Blitz hat eine so grosse Energie, dass er Bäume spalten kann und sogar Häuser in Brand setzt. Diese zu nutzen war schon lange ein Wunsch der Leute, denn alleine ein Blitz kann eine kleine Ortschaft über mehrere Wochen mit Energie versorgen. Die Leistung dieser Kraftwerke überträfe die grossen Werte der Atomkraftwerke. Also müssen wir uns den Vor- und Nachteilen zuwenden, denn diese geben die Antwort.

VORTEILE: Der grosse Vorteil dieser Blitzkraftwerke ist, dass man schlicht ein Phänomen der Natur nutzt. Blitze entstehen, ob wir diese nutzen oder nicht und wer schon einmal ein Gewitter beobachtete, weiss es entstehen viel davon und jeder hat eine extrem hohe Leistung, die in wenigen Sekunden gratis erzeugt wird. Alleine das rechtfertigt, dass wir uns diese zukünftigen Kraftwerke bereits ansehen mussten.

NACHTEILE: Auch bei einem Kraftwerk mit Blitzen gibt es Nachteile. Dazu gehört, dass die grosse Menge Energie in einer kurzen Zeit anfällt und diese muss für die Nutzung gespeichert werden.

Solche Speichermedien sind nicht leicht zu bauen, jedoch ist das ein Problem, das technisch gelöst werden kann und das eigentlich bereits gelöst worden ist. Das grösste Pro-blem dieser Kraftwerke ist aber kaum zu lösen.

Niemand weiss genau, wo ein Blitz entsteht. Ein Kraft-werk muss regelmässig und in bestimmen Abständen ge-troffen werden. Wir wissen, Gewitter sind nicht so oft vorhanden und sie ziehen immer auf anderen Weg durch das Land.

Hinzu kommt, dass längst nicht jeder Blitz gegen die Erde ausschlägt. Daher ist die Energie ab so einem Kraftwerk nicht gesichert. Wir sollten es im Kopf behalten und an-dere Lösungen ansehen.

 

Das Fusionskraftwerk: Kommen wir zum Fusionskraftwerk. Auch jetzt ist es ein Blick in die Zukunft und auch wenn man sich auch hier mit dem Teufel angelegt, man hat etwas bessere Karten. Doch was ist die Idee hinter diesem Kraftwerk und wir kennen ein natürliches Fusionskraftwerk, denn es ist die Sonne. Dort wird seit vielen Jahren durch diese Lösung Wärme und Licht für die Menschen erzeugt.

Das Prinzip bei diesem Fusionskraftwerk ist ähnlich wie beim Atomkraftwerk. Jetzt werden die Atomkerne jedoch nicht gespalten sondern miteinander verschmolzen. Das hat zur Folge, dass eine grosse Menge Energie freigesetzt wird. Die dabei entstehende Radioaktivität ist nicht so gross, da keine Spaltprodukte entstehen, jedoch gibt es auch hier freie Radikale. Ohne Gefahr ist also auch diese Lösung nicht zu haben.

Es entsteht also bei einem Fusionskraftwerk eine grosse Wärme. Die ist sogar so gross, dass das dabei erzeugte Plasma nicht mit einem Metall in Verbindung kommen darf.

Dieses würde schmelzen, auch wenn es mit Wasser ausreichend gekühlt wird. Damit das nicht passiert, muss man dieses Plasma mit elektrischen Magneten auf Abstand halten. So kann so viel Wärme eingefangen werden, dass Dampf entsteht.

VORTEILE: Der Vorteil beim Fusionskraftwerk ist, dass damit eine enorme Menge Energie frei wird. Die verfügbaren Leistun durch die Kernfusion übertreffen sogar die Atomkraftwerke.

Jedoch ist gerade diese grosse Hitze das Problem und so kommen wir bei diesen Kraftwerken für die Zukunft bereits sehr schnell zu den Problemen. Diese sind so gross, dass sie bisher schlicht ein Kraftwerk nach diesem Prinzip verhinderten.

NACHTEILE: Der grosse Nachteil des Fusionskraftwerk ist, dass ein grosser Teil der erzeugten Energie selber benötigt wird. Es müssen die Elektro-magnete versorgt werden.

Das Kraftwerk lohnt sich jedoch erst, denn mehr Energie erzeugt wird, als benötigt wird. Diese Differenz muss dann noch hoch genug sein, dass sich auch der Bau dieser Kraftwerke lohnt. Eine Aufgabe die noch gelöst werden kann, und daher noch der Blick in die Zukunft.

Auch hier entsteht eine geringe Menge Radioaktiv. Diese ist ebenso gefähr-lich, lediglich die Abfallprodukte sind davon weniger betroffen, denn durch die Fusion entstehen neue Stoffe. Ob diese schnell zerfallen, hängt auch vom Aufbau des Reaktors ab. Auch beim Fusionskraftwerk ist es ein Spiel mit dem Teufel, nur hat man wirklich kein schlechtes Blatt auf der Hand. Besser als das Atomkraftwerk aber auch nicht gut.

Das Gaskraftwerk: Beim Gaskraftwerk kommen wir in die Welt der Lösungen mit Verbrennung. Auch wenn ich hier nur das Gaskraftwerk vorstelle, es steht auch für jene Lösungen, die an der Stelle von Gas, Erdöl für die Erzeugung nutzen.

Dabei arbeitet man beim Gaskraftwerk nach einem Prinzip, das Sie eventuell auch zu Hause nutzen. Das Prinzip dabei ist schlicht die Verbrennung von fossilen Brennstoffen.

Das Gas, oder das Öl, wird schlicht verbrannt und damit durch die Flamme eine grosse Hitze erzeugt. Diese muss abgeführt werden und daher verdampft man Wasser.

In einem etwas kleineren Rahmen kennen Sie das vielleicht von Ihrer Heizung zu Hause. Der Dampf wird danach nach dem gleichen Prinzip genutzt, wie das schon beim Atomkraftwerk der Fall war. Elektrische Energie wird also mit Dampf hergestellt.

VORTEILE: Die Vorteile bei einem Gaskraftwerk liegen darin, dass diese schnell und einfach in Be-trieb genommen und abgeschaltet werden können.

Daher eigenen sich diese Kraftwerke auch für den Einsatz in Notfällen und als Reserve, wenn kurzfristig grosse Nachfrage besteht. Zudem kann sowohl das Gas, als auch das Erdöl über Leitungen zugeführt werden. Eine Lösung, die durchaus schon länger bekannt ist und genutzt wird.

NACHTEILE: Als Nachteil muss die Verbrennung genommen werden. Der Ausstoss der Abgase belastet die Umwelt und sowohl die Gase, als auch das Erdöl müssen gefördert werden. Durch die Leitungen ist die Zufuhr des Brennstoffes nicht so schlimm. Um diese Nachteile etwas zu entschärfen müssten biologische Brennstoffe genutzt werden. Da diese nicht endlos verfügbar sind, kann so das Kraftwerk kaum betrieben werden.

Das Geothermiewerk: Mit den Geothermiewerken sind wir wieder in die aktuelle Zeit zurück gekehrt. Diese Anlagen sind bereits vorhanden und sie werden immer mehr verbaut.

Auch hier wird die elektrische Energie durch Dampf erzeugt. Die Herstellung desselben erfolgt jedoch auf eine komplett andere weise und das macht diese Kraftwerke so besonders, denn es gibt eigentlich keine besseren.

Genutzt wird dabei die im Erdreich vorhandene Wärme. Diese könnte überall genutzt werden, jedoch sind damit kaum sinnvolle Kraftwerke zu erstellen. Es muss eine bessere Quelle her.

Diese sind überall auf der Welt verteilt, denn es sind Vul-kane. Bei aktiven Vertretern wird in den Boden eindrin-gendes Wasser so stark erhitzt, dass es als heisser Dampf wieder aus dem Boden schiesst. Nun muss man nur Wasser in den Boden leiten und den Dampf fassen.

Eine einfache Lösung für ein Kraftwerk, die sogar mit verhältnismässig geringem Aufwand zu bekommen ist. Das Problem dabei ist nur, dass sie in der Nähe von aktiven Vulkanen aufgestellt werden. Bei Modellen, die viel Lava ausspucken kann man kaum ein Geothermiewerk aufstellen, denn bei einem Ausbruch könnte das Kraftwerk verschüttet werden. Somit sind nicht alle geothermischen Quellen auch nutzbar.

VORTEILE: Der Vorteil liegt bei der Erzeugung des Dampfes. Denn diese ist mit sehr geringen Kosten zu bekommen. Die Natur heizt das Wasser auf und diese Wärme wird zur Erzeugung der Elektrizität genutzt.

Da der Dampf auch natürlich anfallen würde, sind bei diesem Kraftwerk auch keine grösseren biologischen Schäden zu erwarten. Wir haben das ideale Kraftwerk bekommen und doch gibt des Nachteile zu berücksichtigen.

NACHTEILE: Der Nutzen der Geothermie ist nur an wenigen Orten der Erde ge-geben. Um die dort erzeugte elektrische Energie zu nutzen, müssen auch die Ver-braucher dort angesiedelt werden.

Das ist jedoch nicht immer so leicht möglich und daher entstehen lange Leitungen, bei denen die Verluste kaum ein wirklich sinnvollen Kraftwerk machen. Von diesen Lösungen am meisten profitieren wenige Staaten, wie Island.

Das Kohlekraftwerk: Auch das Kohlekraftwerk ist ein thermisches Kraftwerk, denn in diesem Fall wird eigentlich nur das Prinzip der Dampflokomotive angewendet. Dort wird mit der Hilfe eines durch Kohle genährten Feuers Dampf erzeugt.

Im Kraftwerk wird dieser einer Turbine zugeführt und so kann man mit einfachen Mitteln das Kraftwerk betreiben. Eigentlich eine gute Lösung, wäre da nicht der Brennstoff.

Beim Kohlekraftwerk ist das grösste Problem die Kohle. Die dafür ideale Steinkohle muss bergmännisch gefördert werden und das macht diese ausgesprochen teuer. Wir erinnern uns, dass die Bahnen in der Schweiz genau deswegen auf die Technik mit der Elektrizität gesetzt haben.

So kann das Kraftwerk nicht wirtschaftlich betrieben werden. Daher wird zu der leichter abbaubaren Braunkohle gegriffen und das gibt Probleme.

VORTEILE: Wie schon beim Gaskraftwerk kann ein Kohlekraftwerk schnell zu- oder abgeschaltet werden. Wobei das nicht so schnell erfolgt, da der Kessel noch auskühlt.

Den Effekt kennt man von den Dampflokomotiven und daher sind diese Kohle-kraftwerke mit einfachen Mitteln herzustellen. Das sind aber schon die wenigen Vorteile, denn ideal sind diese Kraftwerke wirklich nicht, aber wenn es nicht anders geht.

NACHTEILE: Es gibt bei einem Kohlekraftwerk viele Nachteile. Die Probleme mit den Abgasen sind noch schlimmer, als bei den Gaskraftwerken. Weiter darauf eingehen wollen wir nicht, denn jede Verbrennung erzeugt Kohlendioxyd.

Das muss in der Luft wieder abgebaut werden. Aber abgebaut werden muss auch die für die Verbrennung benötigte Braunkohle, die oberflächlich abgebaut wer-den kann und so genutzt wird.

Für ein Kohlekraftwerk werden grosse Mengen Braun-kohle benötigt. Diese muss von den Gruben zum Kraft-werk gelangen und das ergibt Transportwege. Daher sind diese Kraftwerke oft auch nur dort, wo auch der Abbau erfolgt.

Wegen den grossen Mengen müssen die Gruben immer wieder erweitert werden. Wenn dabei Dörfer im Weg sind, werden diese einfach für das Kohlekraftwerk geopfert. Auch nicht die ideale Lösung.

Das Solarkraftwerk: Wie wäre es, wenn wir die grösste Quelle für Wärme auf unserem Planeten an-zapfen. Die Sonne sorgt mit ihrer Wärme dafür, dass es überhaupt auf dem Planeten Leben gibt. Ohne sie müssten wird uns auch keine Fragen zu einem Kraftwerk gefallen lassen. Es gäbe uns nicht und die Probleme wären gelöst. Jedoch könnte man diese Quelle auch für die Erzeugung nutzen.

Bei den Solarkraftwerken gibt es zwei Lösungen. Mit der Fotovoltaik wird das Licht der Sonne genutzt. Mit diesem werden spezielle Kollektoren so angeregt, dass sie eine Spannung erzeugen. Eine einfache Lösung, die direkt einen Gleichstrom erzeugt und die besonders in sehr kleinen Anlagen verwendet wird. Dazu gehört der Taschenrechner, aber auch die grössere Anlage auf dem Dach eines Hauses. Das Prinzip ist gleich, nur die Grösse ändert.

Wirklich ein leistungsfähiges Kraftwerk kann so nicht umgesetzt werden. Die benötigte Fläche wäre dazu schlicht zu gross und man müsste der Sonne folgen. Wenn man nun aber das Licht spiegelt, dann wird es spannend.

Sonnenlicht, das gebündelt wird, erzeugt sehr viel Wärme und damit kann leicht ein Feuer entfacht werden. Beim Solar-kraftwerk wird Dampf erzeugt und so auf die gängige Art elek-trische Energie erzeugt.

VORTEILE: Der grosse Vorteil dieser Kraftwerke ist, dass sie ohne grossen Aufwand Energie erzeugen können. Zudem ent-stehen keine Abgase, denn man nutzt das, was sonst schon auf die Erde geschickt wird.

Der optimale Aufbau solcher Anlagen ist leicht zu verwirklichen. Die Zukunft wird bei den Solarkraftwerken liegen, auch wenn sie nicht ideal sind, denn während der Nacht kann mit der Sonne keine Energie erzeugt werden.

NACHTEILE: So gut Solarkraftwerke auch sind, sie haben Nach-teile. Dazu gehören sicherlich die Probleme mit den Kollektoren, die nicht auf jedem Dach erwünscht sind. Bei den grösseren Kraftwerken ist wichtig, dass man diese dort baut, wo die Sonne immer scheint. Dazu sollte sie immer optimal im Winkel einfallen. So bieten sich Wüsten in der Nähe des Äquators an. Damit fallen lange Transportwege für die Elektrizität an.

Hinzu kommt, dass diese Anlagen nicht immer die gleiche Menge Energie liefern, denn Wolken verhindern die optimale Einstrahlung der Sonne. Daher baut man solche Solarkraftwerke auch in der Wüste. Dort stören auch die grossen Flächen, die benötigt werden nicht so sehr. Niemand würde sich an Spiegeln in der Sahara stören. Nur sie müssen da hin und auf Sand bauen ist auch keine so gute Idee, wie man meinen könnte.

Das Wasserkraftwerk: Mit dem Wasserkraftwerk sind wir bei den ältesten Ausführungen angelangt. Solche Kraftwerke waren leicht zu erstellen und die drehende Bewegung für die Erzeugung der elektrischen Energie genutzt.

Dabei orientierte man sich bei den Wasserrädern, die damals überall Mühlen mit der Kraft des Wassers antrieben. Für ein Kraftwerk mussten jedoch einige Verbesserungen vorge-nommen werden.

Bei allen Wasserkraftwerke wird zuerst das Wasser gestaut. Dazu verwendet man in den Flusslauf gestellte Mauern. Diese den ganzen Talkessel ausfüllenden Bauwerke können wenige Meter, aber auch weit über 200 Meter hoch sein.

Anschliessend gelangte das so gestaute Wasser über Leit-ungen ins Kraftwerk und durch die Kraft wird eine Turbine angetrieben. An der sich drehenden Welle befand sich dann der Generator.

Die Bauform der Turbinen konnten im Lauf der Jahre ver-bessert werden und so konnten auch sehr gute Anlagen gebaut werden.

Dabei ist diese Lösung aber nur dort umsetzbar, wo es genug Wasser gibt und wo ein grosses Gefälle vorhanden ist. Dieses ist zwingend erforderlich, denn nur so kann das Wasser die erforderliche Kraft auch aufbringen. Es wird nun Zeit, dass wir auch hier die Vor- und Nachteile ansehen.

VORTEILE: Der grosse Vorteil dieser Kraftwerke ist die einfache Technik. Man muss nur eine Mauer, Leitungen und eine Turbine bauen können. Die Grösse kann angepasst werden und es sind Anlagen die durchaus dauerhaft betrieben werden können. Mit der Kraft des Wasser werden auch keine grosse Wärme und gar keine Abgase abgegeben. Somit ist in dem Punkt das Kraftwerk sehr gut aufgestellt. Jedoch gibt es auch Nachteile.

NACHTEILE: Die Staustufen verunstalten die Land-schaft. Wo ein schönes Tal war, steht plötzlich eine hässliche Mauer. Auch die Leitungen sind nicht schön, vor allem dann, wenn diese an der Ober-fläche geführt werden.

Doch auch dafür gibt es Lösungen, denn in die Natur eingepasste Dämme wirken nicht so kalt, und die Leitungen verlegt man in den Boden. Doch noch fehlt das grösste Problem und das ist die Mauer.

Hinter der Mauer staut sich das Wasser. Das führt dazu, dass ganze Landschaften und auch Dörfer dem Stausee geopfert werden mussten. Zudem kann diese Mauer durch einen Defekt, oder aber durch einen gezielten Anschlag bersten.

In dem Fall schiesst das Wasser zu Tal und alles, was ihm im Weg steht, wird weggerissen. Daher sind diese Bauwerke sehr kräftig gebaut worden. Nur wirklich sicher sind sie auch nicht.

Das Windkraftwerk: Bei einem Windkraftwerk wird die Kraft des Windes genutzt. Wer sich schon einmal einen Western angesehen hat, der hat sicherlich schon ein Windrad gesehen.

Genau dieses Teil, das so nervig quietsch. Damit wurde früher eine Pumpe für das Trinkwasser betrieben. Was vorher beim Wasserkraftwerk erfolgte, kam auch hier vor, statt direkt die Pumpe, wurde ein Generator angeschlossen.

Was im einfachen funktioniert, kann auch für ein Kraftwerk genutzt werden. An einer Stelle, wo es immer windet, werden mehrere Windräder aufgestellt und schon hat man ein Kraftwerk. In den meisten Fällen werden bei solchen Anlagen Generatoren für Gleichstrom verwendet. Der Grund ist, dass diese oft mit verschiedenen Drehzahlen betrieben werden können. Das ist wichtig, weil Wind nie gleich stark weht.

VORTEILE: Die Vorteile der Windkraftwerke ist, dass die Anlagen leicht aufgebaut werden können. Sie sind auch billig in der Anschaffung und da der Wind so oder so vorhanden ist, kann man die Energie auch gratis nutzen. Eigentlich das Ideale Bauwerk. Jeder liebt es billig und einfach und daher werden solche Anlagen auch gefördert. Jedoch ist es wie überall, es gibt schlicht keine Vorteile, wenn es keine Nachteile gibt.

NACHTEILE: Windräder sind nicht immer schön anzusehen, denn die hoch in den Himmel ragenden Bauwerke fallen auf. Zudem können diese auch Geräusche erzeugen und Schatten werfen. Ist der Wind zu schwach, arbeiten sie nicht und wenn der zu stark weht, können die Anlagen auch zerstört werden. Man muss die Anlagen an passenden Orten aufstellen und das sind die Spitzen von Hügeln. Man sieht die Anlagen noch besser.

Eine Gefahr sind die Windräder für Vögel. Die sich drehenden Rotoren werden von diesen nicht erkannt. Ein Treffer endet tödlich und da davon oft grosse Vögel betroffen sind, fallen sie auf. Nicht bestätigt, aber auch nicht widerlegt, ist jedoch der Vorwurf, dass Windräder den Wind bremsen und so die Niederschläge nicht mehr bis ins Hinterland kommen. Sie sehen, auch diese Anlagen sind nicht gratis zu haben.

Damit haben wir die gängigsten Anlagen kennen gelernt. Es liegt nun an Ihnen sich die Kraftwerke auszusuchen. Sie kennen die Vor- und Nachteile und so kann schnell erkannt werden, dass es sich lohnt, wenn man auf einen Mix aus verschiedenen Anlagen setzt. Ob dazu auch Atomkraftwerke gehören sollten, überlasse ich Ihnen, denn es gibt elektrische Energie nicht gratis und so muss man Kompromisse eingehen.

 

Zurück Navigation durch das Thema Weiter
  Home Depots im Wandel der Zeit Die Gotthardbahn
News Fachbegriffe Die Lötschbergbahn
Übersicht der Signale Links Geschichte der Alpenbahnen
Die Lokomotivführer Lokführergeschichte Kontakt

Copyright 2026 by Bruno Lämmli Lupfig: Alle Rechte vorbehalten