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Der Hauptschalter |
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Die
Aufgaben des Hauptschalters sind einfach zu umschreiben. Wie bei jedem
anderen Schalter werden hier Kontakte geöffnet und damit der
Stromkreis
einfach unterbrochen. Wenn es sich dann noch um einen Schalter handelt der
einen ganzen Bereich schaltet, dann spricht man von einem Hauptschalter.
Vielleicht kennen Sie diese von anderen Orten, bei denen mit einem
Schalter ganze Gebäude in Betrieb genommen werden.
Bei geringen Leistungen reicht oft eine Dachsicherung aus. Wenn mehr Strom fliessen kann, dann sind auch grosse Leistungen zu schalten.
Damit beginnen die Probleme. Solche Schalter sind gross und können von
Hand kaum bewegt werden. Als Fernschalter aufgebaute Hauptschal-ter lösen das Problem. Bei einem Fern-schalter werden die Signale um den Schaltvorgang auszuführen aus der Ferne übermittelt. Wie weit sich der Schalter von der Be-dienvorrichtung entfernt befindet, ist nicht so wichtig.
Ein
Fernschalter kann in Australien mon-tiert sein, geschaltet wird er jedoch
in Hinterwil in einem kleinen
Schuppen
mit ein paar Leuten, die wichtig sind.
Mit
dem Fernschalter und dem Haupt-schalter sind wir nun einen Schritt weiter.
Die bei
Lokomotiven benötigten
Leistungen und
die in der
Fahrleitung
vorhandenen
Spannungen
sind nicht leicht zu schalten. Gerade die Spannung kann auch die Luft
überbrücken. Das nennt man
Lichtbogen
und diese sind ausgesprochen gefährlich, weil sie eine grosse Wärme
erzeugen. Man kann damit sogar Stahl schweissen und so verbinden.
Sie
sehen, es kann durchaus viel sein und niemand will einen Schalter so
umnutzen, dass er zum Schweissgerät wird. Ach ja, die
Verbindung
von Stahl mit Hilfe eines
Lichtbogens
nennen man auch Lichtbogenscheissen. Wir jedoch sollten bei den Schaltern
bleiben und da entfernen wir uns nicht gross von der Stelle, denn man
findet Hauptschalter überall, denn ihr Computer hat so einen, den Sie ab
und zu benutzen.
Vom
Prinzip her ist kein Unterschied vorhanden und beim Licht sind einfach
keine Fernschalter benutzt worden. Beim Einfluss auf die elektrische
Leitung gibt es jedoch mit Aus-nahme der Abmessungen keinen wichtigen
Unterschied. Diesen Lichtschalter greifen wir nun auf. Wenn sie das Licht ausmachen, dann wird in dem Schalter ein Kontakt geöffnet und Sie hören das, denn es macht «klick». Dieses ist wichtiger als Sie vermutlich vermutet haben.
Der
Klick ist das Signal, dass der Kontakt in die definierte Stellung
gewechselt hat. Es ist schlicht das Geräusch der Ver-riegelung. Diese
definierte Position ist so weit von den Kon-takten entfernt, dass der
Stromfluss unterbrochen wird.
Wenn
diese Riegel fehlen, dann können Sie den Schalter ganz langsam öffnen. In
dem Fall wird die Luft im Bauteil leitend und es entsteht auch bei
Niederspannung ein
Lichtbogen.
Der bleibt stehen, wenn die Endposition erreicht wird und das Feuerwerk
geht los. Im Schalter brodelt es und der Rauch wirkt beängstigend. Das ist
gut so, denn das Feuer kann das ganze Haus in Schutt und Asche legen.
Daher sind gute Schalter unbezahlbar.
Unseren Lichtschalter betreiben wir nun an Hochspannung. Bei dieser kann
schlicht die erforderliche Distanz nicht erreicht werden, bevor der
Lichtbogen
zündet. Auch wenn es schnell geht, es klappt nicht, denn es ist genug
Leistung
vorhanden um die Luft leitend zu machen. Die Schaltung klappt nur, wenn
man den Lichtbogen bekämpft und das ist so wichtig, dass die Schalter
anhand der Lösungen sogar unterschieden werden.
Wenn
wir nun einige
Bauarten von
Hauptschaltern ansehen, dann sind es Geräte die für Hoch-spannung geeignet
sind. Das heisst, der Schalter kann auf einfache Weise geschlossen werden
und in dem Punkt unterscheiden sich die Fernschalter nicht von den anderen
Schaltern. Ihr Lichtschalter zu Hause kann damit ohne grosse Probleme
mithalten. Jedoch nur so lange, bis der
Strom
fliesst, denn Hauptschalter lassen höhere Werte zu.
Um
diese Hauptschalter auch bei hohen fliessenden
Strömen sicher zu öffnen, muss der
entstehende
Lichtbogen
bekämpft werden. Anstehen lassen geht nicht, denn es muss aktiv gegen den
Lichtbogen vorgegangen werden. Nur so kann der Schalter ohne Schaden
geöffnet werden. Dass das nicht so einfach zu lösen ist, zeigen die
verschiedenen Lösungen, die im lauf der Jahre bei
Lokomotiven verbaut wurden
und man lernte oft mit.
Aktiv bekämpft werden
Lichtbögen
auf mehrere Arten. Dabei wird einfach die Distanz so weit erhöht, dass er
abbricht. In einem Schalter benötigt das jedoch zu viel Platz, daher gibt
es andere Lösungen. In Isolieröl wird der Lichtbogen gelöscht und mit
Druckluft
ausgeblasen. Die dritte Lösung ist spannend, denn dort kann schlicht kein
Lichtbogen entstehen. Nachfolgend werden diese drei Lösungen geschichtlich
gereiht vorgestellt.
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Der
Ölhauptschalter ist das älteste Modell, der hier vorgestellten
Hauptschalter für
Lokomotiven. Es war durchaus
auch die Entwicklung dieses Schalter zu verdanken, dass sich die Traktion
durchsetzen konnte. Das Modell musste funktionieren und es sollte den
Lichtbogen
zuverlässig löschen. So einfach, wie man meinen könnte, war das nicht und
bevor wir uns die Vor- und Nachteile dieses Hauptschalters ansehen,
betrachten wir die Funktion.
Ich
nehme nun das Modell bei dem die Kontakte mit der Hilfe von
Druckluft
bewegt wurden. Fehlte diese, war aber auch eine Schaltung von Hand
möglich, es gab also immer zwei Lösungen für das Bauteil. Mit Hilfe der Druckluft wurden die Kontakte gegen ein-ander gepresst. Dadurch schloss der Hauptschalter den Stromkreis und es konnte elektrische Energie mit dem Strom übertragen werden.
Speziell war nur, dass die Ansteuerung des Schalters leicht anderes gelöst
wurde, denn es war wichtig, dass der nun geschlossene Kontakt gehalten
wurde. Das Signal für den Vorgang musste daher nicht immer gesendet
werden. Wollte man diesen Schalter öffnen, dann wurden mit der Druckluft die Kontakte getrennt. Zwischen diesen entstand trotz dem schnellen Schaltvorgang dieser Lösung ein Lichtbogen.
Damit sich dieser nicht ausdehnen konnte, wurden die Kontakte in einem Bad
aus
Öl
verbaut. Dieses spezielle Isolieröl war nicht leitend und so wurde der
Lichtbogen
in diesem gelöscht. Daher auch der Name, denn es wurde mit Öl gearbeitet.
Durch die Belastung des
Lichtbogens
wurde das Isolieröl jedoch stark erhitzt. Das konnte man nicht verhindern,
denn jeder Lichtbogen erzeugt Wärme und daher war ein ausreichende Menge
Isolieröl zur
Kühlung desselben
erforderlich. Das machte diese Ölhauptschalter recht schwer und dabei war
das noch das geringste aller Übel. Wurden hohe
Ströme
abgeschaltet war der Lichtbogen so stark, dass das Isolieröl verdampfen
konnte.
Ölgase wurden für die
Beleuchtung
verwendet und be-kannt sind in dem Fall die Öllampen, bei den teilweise
so-gar aromatisierte Pflanzenöle verwendet werden. Wichtig dabei ist, dass
das
Öl sich
in
Gas umwandelt. Isolieröl besitzt einen hohen Flammpunkt und gilt daher als schwer entflammbar. Das gilt aber nicht für das Ölgas und gerade bei elektrischen Lokomotiven sind immer wieder Funken vorhanden.
Selbst der
Lichtbogen
im Hauptschalter konnte so stark sein, dass er das entstehende Ölgas
entflammen konnte. Die Folge davon war schlicht eine explosionsartige
Ver-brennung. Der
Lokomotive und dem Personal
bekam das nicht gut. Dieser Problematik war man sich bewusst und damit auch wir verstehen, müssen wir etwas in die Welt der Schalter eintauchen.
Diese sind für bestimmte
Spannungen
und
Ströme
ausge-legt worden. Der kleine Kippschalter an der Tischlampe reicht nicht
um den Staubsauger zu schalten. Wer damit einen Kochherd bedienen will
riskiert ein Feuer. Aus diesem Grund wird bei Schaltern immer der Strom
und die Spannung angegeben.
Das Schaltvermögen:
Bei einem Schalter spricht man von einem Schaltvermögen. Das hat nicht
viel mit ihrem Konto auf der Bank zu tun. Es ist ein Wert, der angibt,
welche
Leistung mit
einem Schalter geschaltet werden kann. Das ist einfach zu berechnen, denn
bei jedem Modell ist die maximale
Spannung
und der erlaubte
Strom
angegeben. Jetzt muss noch gerechnet werden und wir haben das
Schaltvermögen.
Die Ölhauptschalter waren ausgesprochen gut und sind es durchaus immer noch. Lediglich die geschalteten Leistungen der Baugruppen durften nicht überschritten werden.
Erfolgte das, verdampfte
Öl und
das
Gas füllte den
Maschinenraum.
Beim nächsten Schaltvorgang knallte das Ölgas und das Teil flog schlicht
in die Luft. Ohne eine Schutzfunktion konnte es pas-sieren, dass der Hauptschalter bei einem Kurzschluss explodierte.
Dabei war das Problem dabei, dass der maximal erlaubte
Strom
überschritten wurde. Der
Lichtbogen
wurde in dem Fall so stark, dass das
Öl
augenblicklich verdampfte und dann reichte nur noch ein Funke, der ja mit
dem Lichtbogen vorhanden war. Der Knall war dann von weit zu hören, sofern
es nur dabei blieb.
Es
war daher nicht möglich alle möglichen
Kurzschlüsse
mit dem Ölhauptschalter zu schalten. Überstieg dieser Kurzschlussstrom
einen bestimmten Wert, durfte der Hauptschalter nicht geöffnet werden. Da
nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es zu dieser Situation kommt,
griff man in die Steuerung des Hauptschalters ein und damit begannen auch
diese Ölhauptschalter zuverlässig zu funktionieren und wir müssen genauer
hinsehen.
Dieser blieb wegen der Blockierung vorhanden und musste durch die
Versorgung der
Fahrleitung
ausgeschaltet werden. Erst wenn der
Lastschalter
im
Unterwerk
öffnete, fiel die Blockierung ab. Nur so konnte ein Knall verhindert
werden. Mit der Kurzschlussblockierung sind wir jedoch im Bereich der Steuerung des Ölhauptschalters angekommen. Die Schaltung erfolgte in den meisten Fällen über elektrische Kontakte, die dann Ventile öffneten.
Da
die Blockierung nicht auch einen Einfluss auf die
Druckluft
hatte, gab es ein Restrisiko. Fiel während einem
Kurzschluss
auch die Druckluft weg, verdampfte das Öl.
Der Schalter trotzdem geöffnet werden, das musste man in kauf nehmen.
Aktiviert wurde die Kurzschlussblockierung durch das Blockierrelais. Diese überwachte den Stromfluss in der Leitung und überschritt dieser einen bestimmten Wert, sprach das Relais an und verhinderte, dass der Schaltbefehl zum Öffnen des Schalters an diesen gelangen konnte.
Das
Blockierrelais blieb so lange aktiv, bis der
Strom
unter den Schwellwert sank. In dem Fall konnte der Schalter geöffnet
werden. Dieser Hauptschalter blieb bei aktivem Blockierrelais bei einem Kurzschluss geschlossen. Dieser musste also durch die Einspeisung der Fahrleitung abgeschaltet werden. Das hatte zur Folge, dass der Strom ausfiel. Der
Hauptschalter
konnte
normal geöffnet werden. Da die Ursache jedoch ein
Kurzschluss
war, musste eine Anzeige eingebaut werden. Diese gab an, ob das
Relais
angesprochen hat, oder eben nicht.
Das
Personal musste dann anhand dieser Anzeige die Ursache finden. Dabei war
das Blockier-relais wichtig, weil es direkten Einfluss auf den
Ölhauptschalter nahm und dessen Schaltung verhinderte und damit stellt
sich die Frage, warum man so ein gefährliches Bauteil verwendete. Die
Antwort ist klar, es gab schlicht noch kein besseres Modell und erst mit
diesen verschwanden die Ölhauptschalter und damit auch das Blockierrelais.
Diese Auslösung war mit einem langen Hebel verbunden, die letztlich die
Kontakte mechanisch trennte. Wir können die-sen Vorgang aber nicht mit der
mechanischen Bedienung des Schalters vergleichen. Hier wurde der
Hauptschalter nur geöffnet, aber nicht mehr geschlossen. Mit dieser manuellen Bedienung konnte sogar das Blok-kierrelais umgangen werden. So konnte das Lokpersonal einem zu hohen Strom die Kurzschlussblockierung des Hauptschalter leicht überbrücken. Möglich war das, weil diese auf die Steuerung zugriff. Wer in der Verzweiflung noch versuchte so den Kurzschluss abzuschalten bekam die Antwort.
Da
aber die Reaktionszeit und der Weg zum Griff lange genug war, dass das
Unterwerk
schaltete, gab es kein Pro-blem mit dem
Öl, das
zu Ölgas wird. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der vorge-stellte Ölhauptschalter gut und zuverlässig funktionierte. Die Kurzschlussblockierung stellte jedoch einen Mangel dar, der aber selten zu Problemen führte.
Daher fand diese Lösung eine grosse Verbreitung. Bei damit ausgerüsteten
Lokomotiven erfolgte selten
eine Umstellung auf ein verbessertes Modell. Das zeigt, dass es mit diesem
Schalter wirklich kaum Probleme gab.
Der
Hauptschalter war etwas schwer geraten und konnte allenfalls nicht mehr
alle
Kurzschlüsse
abschalten. Man musste deshalb viel Geld in den Unterhalt dieser
Hauptschalter stecken. Da es aber über 100 Jahre alte
Lokomotiven gibt, die diesen
Typ immer noch verwenden, kann klar gesagt werden, dass der
Ölhauptschalter gut funktionierte. Die anderen Modelle waren einfach
leichter und erst noch etwas besser geraten.
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Der
Drucklufthauptschalter löste die Ölhauptschalter schlicht und einfach ab.
Dabei liegen seine grossen Vorteile beim deutlich geringeren Gewicht und
bei der grossen Schaltleistung. Es ist zudem ein Modell bei dem die
Schaltkontakte auch aussen angeordnet werden können. Daher entfernen sich
die Geräusche, was besonders bei
Triebwagen ein Vorteil sein kann. Auch
hier wollen wir genauer hinsehen, denn ohne Zweifel sind wir auch hier
nicht.
Selbst eine Schaltung von Hand
direkt auch dem
Maschinenraum ist bei
diesem Modell kein so grosses Problem. Durch die Schaltung mit
Druckluft
erfolgen die Bewegungen sehr schnell. Diese Schaltkontakte dieses Hauptschalters bestehen zudem aus mehreren Teilen. Das ist ein Leistungsschalter und ein Trennmesser. In der Grundstellung ist bei diesem Modell der Leistungsschalter geschlossen und das Trennmesser geöffnet.
Es kann daher kein
Strom fliessen und wir müssen uns
den Schaltvorgang dieser Lösung genauer ansehen, denn eigentlich haben wir
zwei Schalter, die sich in einem Bauteil befinden.
Einschalten:
Beim Einschalten des Hauptschalters wird nur das Trennmesser geschlossen.
In dem Moment wo der für das Trennmesser gefährliche
Strom fliesst, ist es
bereits geschlossen. Es entsteht daher kein Abreissfunke. Das Trennmesser
wird so nicht beschädigt und konnte sicher geschaltet werden. Deshalb
konnte der Hauptschalter auch ohne
Druckluft und manuell eingeschaltet
werden. Eine Lösung, die verwendet wurde, wenn keine Druckluft vorhanden
war.
Mit einem
Bedienelement wurde eine Spule angesteuert, die dafür sorgte, dass mit
Druckluft betriebene Schaltelemente dafür sorgten, dass das Trennmesser
schnell geschlossen wurde. Der Hauptschalter war nun eingeschaltet und die
Spule wurde nicht mehr benötigt. Es übernahm eine zweite Spule, die
Haltespule genannt wurde die Funktion. So war gesichert, dass das
Trennmesser geschlossen blieb und nicht aus Versehen, weil die
Einschaltspule defekt ging, geöffnet werden konnte.
Der
Lastschalter im Hauptschalter
konnte nur mit Druck-luft geschaltet werden. Diese war aber eventuell nicht
vorhanden, so dass diese zuerst erzeugt werden musste. Das war jedoch nur
möglich, wenn man den Hauptschal-ter einschaltete. Ausschalten: Beim Ausschalten des Hauptschalters kommt der Leistungsschalter ins Spiel. Er befindet sich immer in einem geschlossenen Gehäuse auf dem Dach der Lokomotive. Geöffnet wird er dabei durch Druck-luft.
Der Hauptschalter
benötigte daher beim Ausschalten zwingend
Druckluft. Ohne diese konnte der
Lastschalter und damit der Drucklufthauptschalter nicht geöffnet werden.
Daher kam dieser Hauptschalter auch zu sein-em Namen. Der Ausschaltvorgang wurde in zwei Schritten vollzo-gen. Zuerst wurde mit Hilfe der Druckluft der Lastschal-ter geöffnet.
Der dabei entstehende
Lichtbogen
wurde mit Hilfe der
Druckluft ausgeblasen. Das erfolgt ähnlich, wie wenn
Sie ein Streichholz ausblasen. Der Stromfluss war nun getrennt worden und
das Trennmesser konnte geöffnet werden. Der Hauptschalter war wieder
ausgeschaltet und der
Lastschalter schaltete ein.
Da für die
Löschung des
Lichtbogens im
Lastschalter
Druckluft benötigt wird, muss
beim Ausschalten ein gewisser
Luftdruck vorhanden sein. War der dieser zu
gering, wurde der Lichtbogen nicht korrekt ausgeblasen. Das führte zur
Situation, dass das Trennmesser unter
Spannung geöffnet worden wäre. Die
so entstehenden Schäden hätten den Hauptschalter zerstört, da die beiden
Lichtbögen nicht gelöscht werden konnten.
Das galt auch, wenn der Hauptschalter von Hand
ge-schaltet wurde, denn das musste nur noch bei Störungen erfolgen und
dabei wurde mit dieser Niederdruckblok-kierung gearbeitet. Sehen wir
genauer hin. Die Ausschaltbefehle wurden unterdrückt und erst weiter-geleitet, wenn der sichere Luftdruck erreicht worden war. Damit blieben die Ausschaltbefehle blockiert und der Schalter konnte bei zu geringem Druck nicht ausgeschaltet werden.
Ein nun vorhandener
Kurzschluss
musste daher wie
beim älteren Ölhauptschalter durch das
Unterwerk abgeschaltet werden.
Jedoch wurde nun der Hauptschalter nicht mehr geöffnet. Der Hauptschalter bleibt so lange eingeschaltet, bis die Ausschaltspule, aktiviert wurde und der Druck unter dem kritischen Wert blieb.
Stieg der
Druck auf den erforderlichen Wert an, wurde der Befehl der Ausschaltspule
an den Kontakt weitergeben und der Hauptschalter schaltete normal aus. Die
Funktion war nun wieder normal und der Hauptschalter konnte erneut mit
Druckluft eingeschaltet werden.
Die
Niederdruckblockierung wurde beim Einschalten der
Lokomotive ohne die
erforderliche
Druckluft genutzt. Schaltete man den Hauptschalter von Hand
ein, hätte dieser sofort wieder ausgelöst, weil die Kontakte, die
überwacht wurden, eine Einschaltung nicht zugelassen hätten. Ausschalten
konnte der Hauptschalter jedoch nicht mehr, weil er durch die
Niederdruckblockierung blockiert wurde. Man konnte die Lokomotive
einschalten.
Damit man keine unnötigen Schalt-ungen hatte, stellte man den Aus-schaltbefehl unter dem Wert der Niederdruckblockierung wieder zu-rück.
Dieser Ausschaltbefehl
müssen wir noch ansehen, denn er wurde von der Steuerung übermittelt und
er sorgte dafür, dass der Schalter bei zu ge-ringer
Spannung geöffnet
wurde. Lokomotiven werden mit einer be-stimmten Spannung betrieben. Ist die-se zu gering, fliessen zu hohe Ströme.
Daher wurde ein Wert definiert der als
Minimalspannung bezeichnet wurde. Wo dieser Wert genau lag, hing von der
Spannung in der
Fahrleitung
ab und es war bei jeder Bahn ein anderer Wert
dafür vorgesehen worden. In der Schweiz lag dieser Wert bei den
Lokomotiven der
Staatsbahnen sehr tief.
Der
Hauptschalter blieb dann eingeschaltet und konnte wieder normal bedient
werden. Da jedoch keine Überwachung aktiv war, durfte diese Handlung nur
vorgenommen werden, wenn manuell gewisse Kontrollen ausgeführt wurden. Es
war zudem nicht möglich, den Hauptschalter von Hand zu öffnen, denn das
wäre für den Bediener gefährlich gewesen, das er sich bei der manuellen
Schaltung beim Hauptschalter befand.
Auch wenn
der Hauptschalter das Problem mit der Niederdruckblockierung hatte, er
fand eine grosse Verbreitung, da er wegen dem Verzicht auf das Isolieröl
viel leichter war. Zudem waren die Schaltleistungen sehr hoch und das
führte zum grossen Erfolg. Jedoch waren diese Drucklufthauptschalter auch
einem grossen Verschleiss unterworfen. Das betraf die Kontakte beim
Lastschalter, die mit Platin bedampft wurden.
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Der
Vakuumhauptschalter ist die neuste Entwicklung unter den Hauptschaltern.
Man hatte festgestellt, dass der
Lichtbogen beim Ausschalten in einem
Vakuum gar nicht entstehen kann, denn die Luft, die dafür verantwortlich
ist, fehlt schlicht. Deshalb wird bei diesem Hauptschalter der Kontakt
statt im
Öl, oder mit
Druckluft in einem Vakuum geöffnet. Das führte
schliesslich zum Namen dieses mit einem Vakuum arbeitenden Hauptschalters.
Die grösste Schwierigkeit beim Bau eines solchen
Hauptschalters ist die Beibehaltung dieses
Vakuums, denn kommt nur wenig
Luft in den Schaltraum, wird der Schalter augenblicklich beim Ausschalten
zer-stört. Deshalb muss man das vorhandene Vakuum kon-stant überprüfen. Zudem kann man hier einen Vorteil des Schaltvor-ganges nutzen, den man schon beim Drucklufthaupt-schalter verwendete. Wie bei jedem Schalter, kann auch hier der Schalter ohne Vakuum eingeschaltet werden.
Der Grund liegt darin, dass
hohe
Ströme und
Spannungen immer nur beim ausschalten problema-tisch sind,
da die Spannung durch die Luft mitgezogen wird und so der Strom weiter
fliessen kann. Es ent-steht deshalb ein Funke, der beim Einschalten eben
nicht entsteht.
Der Vorteil
des Vakuumhauptschalters liegt in der extrem hohen
Leistung. Er kann, wie
das mit Druck-luft betriebene Modell, auch sehr hohe
Kurzschlüsse sicher
abschalten. Der Vakuumhauptschalter hat aber keine Niederdruckblockierung
und besitzt deshalb ein kleineres Gefahrenpotential, als der
Drucklufthauptschalter. Das macht den Hauptschalter grundsätzlich besser,
aber auch er ist nicht ohne Mangel zu haben.
Hier liegt
das Problem beim
Vakuum, denn ist dieses nicht vorhanden, kann der
Hauptschalter auch nicht zerstörungsfrei ausgeschaltet werden. Erzeugt man
dieses Vakuum mit einer Pumpe, kann es passieren, dass der Hauptschalter
so lange nicht ausgeschaltet werden kann, bis das Vakuum erstellt worden
ist. Dass das nicht passiert, hat man eine einfache Regelung eingeführt.
Der Hauptschalter schaltet prinzipiell nur bei vorhandenem Vakuum.
Dieses Geräusch stammt von den extrem schnell
schalteten Kontakten in diesem Punkt gehört dieser Typ zu den schnell-sten
Schaltern. Wichtig ist das hier eigentlich nicht mehr, denn der
Lichtbogen
ist bekanntlich nicht vorhanden, da dieser Luft benötigt. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass man eigentlich keinerlei Druckluft benötigt, denn der Hauptschalter könnte auch mit elektrischen Schaltgliedern ausgerüstet werden.
Da aber auch hier Schnelligkeit gefragt
ist, betreibt man auch diesen Hauptschalter mit
Druckluft. Sie wird aber
nur noch zum Schalten der Kontakte benötigt und hat eigentlich keinen
Einfluss auf den eigentlichen Schaltvorgang und den
Lichtbogen. Mit dem Vakuumhauptschalter hat man einen guten und sicher funktionierenden Hauptschalter geschaffen. Sein Nachteil ist aber sein Preis und der benötigte Platz.
Der Hauptschalter ist komplett im
Maschinenraum
montiert worden. Diese können wirklich nur bei den Modellen mit
Druckluft
ausserhalb der
Lokomotive angeordnet werden. Sie sehen, es gibt wirklich
keinen passenden Schalter, der ohne Problem ist.
Trotzdem
sollte man sich langfristig diesen Platz sichern, denn bisher gab es noch
keinen Hauptschalter, der so wenige Schwachpunkte hatte und der zudem noch
zuverlässig funktioniert und letztlich ist das bei jedem Hauptschalter
wichtig. Das Problem ist immer der
Lichtbogen, der einfach gelöscht werden
muss. Hier entsteht er nicht und das ist von Vorteil, denn man kann wieder
etwas Gewicht einsparen.
Natürlich
gibt es noch viele andere Hauptschalter, die zum Teil mit kombinierten
Schaltungen arbeiten, aber diese drei Grundmodelle sind die am häufigsten
verwendeten Modelle. Vor allem werden diese Hauptschalter bei den
Lokomotiven der Schweizerischen Bundesbahnen SBB und BLS AG verwendet. Es
gibt zwar abweichende Hersteller, aber im Grunde sind es diese drei
Grundtypen, die verwendet werden.
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