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Die Messwagen |
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Kommen wir zu den Messwagen. Bei der Eisenbahn müssen gewisse Bereiche
einer regelmässigen Kontrolle unterzogen werden. Dazu gehören Teile der
Infrastruktur
aber auch die Messung der
Leistung
von
Triebfahrzeugen.
Sie sehen, es gibt viele Punkte und viele dieser Messungen müssen während
der Fahrt erfolgen und daher wurden Messwagen eingerichtet. Diese
Fahrzeuge gehören zu einem grossen Teil zu den Dienstwagen.
Das
bedeutet, dass diese mit einer Messvorrichtung versehen wurden, die kaum
Platz benötigt. Das ist aber nicht bei allen Apparaten möglich, denn sie
benötigen auch Personal. Das Personal wiederum benötigt für die Arbeit Anzeigen und heute immer mehr auch Computer. Diese Anlagen, die durchaus umfangreich sein kön-nen, werden in Messwagen eingebaut. Dazu wurden meistens Wagen umgebaut.
Diese stammen sehr oft aus dem Bereich des Per-sonenverkehrs. Man kann
diese Messwagen oft er-kennen, da sie als solche gekennzeichnet wurden und
auch passende Anschriften haben.
Messwagen, die über einen eigenen
Antrieb ver-fügen,
nennt man Messtriebwagen. Diese entstan-den sehr oft aus
Triebzügen.
Da deren Beschaffung aber extrem teuer ist, sind davon nicht so viele
vorhanden und auch nicht in jedem Land wird so ein Zug bereit gehalten.
Daher können diese Messtriebwagen oft auch an fernen Orten vorgefunden
werden. Wo es jedoch geht, setzt man für Messungen einfache Wagen ein.
Die
Vielzahl der Modelle ist gross und auch hier werden wir nur einen Teil
davon ansehen können. Es sind darunter Wagen die temporär eingerichtet
werden. Jedoch auch solche, die immer in diesem Zustand sind und daher oft
auch in anderen Ländern aufzufinden sind. Es ist eine spannende Welt und
wir beginnen mit dem Wagen, die für die Prüfung bei Zügen eingesetzt
werden, denn diese sind sehr nahe bei den Wagen.
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Messungen an
Zügen |
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Messungen an den Zügen werden in der Regel über stationäre Anlagen der
Infrastruktur
vorgenommen. Jedoch sind hier auch Messwagen erforderlich, denn nicht
alles kann vom Boden aus erfasst werden. Oft werden bei diesen Messungen
neue Fahrzeuge geprüft. Vielleicht haben Sie sich schon mit der
Zulassung
befasst. Zur Erinnerung seit hier erwähnt, dass dazu einige Werte von den
Fahrzeugen verlangt werden.
In
den meisten Fällen wird ein Wagen aus dem Bestand ge-nommen und diesen an
die Anforderungen angepasst. Während der Versuche ist dieser Wagen dann
fest mit der
Lokomotive verbunden.
Jedoch gibt es auch Versuche, die heute einfacher gelöst werden können,
als das früher der Fall war. Daher müssen wir auch in der Geschichte etwas
zurück blättern, denn oft finden sich dort die spannenden Messwagen.
Gerade im Bereich der Züge ist das so, denn es wird zu wenig neues
Rollmaterial
in Betrieb genommen, dass sich noch umfangreiche Messwagen lohnen würden.
In
Triebzügen
hat man zudem genug Platz. Jedoch wird es nun auch Zeit, dass wir einen Messwagen genauer ansehen und da machen wir einen Schritt zurück in die Vergangenheit. Lokomotiven wurden damals mit einer Leistung angeboten. Ob diese vorhanden war, musste daher geprüft werden. Das ging nur mit einem Messwagen. Heute reicht dazu schlicht eine spezielle Kupplung. Sie sehen, wie sich diese Technik im Lauf der Jahren verbessert hat.
Der Dynamometerwagen:
Zur Bestimmung der
Leistung
musste früher der Dynamometerwagen vernutzt werden. Ein mächtiges Wort,
das für die Messung der Leistung geschaffen wurde. Dabei handelte es sich
um einen speziell dazu hergerichteten Wagen. Der Grund ist, dass dieser
Messwagen auch zur Simulation der Last benutzt wurde und das konnte man
nicht so einfach ein- oder ausbauen.
Das
kennen Sie vielleicht von Ihrem Fahrrad. Wenn wir nun zum Dynamometerwagen
kommen, dann haben wir einen Generatormesswagen erhalten. Jedoch bleiben
wir nun kurz bei diesem Dynamo. Der Wagen besass so einen und je nach dem be-zogenen Strom wurde im Messwagen der Rollwi-derstand höher. Die Lokomotive musste das um die Geschwindigkeit zu halten mit der Zugkraft ausgleichen. Reichte diese nicht aus, sank das Tempo und damit die Spannung.
Wer
nun weiss, was der Dynamo für eine
Leistung
hat, der kann genau erfassen, was von der Loko-motive kommt. Da die
Ergebnisse im Wagen auf-gezeichnet wurden, hatte man ein genaues
Ergeb-nis. So konnte mit dem Dynamometerwagen eine ge-naue Aussage über die Zugkraft und die Ge-schwindigkeit gemacht werden.
Aus
diesen Werten lässt sich dann die
Leistung
auf einfache weise berechnen. Heute erfasst man die-se Werte mit einem
genauen
Tachograph
und Messstreifen bei der
Kupplung. Jedoch ist immer
noch ein Wagen für die Aufzeichnung der Daten erforderlich. Der Dynamo ist
aber längst aus den Messungen verschwunden.
Der Bremsversuchswagen:
Kommen wir zum
zweiten Modell der Messwagen. Wie der Name Bremsversuchswagen schon
vermuten lässt, werden damit Versuche mit den Bremsen angestellt. Dabei
kann das die Einführung neuer Regeln sein, aber auch neue Fahrzeuge. Dort
kann es sinnvoll sein, dass die Wirkung der Bremsen bei
Versuchsfahrten
genau geprüft wird und dazu ist dieser Messwagen erforderlich.
Daher ist die Werkstatt des Wagens nahezu unverzichtbar. Weiter kann von diesem Messwagen aus die Hauptleitung beeinflusst werden.
Das ist speziell. Normalerweise kann
das nur die
Lokomotive und dort auch nur der Lokführer. Um diesen Messwagen besser zu ver-stehen, müssen wir einen Versuch an-sehen. Dabei soll der neuste Reise-zugwagen geprüft werden.
Benötigt wird dazu die
Lokomotive, der Messwagen und das Versuchska-ninchen. In dieser Reihenfolge
werden die Fahrzeuge auch verbunden. Die Fahrt bis zum Versuch erfolgt
dann auf normale Weise, denn die Versuche werden auf speziell dafür
geeigneten Strecken ausgeführt.
Beim Versuch
beschleunigt die
Lokomotive auf die vorgegebene Geschwindigkeit. Im
Messwagen wird dann die spezielle
Kupplung gelöst und die
Hauptleitung
verschlossen. Das führte dazu, dass der Prüfling vom Zug getrennt wird und
die
Bremsen wegen der entleerten Hauptleitung mit der Vollbremsung wirken.
Damit ist das Fahrzeug nun allein und nach dem Versuch wird dann der
Bremsweg anhand der Markierungen geprüft.
Spannend ist
das Verhalten der
Lokomotive mit dem Messwagen. Diese bremsen nicht und
setzen die Fahrt normal fort. Der Grund dafür ist, dass der Wagen nicht in
den Messwagen knallen kann. Der Teil mit dem Messwagen kann dann
kontrolliert anhalten und wieder zum Prüfling zurück setzen. Da der
Messwagen eine besondere
Kupplung hat, kann der Zug wieder formiert
werden. Ein neuer Versuch ist ebenfalls möglich. |
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Messung der
Infrastruktur |
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Kommen wir
zu den Messungen bei der
Infrastruktur. Dabei geht es hier in erster Linie
darum die Anlagen vor Schäden zu schützen.
Dank diesen Messungen kann der Unterhalt besser geplant werden und
die Sicherheit erhöht sich. Sie sehen, es kann durchaus sinnvoll sein,
dass auch hier Versuche durchgeführt werden. Beginnen wir doch gleich mit
den Fahrten, die kontrollieren, ob die
Schienen noch in Ordnung sind.
Es ist ein Wagen, der prüft, ob es in den
Schienen zu Schäden gekommen ist, die man optisch gar noch nicht erkennen
kann. Damit wir es verstehen, müssen wir genauer hinsehen. Bei der Ultraschallmessung wird eine Sonde auf die Schienen gelegt und mit Ultraschall in die Schiene geblickt. Je nach dem wie der Schall zum Empfänger zurück geworfen wird, kann ein Schaden erkannt werden.
Es ist
eine Prüfung, die auch an anderen Orten zur Kontrolle von Metallen
ausgeführt wird und die gute Ergebnisse liefert. An Stelle des sonst
üblichen Gleitgel wurde hier jedoch Wasser be-nutzt. Hinzu kommt, dass der Messwagen bei den Kontrollen mit einer entsprechenden Geschwindigkeit fährt. Daher sind bei der Mess-ung auch Fehler vorhanden, die dann von Hand geprüft werden.
Dank dem Ultraschallmesswagen kann aber
eine grosse Strecke in wenigen Monaten kontrolliert werden und das ist
wichtig, denn ein Land hat diese Messwagen nur während einer bestimmten
Zeit zur Verfügung, denn sie sind selten.
Die früher
dazu benutzten Messtriebwagen sind mittlerweile verschwunden. An Ihre
Stelle trat ein speziell eingerichteter Container. Dieser wird auf einem
normalen Wagen der
Gattung S verladen und die Messeinrichtung montiert.
Damit kann das Fahrzeug nach den Messungen wieder dem normalen Betrieb mit
Containerzügen
zugeführt werden. Auch die Container können einfacher überführt werden,
denn das kann mit normalen Zügen erfolgen.
Wenn dieses zu dünnflüssig ist, kommt es bei den Messungen zu grösseren Problemen. Im Winter kann hingegen das Wasser gefrieren, was auch nicht ge-wünscht wird. Daher bleibt nur eine bestimmte Zeit um das ganze Netz zu befahren. Aus diesem Grund wird zur Fahrt mit dem Messwagen ein Pendelzug gebildet. Im Steuerwagen ist dann auch der Platz für die Mannschaften vorhanden. Da dieser aber nicht auf Strecken mit ETCS Level 2 eingesetzt werden kann, kann auch eine zweite Lo-komotive eingereiht werden.
Da die Messungen zudem
oft in der Nacht erfolgen ist dieser Messzug mit dem Ultraschallmesswagen
selten auf der Fahrt zu sehen. Der Verschleiss bei den Schienen kann aber auch an anderen Orten Auswirkungen haben. Dazu gehören auch die Gleiswaagen, denn bei diesen ist das Gewicht der Schiene in der Tara enthalten.
Wird diese nun aber leichter, weil sie
abgenutzt wird, kann das zu falschen Ergebnissen führen und daher muss die
Waage immer wieder neu eingestellt werden. Dazu wird auch ein Messwagen
benutzt, der eine Ausnahme ist.
Der Eichwagen:
Es ist wirklich so, dieser
Messwagen hat wirklich nur einen kurzen Namen erhalten. Er wird auch nicht
während der Fahrt benutzt, sondern er kann mit normalen
Güterzügen
überführt werden. Dabei ist er aber recht schwer, denn der Eichwagen führt
spezielle
Achsen mit einem bestimmten Gewicht mit. Diese können dann über
ein Tor und einen im Eichwagen montierten
Kran abgesetzt werden.
Ist diese Eichung erfolgt,
werden die Vorrichtung zur Ver-stellung mit einer amtlichen Plombe
versehen. Damit ist klar, dass wieder korrekte Gewichte erfasst werden.
Das ist gerade bei Wagen mit einer Beladung wichtig. Spannend ist hier auch, dass mehrere Eichwagen vorhan-den sind. Das ist wichtig, da die Waagen in regelmässigen Abständen geprüft werden müssen und das kann bei der grossen Anzahl zu Problemen führen.
Der Grund ist, dass oft nicht alle
Waagen einer Region zur gleichen Zeit neu geeicht werden müssen und sich
die Eichwagen so über lange Strecken verschieben müssen. Da dazu normale
Züge genutzt werden, kann das lange dau-ern. Sie sehen, es ist wirklich so, dass Messwagen auch dort benutzt werden, wo man es nicht vermuten würde. Der Eichwagen mit den Rollen ist wegen dem kurzen Aufbau leicht zu erkennen. Zudem muss auch der Eichwagen regelmässig eine neue Eichung erhalten, denn auch dort kann es zu Abrieb an den Walzen kommen. Waagen müssen immer korrekt eingestellt werden und das nicht nur auf dem Markt, wo das Gemüse gewogen wird.
Der Funkmesswagen:
Mit dem Funkmesswagen
kommen wir zu einem ganz besonderen Fahrzeug. Wie es der Name schon
vermuten lässt, geht es hier um die Funksignale. Jedoch werden nicht nur
diese Netze abgedeckt. Diese Art von Messwagen kam erst auf, als es darum
ging einen nationalen Betriebsfunk bei den Bahnen einzuführen. Daher haben
wir hier einen neueren Messwagen erhalten, der es in sich hat.
Das ist nötig, damit diese Fahr-zeuge auch in den schnell fahr-enden Reisezügen eingereiht wer-den können.
Schliesslich
mussten die Signale auch dann empfangen werden und damit sind wir bereits
beim eigentlichen Grund für diese Funkmesswagen, denn die können
Funksignale erkennen und deren Stärke messen.
So kann mit
Hilfe dieses Messwagen die Position der Antennen optimiert werden.
Auch die Qualität von Gesprächen kann geprüft werden. Das macht
diesen Wagen für den Aufbau von solchen Anlagen unumgänglich. Je weniger
Antennen gebaut werden müssen, desto günstiger kann der Aufbau erfolgen.
Das ist jedoch längst nicht alles, was mit diesem Messwagen der
Superlative alles angestellt werden kann.
So wird in
Tunnel auch gemessen, wie die Signale der Mobiltelefone ankommen. Es sind
also auch
Frequenzen messbar, die eigentlich nicht mit der Bahn zu tun
haben, aber letztlich den Kunden dienen. Dabei sind die Messungen so
genau, dass auch eine defekte Anlage ohne Probleme geortet und so
repariert werden kann. Weiter kann aber auch ein Signal umgewandelt oder
verstärkt werden. Das erfolgt auch während der Fahrt.
In dieser
Funktion arbeitet der Funkmesswagen als Verstärker. Wie das geht zeigt ein
Beispiel. Aus einem
Tunnel ohne Funkempfang soll eine Livesendung des TV
übermittelt werden. Die für das Bild und den Ton erforderlichen Signale
werden im Funkmesswagen so aufgearbeitet, dass diese in Echtzeit an einen
Empfänger ausserhalb des Tunnels gesendet werden können. Ein vielseitig
einsetzbares Fahrzeug, das nicht nur messen kann.
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