|
Betriebseinsatz Teil 2 |
|||||||||||
| Navigation durch das Thema | |||||||||||
|
Nach dem Abschluss der
Revisionen
beruhigt sich die Lage etwas. Die ursprünglichen
Dienstpläne
konnten wieder gefahren werden. Dabei trafen die
Triebzüge
immer öfters auf Masten, die gestellt wurden. Die Massnahmen während der
Revision hatten gezeigt, dass von Zürich bis Amsterdam elektrisch gefahren
werden konnte. Zudem kamen nun die ersten
Lokomotiven
und Triebzüge auf, die mehrere
Stromsysteme
abdeckten.
Damit war es theoretisch möglich mit 160 km/h zu fahren. Die
älteren
Dieselzüge
hofften immer noch, dass die
Zugreihe A
auf 120 km/h angehoben wer-den könnte, denn dann war es nicht so
gemütlich. Zwischen Amsterdam und Paris konnte ab 1964 auch elektrisch gefahren werden. Dort sollten daher die TEE mit Lokomotive und Wagen bespannt werden.
Möglich machte das eine neue Maschine, die für drei
Stromsysteme
ausgelegt worden war. Die RAm TEE I hatten gerade auf diesen
TEE
immer wieder Probleme mit der
Kapazität
und eine Verlängerung schied hier aus, da so die steilen Strecken nicht
mehr befahren werden konnten.
Bei all den für die
TEE
geschaffenen Zügen, waren die RAm TEE I gar nicht so schlecht. Eine der
Verbindungen,
die immer wieder negativ auffiel war jene zwischen Paris und Zürich. Dort
wurden
Triebwagen
der SNCF verwendet und diese litten noch mehr an Störungen. Ein Ersatz war
daher dringend nötig. Nun hatte man mit den RAm TEE I verfügbare Züge. Der
Dieselmotor
blieb und was wichtig war, der Zug passte auf die Strecke.
Sie mögen sich vielleicht noch daran erinnern, dass der
Triebzug
diese Strecke mit Politikern an Bord schon absolviert hatte. Nur gab es
beim
TEE
«Arbalète» noch ein Problem. So reichte die
Kapazität
eines Triebzuges nicht mehr aus. Das war immer öfters der Fall und das
konnte je nicht sein, denn gemäss dem Volksmund, konnten sich nur die
Damen des horizontalen Gewerbes eine
Fahrkarte
leisten. Ob das Bett im RAm TEE I dafür missbraucht wurde…
Der
TEE
«Edelweiss» blieb in den Händen der
Triebzüge
und so kam immer wieder einer nach Amsterdam. Das obwohl man auch dort
immer mehr davon sprach, dass der TEE mit den neuen Lösungen geführt
werden sollte. Neue Lösungen sahen elektrische
Lokomotiven
und Wagen vor. So konnte die
Kapazität
leichter der Nachfrage angepasst werden. An der ersten
Wagenklasse
der TEE wurde jedoch festgehalten.
Auch wenn es neue
Leistungen
gab. Die Arbeit war kürzer. So sank die Leistung auf 1 230 km pro Tag. Wir
haben zwar immer noch gute Werte, aber an jene der Glanzzeiten kamen sie
nicht mehr. Immer mehr
TEE
wurden auf elektrische Traktion umgestellt. Gerade die mit mehreren
Systemen arbeiten
Lokomotiven
der SNCB waren dafür ausgesprochen gut geeignet. Die
Dieselmotoren
konnten sich nun noch auf wenigen Strecken halten.
Die vermehrt in
Doppeltraktion
verkehrenden Züge hatten nicht Freunde gefunden. Da der Einsatz nie dafür
sorgte, dass einer der
Triebwagen
abgedreht wurde, kam es vor, dass immer die drei Wagen dazwischen lagen.
Für den
Güterzug,
der die
Überholung
abwarten musste, klang das wie Brumm Brumm. In der Folge sollten diese
Triebzüge
zu den BrummBrumm werden. Ein Hinweis, der zeigte, dass die
Diesel
sehr laut waren.
Die dafür erforderlichen Arbeiten fanden in Deutschland statt,
dass so die Erfahrung mit dem System genutzt werden konnte. Auf den
gleichzeitigen Einbau der
Zugsicherung
Integra-Signum
verzichtete man jedoch. Nachdem die Züge umgebaut worden waren, konnten die Dienstpläne erschaffen werden. Mit den Triebzügen wurden der TEE «Arbalète» und der TEE «Bavaria» abgedeckt. Da die Anzahl der Einheiten immer noch gut bemessen war, blieben auch die Doppeltraktionen erhalten.
Speziell dabei war, dass die Züge der NS kaum mehr in den
Niederlanden anzutreffen waren. Der grösste Teil der Arbeit erfolgte ab
dem
Depot
Zürich. Da nun auch der fünfte RAe TEE II im Betrieb war, konnte mit diesem der TEE «Edelweiss» abgedeckt werden. Das war jedoch die Leistung, die bisher die älteren Züge in die Niederlanden brachten.
Es war also soweit klar, die Einheiten verkehrten noch in drei
Ländern. Das waren die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Die Mehrheit
der
Triebzüge
gehörte jedoch der Niederländischen
Staatsbahn
NS. Aber das war aktuell egal.
Gerade die neue
Verbindung
von Zürich nach München war für den Zug ideal. Die Strecken im
süddeutschen Raum besassen keine
Fahrleitung
und daher konnte der
Dieselmotor
genutzt werden. Immer noch kämpften die
Bordmechaniker
mit den nicht ganz dichten
Zylinderköpfen.
Es soll Leute gegeben haben, die einen Tausch in wenigen Minuten
schafften. Das war jedoch keine besondere Fähigkeit, sondern einfach genug
Erfahrung.
Beim Bahnhof Aitrang fuhr der Triebzug mit der Nummer 501 mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve.
In der Folge kam es zu einer
Entgleisung
dieses Zuges und die Trümmer lagen verstreut herum. Ein schwerer Vorfall,
der aber weitaus dramatischer wurde. Einem Schienenbus der Deutschen Bahn gelang es nicht mehr rechtzeitig anzuhalten. Er rammte die Trümmer und wurde dabei ebenfalls schwer be-schädigt.
Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, bot sich ihnen ein
Bild des Grauens. Überall verteilt lagen die Trümmer der beiden Züge und
von allen Seiten waren klagende Laute zu hören. Doch es sollte nicht nur
zur Rettung von Verletzten führen, sondern auch zu Bergungen.
Das Fazit nach den ersten Stunden war vernichtend. 28 Personen
verloren ihr Leben und weitere 36 Leute mussten mit schweren Verletzungen
in ein Spital eingeliefert werden. Es war das schwerste Zugunglück, das
mit einem
TEE
erfolgte und so kurz nach dem Unglück war klar, dass der RAm TEE I
möglicherweise viel zu schnell in die
Kurve
fuhr. Warum das erfolgte, konnte nicht restlos geklärt werden, weil sich
der Lokführer unter den Opfern befand.
Trotz aller Bemühungen der Behörden, konnte der Unfall nicht
restlos geklärt werden. Als Folge einer fehlenden schuldigen Person,
schoss sich die Presse auf den
Speisewagen
ein. Dort fand man die meisten Opfer und Schuld waren angeblich die losen
Stühle. Auch wenn diese gute Schlagzeilen ergaben, zur Klärung der Ursache
halfen sie nicht. Trotzdem wollen wir uns die Ergebnisse ansehen, denn es
war wirklich nicht leicht.
War er einfach nur abgelenkt und funktionierten die
Bremsen
nicht. Alles Fragen, die nur zum Teil beantwortet werden konnten. Da der
Lokführer starb wurde die Untersuchung ein-gestellt. Mit den Trümmern machte man kurzen Prozess. Die drei zum Teil sehr schwer beschädigten Wagen wurden noch auf der Unfallstelle abgebrochen. Dabei wurde nicht einmal nachge-sehen, ob noch etwas zu retten war.
Der
Maschinenwagen
hingegen wurde abtransportiert und über Zürich nach Tilburg überführt.
Dort wurde er den noch brauch-baren Teilen beraubt und die Überreste
anschliessend dem Abbruch zugeführt.
Der nun fehlende Zug wurde auf dem
TEE
«Bavaria» durch eine
Komposition
mit
Lokomotive
ersetzt. Dabei wurden die Wagen von der DB gestellt. Nur der jetzt
eingereihte
Speisewagen
stellten die Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Dazu musste dieser mit den
Farben der TEE versehen werden. Noch blieb der zweite
Triebwagen
auf der Strecke, aber das Vertrauen der Fahrgäste in den RAm TEE I war
verschwunden.
So kam es, dass am dem 05. März 1971 auch der zweite
TEE
zwischen Zürich und München mit einer normalen
Komposition
und
Lokomotiven
bespannt wurde. Zum Teil verzichtete man dabei sogar auf die farbliche
Anpassungen der Lokomotiven und der Wagen. Innen musste der Komfort
stimmen, was an den Wagen stand, war nebensächlich, die TEE waren auf dem
absteigenden Ast. Das zeigte auch der «Transalpin», der nie zu einem TEE
wurde.
Im Gegensatz zu den
TEE
führte er die zweite
Wagenklasse
und daher durfte der Transalpin nicht als TEE bezeichnet werden. Es war
einer der ersten
Intercity. Hinzu kam, dass immer mehr TEE mit Komposition geführt wurden. Eigentlich waren nur noch die Triebzüge RAm TEE I und RAe TEE II vorhanden. Während sich der letzte durchsetzen konnte, kam es für die Dieselmotoren nicht gut.
Es gab mit Lindau – München eigentlich nur noch eine Strecke ohne
Fahrleitung.
Dort hatte der Unfall jedoch zu viel Staub aufgewirbelt und so war das
Vertrauen weg, auch wenn die Schuld nicht beim Zug lag.
Es sollte noch drei Jahre dauern. Am 25. Mai 1974 war es dann
soweit, die vier verbliebenen RAm TEE I wurden aus dem Verkehr genommen.
Die Probleme mit den
Dieselmotoren
und den
Fahrmotoren
kombiniert mit einem Rückgang des Verkehrs sorgten für das frühe Ende
dieser
Triebzüge.
Weder die NS noch die Schweizerischen Bundesbahnen SBB hatten eine
Verwendung für die Einheiten. Die Abstellung und die
Ausrangierung
drohte.
Damit war dann aber das Ende gekommen, die noch verkehrenden
TEE
hatten Wagen. Die ersten
Trieb-züge
dieses Einsatzes waren verschwunden und dabei waren die RAm TEE I nicht
einmal die schnellsten.
Gerade die Geschwindigkeit war in der Schweiz immer ein Problem.
Der
Triebzug
schaffte nur die
Zugreihe A
und damit durfte nur noch mit 110 km/h gefahren werden. Dumm für die RAm
TEE I war, dass für die Zugreihe A die Erhöhung auf 120 km/h kam. Für die
Triebwagen
war das jedoch bereits zu spät und so kam das Ende und es war
unwiderruflich. Weniger
TEE-Züge
und die, die es noch gab, fuhren mit elektrischem
Antrieb.
War bisher eines der Argumente die
Klimaanlage,
kam diese immer mehr auch bei normalen Zügen vor. Die Schweizerischen
Bundesbahnen SBB hatten diese mit den
Einheitswagen III
nun auch bei nationalen Zügen. Der Komfort International wurde mit den
neuen
Eurofimawagen
ebenfalls erreicht. All diese Fahrzeuge gab es auch in der zweiten
Wagenklasse
und die war auch International immer mehr gefragt. Die Bosse nahmen nun
den Firmenjet.
Der noch verbliebene
Triebzug
der Schweizerischen Bundesbahnen SBB
wurde auf einem
Abstellgeleise
in Zürich Wollishofen parkiert. Dort sollte er auf die weitere Zukunft
waren. Die war ausgesprochen ungewiss, denn für einen einzelnen Triebzug
gab es in der Schweiz kam mehr Arbeit. Besonders dann nicht, wenn dieser
mit
Dieselmotoren
arbeitete. Wer nun meint, dass es schnell ging, der machte die Rechnung
ohne den Triebzug.
Da dort aber erst die
Geleise
verlegt waren, konnte wegen der fehlenden
Fahrleitung
nur mit
Diesel
gefahren werden. Statt einer Bm 4/4
mit Wagen besann man sich dem komfortablen
Triebzug,
der dazu ideal geeignet war. Auch wenn diese Fahrt speziell war. Der letzte Einsatz des Triebzuges sollte nur zwei Tage später erfolgen. Am 31. August 1974 wurde die Fahrt wiederholt. Diesmal war mit dem SEAK ein Klub von Modellbahnern dafür verantwortlich.
Nicht nur, dass es einer der grössten in der Schweiz war, er
konnte die Fahrt auch gut vermarkten. In der Folge kam es zu einem
überfüllten
Triebzug.
Das war jedoch nicht zugelassen und so musste eine Lösung her. Die Lösung fand man bei der Hilfskupplung. Statt dass man den Triebwagen damit an eine Hilfs-lokomotive kuppelte, hängte man dem Triebzug damit zwei Wagen an.
Damit konnte die
Charterfahrt
mit den zwei
Einheitswagen
durchgeführt werden. Wie begeistert die Leute dabei vom neuen
Heitersbergtunnel waren, ist nicht überliefert worden. Der
TEE
mit den zwei grünen Wagen am «Haken» war aber eine Sensation.
Es sollte der letzte Einsatz sein. Für die
Triebzüge
gab es keine passende Arbeit mehr und nur wenige Wochen nach den Fahrten,
konnte die
Fahrleitung
eingeschaltet werden. Der RAm TEE I hatte seine Berechtigung verloren. In
den Niederlanden sah es nicht besser aus. Da man mit den noch relativ
neuen Fahrzeugen noch etwas Geld machen wollte, wurde der Verkauf
beschlossen. Per Inserat wurden Käufer für die vier Züge gesucht.
|
|||||||||||
| Letzte |
Navigation durch das Thema |
Nächste | |||||||||
| Home | SBB - Lokomotiven | BLS - Lokomotiven | Kontakt | ||||||||
|
Copyright 2025 by Bruno Lämmli Lupfig: Alle Rechte vorbehalten |
|||||||||||