Betriebseinsatz Teil 1 |
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Der Betriebseinsatz der
Triebzüge
in der
Bauart
RAe TEE II ist zugleich eine umfassende Geschichte der
TEE-Züge
überhaupt. Daher beginnt dieses Kapitel bereits, als diese Fahrzeuge noch
nicht fertig gestellt worden waren. Somit im Jahre 1957, als diese Züge
eingeführt wurden. Vorerst bestand das Netz aus 28 täglichen
Verbindungen
zwischen 80 Städten und in acht Ländern. Die Schweiz wurde dabei von
vielen Seiten angefahren.
Eine Lösung, die zukunftsgerichtet erschien und die dazu führte,
dass die Schweizerischen Bundes-bahnen SBB mit den RAm TEE solche Züge für
den Verkehr nach Amsterdam und München beschaffte. Keine grosse Flotte,
die aber mit baugleichen Fahr-zeugen aus den Niederlande ergänzt werden
konnte.
Mit den
Dieselzügen
gab es jedoch auch Probleme. So waren sie von der
Leistung
her schlicht noch nicht in der Lage, grosse Steigungen mit hoher
Geschwindigkeit zu befahren. Ein Manko, das mit kurzen leichten Zügen oder
grossen
Maschinenwagen
gelöst werden sollte. So erklommen die kurzen zweiteiligen
Triebzüge
der
Bauart
ALn 442 der FS die
Südrampe
des Simplons. Bei grösserer Nachfrage mussten sie zu zweit eingesetzt
werden.
Das grösste Problem dieses ersten Netzes mit
TEE-Zügen
war, dass die wichtige
Verbindung
zwischen Zürich und Mailand fehlte. Es waren die langen Steigungen und die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB, die das wirksam verhinderten. Die Züge
mit Dieseltriebwagen hätten sicherlich etwas an Geschwindigkeit
eingebüsst, aber sie hätten den Aufstieg geschafft. Das wollte jedoch die
Staatsbahn
auf der chronisch überlasteten Strecke nicht zulassen.
Wollte man einen
TEE
am Gotthard einführen, musste dieser um optimal über die Strecke zu
kommen, mit elektrischen
Triebfahrzeugen
geführt werden. Damit hätte jedoch die Grenze nicht ohne Halt passiert
werden können. Letztlich führte das dazu, dass die Schweizerischen
Bundesbahnen SBB einen vierteiligen
Triebzug
beschafften, der unter vier verschiedenen
Stromsystemen
verkehren konnte. Die RAe TEE II waren geboren.
Hier stellt sich nun die Frage, ob dieses Ziel erreicht wurde? So
standen die Züge bereit, aber war auch das Personal geschult? Es mussten
zum Start genügend kundige Lokführer in den drei vorerst geplanten Ländern
vorhanden sein.
Ab dem 01. Juli 1961 fuhren die
Triebzüge
der
Bauart
RAe TEE II in einem dreitägigen
Dienstplan
von Zürich aus los. Somit wurden darin drei Züge gebunden. Der vierte
Triebzug sollte als Reserve abgestellt werden und Lücken, die durch die
regelmässige Wartung entstanden, füllen. Diese erreichte jeder Triebzug
nach drei Tagen und das in Zürich, wo sich der
Heimatbahnhof
befand. Daher war der vierte Tag in der Schweiz, so dass alle Fahrzeuge
benötigt wurden.
Die
Hauptwerkstätte
für den schweren Unterhalt an den neuen Zügen siedelten die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB ebenfalls in der Nähe des
Heimatbahnhofes
an. So konnten lange Überführungen mit den defekten Zügen eingespart
werden. Daher war schnell klar, dass die Hauptwerkstätte Zürich den
Zuschlag erhalten sollte. Noch ahnte man nicht, dass diese einen guten
Kunden erhalten sollten. Ideal dabei war, dass man dort schon mit
Triebwagen
Erfahrungen sammeln konnte.
Die noch fehlenden
Instruktionen
und
Nacharbeiten
an diesem neuen Zug konnten nur am Tag vier durchgeführt werden. Man kann
also von einem knappen Bestand sprechen, denn noch war der
Triebzug
nicht frei von Problemen, was wegen der kurzen
Inbetriebsetzung
nicht verwunderlich war. Zudem mussten immer noch einige Versuche
durchgeführt werden, was den einzigen verblieben Triebzug natürlich nicht
mehr verfügbar machte.
Der Grenzbahnhof Chiasso wurde da-bei ohne Halt durchfahren, was bisher und auch danach kein anderer Zug mehr schaffte.
Die
Fahrzeit
des Zuges konnte daher deutlich gekürzt werden. Hinzu kam, dass der
TEE
in Arth-Goldau ebenfalls keinen Stopp einlegte. In Mailand angekommen übernahm der Triebzug dann gleich den TEE CISALPIN, der ihn über Lausanne und Vallorbe nach Paris brachte. Gerade dieser TEE benötigte schon alle vier Stromsysteme des RAe TEE II, womit diese sofort genutzt wurden. Mit Ausnahme von Italien, wo es keine solche Einrichtung gab, waren dazu auch die passenden Zugsicherungen eingebaut worden.
Mit der Ankunft in Paris war erste Tag erledigt und der Zug begab
sich an der Seine zur Nachtruhe.
Am
zweiten Tag des
Dienstplanes
ging es mit dem
TEE
CISALPIN wieder zurück nach Mailand. Dort wechselte der
Triebzug
auf den TEE TICINO, mit dem er über den Gotthard nach Zürich fuhr, womit
er nach dem zweiten Tag des Dienstplanes seinen
Heimatbahnhof
ansteuerte. In Zürich übernachtete der Zug erneut. Notfalls konnte jetzt
ein Tausch vorgenommen werden, denn es standen ja drei Züge im
Bahnhof
Zürich.
Am
dritten Tag startete der
Triebzug
wieder in Zürich um mit dem
TEE
TICINO nach Mailand zu fahren. Dort übernahm er den TEE GOTTARDO und
kehrte wieder nach Zürich zurück. Es war somit jener Tag, bei dem der Zug
wieder zu einem Ausgang zurückkehrte. Reparaturen kleinerer Art erfolgten
daher sowohl in Zürich, als auch in Paris, also während der jeweiligen
Nachtruhe. Zürich blieb jedoch vorerst die zentrale
Drehscheibe
der RAe TEE II.
Aus Gründen der Sicherheit wurde eine
Lokomotive
der Baureihe Ae 6/6 vorgespannt.
Oft blieb diese Lokomotive zur Vermeidung zusätzlicher Halte von Zürich
bis Bellinzona vor dem Zug. Notfalls wurde in Erstfeld ein Halt verfügt. Auf den Zügen wurde neben dem Lokführer, der aus den jeweiligen Ländern stammte, auch ein Bord-mechaniker der SBB eingesetzt. In der Schweiz wurden die RAe TEE II durch speziell geschulte Lokführer der Depots Lausanne, Zürich und Bellin-zona bedient.
Die Kollegen in Bellinzona wurden zudem soweit in den
italienischen Vorschriften geschult, dass Sie in Chiasso mit dem Zug
durchfahren konnten. Gewechselt wurde der Lokführer in Como.
Der
Bordmechaniker
blieb aber meistens auf dem ganzen Weg auf dem Zug. Das bedeutete, dass
dieser Mitarbeiter einmal in Paris übernachten musste. Dort half er bei
Bedarf auch dem französischen Personal bei Reparaturen. Rekrutiert wurden
die Bordmechaniker aus dem Personal des
Depots
Zürich, wobei auch Lokführer dazu gehörten. Letztere hatten für diesen
Einsatz eine zusätzliche Schulung auf dem
Triebzug
erhalten.
Mit diesem dreitägigen
Dienstplan
erreichten die
Triebzüge
in den drei Tagen eine Kilometerleistung von 2 816 km. Dabei wurde an den
ersten beiden Tagen jeweils 1115 km gefahren. Der dritte Tag mit dem
Ausflug nach Mailand und Zurück blieb daher mit 586 km deutlich zurück.
Wobei da auch die spätere Abfahrt des
TEE
TICINO in Zürich mitspielte und der Weg von Mailand nach Paris deutlich
länger ist, als jener über den Gotthard.
In der Folge konnte damit vom 05. bis 08. Juni 1962 ein
Triebzug
der Reihe RAm TEE I vor dem
TEE
EDELWEISS abgelöst werden. Bedient wurde der Zug bis Amsterdam von
Lokführern der Schweizer-ischen Bundesbahnen SBB. Der Grund lag beim sonst
nicht vorhandenen Personal. Solche Einsätze als Ersatz für einen Triebzug RAm TEE I sorgten jedoch dafür, dass schlicht keine Reserve vorhanden war. Kam es bei einem Triebzug zu einem Defekt und der Ersatz war gerade für einen Dieselzug in Amsterdam, fehlte in Zürich eine Komposition.
Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB stellten deshalb ab Ende 1962
zwei Ersatzzüge bereit, die zumindest die
Verbindungen
am Gotthard abdecken konnten.
Lange sollte dieser intensive Einsatz nicht gut gehen und die ersten
Defekte führten dazu, dass ein Zug fehlte. Daher stellten die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB sowohl in Zürich, als auch in Chiasso
Ersatzzüge bereit. Diese
Kompositionen
bestanden aus
Lokomotiven
der
Bauarten
Re 4/4 I und
Ae 6/6. Bei den
Reisezugwagen
kamen sowohl Leichtstahl-, als auch
Einheitswagen
zum Einsatz. Dabei fuhren die Einheitswagen wegen der
Heizung
nur im Sommer bis Milano.
Nicht immer war die Schuld, dass ein RAe TEE II fehlte, beim
Fahrzeug. So fuhr der Zug mit der Nummer 1053 mit 140 km/h durch
Frankreich. Niemand im Zug wusste, dass auf der Strecke bei Montbard (F)
aus Vergesslichkeit
Güterwagen
vergessen wurden. Als diese vom Lokführer erkannt wurden, leitete er eine
Schnellbremsung
ein. Er konnte jedoch trotz den guten
Bremsen
die Kollision mit den auf der Strecke stehenden Wagen nicht mehr
verhindern.
In den Trümmern konnten die Rettungskräfte 10 Personen nur noch
tot bergen. Elf Personen wurden verletzt und mussten sich in Spitalpflege
begeben. Es sollte der schwerste Unfall sein, bei dem einer dieser
Triebzüge
beteiligt gewesen waren. Während die Trümmer geborgen wurden, machte sich der Reservezug auf den Weg die restlichen TEE-Züge zu übernehmen. Damit war klar, es durfte nichts mehr passieren, denn eine Reserve war schlicht nicht mehr vorhanden. Noch
wusste man in der Schweiz nicht genau, wie schwer der
Triebzug
mit der Nummer 1053 wirklich beschädigt war. Es sollte mehrere Tage
dauern, bis die Fahrzeug in die Schweiz überführt wurden.
Erst als die Trümmer in Zürich eintrafen war klar, der Schaden war
gigantisch. Der Zug benötigte schlicht einen neuen
Steuerwagen
und es wurde eine langwierige Reparatur des neuwertigen Fahrzeuges
erwartet. Damit diese Instandstellung etwas schneller erledigt werden
konnte, wurden die Arbeiten zwischen der Industrie und der
Hauptwerkstätte
Zürich aufgeteilt, denn schliesslich waren alle fünf Fahrzeuge in
Mitleidenschaft gezogen worden.
Die
Reparatur dauerte bis zum 17. März 1964. Zuletzt fehlte lediglich noch der
neu zu bauende
Steuerwagen.
Die anderen Fahrzeuge kamen nach der Fertigstellung schon eher in den
Einsatz. Dabei konnten sie zwar keinen vollwertigen Zug bilden, aber die
Fahrzeuge konnten auch in den anderen Zügen als Ersatz verwendet werden.
Ein defekter
Gleichrichter
legte so nur noch den
Maschinenwagen
lahm und nicht den ganzen Zug.
Mit allen verfügbaren
Triebzügen
konnte der normale Betrieb aufgenommen werden. Dabei blieben die
angestammten Dienste und die vier
Kompositionen
waren wieder drei Tage im Einsatz. Nur wirklich lange sollte das auch
wieder nicht der Fall sein und am 26. Juni 1964 wurde dem Zug mit der
Nummer 1052 der Ausflug nach Frankreich zum Verhängnis. Erneut sollte es
mit dem
TEE
CISALPIN zu einem folgenschweren Unfall kommen.
Dabei wurde der
Steuerwagen
schwer beschädigt. Leider konnten auch diesmal die Rettungskräfte drei
Personen nur noch tod bergen. Es handelte sich dabei im den Fahrer und das
Lokomotivpersonal
im
Führerstand.
20 weitere Personen wurden durch die Wucht verletzt. Der schwer beschädigte Steuerwagen wurde im Ge-gensatz zum Steuerwagen des Zuges Nummer 1053 anschliessend in der Hauptwerkstätte Zürich repa-riert. In der Folge sollte es vorübergehen zu einer Durchmischung der Fahrzeuge kommen.
Kaum ein RAe TEE II fuhr während einiger Wochen mit den
zugeteilten Fahrzeugen. Auch sonst war natürlich wieder das Chaos
ausgebrochen und die Ersatzzüge mussten eingesetzt werden.
Das Jahr 1964 endet schliesslich mit der
Entgleisung
des Zuges Nummer 1054 im
Hauptbahnhof
Zürich. Die Entgleisung geschah in der Altjahreswoche, genauer am 27.
Dezember. In der Folge fehlte erneut ein Zug, so dass sich immer mehr ein
neuer fünfter
Triebzug
aufdrängte, denn die Unfälle mit den Zügen waren nach wenigen Jahren schon
recht beachtlich angewachsen. Die Ersatzzüge konnten den Komfort schlicht
nicht bieten.
Ab dem Frühjahr 1965 standen wieder sämtliche vier
Triebzüge
bereit. Die Reparatur konnte abgeschlossen werden und die Fahrzeuge, die
mittlerweile bunt gemischelt waren, wurden bereinigt. Das erfolgte
teilweise nur durch eine Änderung der Nummern des betroffenen Fahrzeuges.
Einfach gesagt, man setzte ein, was zur Verfügung stand. Die schweren
Unfälle zeigten den knappen Bestand jedoch deutlich auf, so dass ein
fünfter Zug benötigt würde.
Nicht nur die
Triebzüge
hatten ihre Probleme. So wurde ab 1965 der vorhandene Platz beim
TEE
CISALPIN immer knapper. Es liessen sich daher nicht mehr alle Leute
befördern. In der Folge kam es zu Doppelführungen, die mit dem vierten Zug
gedeckt wurden. Dabei wurde erstmals auch in
Vielfachsteuerung
gefahren und die
Leistung
des zusätzlichen Zuges reduzierte sich immer wieder auf den betroffenen
Abschnitt zwischen Lausanne und Paris.
So konnte der
Triebzug
weiterhin in der Nach in Zürich unterhalten wer-den. Am nächsten Morgen
ging es dann wieder leer nach Basel um dort die Arbeit mit dem
TEE
GOTTARDO aufzunehmen. Die vierte Komposition blieb somit trotzdem als dringend benötigte Re-serve in Zürich abgestellt, war im Un-terhalt oder verstärkte den über-lasteten TEE CISALPIN auf einem Teil-abschnitt.
Der fünfte Zug fehlte immer mehr und zusätzlichen Platz war auch
nicht schlecht. Insbesondere wenn zwischen Lausanne und Paris zwei
Einheiten be-nötigt wurden. Blieb der Zug gleich in Lausanne und kehrte
nicht immer nach Zürich zurück.
Auch wenn die Technik kompliziert war und man
Bordmechaniker
ein-setzte, das Programm war schlicht nicht zu fahren. Die
Triebzüge
wurden ohne jegliche Reserve eingesetzt. In der Folge führte ein kleiner
Defekt zu grösseren Auswirkungen. Der Ruf dieser Züge litt darunter, auch
wenn gesagt werden kann, dass die Triebzüge trotz allem sehr zuverlässig
zu sein schienen, denn anders kann so ein Programm kaum ersonnen werden.
Nicht immer waren es nur die Züge, die für mächtig aufsehen
sorgten. Das musste der RAe TEE II mit der Nummer 1053 am 21. Mai 1966
erfahren. Es entstand ein
Kurzschluss,
der nicht unbedingt durch den Zug verursacht wurde. Das Dach des
Triebzuges
wurde dabei beschädigt und musste in der Folge in der
Hauptwerkstätte
repariert werden. Erneut fehlte ein Zug ein paar Tage, was immer wieder
für Probleme sorgte.
Da
sich abzeichnete, dass sich der
TEE
über den Arlberg und somit nach Österreich nicht entwickeln würde, war
klar, diese Strecke musste mit den
Triebzug
RAe TEE II nicht mehr befahren werden. Somit war der Weg für eine
Verlängerung frei und sie sollte umgesetzt werden. Der bestellte fünfte
Zug sollte daher bereits in dieser neuen Formation ausgeliefert werden.
Die restlichen wurden verlängert und so an die neue Einheit angepasst.
Dieser hatte zwei
Wagenklassen
und erledigte zu-mindest auf dieser
Verbindung
die Diskussion um die Einführung der zweiten Wagenklasse bei den
TEE.
Der TRANSALPIN sollte deswegen jedoch nie zu einem TEE werden. Mit dem Fahrplanwechsel im Mai 1967 wurde in der Schweiz die neue Zugreihe RS eingeführt. Diese konnte mit einem Bremsverhältnis von 125% ge-fahren werden und erlaubte eine Höchstgeschwin-digkeit von 140 km/h.
Dabei stand im Wallis der erste dafür geeignete Abschnitt bereit
und der
Triebzug
erreichte in der Schweiz erstmals planmässig mehr als 125 km/h. In
Frankreich wurde jedoch schon lange mit 160 km/h gefahren.
Besonders viel Pech hatte der Zug mit der Nummer 1052. Dieser
befuhr am 13. Juli 1967 die Strecke zwischen Sisikon und Flüelen. Dort
kollidierte er mit einem entgleisten
Güterzug
und wurde auf einer Seite auf der ganzen Länge beschädigt. Ironie dabei
war, dass dazu nur zwei Kilometer als normale Doppelspur ausgeführt worden
sind. Nur ein paar Kilometer in Richtung Nord und es wäre schlicht nicht
dazu gekommen.
Da man nicht einen zerkratzten
TEE
auf die Kundschaft loslassen konnte, musste der Zug durch die
Hauptwerkstätte
Zürich hergerichtet werden. Im Betrieb fehlte somit wieder ein Zug und die
Kapazität reichte kaum noch. Jedoch konnte die Verlängerung damit auch
gleich umgesetzt werden. So kam der Zug mit der Nummer 1052 als erster mit
sechs Einheiten wieder in Betrieb. Dabei bemerkte niemand, dass der
grösste Teil der Fahrzeuge neu war.
So kam die Nummer 1052 bereits wieder am 12. August 1967 in
Betrieb. Der fünfte
Triebzug
liess daher noch etwas auf sich warten. Dieser wurde schliesslich am 10.
November 1967 offiziell in Betrieb genommen. Die meisten Wagen stammten
dabei jedoch von der Nummer 1052. Jedoch war nun ein Zug vorhanden, der
die Verlängerung an den anderen Einheiten erlaubte. Vorerst sollte es beim
sehr knappen Bestand bleiben.
Ein Beispiel war da sicherlich der am Gotthard verkehrende
TEE
ROLAND, der immer wieder für die geplante Maschine der Reihe
Re 4/4 II
zu schwer war und zwei
Lokomotiven
benötigte.
Dank dem zusätzlichen Zug konnten nun auch wieder Versuche
angestellt werden. Dabei ging es nun um die
Doppeltraktion
von zwei Einheiten über die
automatische Kupplung.
Benötigt hätte man diese schon oft, aber es fehlte am verfügbaren Zug um
die Einrichtung zu erproben. Daher erfolgten diese Versuche jetzt und
konnten letztlich erfolgreich abgeschlossen werden. Bei Bedarf konnte man
nun zwei Züge zusammen auf die Reise schicken.
Am 6. April 1968 war dann wieder der
Triebzug
mit der Nummer 1054 an der Reihe. In Zürich passte das Personal nicht
besonders gut auf und so kam es im
Rangierdienst
zu einem
Anprall.
Die Folgen für den Zug waren klar, er musste in der nahen
Hauptwerkstätte
wieder repariert werden. Betroffen war, wie in solchen Fällen üblich
lediglich der
Steuerwagen.
Daher kam es wieder zu einem Austausch zwischen den Einheiten.
Der Betrieb beruhigte sich in der Folge etwas. Die fünf
Triebzüge
hatten weiterhin ihren dreitägigen
Dienstplan.
Gerade in diesen waren sie standfest und neue
Leistungen
wurden vorerst noch nicht eingebaut. So konnte der zusätzliche Zug immer
wieder für kurzfristige Verstärkungen auf die Reise geschickt werden.
Trotzdem gab es gerade beim
TEE
CISALPIN zwischen Mailand und Paris immer mehr Probleme mit der Kapazität.
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